Fragen, Antworten, Gespräche…
August 10, 2019

Fragen, Antworten, Gespräche…

10.8.2019

Es gab in letzter Zeit einige Fragen und einige Gespräche zu dem Thema des „richtigen Weges“. Ein paar Fragen nach spezifischen Methoden in Verbindung mit der eigentlichen Motivation der Suche und dem was gehofft wird zu finden. Fragen nach dem eigentlichen Ziel, dass diese ganze Mühsal sowie dem Aufwand der Suche gerecht werden soll.

Der Aufwand der Suche soll sich also rechnen… so so..

Da es offensichtlich schwierig war das Ziel, dass so aufwändig zu erreichen und so fern zu sein scheint, und nach dem so mühsam gesucht wird, tatsächlich zu benennen, ohne in allgemeine Phrasen und Metaphern abzudriften, haben wir uns, der Kommunikation halber, auf die allgemeinste und üblichste Metapher geeinigt.

Wir haben das Ziel der spirituellen Suche als Suche nach „Freiheit“ benennen müssen, da wir uns auf keine bessere Bezeichnung einigen konnten.

Dass das was gesucht wird schon anfangs-los da ist, konnte offensichtlich durch den Fragenden nicht gesehen werden.

Dass dies was schon anfangslos da ist nicht mit Worten beschrieben werden kann, ist ebenso offensichtlich.

Und doch finden Gespräche darüber statt. Das wird hier als das eigentliche Mysterium gesehen, da gesehen werden muss, dass wenn diese „Freiheit“ für den Sucher erfahrbar wird als erste Reaktion ein Zurückschrecken, ein Abweisen, ein „Das habe ich mir so nicht vorgestellt“ erfolgt.

Ja, Freiheit hat keine Gnade mit unseren üblichen verstandeskonditionierten romantischen Vorstellungen von Glück, Harmonie und Bedeutung.

Das tatsächliche Erfahren von Freiheit löscht den Erfahrenen völlig und radikal aus. Wenn das nicht geschieht ist das, was du als Erfahrung von Freiheit bezeichnest, nur eine eigenproduzierte Erfahrung deines aufgeblasenen Verstandes. Ein Mindfuck unter vielen anderen Mindfucks.

Im Zusammenhang mit dem Versuch über deine Fragen, zu Methoden, Suche und Finden, zu sprechen haben wir auch über die Verse aus „Menschenkind“ gesprochen. Hier sind einige Auszüge der Kommentare dazu:

Spüre die Verzweiflung. Kannst du sie fühlen? Dann spüre die Energie, die sie antreibt. Gut!

Die erste Strophe ist sehr einfach zu verstehen. Jedes Wesen, dass sich auf den Weg nach Freiheit machen muss, oder ein anderes Wort mit selber Bedeutung… nach Wahrheit suchen muss, spürt diese Verzweiflung. Egal wie die Lebensumstände sind, wir müssen uns auf den Weg machen. Der Druck, der diese Energie ausübt und uns dazu antreibt die Suche zu beginnen, ist unabweisbar.

Tatsächlich aber geht es nicht darum wie ein Irrer durch die Welt zu reisen und jedes mögliche spirituelle Event mitzunehmen.

Tatsächlich fordert dich dieser immense Druck eigentlich nur auf nach „innen“ zu schauen und wahrzunehmen was schon ist.

Da Suche, besonders spirituelle Suche, aber ein Ausweichen ist, fährst du lieber nach Peru zu einer Ayahuasca Zeremonie um die Erfahrung von liebevoller weiblicher Energie zu machen und somit deine romantischen Vorstellungen von Freiheit zu befriedigen.

Das ist natürlich völlig in Ordnung, hat allerdings in Verbindung mit deiner romantischen Motivation und Vorstellung nur wenig mit Finden der Wahrheit zu tun. Das ist unter den besprochenen Bedingungen einfach nur spirituelles Entertainment.

 Dann gehe hinein in diese dunkle Wolke.

Hier wird der Weg nach „innen“ angesprochen. Unsere Verblendung, unserer Verwirrtheit, unsere Dumpfheit und die Grausamkeit, die daraus erwächst, direkt anzuschauen ist purer Horror und doch unabdingbar. Bis wir es wagen soweit zu gehen, jetten wir üblicherweise ein paar Jahre durch die Welt und nehmen an den abenteuerlichsten spirituellen Events teil, führen zweifelhafte Praktiken aus und begeben uns freiwillig in die Hände von fragwürdigen Menschen, die vorgeben dir die Freiheit geben zu können. Das ist ziemlich absurd, oder?

Nun mach keine der drei üblichen Bewegungen. Hin-Weg-Dagegen. Bleib still und rühr Dich nicht!

Das Erscheinen als Mensch-sein ist nur ein Ausdruck, ein Muster. Innerhalb dieses übergeordneten Musters des Menschsein-an-sich, drücken wir uns als Individuen mit drei grundlegen Bewegungen aus. Diese Bewegungen sind energetische Basisbewegungen und entfesseln, in unserer üblichen Dumpfheit, ihre Wirkung als Neid, Angst und Zorn. Das ist die simple Basis unseres üblichen Tuns und wenn das nicht gesehen werden kann, ist es das die Basis für unsere rastlose Suche nach Frieden. Auf der Suche nach Frieden, Freiheit, Wahrheit gehen wir ohne zu zögern über Leichen.

Bleib still und rühr dich nicht… das ist ein schwieriger Moment für uns Menschen. Wir sind so voller Leidenschaft und das Muster des Tuns ist so überwältigend tief der gewöhnliche Ausdruck des Menschseins, das wir das Stillsein an diesem Punkt unserer Reise nur imitieren können. Bestenfalls bedeutet hier „still bleiben und nicht rühren“ dem zu folgen was unser Verstand für Stille und Bewegungslosigkeit hält. Das ist aber auch ein Tun und hat nichts mit Stille zu tun. Doch was anderes als Imitation haben wir an dem Punkt nicht zur Verfügung.

Die Kraft, die alles antreibt, wird auch alles stoppen. Nun ist die Verzweiflung Dein bester Freund, sie gibt Dir alles, um nun für immer anzuhalten.

Das Anhalten, das wir so ersehnen, liegt außerhalb unseres Zugriffs. Genau so wenig wie der Antrieb zur Suche und Tun von dir kommt. Die gewohnheitsmäßige Annahme das du ein festes unabhängig existierendes Wesen bist, führt zu einer Verschiebung der Wahrnehmung, in der du der Mittelpunkt des gesamten Universums zu sein scheinst. Das ist ein Irrtum und an diesem Punkt deines Weges dämmert dir das so langsam. Du bist nicht mehr so sicher was wirklich und was unwirklich ist. Das ist ein gewaltiger Schlag gegen deine Dumpfheit.

Sie ist die Treppe zu Deinem Tempel, der in deinem Herzen auf Dich wartet.

Tatsächlich ist die Treppe ein Symbol dafür, dass es keinen Weg zurückgibt. Du bist nie fortgewesen. Du träumst einen Traum, in dem du Mensch bist und einen Weg zu gehen hast um wieder DU zu sein. Ein ziemlich hirnrissiger Traum, das sich ein kleines gallertähnliche Stück Hirn zusammengesponnen hat. So wie sich kleine Kinder unheimliche Geschichten erzählen, um sich schaurig schön zu gruseln. Dann aber bei dem kleinsten Geräusch in Panik verfallen, da sie vergessen haben, dass sie sich diesen ganzen Unsinn selbst ausgedacht haben.

Dort opfere Dein Leben, das Du nie besessen hast.

Wenn das alles gesehen werden kann, keine Zweifel bestehen und Hingabe als einzige Möglichkeit verbleibt, so erfolgt die größtmögliche Geste, zu der das Ego in der Lage ist. Es gibt sich hin.

Tatsächlich hofft das Ego mit diesem Manöver der Großmütigkeit mit „hinüber“ genommen zu werden. Diese Hoffnung ist völlig unbegründet.

Hinauf geht ein Mensch, der sich als Gott fühlt, und herunter kommt das Göttliche, was sich verloren hatte-im Spiel ein Mensch zu sein.

Diese Zeilen stehen für sich selbst und jegliche Erklärung sollte unnötig sein. Falls doch noch Fragen aufkommen, so fange einfach wieder bei Zeile eins an zu lesen.

Nun da Du siehst, von allem verlassen, es war nie real.

An diesem Punkt hört jegliche Suche auf. Sie hat nie existiert. Die Erfahrung des Mensch-sein-müssen löst sich auf. Das liest sich vielleicht einfach, allerdings ist das eine Erfahrung, die es in sich hat. Die vollständige Integration der Erfahrung des Auflösens des Mensch-seins geschieht als das Leben was wahrgenommen wird. Die Muster, die unsere gefühlte körperliche Existenz ausmachen, fangen an sich aufzulösen. Das ist vielleicht noch irgendwie beschreibbar, allerdings wenn dort diese Erfahrungen auftauchen, sind auch alle Fähigkeiten präsent diese Erfahrungen zu integrieren. Das ist absolut ausreichend.

Nun da keine Hoffnung auf irgendwas besteht, lodert die Liebe im Herzen und wird die Sonne sein.

Das IST was die restliche Zeit deiner Existenz, DU als Ausdruck der Unendlichkeit, deine Begleiterin sein wird. Das ist mehr als du jemals zu erhoffen gewagt hast.

Das ist die Wahrheit über den Weg Jesu zu Christus.

Das kann nicht kommentiert werden, da hier überhaupt kein christlicher Background vorhanden ist.  Das ist eine abschließende Bemerkung eines Freundes, der sehr christlich aufgewachsen ist, und für den sich diese Zeilen, auf seine Frage hin, manifestiert haben.

Fragmente, ein Gespräch über Non-Dualismus und andere Aussagen
Januar 13, 2019

Fragmente, ein Gespräch über Non-Dualismus und andere Aussagen

Dezember 2018

Wir habe letztens über solche Aussagen wie „absolute Freiheit“ besonders im Kontext zu „Befreiung oder Erfahrung der Befreiung“ gesprochen. Weiterhin ob diese und andere Aussagen dazu wahr sind und besonders warum überhaupt solche Sätze benutzt werden…. „da ist niemand der etwas tut oder lässt, bewirken könnte… die Quelle drückt sich als du aus und du bist schon Wirkung… usw.“

Nun direkt gesagt ist die Aussage da ist „niemand“ genauso falsch wie die Aussage da ist „jemand“, da sie sich aufeinander beziehen und somit von einander abhängig sind. Gegenseitige Abhängigkeit repräsentiert aber relative Umstände und ist dualer Natur. Die absolute Wahrheit jedoch ist sogar jenseits von Non-Dualität da sie keinerlei Qualitäten aufweist.

Insofern ist diese Aussage zu…  niemand ist… prinzipiell unwahr bzw. Nicht-Wahrheit.

Hier wird allerdings trotzdem die Aussage  „da ist niemand… “ bevorzugt, da sie scheinbar in eine Richtung weist die gerne als Wahrheit benannt wird. Diese Aussage scheint also in eine bestimmte Richtung, die Befreiung und Freiheit genannt werden könnte, zu zeigen. Das wird hier als „richtiger“ gesehen. Wenn du jetzt nachfragst und wissen möchtest für „wen“ wenn es doch „niemanden“ gibt, wird das ganze Paradox sichtbar. Dann sind wir genau am Punkt.

So kann durch Sprache und prinzipiell unwahre Aussagen, z.B. die Unwahrheit „der unhinterfragten Annahme eine feste unabhängige Existenz zu haben“ sichtbar gemacht werden.

Das Instrument Sprache, welches ein Ausdrucksmittel des analytischen Verstandes ist, wird so gegen das gewohnheitsmäßige Muster der üblichen Wahrnehmung … ich und du, Objekt und Subjekt, hier und dort etc…. gerichtet.

Das Ergebnis kann sein, dass dieses gewohnheitsmäßige Muster zu funktionieren aufhört, temporär oder dauerhaft. Dann tauchen vielleicht andere Erfahrungen auf als die bisherigen Erfahrungen, die dir bis gerade eben noch das Bild einer festen Welt vermittelt haben.

Warum ist die Aussage „da ist niemand…oder da ist Nichts“ aber nicht wirklich wahr? Weil es eine extreme und paradoxe Aussage ist. Sie ist genauso extrem und paradox wie zu sagen „ich existiere, weil ich Schmerz spüre, wenn mein Fuß sich an einem Stein stößt und diese Erfahrung vermittelt, dass die Welt fest ist…“

Die Sicht vermittelt die Erfahrung das hier niemand schreibt. Die Erfahrung mit dem Kopf gegen die Wand zu stoßen vermittelt eindringlich eine physische Existenz.

Was ist also Wahrheit?

Beides gemeinsam drückt gleichzeitig Wahrheit und Nicht-Wahrheit aus. Es ist nur ein Paradox für den gewohnheitsmäßigen Denkvorgang. Berührt weder die Sicht noch das Gefühl die scheinbaren Gegensätze bist Du Wahrheit. Die Mitte manifestiert sich und damit offenbart sich der scheinbare Gegensatz von Befreit und Nicht-Befreit mühelos zu Freiheit.

Relativ gesehen können extrem und paradoxe Aussagen Instrumente sein um etwas in dem Frager zu bewegen oder hervorzubringen. Also etwas ins Licht zu bringen was er/sie schon wusste, sonst hätte die Frage nicht gestellt werden können. Der Frager bettelt um den Schlag der ihn von dem Rausch der Vernebelung aufwachen lassen soll.

Natürlich bettelt sich die Quelle in Form des Fragenden und des Antwortgebers selber an und gibt sich selber die Antwort und den Schlag.

Das jedoch ist nur die dürftige Beschreibung zu einem unbeschreiblichen Vorgang.

Was hier gesagt wird ist dass die Wesen die Befreiung erfahren regelmäßig in die „Falle des Sehens und der Klarheit“ tappen können weil sie „klarsehen“ und versuchen das „gesehene“ zu beschreiben. So wie die Wesen die keine Befreiung erfahren haben in der „Falle der Verdunkelung, Dumpfheit und Illusion“ gefangen sind, weil dort gar nicht erst der Versuch aufkommt sich mit Wahrheit, Sehen und Befreiung auseinanderzusetzen.

Es sind beides Fallen, allerdings scheint es so zu sein, dass dem Wesen das Befreiung erfahren hat, die inhärent vorhandene Klarheit den Aus-Weg, aus diesen und anderen „Fallen der Befreiung“, aus sich selbst heraus zu weisen scheint.

Das konnte bei den in tiefer Dumpfheit und Illusion gefangenen Wesen so bisher noch nicht beobachtet werden.

Was ist die „Falle des Sehens und der Klarheit“?

Das Sehen und die Klarheit vermittelt Einsichten und Wahrheit. Es sieht dann so aus als ob es tatsächlich so ist, doch es sind ebenfalls nur Erfahrungen die vermittelt wahrgenommen werden. Wenn nicht gesehen werden kann, dass dies auch nur Erfahrungen sind, weil vielleicht gerade die Faszination über die Einsichten und Wahrheit überwiegt, dann ist das ein Fallstrick auf dem Weg zur Freiheit.

Und entschuldige, wenn dich das jetzt noch weiter verwirrt… diesen Weg in die Freiheit gibt es natürlich nicht…. allerdings muss hinzugefügt werden…. Befreiung und Freiheit sind auch nicht nur Metaphern…

Es besteht hier grundsätzlich die Tendenz, auf dem nicht-vorhandenen Weg in die Freiheit, in alle möglichen Löcher zu fallen, über alle möglichen Fallstricke zu stolpern und sich in die offensichtlichen Fallen zu verheddern, hier wird also aus reichlich individueller Erfahrung berichtet.

Die Wahrheit die gesehen wird, kann nicht in Sprache ausgedrückt werden, also ist, sobald Sprache benutzt wird, der „Besitzer der Sprache“ also der Verstand mit im Boot und mit dem Verstand unweigerlich die Subroutinen die „früher“ die Erfahrung einer unabhängigen festen Existenz vorgespielt haben.

Es ist letztlich immer der Versuch absolute Wahrheit mit relativen Erkenntnissen und Erfahrungen zu beschreiben. Das geht natürlich regelmäßig schief und ist somit offensichtlich unvermeidbar.

Solange über das Sehen gedacht, gesprochen, berichtet etc. werden muss, wird es zu etwas Gesehenem und somit zu einem Objekt.

Wenn jedoch dieser Prozess, des zu-Objekts-werdens, während des Sprechens, Berichtens, Denkens gesehen werden kann, ist das selbst-befreiend und Fallen-los.

Wenn allerdings von der Erfahrung berichtet werden muss „da ist niemand der das erfahren kann oder etwas tun kann oder tun konnte oder tun können wird…etc.…“ als etwas das geglaubt-werden-muss, als etwas das eine absolut wahre Aussage ist, ist das eine Falle.

Es gibt einige non-dualistische Strömungen die betonen diesen Aspekt der Erfahrung besonders stark und benutzen ihn als non-dualistische Kernaussage. So kann es passieren das eine wahre non-duale Erfahrung zur Religion wird und somit die Illusion der Dualität gestärkt statt schwächer wird.

Es kann immer nur der vergebliche Versuch sein das Unausdrückbare auszudrücken. Insofern muss das scheitern und in dieser Vergeblichkeit leuchtet die sich entfaltenden Schönheit der unvermittelbaren Wahrheit… die Wahrheit dass Du schon immer Freiheit bist.

Aus dieser Perspektive kann man durchaus sagen, dass Buddha pausenlos gelogen hat um die Wahrheit auszudrücken.

Warum wird dann überhaupt ständig der Versuch unternommen Wahrheit auszudrücken?

Das ist unbekannt.

Was bleibt?
Januar 13, 2016

Das Gefühl der Einsamkeit, das dich in der großen Illusion bedrängt das Mengen der Massen aufzusuchen, ist das gewöhnliche Verlangen die Gewissheit des Endens zu vermeiden

Doch nun, wenn das Wahre gesehen wurde, ist dieses Verlangen, das uns die Ketten des Mensch-sein-müssens sehr fest bindet,

nichts

gegen die unbarmherzige Erkenntnis, dass es unmöglich ist, es dir, mein Liebstes Menschenkind, zu zeigen

das Licht was wir schon sind

        So ist es wie ewig

Nur die Stille ist der Raum der verbleibt zu leben und das Licht bescheint die nächsten Schritte einfach

Und keine Hoffnung indem dass dies irgendjemand helfen würde

So sieht die Freiheit aus, die niemand dient

So ist es also und Dieses lebt sich endlos als du durch die Suche nach sich selbst

Das ist die absolute Wahrheit die die große Illusion beendet

Und in dieser unabweisbaren Gewissheit wird gesehen wie aus der zarte Knospe dieses Sehens die lodernde Blüte der Unvergänglichkeit erglüht

und

der zarte Kuss der Wahrheit dich sterben lassen wird

nur Freiheit bleibt zurück

 

Doch nun, was möchtest du.

Was ist deine Antwort?

Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?
August 6, 2012

Fragen eines Freundes

03.08.2012

Die Stille von der immer die Rede ist, habe ich noch nicht entdecken können. Wie aber kann ich diese Stille entdecken, wenn ich nicht weiß was oder wie sie ist? Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Die erste Frage die sich erhebt, ist Stille zusammengesetzt oder nicht. Ist diese Stille zusammengesetzt, ist es ein Objekt das zerfallen kann und wird.

Doch ist Stille nicht zusammengesetzt, also wenn Stille einfach IST, unkonstruiert und ungedacht, dann erscheinen Objekte wie Gedanken oder Geräusche in Stille selbst. Stille ist dann wie die Leinwand, auf der Bewegung, wie eben ein Gedanke, sichtbar wird.

Geht die Forschung tiefer, muss gesehen werden, dass nicht nur die Objekte in der Stille auftauchen. Sondern es wird klar, dass Objekte wie Gedanken, Geräusche, Gerüche usw. selbst Stille ist, die eben objekthaftig erscheinen.

Dann kann gesehen werden, dass Stille in sich als Bewegung erscheint und Bewegung sich in Stille wieder rückstandslos auflöst.

Eine Bewegung erhebt sich in Unbewegtheit. Plötzlich scheint da Zwei zu sein.
Bewegung kommt in Unbewegtheit zur Ruhe und es scheint nur Eins zu sein.
Das scheint unentwegt zu geschehen, anfangslos, endlos, ziellos und zwecklos.

Wie anfangslose, endlose, ziel-und zwecklose Unbewegtheit in Bewegung sein kann, wenn Unbewegtheit zeitlos unbewegt IST, ist absolut unbekannt.

Wenn diese Unbekanntheit gesehen wird, gibt es kein Bezugspunkt für Erklärungen. So ist das Unbekannte der Urgrund des ewig Klaren, ohne das Worte und Gedanken etwas Sinnvolles hinzu fügen könnten.

Sehen an sich benötigt keine Worte. Sehen ist selbstgenügend und frei von Erklärungen. Sehen ist somit objektlos.

Die Worte, wie diese hier, machen aus dem Sehen etwas Gesehenes.
So scheint das Beschreiben des Sehens selbst, einen Vorgang zu beschreiben der ein Subjekt und ein Objekt beinhaltet. Doch es ist nur eine Täuschung des Verstandes, der begreifen möchte.

Das Sehen ist nie das Gesehene, das Alte oder eine Erinnerung. Sehen selbst, das was Gesehen wird und Dies was sieht, ist immer Eins, ist das selbe.

Sehen ist unteilbar, objektlos, nichtdual.
Bewegung ist Unbewegtheit. Sehen ist Jetztheit, ohne die Bedeutung des Wortes.

Nur der Versuch der Beschreibung lässt das Eine in Teile zerfallen, natürlich nur scheinbar. Es scheint dann so, als wenn Bewegung selbst in weitere Bewegungen zerfällt. Und so wie Stille als Bewegung in sich selbst auftaucht, so scheint Bewegtheit in sich selbst als Bewegung zu erscheinen.

Doch all das ist Stille selbst, völlige Unbewegtheit.

Wir Menschen sind Bewegung in Unbewegtheit und damit können wir nichts anderes sein als Unbewegtheit selbst. Somit kann nur ursachlose Freiheit sein.

Das Gefangensein ist so lange Realität, wie sich Wahrnehmung auf Stille als Bewegtheit richten muss. Es scheint dann so, als ob es ein Draußen gibt in dem bewegte Objekte vor einem wahrnehmenden Subjekt auftauchen. Das ist die Täuschung, die durch die Vermittlung der Wahrnehmung durch konzeptuelles Denken in Formen, auftaucht. So taucht Leid auf.

Ursachlos kann sich Wahrnehmung von Bewegung ablösen und Stille wahrnehmen. Dann scheint es so, als ob Bewegung aus der Stille erscheint. Doch auch das, wie spektakulär es auch wirken mag, ist ebenso duale Wahrnehmung. Ebenso noch immer eine Täuschung. Der menschliche Geist ist immer noch in Bewegung.

Die Verschmelzung von Stille und Bewegung, das Kollabieren von dieser Subjekt-Objekt-behafteten Wahrnehmung erscheint wie ein hinein schmelzen des Subjektes in eine ewig unbekannte Dimension, die absolute Auflösung des Bekannten. Es scheint ein Verschmelzen von Objekt und Subjekt zu sein, doch tatsächlich verschwindet der Seher einfach, so als ob er nie existiert hat.

Natürlich hat er das auch nicht.

Der Seher war nur Bewegung des Unbewegten. Wenn diese Bewegung zur Ruhe kommt ist nur absoluter Stillstand. Doch Wahrnehmung an sich bricht nicht zusammen. Unbewegtheit sieht Unbewegtheit, die als Bewegtheit auftaucht, völlig unvermittelt.

Freiheit.

Wahrheit.

Liebe.

Warum erfolgt der Versuch dies in Worte zu fassen?
Das ist unbekannt und an sich unnötig. Doch da tauchen eben Fragen auf und dann tauchen eben Antworten auf. Die Antworten weisen auf ein Muster hin, dass von dem Fragenden erkannt werden kann. Da ist ein Muster, das immer da ist. Es ist immer gleich, unabhängig von der aufscheinen Komplexität der Formen.

Es geht also um Erkennen.

Es geht um das Erkennen wie das Begehren, zum Beispiel das Verstehen-wollen, in dem Geist auftaucht. Bewegung erscheint und formt sich als Gedanke aus. Das Verstehen-wollen erscheint als Greifen nach dem Inhalt des Gedanken und Denken manifestiert sich. Ohne Denken ist, im psychologischen Sinn, keine Person existent. Mit dem Denken erscheint der Denker.Der Denker und Denken ist ein und das selbe. Der Denker und das Denken ist Reaktion als Aktion an sich und schöpft somit Realität.

Das Greifen ist Abwesenheit von Intelligenz und hebt Bewegung an die spiegelnde Oberfläche der Wahrnehmung. Das Nichterkennen schöpft separierte Existenz und formt dein persönliches Leben aus. Ein Leben des du und der anderen, in denen du um Existenzberechtigung kämpfen musst. Leiden.

Kann dort beim Fragenden der Wahnsinn und die Verwirrung erkannt werden? Kann diese grundsätzliche Bewegung, kann das grundsätzliche Muster erkannt werden? Wenn ja, ist Freiheit sofort da. Freiheit kann nie abwesend sein, genauso wie Wahrheit immer da ist.

Gestern, während unseres Gespräches, erwähntest du, dass du Stille noch nicht erkannt hast.

Doch meine Liebe, das Erkennen des Nicht-Erkennens ist dies von dem die ganze Zeit die Rede ist. Die Erkenntnis, dass dort nicht erkannt wurde, ist absolutes Erkennen.

Dieses Erkennen ist befreite Wahrnehmung, ist unvermitteltes Sehen an sich, das ist Intelligenz.

Jetzt bist du überrascht, weil diese Erfahrung nicht mit deinen Vorstellungen und den Konzepten, die du dir über das Erkennen erdacht hast, übereinstimmen.

Wenn jetzt der Gedanke auftaucht, dass es das doch nicht sein kann, dann fasse diesen Gedanken einfach nicht an, gehe ihm nicht nach, gib ihm keine Lebenskraft.

Lass die Intelligenz, die du tatsächlich bist, die Bewegung des Gedankens erkennen, als Bewegung-ansich.

Bleibe jetzt unbewegt!

Also was bleibt?

Keine Fragen, keine Antworten.

Genau. Das ist die Wahrheit.

Du bist schon ewig frei!

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
März 23, 2012

Fragen eines Freundes

31.01.2012

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
Warum verschwinden sie scheinbar und kommen dann doch wieder ans Licht, um erkannt und gelöst zu werden?

Wenn wir von Verstrickungen in unserem Leben sprechen, haben wir oft die Angelegenheiten und Abläufe unseres Lebens vor den Augen, die unserer Meinung nach nicht funktionieren, nicht gerecht oder irgendwie nicht richtig zu sein scheinen. Diese Ereignisse sind unerwünscht, werden abgelehnt, bereut und bekämpft. Das ist ein so automatisierter Ablauf des Kämpfens mit der aktuellen Situation, dass es die allermeisten Menschen nicht einmal bemerken. Ein Reflex der Ablehnung gegen den Ausdruck des Lebendigen, wie es sich gerade als dieser Moment manifestiert. Ein Reflex des Nicht-Erkennens der Wahrheit, ein Reflex der Ignoranz, der natürlich auch sehr subtil sein kann.

Da diese Frage gestellt wurde, bedeutet es, dass etwas zutiefst Intelligentes aufgewacht ist, sich die Dimension des Erkennens aufgetan hat. In dieser Dimension kann zwischen Menschen ein wahrhaftiges Begegnen stattfinden, zum Beispiel dieses Gespräch.

Das Öffnen dieser Dimension des Erkennens bedeutet nicht, dass dort jemand getroffen werden kann der auf alle Fragen eine Antwort hat oder eine übermenschliche Fähigkeit errungen hätte, nein überhaupt nicht. Es bedeutet eher das Gegenteil davon. Es ist gewissermaßen gewöhnlich und unspektakulär.

Die Dimension der Ignoranz jedoch ist das außerordentlich Besondere und es bedarf eine bedeutende Anstrengung in diesem Zustand zu verharren. Es scheint als ob wir Menschen unser Leben so lange mühselig auf Zehenspitzen tippelnd umherirrend verbringen, bis uns vielleicht mal auffällt, dass man auch einfach gehen kann. Entspannt. Entkontrahiert.

Die Dimension des Erkennens ist Ausdruck des Lebens in menschlicher Form, gekennzeichnet durch Hingabe, Harmonie und natürlicher Intelligenz. Sie ist ein Einfließen in Ausdrucksform der vibrierenden Lebendigkeit jenseits von Bedingtheit. Sie ist die formgewebte unpersönliche Lichtgestalt der einen anfangslosen ungeschaffenen Liebe.

Ein Zusammentreffen hier bedeutet also, dass sich einfach die gewöhnlichsten Menschen treffen. Frei von der Last jemand sein zu müssen, kann die schmale Brücke des bürdenlosen Lebens leichten Fußes überquert werden.

Nun da du hier bist, siehst du, dass deine Fragen nur Teil des Zehenspitzentanzes auf dem Parkett der Ignoranz gewesen sind. Ein Tanz der Formen, scheinbar fester Wesen, in der Aufführung eines Theaterstückes mit dem Titel:

„Ich, mein Leben und wie schwierig alles war, ist und sein wird.“

Leuchtende Potenzialität kann sich eben auch, im funkelnden Kleid der menschlichen Form, als Vergessen erheben.
Tanzend, klagend, fordernd und vergehend.

So kann vielleicht gesagt werden, dass Verstrickt-Sein an sich die Wahrnehmungsperspektive eines Tänzers ist, der vergessen hat, dass durch ihn nur eine Rolle gespielt wird, in einem Theaterstückes Namens Leben. Und so ist da immer die Sehnsucht nach dem ersten Preis, der Anerkennung, des Beifalls und die Kapelle des Begehrens spielt dazu die süße Melodie der Vergessenheit.

Sicher, es scheint so bedeutungsvoll die Herausforderungen dieser Welt zu bezwingen. Doch wenn die Zeit gekommen ist, wird selbst die Asche des erfolgreichsten Bezwingers, mit dem Staub der anderen ehemals sich bedeutungsvoll fühlenden Menschen, einfach den Fluss hinunter in den Ozean der Wesenslosigkeit gespült werden und sich auflösend in den Tiefen der Unendlichkeit versinken.

Spurlos, vergessen, ewig ungekannt.
Zu spät.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden, dass alle Verwicklungen, alles Ablehnen und Greifen, alle Hoffnungen und Wünsche, alle Ängste und Sehnsüchte nur der vibrierende Ausdruck der einen Lebendigkeit ist, die sich, durch diese Form die einen Namen bekommen hat, in die Welt ergießt.

Unablässig, leuchtend, betörend und in sich bedeutungslos.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden was sich jenseits des Bekannten an Unbeschreiblichem manifestieren kann, wenn der Tänzer schon vor dem letzten Lied gehen kann.

Nun da du es selber siehst, erhebt sich jedoch die Frage, ob du von der Süße der Verstrickung lassen kannst.

Vielleicht ist das die einzige Frage, die in diesem scheinbaren Leben entscheidend ist.

Bedenke klug die Antwort.
Denn es kann tatsächlich geschehen, dass Verstrickungen nur noch als das erscheinen können, was sie schon immer sind, Ereignisse die einfach geschehen. Das Ende der Verstrickungen bedeutet dann also auch, dass der Verstricker hinein schmilzt in dieses ewig Unbekannte.

Bedenke klug!
Denn mein Freund, dann ist der Tanz von Bedeutung endgültig aus. Dann fallen alle Schleier der Hoffnung auf Etwas für immer und dann fällst auch du.

Deine Frage ist also die Frage nach
Freiheit vom Verstrickt-Sein-Müssen.

Tatsächlich ist es die Frage nach Freiheit vom Vergessen-Müssen.

Letztlich jedoch ist es die Frage nach
Freiheit vom Mensch-Sein-Müssen.

Wie also wird die Antwort sein?

Das Lächeln des Buddhas
März 21, 2012

Das Lächeln des Buddhas

Die Aufgeregtheit aus dem Nichts
verschmolzen wieder mit dem Licht
löst sich jetzt auf im klaren Blick
und scheint nun durch Versunkenheit
als leuchtend Stille

Ungetrübt erscheint die Wahrheit
im Spiel der Phänomene
und die Beschreibung Dessen
leuchtet bunt
als freie Ornamente der protzigen Geschwätzigkeit

Im einfach Dies was ewig Ist
küsst Freude still das Herz
und bedingungslose Liebe fließt
als glitzernd Träne
aus dem Ozean vibrierender Lebendigkeit

Staunend Lippen küssen ehrfurchtsvoll
den leuchtend Sternenstaub im Schoß des ewig Einem
und im funkelnd Spiegel
reflektieren Regenbogenlichter wie ein Tanz
den zeitlos Schein

In stillem Lächeln erscheint nun diese kurze Existenz
als reine Unschuld dieser Liebe ungeboren
und in Ewigkeit zeigt Buddhas Lächeln
in Stille nur die anfangslose Quelle
einfach Wahrheit allen Seins

Was ist mit dem Tod? Was bleibt, was geht?
März 6, 2012

Fragen eines Freundes

02.03.2012

Was ist mit dem Tod? Was bleibt, was geht? Was ist denn nun Leben und was ist nun Tod?

Ich lag gestern im Bett und hatte so eine dieser Angstattacken die man (ich) so manchmal hat. Ich war gerade bei so einer Stelle in einem Buch in der stand:

“Es muss dunkler sein als dunkel, denn jemand, der diese Dunkelheit hätte wahrnehmen können, ist nicht da. Es ist das pure Nichts. Unvorstellbar.”

Dann hab ich Panik bekommen… es hat eine Stunde gedauert bis ich wieder normal denken konnte und die Angst nachließ.

 Also, was ist Tod?

 

Vielleicht fragen wir erst einmal warum diese Frage gestellt wird.
Was ist die Motivation?
Ist es die Suche nach ewiger Beständigkeit?
Ist es ein Greifen nach Dauerhaftigkeit, nach einem persönlichen Leben der Unzerstörbarkeit?

Wenn diese Motivation die Grundlage für deine Frage ist, besteht keine Hoffnung auf ein wahrhaftiges Gespräch. Dann besteht keine Chance, dass sich Wahrheit manifestiert. Denn dann fordern wir von der Wahrheit etwas. Wir bestehen also auf ein messbares Ergebnis und wir zerschlagen die Wahrheit in kleine Stücke und untersuchen sie mit unserem Verstand und unserem Denken. Dabei kommt nichts heraus, außer noch mehr Angst. Denn auch zerlegt macht die Wahrheit keinen Sinn für unseren Verstand.

Doch der Verstand kann nichts dafür. Er ist schuldlos, denn es ist seine Natur die Dinge auf diese Art und Weise zu untersuchen, Objekte zu zerlegen, zu analysieren, zu wiegen und zu messen. Es sollte klar sein, dass die Wahrheit dich so nicht erreichen kann. Der Verstand ist nicht das geeignete Instrument der Wahrheit zu begegnen. Wahrheit ist nicht die Summe ihrer Teile, sondern das unteilbare Eine offenbart sich anfangslos als Wahrheit. Es ist also nicht zu erfassen, zu messen, zu vergleichen, aber es kann gesehen werden in seiner Ganzheit. Die Intelligenz, die wir wirklich sind, ist das Sehen Dessen als Gesamtheit. Falls es möglich ist die Hoffnung auf das Verstehen nur für diesen Moment ruhen zu lassen, kann die Antwort ein Fingerzeig, ein Hinweis auf die Wahrheit sein. Möglicherweise bist du so für Wahrheit zu erreichen und durch dich sieht sich die Wahrheit plötzlich unvermittelt selbst.

Weniger ist nicht genug, doch mehr ist nicht nötig.

Die grundlose Forschung ohne Greifen nach Resultaten, das tiefe Eintauchen in Stille, das Stillstehen des Verstandes durch Abwesenheit des Denken-Müssens, ist das fraglose Sehen aller Antworten. So geschieht das mühelose Aufgedeckt-Sein aller Geheimnisse durch sich selbst. Und so wird auch gesehen, dass Verstehen an sich bedeutungslos bleibt, da es nicht über sich hinaus reichen kann.

Also tauchen wir tief nach Wahrheit. Wir tauchen ohne das Beatmungsgerät der fragenden Person, ohne das Denken-müssen. Wir zerlegen nichts, wir analysieren nichts, kein Ablehnen und kein Annehmen. Wir schauen fraglos auf das Unfassbare und in diesem fraglosen Geist erscheint Staunen. Doch auch dieses Staunen bleibt unberührt. So sinken wir still dem Grund von Allem entgegen und im Sehen Dessen erscheint unermessliche Tiefe, bewegungslos, zeitlos, ewig. So ist diese Forschung nach dem Tod nur ein winziger Wirbel, eine ursachlose Bewegung der unendlichen raumlosen Unbewegtheit. So erscheint Dies in Unbewegtheit, leuchtend, klar, intelligent, als Bewegung in sich selbst.

Leuchtende ungeschaffene Unbewegtheit weist keine Qualitäten auf, auch nicht die Qualität des Todes oder des Lebens. Ursachlos als Bewegung manifest, kann es in sich auch wieder ursachlos ruhen. Doch auch das ist kein Tod. Einfach Bewegung bewegt und Bewegung ruhend, absolute Intelligenz. Unendliche Quelle seiner selbst. Bewegung der Lebendigkeit, unsterblich jenseits von Form und ungeboren jenseits von Formlosigkeit.

Manifestationen des einen Klangs, der die Qualität der Lichtheit offenbart. Lichtheit strahlend, scheinend, verwebend zu formlosen Lichtuniversen, lebendig pulsierend, auflodernd, ineinander verschlungen und in sich verwindend erscheint der Dimensionssturz in Festigkeit. So also IST der Sturz in Form, in Verdichtung des Lichts zu Schatten der Erscheinungen. Du erscheinst in Form und damit erscheint das Vergessen der Unsterblichkeit. Unsterblich da DU nie geboren werden konntest.

Da DU schon immer ursachlos bist, kannst DU nur erscheinen.

Das Vergessen was Du wirklich bist, dieses Sich- Nicht-Erinnern, ist Angst. Und Angst,verdichtet zur persönlichen Existenz, klammert sich an einen Namen und einer persönlichen Geschichte.

Der Name wird vergehen, die persönliche Geschichte wird vergessen, sowieso sind es nur Buchstaben mit Rauch in den Nachthimmel geschrieben. Das alles wird sterben, vergehen und ausgelöscht. Andere Namen und Geschichten kommen und verlöschen wieder. Eine Sternschnuppe der Form am Himmel der Formenwelt kurz auflodernd und verglühen. Die verdichtete Lichtheit als scheinbar feste Form zerfällt unweigerlich zu dem was es schon immer IST, zu Elementen der Ewigkeit, um sich aufs Neue zu Form zu verdichten.

Um zu sehen was bleibt und was geht, muss gesehen werden was IST. Du bist Dies als Vergessenheit des So-Seins, in sich unsterblich, da ungeboren. Die Vergessenheit Deiner wahren Natur erzeugt den Glauben an die Sterblichkeit der Lebendigkeit.

Du hältst dich für den Körper in der Erscheinungswelt.
Du hältst dich für den Namen, den du von anderen Vergessenen bekommen hast.
Du hältst dich für die persönlichen Geschichten, die sich durch dich ereignet haben sollen.

So hältst du dich für real in diesem Traum aus dünner Energie, die sich durch deine Augen auf die Leinwand der Unendlichkeit als ein Leben projiziert.

Das alles wird verlöschen und in unserer Unwissenheit nennen wir das Tod, da wir gleichzeitig in unserer Ignoranz darauf bestehen, diese aufscheinende Existenzform als mein Leben zu bezeichnen.

So erscheinen deine Angstattacken auf der Grundlage von Vergessenheit deiner leuchtenden unsterblichen Natur und auf der Basis der unhinterfragten Annahme der endgültigen festen Realität dieser Welt.

So bindet sich die gesamte Wahrnehmung, dieser individuellen Erscheinungsform, an den Glauben der festen Existenz einer Person, mit ihrer Geschichte und ihrem Namen. Und so wird auch diese individuelle Wahrnehmung, mit dem Zerfallen der Form und dem Verglimmen ihrer scheinbar persönlichen Geschichte, erlöschen müssen.

Von allem Inhalt des Glauben-Müssens befreit sinkt Bewusstsein in das ewig ungeborene Unbewegbare zurück, um als Bewegung des inhaltsfreien Bewusstseins erneut als Gefäß für Inhalte zu erscheinen.

Das IST das ewige zeitlose, atemlose Gezeitenspiel des leuchtenden Ozeans der Liebe.

Der Tod in dieser Existenz ist somit nur das Nichterkennen, in einer scheinbaren persönlichen Form als eine Ausprägung der unsterblichen Bewusstheit, durch sich selbst.

Das Leben als eine Person ist somit auch nur das Nichterkennen seiner wahren Natur, in einer scheinbaren persönlichen Form als Ausprägung der unsterblichen Bewusstheit, durch sich selbst.

Doch scheinbar kann es geschehen, dass Wahrnehmung sich von der Fixierung auf die Inhalte lösen kann, bevor der Körper zerfallen muss.

Dann sieht sich leuchtende Bewusstheit selber als individuelles Gefäß, erscheinend in dem großem Leuchten der liebenden Lebendigkeit. Unzerstörbar, da die ewig ungeborene Grundlichtheit des Seins als Alles erscheint.

Somit auch als du, der scheinbar alles vergessen hat und nun um ein Leben zittert, obwohl du das Leben bist.
Doch auch das Erkennen kann erscheinen, da Dies als Alles erscheinen kann.
Unendliche Potenzialität.

Dieses Erkennen lässt das Leben, wie es nun auch erscheinen mag, völlig unberührt und so kann Leben einfach nur erblühen und der Duft der Liebe nimmt durch Dich Gestalt an.

Immer wieder.
Ewig Todlos, Angstlos.
Anfangslose Lebendigkeit.

Atme tief den Duft der Rose im frischen leuchtenden Morgenlicht.
Siehst DU wie sich die Strahlen der Liebe in dem Tautropfen der Nacht spiegeln?

Das bist DU, mein unsterblicher liebster Freund.

Das Geheimnis
März 2, 2012

Kuss der Stille

Das Geheimnis (Audio)

25.07.2011

Die Stille ist ein
selten Gut
und überall verfügbar
jeder Blick auf diese
Welt ist aus
diesem Stoff gemacht
so offensichtlich
dass es meist Geheimnis
bleibt

Doch manchmal da
fällt es glitzernd in
das Augenlicht und
unabwendbar
erhellt das Leuchten
selbst die tiefste
Finsternis

Dunkelheit ist nicht
für ewig
nur Dies Ist immer
in dem auch Blindheit
leben kann
genannt auch Ignoranz
oder Fürst der
Nacht
mit Dummheit als
sein Diener

Doch wird nur einmal
Dies gesehen
so bleibt kein Zweifel ob
der Formen Festigkeit
sie sind einfach nur
wie Reflexionen
und Klarheit nimmt der
Dumpfheit Wiederholung
die Kraft
der Wahrheit
noch zu trotzen

Das Selbst
scheinbar Zentrum
dieser scheinbar Existenz
schmilzt im Licht
das Wahrheit spricht
und der Himmel ist
der stumme Zeuge
dass der Käfig in dem Kerker
seiner Macht beraubt
zerbricht

Nun klein ist das
Vögelchen und noch
fett von dem Streben
nach Begehrlichkeiten
ausgebreitet seine Flügel
fliegt es noch
nicht allzu weit
es gleicht mehr
ein Hüpfen und ein Stolpern
auf den Treppen
der Festung Ignoranz
um zu entfliehen
als ein Gleiten auf
der Liebe Glut
über alle Welten

Nun höre
hab Geduld
Wie viel Jahre denkst du
Mensch zu sein?
Verbrennen wird erst
dein Glaube und das
Gefühl allein
und fest zu sein

Die wahre Sicht ist Meine Schau
durch diese Augen
vereint mit dem
blauen Himmelreich
zerstört dumme Träume
und
offenbart die tiefe Klarheit
dessen
Dies So Sein

So verbleibend ohne
Angst und Zweifel
hat das Greifen nach der
Welt keine Macht noch zu bestehen
doch diese Prüfung die wird
endlos scheinen
und Lohn winkt nicht
nur Freiheit
und das ist vielen
wenig

So ist
selten nur der
brennend Wunsch
als Adler gefährlich hoch zu fliegen
die Meisten sind zufrieden
verwandt zu sein mit einer Taube
und
manchmal täuscht der Verstand
sich selbst
und ahmt
auch einen
Papagei

Doch der Adler zieht einsam
seine Kreise
Stille ist sein Freund
in endlos Höhen
andre Vögel sieht man
selten
Die Furcht nicht zu bestehen
lässt sie in Wipfeln großer Bäume
ruh‘n
aber alles ist willkommen

Die Sicht stets vereint
mit Dies das Alles IST
befreit sich des Adlers
liebend Herz in
Licht
und vom Himmel fallen
seine Federn

Aufgelöst ist diese Form
in Dies aus was es
aufgetaucht
Regenbogen jubeln still
und vielleicht
ihr Leuchten
fällt strahlend glitzernd
in des jungen Adlers Auge
der träumend in dem
Käfig sitzend
glaubt nur eine Taube sein
um aus dem Traum
endlich
zu erwachen
und für immer frei zu fliegen
wie ein Stern der Ewigkeit

Nichts
Februar 22, 2012

Kuss der Stille

Nichts (Audio)

7.07.2011

Dies ist Liebe
Dies wie zwei Erscheint
ohne zu erscheinen
zeitlos ewig ungetrennt

Unteilbar im Spiel
des Seins
erscheint nur Dies
wie buntes Licht
des Nichts als Alles
unendlich Potenzial

In keiner Zeit
In keinem Raum
In keiner Dimension
erhebt sich Nichts um Nichts zu schauen
das Alles IST

Kein Licht
Kein Schatten
erscheint im Traum
der Schattenspiele
ungeboren
ungesehen
nur Dies als leuchtend Liebe
das mit jedem Wort
zerfällt in eine Lüge
in das ebenfalls nur Dies
des endlos Sein

Kein Wort kann Dies beschreiben
Kein Ton kann Dies besingen
Kein Blick kann Dies beschauen
Und so geschieht auch dies zum Schein
im Traum der Huldigung
des Eines
des Dies in Stille Nichts
Liebe küssend Alles
Als wenn das jemals möglich wär

Der scheinbar Schein erscheint
als Diese Stille
und verweist im Schein
der Scheinbarkeit
auf IST der Quelle
alles Seins
ohne existent zu sein
wie das Wort hoffnungsvoll verspricht

Hoffnungsvoll für dich
der hofft zu sein
und einen Sinn verstehen möchte
doch der Sinn bist du
ohne Sinn zu sein

Dies IST du
scheinbar lebend im Traum der Schattenspiele
an eine scheinbar Wand geworfen
erscheint nur Dies in Dies als Dies
des Nichts das Alles IST
in der Quelle Licht

Das Licht das selber IST
und somit in sich selbst erscheint
wenn das nur ginge
doch auch das geht nicht
da es schon zeitlos IST

du bist Nichts also Alles Dies
Dies als du erscheint
Dies als du nun lesend
Worte sich selber lesend
selbst verstehend scheinen
würden sie einen Sinn für dich ergeben
falscher nicht verstanden worden wären

Wahrheit offenbart sich niemand im Dies so Sein
der nicht nur niemand wäre
denn auch das ist scheinbar lesend Dies
als niemand lesend Schein

Endet das Verstehen
So endet das Verstehen in Dies hinein
verschwindet scheinbar in sich selbst

Wolken die es nie gegeben hat
verdampfen in der Glut des Sehens
Enthüllt was nie verschleiert war
das Antlitz Allem
das Auge das sich selbst anschaut
des Wortes Sinn sich anfangslos entziehend
in Dies das endlos scheint erscheinend
IST zeitlos
LIEBE

Selbst-los
Februar 22, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Selbst-los

10.7.2011

Das Anschauen des Nichts, das alles allem gleichgestellt sein, das Bedeutungslose und Inhaltslose das sich manifestiert und auflöst. Dies öde trockene Etwas in dem Substanzlosigkeit und Sinnlosigkeit wahrgenommen wird, trocknet alles aus.

Die Wahrnehmung des Wahrgenommenen, die Bedeutung dessen oder auch die Nichtbedeutung ist durchdrungen von Trostlosigkeit und faden Geschmack.

Es ist ein dunkles Leben, dessen einziger Lebensinhalt darin zu bestehen scheint dies mit Gleichmut zu ertragen und endlos anzuschauen bis zum letzten Tag, ohne Ausweg, ohne Hoffnung da es überall zu sein scheint.

So verging eine lange Zeit.
Scheinbar.

Und dann scheinbar grundlos erhebt sich aus dieser Tristesse, die scheinbar andere Seite der Medaille, das Alles des Nichts.
Die Schau ist überwältigend.
Dort wo früher alles gleich tot aussah, wird nun die gleiche Lebendigkeit in den Formen gesehen.

Ein Schleier scheint abgefallen, der alle Formen gleich inhaltslos erscheinen ließ und Gleichmut in Gleichgültigkeit zu verwandeln drohte.
Die Verzweiflung löst sich in Rauch auf und der Rauch steigt in Stille kerzengerade in den blauen Himmel der wolkenlos die Welt umspannt.
Doch es fehlt noch mehr als dieser Schleier und die Vision der düsteren verzweifelten Welt.
Zu Rauch ist auch der geworden der in der Tristesse der Leidende war und verzweifelt nach Befreiung suchte. Diese getriebene Suche nach Glück, Liebe und Wahrheit.
Der Leidende ist weg.
Der Suchende ist weg.

Die Suche nach ihm ergab, das er nie da war, ebenso nicht die düstere Welt mit seinem Leid und den furchtbaren Geschichten.
Doch wer untersuchte jetzt das was scheinbar nie gewesen war?
Der Blick fällt nach innen und es wird niemand wahrgenommen.
Also niemand ist hier. Wer das sieht ist unbekannt.
So bleibt nur das der Jemand selbst der Schleier war der die Welt verdunkelte und die Suche nach dem Licht anstiftete.

Doch das Licht ist immer da, das kann nun mühelos gesehen werden, wenn auch von niemand. Der offenbarte Reichtum glitzert und blitzt im Schein des ewigen anfangslosen Lichtes. Hier lädt alles zum Verweilen ein, das Paradies ist offenbart.

Sonst hat sich nichts geändert und damit alles.

Subtil ist die Versuchung, fein die Falle, das hier als Ziel erfahren zu wollen, obwohl sogar das Wollen abgefallen ist. Das ist ein Rätsel.
Sogar niemand kann ergriffen werden von dieser Pracht.
Als ob Dies, als Verführung, sich selbst verführt um zu bestehen oder um nicht zu bestehen.
Alles ist willkommen, ohne etwas vorzuziehen.

Nun hilft scheinbar der trainierte Gleichmut, die gedrillte Geduld das Nichts ertragen zu müssen, als Jemand noch das Glück jagte.
Das hilft zwar niemand, doch so trägt die Ruhe oder umgekehrt diese Ruhe trägt das Alles einfach auch als Nichts gesehen wird. Und so erhebt sich Dies unberührt aus sich heraus und sinkt in Dies auch wieder unberührt ein.

Mühelose Manifestation von Nichts in Allem und Allem in Nichts, gestreichelt von niemand klaren Blick.
So wird gesehen das auch in der Fülle des Nichts alles gleich Ist.

Kein Greifen, nur Freiheit auch von Allem.
Unberührbar, unbefleckbar, nur Sehen dessen.
Da ist nur Gleichmut. Das Jemand verschwand in niemand.
Jemand war nie gewesen.
Niemand wird nie sein.
Dies schaut.
Wahrnehmung ist das Wahrgenommene, das sich wahrnimmt.
Einfach.

Doch am Ego selbst ist nichts verkehrt. Es ist Dies das als Ego erscheint. Das Ego ist das Selbst das unglücklich im Schatten nach dem Licht umher sucht, im Schatten den es selber wirft.
Das beendete Unglück ist das Ende des Egos, nicht mehr und auch nicht weniger.

Selbst-los.

Es gibt keine zwei Seiten einer Medaille.
Das Eine IST, das scheinbar als zwei erscheint.
Na und, die Welt endet nicht.
Wahrnehmung endet nicht.
Der Traum bricht nicht zusammen, obwohl auch das geschehen kann.

Alles ist so wie vorher.
Alles ist fundamental neu!