Was ist der Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit? Teil 3
Mai 5, 2018

Was ist der Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit? Teil 3

 05.05.2018

Hier ist ein ganz gewöhnliches menschliches Wesen.  Nichts Besonderes, eher mit durchschnittlich Fähigkeiten ausgestattet, so wie die meisten der sieben Milliarden  menschlichen Erscheinungen die inzwischen in dieser Dimension herumwandeln.

Der einzige Unterschied scheint zu sein dass es hier unabweisbar so  ist dass keine unabhängige, getrennte, auf  Objekt-Subjekt bezogene Existenz gelebt werden kann.

In aller Nüchternheit wird dies so gesehen und die Lebendigkeit verprobt diese Sicht und Seinsweise bei jeder sich bietender Gelegenheit.

Alles verändert sich, alles fällt auseinander, alles setzt sich aufs Neue zusammen,  alles wird zerstört und entsteht wieder, alles erscheint und alles verschwindet, ein endloser Strom der sich verändernden  Erscheinungen.

Doch die Sicht IST.

Natürlicherweise tauchen in der Sicht die unterschiedlichsten Phänomene auf, die unterschiedliche Erfahrungen projizieren, jedoch ist das vergleichbar  mit Wassertropfen im Sonnenlicht. Das Sonnenlicht wird nicht ein einzigen Moment von den Wassertropfen berührt.

Die Eigenschaft der Wassertropfen und die Eigenschaften des Sonnenlichtes führen zu den Ereignissen die wir als Reflexionen, Beugung des Lichts, Spiegelungen etc. erfahren.

Unsere Wahrnehmung wird gewöhnlicher Weise von diesem Lichtspiel eingefangen und fixiert. Aus der allumfassenden Sicht, die unsere natürliche Veranlagung ist, wird ein schmales Band der Wahrnehmung. Das bezeichnen wir dann als meine Welt.

Das alles ist jedem bewussten  und fühlenden Wesen grundsätzlich bekannt und kann durch eigene Forschung verifiziert werden. Der Unterschied ist nur ob Interesse besteht diese Forschung durchzuführen oder nicht.

Forschung bedeutet hier seinen Blick auf die erscheinenden Ereignisse zu richten und sich nicht von der äußeren Form der Phänomene  ablenken zu lassen.

Mit Ereignissen sind hier sowohl  die Gedanken, Emotionen und Empfindungen gemeint die „innen“ zu sein scheinen, als auch das Zwitschern eines Vogels, das Nörgeln deines Partners oder  die Schönheit des Sonnenaufganges das üblicherweise als „außen“  erscheinend wahrgenommen wird.

Was bedeutet „sich nicht ablenken“ zu lassen?

Unser normales Verhalten ist durchdrungen von Beurteilen, Ablehnen, Annehmen, Beschreiben, Greifen usw.

Selbst eine winzige Unterbrechung unserer üblichen Verhaltensmuster genügt und diese Ereignisse offenbaren ihre wahre Natur, damit offenbart sich auch die Wahre Natur selbst und es offenbart sich das Du diese wahre Natur ebenfalls bist, als Erscheinung  die in dieser Dimension >Mensch< genannt wird.

Stabilisiert sich diese Sicht öffnet sich Wahrnehmung auf die Struktur der Existenz an sich und wird die Bestätigung der Reinheit des Sehens.

Blinzele mal aus dieser reinen Sicht in eine Lichtquelle, zum Beispiel in das Licht einer brennenden Kerze oder in das Licht eines  Sonnenaufganges bzw. Sonnenunterganges. Die verschieden Erscheinungen wie Kreise mit einem kleinem Punkt in der Mitte(wie Fischaugen), über regenbogenfarbige Sphären die in unterschiedlichsten Strukturen ineinander verwoben sein können, sind keine Augenfehler oder werden gar durch das Licht erzeugt. Nein, es sind Abbilder der energetischen Struktur der Existenz. Musst Du sie als ein externes oder internes Phänomen beurteilen und fängst an danach zu greifen, so laufen möglicherweise  die Subroutinen des Verstandes  zu heftig. Ist die Erfahrung des Greifens noch zu mächtig so übe nicht weiter. Statt Freiheit wird dann nur ein Muster des Begehrens nach Freiheit  oder Faszination aufgebaut  und kann zu einem mächtigen Hindernis werden.

Die Übungen, um diese Subroutinen zu beruhigen, sind die gleichen wie die zuvor als Du die groben Muster des Verstandes ausgerichtet hast. Du hast dann vielleicht nur aus der Faszination des Sehens etwas zu früh damit aufgehört.

Um in dieser Erfahrung „des Sehens der energetischen Struktur der erscheinenden Existenz“ zu bestehen, ist die absolute Abwesenheit von Greifen oder Ablehnung die ultimative  Bedingung. Selbst „Niemand“,  mit seiner subtilen Referenz  zu dem „verschwundenen Jemand“,  kann hier noch eine schwere Last sein.

Doch ist die Sicht frei von all dem, offenbart sich im Wechselspiel mit dem Licht so die Strukturen dessen wie Du tatsächlich zu sein scheinst. Ist Stabilität der Sicht erlangt, so offenbart sich das genauso auch im Zusammenspiel mit dem „schwarzen Licht“. Da gibt es keinen Unterschied.

Erscheint dabei die Annahme dass Du das Licht und/oder diese Strukturen bist, ist das eine Falle.

Du BIST die Potenzialität die sich als „Licht“ und „Strukturen“ entfalten kann. Das „Licht“ und die „Strukturen“ sind der erfahrbare Ausdruck als fühlende Existenz bzw. als wahrnehmende  Erscheinung.

Die Reise der Wahrnehmung ist damit noch nicht vollendet. Doch ist diese Sicht vollumfänglich, unverrückbar manifest so kennzeichnet sie den Übergang von Befreiung zur Freiheit.

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Um was geht’s. Teil 2
Februar 16, 2012

Um was geht’s. Teil 2

Hier kann nichts angeboten werden.
Hier kann nichts gepriesen werden.
Hier kann nichts verkauft werden.
Hier kann noch nicht mal um Zustimmung geworben werden.

Das einzige was hier geschieht ist die Hingabe dessen was sich offenbart. Diese Hingabe ist wunschlos, sie ist völlig frei. Die Hingabe geschieht einfach. Sie geschieht mit dem Werkzeug das zur Verfügung steht. Dieses Werkzeug ist der Mensch, durch den diese Hingabe sich manifestiert.

Dieser Mensch ist leider in der Möglichkeit des Ausdruckes und der Beschreibung der Sicht eher unterdurchschnittlich begabt.
Dieser Mensch ist nicht besonders wissend oder gebildet. Diese Begrenzung ist gravierend angesichts der Unermesslichkeit dessen was sich offenbart und ausnahmslos dramatisch angesichts der Schönheit die aufleuchtet.

Diese Begrenzung zeigt sich in Unklarheiten, Wiedersprüchen und Unvollkommenheiten bei der Beschreibung der Sicht.

Es ist die Unfähigkeit eines Malers, der die absolute Schönheit wahrnehmen darf und nicht mehr als ein paar belanglose bunte Kleckse auf die Leinwand bekommt.

Das ist eine Tatsache und das Bedauern, es nicht besser machen zu können, führt zu Trauer. Wenn es eine Entschuldigung gäbe, dann nur die, dass es einfach keine Worte dafür gibt DIESES zu beschreiben. Gleichwohl könnten die vorhandenen Worte sorgfältiger und kunstvoller zu einem Bild zusammen gefügt werden.

Doch es ist nun mal so wie es ist.

Wenn sich also ein Mensch die Mühe macht dieses Gestammel zu lesen, so ist dieser Mensch gut beraten, nicht so sehr auf die Worte zu achten, sondern zu fühlen was diese Worte transportieren.

Das ist schon alles.
Entschuldigung.

Erklärungen des Unerklärlichen
Februar 15, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Erklärungen des Unerklärlichen

07.7.2011

Nichts IST, ohne Raum, ohne Zeit, ohne Ort.
Alles IST, Alles gleichzeitig, anfangsloses ursachloses Potenzial.
Jetzt ist Zeitlosigkeit, Nicht-Zeit.
Dies Ist Es zusammen, da Es untrennbar ist.
Deswegen Ist es nicht-existent, Ist zeitlos, Ist unbewegt.
Deswegen Ist es Jetzt und erscheint als Zeitform in sich selbst.
Unbewegt als Bewegung, Zeitlosigkeit als Zeit – scheinbar.
Es Ist Nicht-Horizont aller Ereignisse, ob sie sich nun ereignen oder nicht-ereignen.

Wenn Alles in Nichts gleichzeitig, also ohne Zeit, in Abwesenheit von Zeit, als Nicht-Zeit, sich als unendliche Möglichkeit entfaltet, bricht Nicht-Horizont zusammen.
Da Dies aber Nicht-Möglichkeit Ist, bricht es auch in Zeitlosigkeit nicht zusammen, da ALLES auch NICHT unendlich Jetzt ist, somit Alles Ist.
Denn wie könnte ALLES in Zeitlosigkeit, zu NICHT-ALLES der unmanifesten unendlichen Möglichkeit werden, ohne Dies schon immer zu sein?

Durch betrachten, dass Nicht-IST, ist die Betrachtung des ALLEM aus der Perspektive der unendlichen Möglichkeit des Potenzials in Jetzt, der zeitlose Moment.
Sehen ist Nicht-Zeit.
Sehen, das sich Selbst sieht.

So ist ALLES gleich NICHTS ohne Zeit das Eine.
Das ist absolute Ruhe in absoluter Bewegung und absolute Bewegung in absoluter Ruhe.
Die Polarität, ohne Polaritäten zu sein, bricht zusammen im Jetzt, also Zeitlos, und die Polarität wechselt zu NICHTS das ALLES IST und bricht ebenfalls in Zeitlosigkeit zusammen, vor ihrem Entstehen.

Somit ist NICHTS und ALLES gleichzeitig existent und gleichzeitig nicht-existent in Zeitlosigkeit.

Der relative Geist kann sich Dies nur als zwei Seiten einer Medaille vorstellen, aber so wäre es nur in der scheinbar existenten Zeit.
Dies Ist gleichzeitig Nichts und Alles zeitlos, und somit kein Paradox, sondern einfach IST.

Das ist dieselbe Schau, wenn aus Jetzt durch Beobachtung scheinbar Ewig (also eine Zeitform) wird und da das nicht geht, wieder Nichts zu Jetzt, IST zeitlos.

Durch die Beobachtung an sich erfolgt das Sterben und Werden. ES schwingt ohne Bewegung in Jetzt, also im Nullmoment in sich selbst.
Somit ist das Geschwungene und die Schwingung identisch.

Das Sehen des IST ist Jetzt, also nie.
Das absolute Potenzial in sich ruhend, selber widerspiegelnd im jetzigen Moment der Zeitlosigkeit, ist IST.

Das kann gesehen werden, nur angesichts der Schönheit der Schau und der Unzulänglichkeit von Worten sind die Beschreibungen nur eine diffuse Reststrahlung des Sehens und verblassen zu dem, was sie sind, Erklärungen des Unerklärlichen.

Die Harmonie des Sehens in Alles wird zur Schau von Allem, das Nichts zu berichten hat. Die zeitlose Schau in Jetzt der Zeitlosigkeit, die in Nichts stirbt, und geboren wird das Alles IST.

Hier gibt es keine Erklärung, die Schau wird nur beschrieben, wie es aus der Sicht hervor steigt und sich in der Sicht auflöst.

Völlige Stille.