Finden
Februar 16, 2012

Kuss der Stille

Finden    (Audio)                                          

3.07.2011

Willkommen nun mein liebstes Menschenkind
nach deiner langen Reise
Für dich sind diese Worte

du der an der Schwelle steht
im Rücken die Trümmer seiner Welt
und vor sich ohne Hoffnung nur noch Tränen

Nun höre still mit Herz

An dem geheimen Ort
dort warte ICH auf dich

Mit dem geheimen Zeichen
wirst du als Freund empfangen

Mit dem geheimen Wort
öffnet sich der Schatz

In der geheimen Haltung
blendet Licht die Augen

In der geheimen Absicht
verweile ohne Zweifel

In dem geheimen Zustand
wirst du dann einsam sterben

und in Stille ohne Schätze gehen

Jetzt bist Du das Geheimnis in der Welt
und still wird das Geheimnis leben

ICH werde immer bei Dir sein
und Du MEIN liebend Herz
BIST der Welt geheimnisvollen Schein

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Leuchtende Leere
Januar 23, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Leuchtende Leere

24.6.2011

Der Lärm der Straße dringt durch das geöffnete Fenster und die Gardinen wehen mit dem Luftzug, der auch die Stimmen der Menschen wie leise Musik hinein trägt.

Alle Geräusche sind an ihrem Platz und weben eine schöne Melodie, die die Stille nicht stört.

Überhaupt scheint diese Stille nichts stören zu können.

Der Kopf ist ruhig und schwingt in dem Rhythmus des Liedes, das die Geräusche singen.

Man wartet darauf, dass diese Stille wieder verschwindet, wie ein Zustand, wie so oft viele Zustände gekommen und gegangen sind.

Doch hier geht und kommt nichts. Als ob keine Möglichkeit besteht, wohin es verschwinden könnte.

Ach, ich wünsche mir so sehr, dass alle Wesen dies realisieren. So einfach und doch so komplex, wie es scheint. So viel Lärm um nichts und so viel Leid um nichts.

Da werden Sandburgen des Lebens mit so viel Ernst von Kindern errichtet, die in Körpern von Erwachsenen stecken.

Um schließlich mit der nächsten Welle des Lebens wieder zu dem gemacht zu werden, was es schon immer war.

Sandkörner unter Sandkörnern am Strand der Ewigkeit, der Teil des endlosen Ozeans der leuchtenden Leere ist.

Und da geht es nicht um die Sandburgen selber, nein, die Angst und die daraus geborene Ignoranz der Schöpfung gegenüber macht das Drama aus.

Dabei ist nur Stille, die aus sich heraus in Form explodiert, in aller Schönheit und Harmonie.

Nichts Schöneres hat es je gegeben und wird es je geben, als Dies zu schauen.

Oh, wie sind die Worte mangelhaft Dies zu beschreiben, um die Verzweiflung der Menschen zu stillen. Dabei sind es eben nicht die Worte selbst und nicht die Erklärung, auch das Erklärte und Beschriebene ist es nicht, und auch nicht das Gegenteil davon.

Es Ist einfach und alles Wort entfernt sich von Diesem. Dabei scheint manches Wort in der Nähe Dessen länger zu verweilen.

Der Zustand, in dem der Körper beschrieben werden könnte, ist recht einfach – Müdigkeit und ein Gefühl, als ob das Hirn eingefrorenen ist.

Denken funktioniert, Gedanken kommen und gehen, nur dass sie keinen Saft haben. Gedanken steigen auf oder nicht und es liegt kein Bemühen darin. Es gibt kein Ablehnen oder Annehmen von Gedanken. Gedanken sind da oder nicht.

Es ist recht einfach, da nichts die Stille unterbricht.

Stille kommt als Gedanke oder als das Geräusch des fahrenden Autos unter dem Fenster.

Nichts stört oder fehlt. Das gefroren sein ist körperlich etwas ungewohnt, doch man gewöhnt sich daran.

Die Vögel zwitschern von dem nahen Park und ein LKW übertönt das Zwitschern brummend, als er weiterfährt.

Es ist wunderbar.