Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 2
Februar 27, 2012

Fragen eines Freundes

11.01.2012

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 1

Ist das Ego schuld an dieser kranken Welt? Teil 2

Ich fühle mich innerlich so zerrissen. Was soll ich tun um endlich Ruhe zu haben? Teil 3

Teil 2

Da ist dann diese Frage nach der Schuld des Egos an dieser kranken Welt, an der Zerrissenheit in der wir Menschen leben. Wir haben bei unserer Forschung versucht uns dem zu nähern, das was wir allgemein als Ego bezeichnen. Wir haben das Mechanische in diesem festgestellt. Wir konnten die inhärente Substanzlosigkeit des Mechanismus beschreiben.

Wie kann also etwas Mechanisches an irgendetwas eine Schuld haben? Wie kann Schuld als solche überhaupt bestehen. Weisen wir etwas oder jemandem eine Schuld zu, verleihen wir dem Schuldigen Macht. Wir positionieren uns also als Opfer und das Beschuldigte oder den Beschuldigten als Täter. Das ist es, was derzeit auf dieser Welt in einem ungeheuren Umfang und professionaler Selbstverständlichkeit geschieht. Das ist es, was das Gefängnis in dem wir zu stecken scheinen noch realer macht, dem Gefängnis des Nicht-Erkennens.

Und das ist es auch, was fast kein Mensch wissen möchte.

Doch es ist einfach die Wahrheit. Es gibt keine Schuld, es gibt auch keine Schuldigen und so gibt es auch keine Opfer. Es erscheinen Tatsachen, Geschehnisse, Ereignisse und Vorkommnisse, aber Taten geschehen und Ereignisse ereignen sich einfach. Möglicherweise erscheinen sie dir furchtbar oder möglicherweise wunderschön. Vielleicht spielen fühlende Wesen darin eine Rolle. Sie leben, sterben, sind glücklich oder unglücklich in dieser Rolle.

Ein hauchfeines Gewebe aus Nichts formt sich zu Etwas, um sich schließlich wieder aufzulösen und um sich aufs Neue zu einem Gebilde zu formen, nur um sich wieder aufzulösen. Ununterbrochen, endlos, ewig, zwecklos, schuldlos, opferlos, illusorische Manifestationen unserer scheinbaren festen Realität. Phänomene, Schattenspiele die wie Wolken im leeren Himmel ziehen.

So wird es aus Stille wahrgenommen und so wird mit tiefstem Mitgefühl gesehen, dass alle Schuldzuweisungen und Anklagen nur Nicht-Sehen ist.

Doch Nicht-Sehen ist auch nur eine Illusion von Jemand, der wie durch Hypnose bewegungslos zu Eis erstarrt, fasziniert auf ein Spiegelbild, auf eine Reflexion, auf eine Wolke starrt und diese Erscheinung für sich und real hält. Diese Fixierung kann aufbrechen und alles fällt an seinen Platz, mühelos, zeitlos.

Erkennen der wahren Natur ist jenseits von Zeit. Doch es braucht scheinbar Zeit bis befreite Wahrnehmung an diese menschliche Form gewöhnt ist. Der Körper und Geist muss das Überfluten mit Wahrnehmung aushalten können. Die Irrenhäuser sind voll mit Menschen die Sehen, doch die Intensität hat sie ausgebrannt. Die Intensität hat ihre feinstoffliche Struktur durchgeröstet und  für eine nüchterne Wahrnehmung der Unermesslichkeit untauglich zurück gelassen.

Doch dafür ist niemand verantwortlich oder schuldig. Es geschieht einfach und es muss korrekt noch dazu gefügt werden, dass es auch nur scheinbar geschieht.

Bitte vergessen wir nicht, dass hier Geschichten von etwas Unberichtbarem erzählt werden. Doch es ist wahrnehmbar und dann hören alle Fragen auf. Die scheinbaren Wiedersprüche klären sich selbstbefreit im Sehen Dessen. Freiheit von fixiert sein müssen erscheint als befreite Wahrnehmung, die sich einfach auf alles richten kann.

Doch Dualität endet nicht mit dem Auflösen der Person. Das die Dualität endet, ist eine Story über Erleuchtung, die sich jemand ausgedacht hat. Es endet definitiv das tiefsitzende Gefühl und die konditionierte gedankliche Annahme eines persönlichen Erlebens der Welt. Wir können dies gerne das Sterben der Person nennen, doch es trifft nicht den Kern. Denn tatsächlich ist es mehr ein Auslöschen einer nichthinterfragten Annahme, dass da etwas Festes wie eine Person existiert.

Verschwindet diese Annahme, geschieht Wahrnehmung einfach aus sich heraus und insofern ist alles wie immer und doch ist es völlig anders.

Es geschieht also unpersönliche Wahrnehmung und etwas wird wahrgenommen, aber es wird nicht das gefunden was wahrnimmt. Objekte erscheinen weiterhin und in der Wahrnehmung erscheint Unterscheidungsfähigkeit. Es erfolgt weiterhin die Unterscheidung zwischen einer Wand und einer Tür. Es ist für den Körper immer noch besser durch die Tür zu gehen.

Doch das was da wahrnimmt und das was wahrgenommen wird, ist nicht gleich. Dualität bricht nicht zusammen. Bricht Wahrnehmung zusammen, wird bewusst Nichts wahrgenommen. Aber auch hier ist unbekannt was da Nichts wahrnimmt und Spekulationen darüber, was da unbekannt ist, sind nicht möglich.

Es ist möglich, dass das was wahrgenommen wird und das was wahrnimmt verschmilzt. Ob dann noch Dualität besteht ist unbekannt, da das als ein Ereignis rekonstruiert werden muss und somit beim Beschreiben in Objekte zerfällt. Doch auch diese Rekonstruktion wird nicht von einer Person durchgeführt, sondern es geschieht einfach. Die Reise der Wahrnehmung geht also nach dem Verlöschen der Person weiter. Tatsächlich beginnt die Reise erst hier.

Da du es ertragen konntest bis hier mit Aufmerksamkeit zuzuhören, können wir gerne die Frage wiederholen, wer oder was also sollte schuld an der Zerrissenheit dieser Welt sein?

Und wer sollte Opfer sein in diesem Schattenspiel in Nichts und Alles?

Das was hier steht ist Wahrheit und gleichzeitig ist da Gewissheit, dass keine Beschreibung zum Sehen und zur Freiheit führen kann. Also wird sich dein Verstand mit den Wörtern beschäftigen und die Intelligenz kann ihre Arbeit unbemerkt verrichten.

Der intensive Wunsch der bleibt ist, dass DU bald von der Krankheit der Person befreit sein mögest.

zu Teil 1 springen  oder weiterlesen Teil3

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Nichts
Februar 22, 2012

Kuss der Stille

Nichts (Audio)

7.07.2011

Dies ist Liebe
Dies wie zwei Erscheint
ohne zu erscheinen
zeitlos ewig ungetrennt

Unteilbar im Spiel
des Seins
erscheint nur Dies
wie buntes Licht
des Nichts als Alles
unendlich Potenzial

In keiner Zeit
In keinem Raum
In keiner Dimension
erhebt sich Nichts um Nichts zu schauen
das Alles IST

Kein Licht
Kein Schatten
erscheint im Traum
der Schattenspiele
ungeboren
ungesehen
nur Dies als leuchtend Liebe
das mit jedem Wort
zerfällt in eine Lüge
in das ebenfalls nur Dies
des endlos Sein

Kein Wort kann Dies beschreiben
Kein Ton kann Dies besingen
Kein Blick kann Dies beschauen
Und so geschieht auch dies zum Schein
im Traum der Huldigung
des Eines
des Dies in Stille Nichts
Liebe küssend Alles
Als wenn das jemals möglich wär

Der scheinbar Schein erscheint
als Diese Stille
und verweist im Schein
der Scheinbarkeit
auf IST der Quelle
alles Seins
ohne existent zu sein
wie das Wort hoffnungsvoll verspricht

Hoffnungsvoll für dich
der hofft zu sein
und einen Sinn verstehen möchte
doch der Sinn bist du
ohne Sinn zu sein

Dies IST du
scheinbar lebend im Traum der Schattenspiele
an eine scheinbar Wand geworfen
erscheint nur Dies in Dies als Dies
des Nichts das Alles IST
in der Quelle Licht

Das Licht das selber IST
und somit in sich selbst erscheint
wenn das nur ginge
doch auch das geht nicht
da es schon zeitlos IST

du bist Nichts also Alles Dies
Dies als du erscheint
Dies als du nun lesend
Worte sich selber lesend
selbst verstehend scheinen
würden sie einen Sinn für dich ergeben
falscher nicht verstanden worden wären

Wahrheit offenbart sich niemand im Dies so Sein
der nicht nur niemand wäre
denn auch das ist scheinbar lesend Dies
als niemand lesend Schein

Endet das Verstehen
So endet das Verstehen in Dies hinein
verschwindet scheinbar in sich selbst

Wolken die es nie gegeben hat
verdampfen in der Glut des Sehens
Enthüllt was nie verschleiert war
das Antlitz Allem
das Auge das sich selbst anschaut
des Wortes Sinn sich anfangslos entziehend
in Dies das endlos scheint erscheinend
IST zeitlos
LIEBE