Was für eine “Rolle“ spielt die Angst?
Dezember 26, 2018

Was für eine “Rolle“ spielt die Angst?
„Sie erscheint immer wieder mal und Gedanken kreieren eine Geschichte dazu.“

Hier wurde diese Frage gestellt und die Worte die dazu erscheinen sind nicht die Antwort selbst, sondern die Aufforderung deiner inhärenten Weisheit zu vertrauen:

Wir Menschen neigen grundsätzlich dazu alles zu einem Objekt zu machen.

Dieses Muster ist gewissermaßen das eigentliche Fundament des Mensch-seins, so wie wir uns sehen und erfahren müssen, bis dies auf die eine oder anderes Weise endet.

Das ist die Basis unseres Leidens und doch zugleich die Chance auf Befreiung.

Angst ist aus dieser Perspektive ein Aspekt, ein Objekt unserer Existenz als menschliches Wesen. Möglicherweise sogar der dominanteste Aspekt. Sie begleitet uns vom ersten bis zum letzten Atemzug.

Auf mehr direkt erfahrbarer Ebene ist es die „Angst-vor-etwas“ zum Beispiel vor dem Tod.

Dieser Ausdruck von Angst tritt üblicherweise mit seinem Begleiter Hoffnung auf, zum Beispiel auf Erleuchtung, in der Hoffnung so dem Tod entgehen zu können.

So spielen die Angst und die Hoffnung das Schauspiel der unabhängigen Existenz auf der Bühne des Lebens, mit dir als Haupt- & Nebendarsteller, Beleuchter, Maskenbildnerin, Regisseur und Publikum. Alles du.

Haben wir die Tendenz dieses Schauspiel ernst zu nehmen sind wir so fasziniert von der Darstellung als uns Selbst in diesem Reigen aus bunten Lichtern, dass wir alles vermeiden das die Illusion zerstören könnte.

Wir haben also Angst, dass das Spiel der bunten Lichter enden könnte und da wir gleichzeitig wissen das es letztlich enden wird, greifen wir nach der Hoffnung auf Verlängerung und suchen vielleicht einen spirituellen Pfad der uns die Ewigkeit verspricht oder betrinken uns regelmäßig um in der Dumpfheit Zuflucht zu finden oder suchen in wechselnden Partnerschaften Beständigkeit.

Oder wir kreieren eine Geschichte dazu.

All das funktioniert natürlich…vorübergehend.

Und die Erfahrung des Vorübergehens ist eine Chance auf Befreiung. So kann die Angst zum Pfad werden auf dem wir uns zur Quelle des ursprünglichen Entstehens tasten können.

Dort siehst du möglichweise, dass mit der Manifestation des Urgrundes als Existenz-an-sich ebenso die Furcht vor der Unwissbarkeit des Lebendig-seins geboren wird.

Dort stehst Du dann atemlos und erkennst das DU es schon Anfangslos bist.

DU bist die Angst.

DU bist die Angstlosigkeit

DU bist die Quelle Dessen.

 

Doch das ist kein Grund besonders übermütig zu werden.

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