Sternenstaub
Februar 28, 2012

Kuss der Stille

Sternenstaub            

23.07.2011

Oh klare Lichtheit
strahlend Liebe
ungeboren
unverdorben
nie berührt
So Sein

Mühelos
spontan
unvermittelt
direkt erhoben
ist Dies der Raum
der Alles Ist

Nichts existiert
innerhalb
Nichts existiert
außerhalb
nur einfach Existenz
Raumlos der Raum
Zeit der Zeitlosigkeit
so scheint es

Unberührbar
unerlebbar
ist Sehen
selbst
Wahrnehmung
der Dimension der Wahrheit
unerklärt
durchdringt Dies alles
da Alles Dies Ist

Weite die den Horizont
erschafft
endlos
unwissbar
ruhende Stille
ohne Ort

Unbewegt in Ewigkeit
berührt Dies
in sich selbst
Nichts
zeitlos
substanzlos
Alles
und
Regenbogen tanzen
bunte Formenbilder
in den Himmel

Erkennen
das nie vergessen kann
endlos Tiefe
erfahren
das Sehen Dies
der einzigen Bewegung
unablässig sich erhebend
aus Nichts schöpfend
endlos Dimensionen
in denen Universen glühen
und
wieder klanglos
gehen

Erschaffen
mühelose Geste
absichtslos
Bewegtheit der Bewegung
aus leuchtend Sternenstaub
geronnen
nur um zu Vergehen
unsterblich
da nie geboren in der Zeit

Unverloren
das versteckte Kind
lachend Freude
leuchtend Blick
zerfällt zu Nichts
und sehend Auge
liebkost
den glitzernd Diamantenstaub
der Stille in Bewegung ist

Oh liebend Gnade
Stille sind die Worte
gewebt aus unbekannter
Fülle
durchdringt das Herz
enthüllt das Unverhüllte
offenbart das Leben nur Bewegung ist
ohne Ziel
sich selbst genug

Der letzte Kuss wird auch
der Erste sein
im Einen untrennbar
ruht
Sternenstaub
der glitzernd
weht
im Morgenlicht

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Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?
Februar 2, 2012

Fragen eines Freundes

06.01.2012

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?

 

Wird diese Frage gestellt um Antworten anzuhäufen, sie zu archivieren, zu diskutieren oder um Argumente für oder wider deiner Überzeugungen zu sammeln? Dann hat die Antwort keinen Wert für dich, außer dass du noch mehr Ballast mit dir herumschleppst. Überprüfe doch bitte deine Motivation. Möchtest du mehr Ballast oder Freiheit. Beides zusammen geht nicht. Das ist eine Tatsache. Doch glaube nichts, überprüfe selber ob das die Wahrheit ist. Schau dir still dein Leben an und finde es selbst heraus. Nur eine Bitte, folge der Antwort, die hier hervortritt für diesen Moment einfach ganz still. Keine Ablehnung, keine Zustimmung, nur stille Achtsamkeit. Vielleicht gelingt es dir so nicht noch mehr Müll zu deinem Ballast hinzu zufügen. Du gehst schon ganz krumm unter dem ganzen Gewicht deiner Müllbeutel.

Die gewöhnliche Reaktion von uns Menschen ist grundsätzlich extrem. Entweder wir lehnen etwas ab, in der Extremform hassen wir es dann. Oder wir greifen danach und verteidigen es mit allem was uns an Mitteln zur Verfügung steht. Dann hassen wir, wieder in seiner Extremausprägung, diejenigen die das ablehnen, an was wir glauben. Wir beginnen unseren Glauben zu verteidigen. Eine dritte gewöhnliche Reaktion ist Ignoranz. Doch in seinem Kern ist Ignoranz keine Reaktion, sondern Nichterkennen oder Nichtwahrnehmen. Es ist also eher Dummheit oder Dumpfheit und beinhaltet keinerlei Intelligenz. Während in den erstgenannten beiden Reaktionsformen eine Art von Intelligenz wahrgenommen werden kann. Hier ist ein Rest von Lebendigkeit erkennbar.

Was ist also diese Stille und können wir Mediationsmethoden gebrauchen um die Natur dieser Stille zu erfahren? Bitte forsche still in dir mit, folge nicht den Worten, sondern schau in was diese Worte erscheinen, auf was sie hinweisen. Wir haben einen Deal ausgemacht, keine Diskussion in dir.

Grundsätzlich sind alle Methoden eine Art und Weise Erfahrungen zu überprüfen. Da gibt es zum Beispiel eine Methode um aus Trauben ein alkoholhaltiges Getränk herzustellen. Doch zuerst war da die Erfahrung, dass irgendwie aus Trauben eine berauschende Substanz entstehen konnte. Durch unbekannte Umstände, vielleicht Wärme und bestimmte Einflüsse ist da etwas entstanden. Du kostest von dieser Substanz. Du bist berauscht. Das gefällt dir. Du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast Erfolg und denkst dir eine Methode aus, wie diese Erfahrung dauerhaft wiederholt werden kann. Du hast Erfolg und du denkst dir eine Methode aus, einfacher und mehr von dieser Substanz herzustellen. Du hast Erfolg und so hast du dir eine funktionierende Technologie erdacht. Du produzierst jetzt eine Menge davon und benennst das Ergebnis. Es heißt ab jetzt Wein. Die Menschen um dich herum möchten das auch haben. Du gibst es ihnen. Es gefällt ihnen. Sie lieben dich. Du bist ein Wunder. Du bist ein Meister. Du bist Gott. Du glaubst es selber. Du bist ein Narr.

Die Erfahrung war also plötzlich da und das Denken hat eine Methode erdacht, diese Erfahrung noch einmal hervor zu bringen, zu wiederholen, zu sichern.

Da ist also eine Erfahrung der Stille und du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast die besten Absichten. Du wendest diese Methode an. Das Erfahrene erkennt sich wieder.  Die Menschen um dich herum möchten auch diese Erfahrung haben. Du gibst ihnen die Methode. Du begehst das Gute*. Sie wenden die Methode an. Doch sie hatten nicht diese Erfahrung. Was soll denn nun eigentlich erfahren werden? Wie soll also ein Wiedererkennen erfolgen, wenn die Erfahrung dort nicht erfolgt ist? Sie fragen dich. Du erklärst die unerklärliche Erfahrung, die unabweisbar erfolgt ist. Du erklärst die Stille mit Worten. Du erklärst die undenkbare Stille mit Sprache, die ein Instrument des Denkens ist. Du erklärst Stille mit Denken. Die Menschen verstehen nicht. Die Menschen wenden die Methode an. Eine Erfahrung taucht auf. Mit der Erfahrung taucht der Gedanke auf: das könnte gemeint sein, jetzt habe ich es. Sie kommen zu dir und legen dir den Gedanken der Erfahrung zu deinen Füssen. Eine Trophäe der Jagd nach Stille. Ein Objekt. Du musst sagen, dass es das nicht ist.

Die eine Hälfte ist wütend. So viele Jahre der Methode, völlig umsonst. Sie schreien dich an und beschuldigen dich der Scharlatanerie. Sie gründen eine eigene Bewegung mit einer besseren Methode.

Einige gehen nach Hause und betrinken sich mit Wein für den Rest ihres Lebens.

Die andere Hälfte denkt sich: wenn ich nur lange genug die Methode anwende, dann werde ich diese Erfahrung schon irgendwann mal haben. Ich muss nur härter meditieren. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht haben können, weil sie schon das Erfahrene sind. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht zu einem Objekt machen dürfen. Du sagst ihnen, dass sie sich die Stille nicht erdenken können. Du sagst ihnen, dass sie schon Stille sind. Es geht um das Wiedererkennen deiner wahren Natur. Du sagst ihnen, entspannt euch.

Sie verstehen dich nicht. Sie wenden die Methode noch härter an.

Du gehst in den Wald und in der Stille, die du bist, erscheint Trauer.

Die Natur des Denkens ist grundsätzlich mechanisch. Mechanik ist nicht intelligent. Mechanik produziert Stückwerk, Bruchstücke, Splitter, doch es kann sie nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzten, dazu brauchte es Intelligenz. Schau dich einfach in der Welt um, jede Menge Fragmente, kein funktionierendes Gesamtbild und dazwischen verwirrte Menschen die Unsinn reden und glauben alles im Griff zu haben. Narren.

Jede Methode, die das Denken erdenken kann, ist somit ein Fragment, eine Scherbe. Jede Meditationsmethode, die das Denken erdacht hat, ist der fragmentarische Versuch über sein eigenes Denkuniversum hinaus zu schauen, um einen Blick auf das Gesamtbild erhaschen zu können. Das Denken kann ganz schön schlau sein. Es weiß von seiner fragmentarischen Natur und versucht sich umzuschauen nach Ganzheit, ohne aber seine mechanische Natur aufgeben zu wollen. Du bist ganz schon schlau, du möchtest dein Ballast behalten und dich mit Gepäck in die Freiheit mogeln. Aus Sicherheitsgründen, denn man weiß ja nie, oder?

Doch Schlauheit ist nicht Intelligenz. Stille ist Intelligenz. Stille ist leuchtende intelligente Lebendigkeit. Stille ist knisterndes Potenzial. Stille ist Gesamtheit, ist Einheit. In der Stille erscheint diese Welt mit seinem Denken. Du bist Stille, die in Stille als Denker erscheint, der denkt nicht in Stille zu sein.

Geht’s noch deutlicher? Natürlich. Sieh doch selbst.

Ein Mensch, in dem die Mechanik des Denkens angehalten hat, ist Stille. Stille das sich wiedererkennt, dass es Stille ist, in einer menschlichen Form, nennt man Meister auf dieser Erde. Eigentlich müsste es einfach Mensch heißen, doch diesen Titel hat sich schon der Denker geraubt.

Da jeder Mensch Stille ist, kann er nicht mechanisches Denken sein. Das ist erfahrbar und wahrnehmbar. Hier ist die Aufforderung das selber herauszufinden, sonst machst du diese Antworten zu einem Objekt. Wenn du eine Methode anwendest, berühre die Erfahrung nicht und die Stille fließt durch die Scherbe der Erfahrung zu dem Gesamtbild zusammen, zu dem Spiegel in dem alles erscheint.

Das bist ewig DU.

Ist es nicht seltsam, dass wir immer gebettelt werden müssen unser Leiden zu beenden. Du brennst ab wie eine Fackel und hier kommt höflich, bittend, bettelnd der Hinweis; Eh, du brennst wie eine Scheune, wie wäre es denn mal mit einem Sprung ins Wasser? Ah, jetzt noch nicht, ok. Später vielleicht?

Der Mensch in Stille ist der lebendige Hinweis, dass du diese Stille ebenfalls bist. Machst du ihn zu einem Gott, bewirfst du ihn mit deinem Müll. Würde er diesen Müll annehmen, wäre er ein Idiot.

Wenn die Mechanik des Denkens aussetzt, ist spontan die Gesamtheit wieder da. Es wird gesehen, dass sie nie weg war, sondern nur überdeckt.

Von hier geht Lebendigkeit erst los. Hier ist alles möglich.

Lebendig Stille
Dein glühend Kuss
verbrennt die Dunkelheit
zu leuchtend Sternenstaub
reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen
und offenbart die Dimension der Ewigkeit

*dieser Ausspruch stammt von einem unbekannten Schüler von Frau Míla Tomášová

Traum
Januar 26, 2012

Traum          

23.06.2011

Der Traum selbst kennt kein Leid oder Freude, Verzweiflung oder Glück.

Der Traum selbst hat keine Kenntnis von der Bedeutung der Inhalte, die geträumt werden.

Die Inhalte variieren, die Themen wechseln,

mal Glück, mal Unglück, mal Freude, mal Angst.

All das steigt aus dem Traum hervor und sinkt darin wieder ein.

Der Traum ist davon unberührt, nie hat IHN auch nur ein Inhalt je berührt, nie kann IHN auch nur eine Bedeutung etwas bedeuten und all diese Ereignisse haben IHN nie verändert. ER, der Traum, ist unveränderbar. ER IST Träger und Inhalt, zugleich Bedeutung, Hoffnung, Wunsch und dessen Gegenteil.

Der Traum drückt sich aus und weiß nichts von dem Ausdruck, weil ER auf ewig nur Ausdruck IST. Wie kann denn der Ausdruck von seinem Ausdruck wissen?

ICH, der Traum erfährt sich durch die Träume, die scheinbar Inhalt sind. So entstehst du in MIR. ICH aber bin auf ewig unberührt von deinem du, da ICH es bin, der kommt und geht als du in MIR.

So bleibt es dabei, dass Erklärungen auf sich selbst deuten und keinen Sinn zu geben scheinen, eben weil sie nur erscheinen.

Der Versuch das Eine zu beschreiben, beschreibt immer nur das Eine und macht, so scheint es, keinen Sinn außerhalb dem, was geschrieben wurde um das Eine zu beschreiben.

Wie das Auge, was sich selber sehen mag und das nicht durch Reflektion.

So wie das Objekt, das leer, das ewig Eine gerade träumt, um den Traum zu beschreiben und eben nicht den Inhalt. Und das obwohl Traum und Inhalt natürlich auf ewig ein und dasselbe sind.

Darum können Sucher immer nur sich selber suchen und nie finden. Nur wenn die Suche enden könnte und im Sucher reflektiert, dass ER sucht, findet Finden statt. In all dem ist kein Tun, sonst würde Suchen noch sein und das Finden kann nicht finden. All das findet statt oder auch nicht und hat nichts mit dem Sucher zu tun, außer natürlich, dass der Sucher auf immer schon das Gefundene IST.

So dreht sich die Suche im Kreis, wenn es einen Kreis gäbe und natürlich eine Suche. Doch es gibt nur das Finden und das IST schon bevor die Suche, die es nicht gab, begonnen hatte.

Und das Beginnen findet endlos statt in der zeitlosen Dimension des ewig Gefundenen.

So kommt man zur Schau des NICHTS. Wobei natürlich niemand und nie jemals jemand dazu kommt, im Spiel der bunten Lichter, die eine Welt vorgaukelt.

Aber dies scheint so real!

Natürlich, das ist auch sein Zweck.

du, der sich selbst als Mensch bezeichnet, geträumt von Einem Traum, träumst selbst die bunten Lichter deiner Welt, die immer nur das Eine sind, im Traum der alles IST.

Deswegen kannst du sterben, Schmerzen fühlen und dem Glück nachjagen. Ach, und nicht vergessen, die Hoffnung, diese süße Droge naschen.

So bist du der Inhalt des Traumes, der einen Inhalt träumt, natürlich nur im Traum, das sich im NICHTS verliert.

deine Angst davor, Dies anzuschauen, ist der Motor und die Energie zugleich, der diesen Traum versorgt, der in dem Einem träumt.

Natürlich kommt der Stoff von MIR, weil ICH es BIN, ohne dass der Inhalt irgendeine Bedeutung je erfahren könnte. Dies ist der Versuch im Traum der Träume durch MICH, MIR dem EINEM, der weder Objekt noch Subjekt IST, die Worte auf sich selbst zu werfen, als ob je ein Solches existierte.

Der Traum kann nichts wissen von dem, was er träumt und so gibt es keine Bedeutung.

So gibt es auch nichts zu erbeten.

Das scheint nun hoffnungslos, doch nur für jemand, der noch hoffen muss. Da du nicht das Hoffen stoppen kannst, da du nicht bist, so bete das einzige Gebet, dass auch die Hoffnung stirbt und damit du.

Sie ist der Abgrund, der scheinbar trennt.

Für dich das kleine du, was in dem Traum als Mensch erscheinen mag, gibt es leider nichts. Und auch Vergessen ist nicht vorgesehen, denn was sollte vergessen werden, wo es nichts zum erinnern gibt.

Deswegen kann ICH nicht einziehen in dein Haus, weil ICH es schon immer war.

Deswegen gibt es keinen Weg, der zu MIR führen kann, sondern nur Wanderungen durch das Land der Illusionen.

Das nennt man Fieberwahn, zu glauben, du musst MICH suchen. Alles was du sehen kannst bin ICH.

ICH der ALLES IST, sogar der Sternenstaub.

Die letzte Nacht
Januar 20, 2012

Die letzte Nacht

16.06.2011

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre die Zweifel auf Deinen Lippen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre die Angst in Deinen Augen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre den Zorn in Deinem Herzen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre was Du wirklich bist

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du
kein Zweifel, Angst und Zorn
ist jemals dort gewesen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du
In der Dunkelheit die leuchtenden Sterne
Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du was DU immer warst

In der Nacht wenn Du einsam bist
Sitz nun still in Deinem Haus
In der Nacht wenn Du einsam bist
In dieser Stille lös Dich auf

In der Nacht wenn Du einsam bist
Kannst Du endlich gehen und niemand kommt zurück

In der Nacht wenn Du einsam bist
Lebt dann Niemand ein Leben bis zum letzten Tag

Drei
Januar 18, 2012

Drei

Dies zu beschreiben ist völlig mühelos.

Dies zu verstehen ist unmöglich.

Es ist Nacht.

Der Blick fällt auf ein Bild an der Wand.

Wissen über dieses Bild ist nicht anwesend.

Kein Gefühl eines Körpers.

Gewissheit einer Existenz verschwand spurlos.

Jenseits von Angst erlosch die Welt.

Der Körper erwacht auf dem Boden.

Die Wahrnehmung setzte wieder ein. Das Erinnern setzte wieder ein, doch die Erinnerungen blieben leblos und flach. Außerdem bestand kein großes Interesse an ihnen.

Das Gefühl einer Existenz setzte nicht wieder ein.

Es gab auch keinen Versuch dazu. Es gab auch keine Möglichkeiten für einen Versuch.

So vergingen Wochen.

Eine der spürbarsten Veränderungen ist das Fehlen einer bestimmten inneren Anspannung oder eines Zusammengezogen-seins.

Es ist jedoch keine Entspannung erfolgt, im Sinne des Wortes, bei der eine Verspannung, ob geistiger oder körperlicher Natur, Linderung erfährt.

Es kann auch nicht über einen Entspannungs-Prozess gesprochen werden, der auf einer Zeitlinie mit bestimmten Ereignisabläufen erfolgte und bei dem als Ergebnis etwas wegfiel.

Wenn überhaupt, war es eine Bewegung, die man mit „Der-Einen-Bewegung“ umschreiben könnte, „Der-Einen-Bewegung“ des Auslöschens.

Es wurde angenommen, dass diese innere Anspannung, dieses Zusammengezogen-sein, das Gefühl der persönlichen Existenz war.

So kann man sagen, dass eines Nachts einfach das Auslöschen der persönlichen Existenz geschah, in dem das angespannte Gefühl verschwand.

Das Ego oder das Selbst war verschwunden und niemand trat an seine Stelle.

Diese Worte werden Monate nach diesem aufgeschrieben, denn diese Bewegung erlaubte lange nichts anderes als Dies zu schauen.

Jetzt erscheint Dies als Bewegung, die das hier beschreibt.

Es entstand ein Impuls nachzuforschen, was eigentlich geschehen war.

Die Nachforschung durch eine intensive Innenschau ergab nichts. Das heißt, sie hatte schon ein Ergebnis, nur es machte keinen Sinn. Es wurde quasi ein Nicht-Zentrum wahrgenommen, ein Zentrum, in dem Nichts war und in dem Alles in voller Lebendigkeit leuchtete.

Alles erschien dort und alles löste sich dort auf.

Jeglicher Sturm ist Stille gewichen. In Stille erhob sich Alles. In Stille erhob sich das Sehen. Das Sehen Dessen ist immer neu und unberührt. Das Sehen ist frisch wie Morgentau auf einer Wiesenblume und in den Wassertropfen glitzern die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne.

Dies war völlig unbekannt und völlig unverstehbar.

Irgendetwas versuchte zu verstehen, doch es funktionierte nicht.

Jedoch es war wahrnehmbar.

Allerdings konnte kein Wahrnehmender gefunden werden. Es konnte nicht herausgefunden werden, was oder wer eigentlich wahrnahm. In diesem leuchtenden leeren Zentrum konnte niemand gefunden werden. Es musste festgestellt werden, dass niemand wahrnahm und trotzdem Wahrnehmung geschah.

So kann nur gesagt werden, dass die Wahrnehmung einfach aus sich heraus erfolgte.

Die Wahrnehmung konnte unterschiedliche Intensitäten annehmen. Manchmal führte das Sehen Dessen zu Black-Outs.

Es fühlte sich dann so an, als ob der Körper der Intensität der Sicht Dessen manchmal nicht standhalten konnte.

Es fühlte sich dann an, wie ein Überfluten der Wahrnehmung, das dann zu ohnmachtsähnlichen Zuständen führte. Allerdings blieb selbst in diesen Zuständen Bewusstsein wach. Es wurde dann einfach nur nichts wahrgenommen. Allmählich hielt die Wahrnehmung dem Druck des Sehens stand und stabilisierte sich.

All das wurde von einem alles umschließenden Druck begleitet, der hauptsächlich im Kopf erfahren wurde. Das Gefühl, das diese Kraft auslöste, kann als ein Gefühl beschrieben werden, als ob das Hirn einfror und den gesamten Körper fixierte.

Dann war keinerlei Regung irgendeiner inneren Bewegung mehr möglich. Dann verschwand das Gefühl eines Körpers total und alles war nur noch pure Wahrnehmung von allem was auftauchte.

Die gewohnte Art zu Denken funktionierte nicht mehr. Der Verstand erschien völlig still. Trotzdem stiegen gelegentlich Gedanken aus diesem stillen Zentrum auf und manchmal entleerten sie ihren Inhalt mit einer einzigen Bewegung.

Doch das führte nicht zu einem Darüber-Nachdenken der möglichen Bedeutung des entleerten Inhalts.

Die Inhalte lösten sich einfach in Stille auf, ohne irgendetwas zu berühren.

Manchmal erschienen Gedanken, ohne ihre Inhalte preiszugeben und oft erschienen keine Gedanken.

Das Sehen in der Stille offenbarte Einsichten und Erfahrungen. Diese gingen und kamen. Doch die Stille blieb und es manifestierten sich in dieser leuchtenden Fülle Verse und Notizen.

Dann offenbarte sich, dass die Stille in dem Alles erschien, sowohl die Erscheinung ist und gleichzeitig auch Dies, in dem die Erscheinung erscheint.

Das leuchtende Zentrum der Wahrnehmung offenbarte sich als leuchtendes Nichts das als lebendiges Alles erschien.

Die Suche war beendet.

Dies erscheint als die Suche in der Stille.

Stille erscheint als Dies des Findens.

Nichts erscheint als Alles der potenziellen Möglichkeit.

Alles IST Nichts.

Somit hat es nie eine Suche gegeben.

Ein Lächeln erscheint.

Lebendig Stille

Dein glühend Kuss

verbrennt die Dunkelheit

zu leuchtend Sternenstaub

reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen

und offenbart die Dimension der Ewigkeit

  ও

Zwei
Januar 17, 2012

Zwei

Der gleiche Impuls, der mich als Zweijährigen aus dem Bett getrieben hatte, um in die Freiheit zu fliegen, führte zu einer Suche, die die nächsten achtundvierzig Jahre anhalten sollte.

Zuerst führte die Suche dazu Freiheit außen zu suchen. Die Suche, die über viele Länder dieser Erde führte, könnte sicher Bände füllen, doch das Resultat lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen.

Das was gesucht wurde, konnte nicht außen sein. Zudem war immer noch nicht ganz klar, WAS eigentlich gesucht wurde. Da war nur dieses alles durchdringende Gefühl von Mangel. Nicht dass die Dinge selber mangelhaft erschienen oder mit einem Makel behaftet waren, nein so einfach war das nicht zu lösen.

Dieses grundsätzliche Gefühl von Mangel hatte scheinbar tiefere Ursachen und oft erschienen mir die Dinge so unwirklich und fremd, dass sich ein Lebensgefühl manifestierte, das von großer Verzweiflung geprägt war.

Ein Fremder auf einem fremden Planeten umgeben von fremden unbekannten Wesen. Nicht dass diese fremden Wesen unbedingt bedrohlich erschienen, doch ihre Anschauungen, Ängste, Sorgen, Wünsche, Hoffnungen und Reaktionen waren oft so fremdartig, das ich darauf nur mit Sprachlosigkeit reagieren konnte.

An einem bestimmten Punkt kippte die äußere Suche und der Blick richtete sich nach innen.

Diese nach innen gerichtete Wahrnehmung erlaubte es schließlich, dass in dem äußeren Leben Menschen entdeckt werden konnten, die auf eine ähnliche Weise die Welt wahrnahmen. Das war zwar nicht die Lösung, doch es war ein Trost nicht völlig allein auf diesem Planeten zu sein.

Die innere Suche führte zu wunderbaren Menschen, zu fantastischen Lehren und letztlich zu einem grundsätzlichen Verstehen, um was es bei der Suche überhaupt ging.

Es kam zu überwältigenden Erfahrungen von Glückseligkeit und Klarheit, die mit Worten nicht zu beschreiben sind.

Es führte zur Einsichten, die tief wie der Ozean erschienen.

Im Körper manifestierten sich Erfahrungen, die nie für möglich gehalten wurden.

Luzide Traumerlebnisse manifestierten sich mit einer Intensität, in der, verglichen mit der sogenannten Realität, die Welt nur ein langweiliges, angestaubtes Theaterstück zu sein schien.

Doch all dies blieb nicht. Es kam und ging.

Der größten Offenbarung konnte der tiefste Fall in Unwissenheit und Verzweiflung  folgen. Da schien keine Stabilität zu sein. Ein Gefühl der Ohnmacht und Vergeblichkeit schien das Gefühl des grundsätzlichen Mangels abgelöst zu haben, ohne allerdings die Suche zu beenden.

Schließlich erfolgte doch eine Stabilisierung, doch das lässt sich am besten als eine Fixierung der Wahrnehmung auf Nichts beschreiben, die dann Jahre andauerte.

Tatsächlich wurde gesehen, dass da Nichts ist und in diesem Nichts wurde alles gleich leblos wahrgenommen. Es wurde ein Leben des grundsätzlichen Versinkens in Trostlosigkeit und Tristesse.

All die Suche hatte nun zu diesem Punkt geführt, zu diesem leblosen Anblick der toten Substanz aller Erscheinungen, die nun ertragen werden musste. Es schien endgültig hoffnungslos.

Doch irgendetwas war auch mit diesem Leben in Hoffnungslosigkeit und tiefer Verzweiflung einverstanden. Es könnte als ein Gefühl von Gleichmut beschrieben werden und dieses Gefühl schien der einzig verbliebene Posten geblieben zu sein. Dorthin zog sich die Wahrnehmung zurück und von dort erfolgte in den nächsten Jahren jede Reaktion, sowohl was alle Angelegenheiten der äußeren als auch die der innere Welt anbetraf.

Dieser Gleichmut war nicht mit Gleichgültigkeit zu verwechseln.

Der Gleichmut war der einzig lebende Ort in der inneren Wüste, der einen grundsätzlichen Impuls an Lebendigkeit ausstrahlte. Vielleicht lässt es sich mit Aussöhnung am besten beschreiben. Aussöhnung und Vergebung für grundsätzlich alles, was sich manifestierte. Zusätzlich wurde dieses Gefühl der Vergebung mit einem überwältigenden Gefühl von Trauer über das menschliche Leben, wie es sich darstellte, durchdrungen.

So konnte in jeder Regung, in jeder Hoffnung, in diesem Wollen der Menschen der grundliegende Impuls, der zum Scheitern führen musste, wahrgenommen werden. Gleichzeitig machte es auch keinen Sinn das Gesehene zu offenbaren und wenn, dann führte es verständlicherweise zu heftigen Gegenreaktionen.

Irgendwann erschien das Einverständnis, dass das Leben eben in dieser Weise bis zu seinem Ende zu leben ist.

Hier erlosch jede Hoffnung auf Rettung, starb jeder Impuls auszubrechen aus dieser Sicht der Trostlosigkeit und es verging jede Regung des eigenen Wollens.

Es folgte ein Zustand der Reglosigkeit, einer Ruhe, wie in dem Zentrum eines Sturms. Ringsherum drehte das Leben seine wirbelnden Runden und hier im Zentrum war scheinbar nur Bewegungslosigkeit.

In dieser inneren Reglosigkeit kamen und gingen Zustände und Erfahrungen, doch die Reglosigkeit selber wurde davon nicht berührt.

Emotionslos, fast monolithisch spiegelten sich alle Zustände, die kamen und gingen in diesem Zentrum der Reglosigkeit wieder.

Aus diesem Zentrum stieg ein Sehen auf die Welt hervor, dass von einer gewissen Qualität des Mit-Fühlens geprägt wurde. Wohin der Blick auch fiel, überall musste das Leiden und das verzweifelte Streben nach Glück völlig unvermittelt wahrgenommen werden, es gab da scheinbar keine Wahl. Die Art dieser Sicht hatte allerdings noch ein anderes Merkmal, es war völlig unterscheidungslos. Aus dem Mit-Fühlen erhob sich eine unterscheidungslose Sicht auf das vergebliche Tun und Lassen der Menschen, egal wohin der Blick auch fiel.

In der bedingungslosen Ruhe und dieser unterscheidungslosen Sicht blieb nicht viel übrig, was man noch als ein persönliches Leben mit seinen normalen Wünschen und Sehnsüchten bezeichnen hätte können.

Irgendwie führte das zu einer Bewegung, die als Hingeben dessen, was noch da war, bezeichnet werden könnte.

Da in der gesellschaftlichen und persönlichen Erziehung religiöse Vorstellungen nie eine Rolle spielten und durch das Starren in dieses tote Nichts gesehen werden konnte, dass da Gott nicht zu finden war, blieb nur das Hingeben dessen, was noch war, als Hingabe an das Nichts übrig.

Diese Hingabe war von totaler Natur und der jahrelang trainierte Gleichmut war die Basis dafür. Diese absolute Hingabe, wenn auch an Nichts, führte scheinbar zu einem neuen Zustand. Denn die Hingabe war so intensiv, so formulierten sich wie von selbst spontane fieberhafte Gebete, die die endgültige Auflösung aller inneren Hindernisse zum Gegenstand hatten, dass es letztlich zu einem Aufgeben führte.

Tatsächlich kann man sagen, dass diese fieberhafte letzte Hingabe als ein Aufgeben der Gewissheit, ein menschliches Leben zu haben, erschien. Tatsächlich bot diese glühende Hingabe dieses persönliche menschliche Leben an. Besser können Worte das nicht beschreiben, obwohl nicht gesagt werden kann, an wen oder was überhaupt dieses Hingeben erfolgte, denn da gab es kein Wissen über die Natur dieses Nichts, das bedingungslos angestarrt werden musste – es blieb nur diese absichtslose glühende Hingabe, dieses menschliche Leben hinzugeben.

Nur um Missverständnisse vorzubeugen, es ging nicht darum das physische Leben für oder gegen etwas zu opfern. Es ging ausschließlich darum, diesen tief sitzenden, gefühlten Besitzanspruch, nämlich ein persönliches Lebens zu haben, hinzugeben.

Da Gott nicht gefunden werden konnte, richtete sich die Hingabe dessen auf das Nichts, das ständig umfassend unabweisbar wahrgenommen werden musste.

Schließlich wurde in all dem eine Art innere Grenze wahrgenommen. Eine Wand des Wiederstandes, an dem diese intensive Hingabe immer wieder abzuprallen schien. Es war ein Punkt über den es scheinbar zu gehen galt. Gleichzeitig wurde die Unmöglichkeit bemerkt, über diese Grenze gehen zu können. Es war keine Angst, die das Überwinden dieser inneren Trennlinie verhinderte, obwohl über dieses „jenseits dessen“ überhaupt keine Informationen gesammelt werden konnte. Auch angestrengtes Starren in das Nichts brachte keine weiteren Erkenntnisse. Dann erschien eines Tages die Einsicht, dass das was diese scheinbare Grenze bemerkte, das Selbe war, was es unmöglich machte diese Grenze zu überqueren. Das was bisher bereitwillig die Suche angetrieben hatte, war das eigentliche Hindernis, dass das Finden überhaupt geschehen konnte.

Ich war selbst das Hindernis.

Es war eine furchtbare Sackgasse, aus der es kein Entkommen zu geben schien, denn ein Zurückgehen war nicht möglich.

Ich steckte fest. Es schien das Ende der Reise, ohne jemals Finden zu können.

Die unsagbare Verzweiflung, die aus dieser Erkenntnis emporloderte, überstieg alles was bisher erlebt wurde und führte in kurzen Abständen zu mehreren körperlichen Zusammenbrüchen, die sich wie energetische Kurzschlüsse anfühlten.

Trotz der Gewissheit der Vergeblichkeit hielt das Gebet der Hingabe an, vielleicht weil nichts anderes mehr übrig blieb.

Zum ersten Mal fürchtete ich sogar wahnsinnig zu sein. Vielleicht war es dieser Wahnsinn, der in dieser tiefen Verzweiflung die fieberhaften Gebete der Hingabe sogar noch verstärkte.

Schließlich eines Tages wurde das Hingeben angenommen.

Damit hatte ich nicht gerechnet.

Eins
Januar 17, 2012

Eins

Mit der Geburt scheint auch die Suche geboren zu werden. Mit der Trennung vom Mutterleib beginnt die unstillbare Sehnsucht nach der ungeteilten Einheit.

Auch wenn da das Vergessen war, was das eigentlich ist.

Die Geburt in diese Welt erfolgte mit einer Zange.

Die daraus resultierenden Kopfverformungen haben sich schnell zurück gebildet, doch insgeheim waren sie für meine Mutter immer eine grundsätzliche Erklärung für das seltsame Verhalten ihres Kindes.

Mit etwas über zwei Jahren hatte ich scheinbar genug von dieser Welt. Eines schönen Sommerabends trieb mich ein Impuls aus dem Bett und ich kletterte aus dem Fenster unserer Wohnung auf das Flachdach eines angrenzenden Gebäudes.

In einiger Entfernung standen Holzmasten und auf den durchhängenden Kabeln zwischen ihnen sonnten sich einige Vögel in der Abendsonne. Einige von ihnen flogen auf, drehten ein paar Runden und gesellten sich wieder zu den Anderen.

Ich wollte fliegen wie diese Vögel.

Ich stieg auf die freistehende Umrandung des Daches, breitete die Arme und stieß mich ab.

Das letzte Kapitel
Januar 17, 2012

ও Das letzte Kapitel

Für viele Menschen scheint die vermeintlich persönliche Geschichte von Bedeutung zu sein.

Sie möchten erfahren wer man ist und wie alles gekommen ist.

Es ist klar, dass diese Fragen angesichts der Unerklärlichkeit des Lebens kaum eine befriedigende Antwort erhalten können.

Doch ist auch Verständnis und Bereitschaft da dieses Bedürfnis zu erfüllen.

Außerdem kann gesehen werden aus welchem Impuls dieses Bedürfnis gespeist wird.

Gleichwohl kann die Beschreibung irgendeines Lebens nur eine dürftige Skizze sein, die angesichts der unbeschreibbaren Stille vollkommen in Bedeutungslosigkeit versinken muss.

So kann diese Skizze auch nur die Beschreibung der Suche nach Diesem enthalten und natürlich das Ende der Suche, alles andere wäre über die Bedeutungslosigkeit hinaus auch noch wertlos.

Beschreibungen sind natürlich nie das Ereignis an sich, sondern immer nur ein Hinweis, der in eine bestimmte Richtung weist.

So ist dies hier der Versuch das Ereignis des Überganges zu beschreiben. Es ist ein Versuch das Sterben des Egos in Worte zu fassen und was nach diesem Sterben erscheint. Es wird klar gesehen, dass das ein Unterfangen ist, das zum Scheitern verurteilt ist.

Denn jenseits der Worte scheint Dies auf – unbeschreibbares Sein.

Da aber der Impuls Dies zu beschreiben unabweisbar ist, bleibt nur der reine Wunsch übrig, dass diese Beschreibungen von Nutzen sein mögen.

Einleitung
Januar 17, 2012

ও Einleitung

Da ist normalerweise eine gewisse Schüchternheit wahrzunehmen, die man vielleicht auch Scheu nennen könnte, über Dieses zu schreiben. Doch da ist auch diese unbändige unabweisbare Aufforderung, Dies was sich manifestiert hat anderen mitzuteilen.

Dies ist ganz gewiss nicht auf einen persönlichen Wunsch zurückzuführen, sondern wird scheinbar von etwas getragen, das weit über persönliche Wünsche und Vorstellungen hinausgeht.

Nach dem eines Nachts die persönliche Welt wie mit einem Paukenschlag ausgelöscht wurde, trat an der Stelle des persönlichen Erlebens der Welt, ein unpersönliches Sehen dessen was IST.

In dem Sehen Dessen erschienen Wörter, die sich zu Sätzen und Versen formten.

Dieses erschien unabweisbar und eine Kraft, die weit über die bekannten eigenen Möglichkeiten ging, forderte seinen Ausdruck und hat auch, im wahrsten Sinne des Wortes, die Feder in die Hand genommen.

Dies betraf sowohl die schon erwähnten Verse als auch Tagebuchnotizen dieser Wochen.

Angesichts dieser Unabweisbarkeit verblieb als einzige Möglichkeit still zu sein und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Die Kraft, die sich über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen offenbarte, kann man nur als reine Liebe bezeichnen. Es erhob sich aus der Stille ein Sturm der Wahrnehmung wie es nie zuvor gekannt wurde und doch schien es so vertraut.

Das sich Offenbarte ist in sich perfekt und immer vollkommen.

Alle eventuellen Fehler und Unvollkommenheiten gehen allein auf mein Konto und sind meiner Ignoranz, Unwissenheit und mangelnder Klarheit zu verdanken.

Begleitet wurden diese Wochen von einem intensiven Gefühl, das man vielleicht als ein alles umschließenden Druck beschreiben könnte.

Einzig allein Schreiben hat diesen Druck zeitweise mindern können.

Den Druck hat größtenteils der Körper zu tragen gehabt, denn in einem psychologischen Sinne war die Person verschwunden.

Die verschwundene Person ließ ein Gefühl von Leerheit zurück, das mit nichts anderem aufzufüllen war.

Die Person ist bis heute nicht zurückgekommen.

Nun da der Sturm der Stille etwas abgeebbt ist, erhebt sich in Stille ein Leben das sich selber lebt.

Wie wunderbar.

Mögen alle fühlenden Wesen aus diesem Traum erwachen und frei sein.

Um was geht’s?
Januar 16, 2012

Um was geht’s?

Dies ist ein Bericht über das Ende einer spirituellen Suche nach Erleuchtung.

Somit ist es ein Bericht über das Finden.

Die vielleicht überraschende Erkenntnis war das Finden schon immer da ist und die Suche selbst das Hindernis.

Doch das ist keine persönliche Erkenntnis, denn die psychologische Person ist dabei abhanden gekommen.

Diese Person ist bis heute nicht zurück gekehrt.

Somit lebt sich das Leben jetzt selbst.

Das ist sicher nicht zu erklären und noch weniger zu verstehen. Trotzdem wurden Worte auf das Papier geschrieben und haben diesen scheinbaren Übergang beschrieben.

Rückblickend kann gesagt werden, dass dabei aus einer völlig unbekannten Perspektive die Themen beleuchtet wurden, die bei der Suche eine Rolle zu spielen schienen.

Es ist wie ein Blick zurück von einer ewig unbekannten Dimension auf das Land der sehnsuchtsvollen Suche.

Es ist ein Blick zurück, über die scheinbar unüberwindliche Grenze von der der Sucher immer wieder abprallte.

Es wurde aufgeschrieben, bevor die Erinnerungen an die spirituelle Reise verblasste angesichts der unbeschreiblichen Wahrnehmung der Wunder die uns Menschen ständig umgeben.

Über die Bedeutung der Worte hinaus haben die Verse die Kraft durch ihren eigenen Rhythmus die gewohnten Mechanismen des Verstandes zu unterbrechen und sich der Perspektive der Stille zu ergeben.

Die Worte offenbarten sich mit einer unabweisbaren Dringlichkeit und der Körper als Werkzeug schrieb es einfach auf.

Doch vielleicht zur Klärung. Es fand kein Dialog oder Diktat statt, sondern es kann eher beschrieben werden, als ob sich Stille in Worte formte.

Persönlich gesehen ist die Suche beendet, da die Person endete. Doch die Reise der Wahrnehmung geht erst jetzt los. Vielleicht helfen diese Verse und die Tagebuchnotizen den Menschen die noch auf der Suche sind als Orientierungspunkte.

Viel Glück!

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