Worte
Februar 20, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Worte

09.7.2011

 

Erklärungen sind nie das Erklärte. Worte sind nie die Bedeutung an sich. Manchmal deutet Sprache als Instrument auf Dies hin. Wird Sprache nur verstanden, verhindert das Verstehen die Sicht auf Das, aus dem die Sprache kommt, das was Ist, in dem Dies als Sprache erscheint. Manche Wörter scheinen den Verstand besonders zu verwirren und er verstrickt sich in Begriffen.

Der Begriff Unendlichkeit oder Ewigkeit scheint im Verstehen immer mit subtilen Zeitvorstellungen befüllt zu werden.

So scheint „seit Ewigkeit“ oder „in Ewigkeit“ oder „in alle Ewigkeit“ die Zeitvorstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in der Beschreibung von Zeitlosigkeit als Verstehen von Zeitlosigkeit mitzuschwingen.“ Seit Ewigkeit“ impliziert, dass es eine ewige Vergangenheit gibt oder „in alle Ewigkeit“ erscheint als die Zukunft, die ewig wäre.

So Ist Dies aber nicht.

Genau wie „in Ewigkeit“ gerne eine endlose Gegenwart projiziert wird, quasi ein immerwährender jetziger Moment. Doch es ist immer nur eine Beschreibung, die auf das Unbeschreibbare hinweist. Der Verstand kann Dies nicht verstehen. Der Verstand erscheint als Dies und Dies erscheint als verstehen wollen.

Dies IST zeitlos, ohne Bewegung in der Bewegung scheinbar erscheint und scheinbar wieder verschwindet.

„Jetzt“ oder „dieser Moment“ werden somit von Jemand, der glaubt zu verstehen, im Verstand mit Bedeutung verknüpft und dessen Gedanken formt Nicht-Zeit in den Begriff einer Zeitform, die „Jetzt“ genannt wird.

Sie bleibt eine Nicht-Zeit, von Niemand, dessen Lippen scheinbar ein Wort formuliert, dass das Unerklärliche transportiert, also leer Ist.

So ist das Wort „Jetzt“ einfach Dies als Wort erscheinend, rein und unberührt.

Jedoch versteht Jemand dieses Wort, so schaut er in die entgegengesetzte Richtung und Dies zu Sehen scheint dann nicht möglich.

Worte sind in sich bedeutungslose Laute und erst durch Befüllung von Jemand für Jemanden wird Bedeutung erfahren. An dieser Bedeutung richtet sich Jemand auf und bekommt die erwünschte Festigkeit um Jemand zu bleiben.

So ist jedes Wort der ewig vergebliche Versuch Dies zu beschreiben, Dies, das zeitlos bewegungslos IST.

Doch kommen immer wieder Worte und Dies erscheint sich beschreibend.

Immer wieder, trotz der Vergeblichkeit.

Doch Dies kann sich erfahren.

Scheinbar.

 

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Erklärungen des Unerklärlichen
Februar 15, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Erklärungen des Unerklärlichen

07.7.2011

Nichts IST, ohne Raum, ohne Zeit, ohne Ort.
Alles IST, Alles gleichzeitig, anfangsloses ursachloses Potenzial.
Jetzt ist Zeitlosigkeit, Nicht-Zeit.
Dies Ist Es zusammen, da Es untrennbar ist.
Deswegen Ist es nicht-existent, Ist zeitlos, Ist unbewegt.
Deswegen Ist es Jetzt und erscheint als Zeitform in sich selbst.
Unbewegt als Bewegung, Zeitlosigkeit als Zeit – scheinbar.
Es Ist Nicht-Horizont aller Ereignisse, ob sie sich nun ereignen oder nicht-ereignen.

Wenn Alles in Nichts gleichzeitig, also ohne Zeit, in Abwesenheit von Zeit, als Nicht-Zeit, sich als unendliche Möglichkeit entfaltet, bricht Nicht-Horizont zusammen.
Da Dies aber Nicht-Möglichkeit Ist, bricht es auch in Zeitlosigkeit nicht zusammen, da ALLES auch NICHT unendlich Jetzt ist, somit Alles Ist.
Denn wie könnte ALLES in Zeitlosigkeit, zu NICHT-ALLES der unmanifesten unendlichen Möglichkeit werden, ohne Dies schon immer zu sein?

Durch betrachten, dass Nicht-IST, ist die Betrachtung des ALLEM aus der Perspektive der unendlichen Möglichkeit des Potenzials in Jetzt, der zeitlose Moment.
Sehen ist Nicht-Zeit.
Sehen, das sich Selbst sieht.

So ist ALLES gleich NICHTS ohne Zeit das Eine.
Das ist absolute Ruhe in absoluter Bewegung und absolute Bewegung in absoluter Ruhe.
Die Polarität, ohne Polaritäten zu sein, bricht zusammen im Jetzt, also Zeitlos, und die Polarität wechselt zu NICHTS das ALLES IST und bricht ebenfalls in Zeitlosigkeit zusammen, vor ihrem Entstehen.

Somit ist NICHTS und ALLES gleichzeitig existent und gleichzeitig nicht-existent in Zeitlosigkeit.

Der relative Geist kann sich Dies nur als zwei Seiten einer Medaille vorstellen, aber so wäre es nur in der scheinbar existenten Zeit.
Dies Ist gleichzeitig Nichts und Alles zeitlos, und somit kein Paradox, sondern einfach IST.

Das ist dieselbe Schau, wenn aus Jetzt durch Beobachtung scheinbar Ewig (also eine Zeitform) wird und da das nicht geht, wieder Nichts zu Jetzt, IST zeitlos.

Durch die Beobachtung an sich erfolgt das Sterben und Werden. ES schwingt ohne Bewegung in Jetzt, also im Nullmoment in sich selbst.
Somit ist das Geschwungene und die Schwingung identisch.

Das Sehen des IST ist Jetzt, also nie.
Das absolute Potenzial in sich ruhend, selber widerspiegelnd im jetzigen Moment der Zeitlosigkeit, ist IST.

Das kann gesehen werden, nur angesichts der Schönheit der Schau und der Unzulänglichkeit von Worten sind die Beschreibungen nur eine diffuse Reststrahlung des Sehens und verblassen zu dem, was sie sind, Erklärungen des Unerklärlichen.

Die Harmonie des Sehens in Alles wird zur Schau von Allem, das Nichts zu berichten hat. Die zeitlose Schau in Jetzt der Zeitlosigkeit, die in Nichts stirbt, und geboren wird das Alles IST.

Hier gibt es keine Erklärung, die Schau wird nur beschrieben, wie es aus der Sicht hervor steigt und sich in der Sicht auflöst.

Völlige Stille.

4. Und in welchem Zusammenhang steht es mit der Ist-Zeit?
Januar 25, 2012

20.07.2011

Fragen eines Freundes

1. Wie wird der Funke zum Feuer, das andere ansteckt?

2. Ab welchem Zeitpunkt wird das Feuer manifest?

3. Wie wichtig ist die Absicht?

4. Und in welchem Zusammenhang steht es mit der Ist-Zeit?

 

Es scheint so als ob der Tiefschlaf ohne Wahrnehmung, nur Stille ohne Bewegung, nur Nichts in Alles ruhend, die Wahrheit selber IST.

Nicht-Zeit erscheinungslos, unfassbar in sich selber ruhend,

ewig unberührt IST Dies Wahrheit.

Kein Wort kann Dies je beschreiben. Verstehen ist nicht möglich.

Gedanken prallen ab und versinken sich auflösend in Nichts, ohne Beute für das Denken mitzubringen.

Das Geschriebene stirbt bei der Sicht auf Diese Schönheit und geschriebene Zeilen verdorren zu bedeutungslosem Geschwätz.

Dies ist die Herrlichkeit, für die als Beschreibung nur lebendig Licht dem nahe kommen könnte und doch ist das nur eine grobe Beleidigung des Dies, wenn etwas zu beleidigen wäre.

Ohne Ort, ohne Zeit, ohne Substanz, ohne Ursache, ohne Wirkung schläft Dies nun scheinbar ein und beginnt zu träumen.

Und träumt den Traum des Menschen, der früh aus dem Schlaf erwacht.

Es träumt den scheinbaren realen Traum des Lebens, vielleicht vergleichbar wie luzides Träumen, in dem Handlung und Zeit als Wahrheit den geträumten Wesen erscheinen mag.

Bis Dies, die Traumenergie scheinbar sich erschöpfend am Betrachten der bunten Formenwelt, schlafen geht im Traum und erwacht in Nichts der Zeitlosigkeit, dass im Traum als Tiefschlaf erscheinen mag.

Doch ist genau Dies ist die Wachheit in sich selbst.

Die Quelle die sich selber träumt.

Das Gefühl von Zeit entsteht im dem Traum das ein geträumtes Wesen träumt scheinbar wach zu sein.

IST-Zeit ist Traumzeit und bezieht sich nur auf die geträumten Inhalte des Traumes das das Eine IST.

Und somit weist die Quelle, das Eine, auf sich selber hin.

Es offenbart sich durch sich selbst und ist das Einzige was Ist ohne je zu existieren.

Außerhalb des Traumes hat Zeit keinen Raum und Existenz und selbst der Traum existiert nur in Form des Traumes in sich selbst.

Das Eine, das all Dies ist, erkennt durch die geträumte Form des scheinbar wachen Wesens das Paradox, dass scheinbar Zeit in Zeitlosigkeit scheinbar existiert und sein Lachen schallt durch alle Dimensionen.

Die Lebendigkeit des Lachens ist das Vibrieren des Lichts aus dem der Traum zu bestehen scheint und im Erkennen Dessen schlägt Dies als Mensch die Augen auf, geblendet von der Herrlichkeit.

Die Sicht beendet die Knechtschaft an dem Glauben der Festigkeit der Zeit.

Doch es endet nicht der Traum, obwohl auch das geschehen kann.

Doch all das endet nur für niemand, sobald Dies gesehen wird.

Nun bleibt nur noch die Sicht von Nichts auf die Bewegung die scheinbar im Traum geschieht.

Und so endet jedes Wollen.

So endet jede Angst.

Was bleibt ist der Traum.

Völlig frei.