Ego
Februar 13, 2012

Kuss der Stille

Ego                 Audio

1.07.2011

Es ist niemand da
Also kann auch niemand je erwachen
Weil schon niemand IST
Und „JEMAND“ eine Lüge

Die Suche nach Erleuchtung
ist die Perspektive
von jemand
und der
denkt hofft bittet bettelt fordert schreit flucht zornt und rebelliert
dass nun endlich
jemand aufzuwachen hat

Nun sieh
Das jemand ist eine virtuelle Konstruktion
gedacht und ohne Eigenleben
nur immer reagierend
verlassen in der Leere dort
die kennt kein Zeit und kein Ort
umherirrend verwirrt Grenzen suchend
und da es keine Grenzen findet
sich selber welche schafft

schaffen bedeutet hier
denkend annehmen
dass da welche wären

Die Annahme
diese Begrenzung die die Grenzen setzten soll
in den dann jemand begrenzt zu existieren hat
ist dort irgendwo
so nimmt das jemand verzweifelt an

Und obwohl das jemand
diese Grenzen nie gesehen hat
natürlich nicht
weil sie sind nicht existent
ist das was hier scheinbar geschieht
die pure Zauberei in dein Gedanken
doch leider zauberst du immer nur das gleiche
und das IST im unbegrenzten NICHTS Möglichkeit
dennoch Verschwendung ohnes Gleichen

Dies wird nun nicht Gesehen von jemand
deswegen wird die Existenz
von jemand angenommen
Von „Jemand“
und das obwohl niemand IST
und nie sein wird
weil das nicht geht

Es wird von „Jemand“ angenommen
das ist jemand der sein Name angenommen hat
und dadurch „Jemand“ ist
und dieser schreibt nun ihm
also sich selbst
um der scheinbar Festigkeit mehr Festigkeit
zu verleihen
Eigenschaften zu
die ihn sicher machen sollen
dass dies ihm
Einzigartigkeit
verleihen möge

Denn nun ist es nicht mehr genug
„Jemand“ zu sein
Sondern nun ist die Forderung der Angst
Er möchte
nein
Er muss
aus Überlebensgründen
zwischen allen „Jemands“
Einzigartig sein

Hier nun wird die Energie
in Bewegung eingeformt
die sich je nach belieben
dagegen dahin oder hinweg bewegt
welche ist egal
die Wirkung für das „Jemand“
ist dieselbe
es geht nur um Bewegung
an sich selbst

Hier ist nun scheinbar Bewegung
die das „Jemand“ scheinbar unterstützt
im scheinbaren Kontakt mit scheinbar „Jemand“
die scheinbar Indivi-Dualität
scheinbar zu Er-zeugen
und das bar ohne jeden Scheins
denn es IST nicht wahr
doch im NICHTS als Möglichkeit
erscheint auch Dies

Nun ist es folgenreich vollbracht
das „Jemand“ ist jetzt ein „Anderer“ als „Jemand“
und das erzeugt das tiefe Sicherheit erzeugende Gefühl
der festen Existenz
für „Jemand“ weil ja auch ein „Anderer“
existiert

Hier nun
beginnt das Leid
vorher war es ein leidenschaftlich Spiel
des NICHTS als Möglichkeit Alles IST zu SEIN
Der gedachte Trick des „Jemand“
der niemand IST
verwebt all Dies zu dem Gefühl
zu Existenz verwebt
zu sein

Nichts könnte falscher Sein
doch nun ist der Grund der Gründe
in die Welt geboren
und
so muss deshalb auch „Jemand“ immer wieder sterben
Nun kann das „Jemand“ vom Gefühl des Leids
nicht lassen
da es das Gefühl der Existenz begründet

Das „Jemand“ glaubt nun tief
nur diesen Baustein für den Bau
der Existenz zu besitzen
und die Besessenheit des Glaubens ist gefunden
Lässt das „Jemand“ den Baustein Leid nun los
So glaubt es die Existenz fällt auseinander
Und es ist tatsächlich wahr

Nun Hat das arme „Jemand“
eine eigne Existenz in einem leidenvollen Leben
und jetzt wird das Leid gelitten
die Sucht danach erzeugt die Angst vor Suchtentzug
wenn je das Leid als Stoff sich zu entziehen droht
wird Leid aus Nichts geschaffen

Das süchtig „Jemand“ glaubt ganz tief versteckt
dass ohne sein Stoff Leid das Leiden sich verschlimmern wird
und
auch dies ist wahr
es wird so schlimm dass ohne Droge Leid
die Existenz des „Jemand“ ohne Leid zu erleiden
sofort erlischt

Doch DU erlischst doch nicht
DU der ICH
und
somit niemand IST

Was von „Jemand“ nicht gewusst
dass wenn die gedachte Existenz von „Jemand“
durch den Fall des Leids sofort erlischt
Jetzt niemand leidet da niemand IST

Ein einfach simples Wort der absoluten Wahrheit
und das „Jemand“ baut ein Tempel drum
um das Leid zu pflegen
auf das es wachse und gedeihe
wohl denn
dein Wille ist dein Himmelreich
du „Jemand“

Dich aus DU in ICH
Hat das nie berührt
Weil das selbst im unbegrenzten NICHTS als Möglichkeit unmöglich ist
Weil dann DU in ICH selbst der Flecken wär der sich befleckt
Und das erscheint als scheinbar „Jemand“
also
nicht DU der ewig niemand IST

Das Ist einfach
zu verstehen für Dich
Spür die Wahrheit und Du bist frei

Und nun
Gott oder Götter
hier wurde auf Erden von „Jemand“
schon alles angenommen
Diese Gedankenkonstruktion von „Jemand“
ist besonders schlau
nun kann man sehen
die Ego Intelligenz zieht in „Jemand“ ein und
erzeugt das „JEMAND“

Durch die Anrufung von „ETWAS“ das Höher ist
als die Existenz des „JEMAND“ der die Anrufung vollzieht
wird die Existenz vom Rufer-„JEMAND“ bedeutungsvoll
Nun wurde die BEDEUTUNG dieser scheinbaren Existenz geboren
diese Existenz hat zwar nicht die Höhe diesen „ETWAS“
aber nun hat das Leben endlich auch seinen eignen Sinn oder auch nicht
aber nun hab ich ein eignes Leben triumphiert das „JEMAND“

Was für eine wundersame Selbsterhöhung
was für ein wunderbarer Zaubertrick
und auch das ist wahr
bar jeden Wunders wirst du nun in der Suche leiden
Endlich kann das „JEMAND“ die Bedeutung hinterfragen
und endlos über Sinn des Lebens des „JEMAND“ mit andren „JEMANDS“
debattieren

Nun hat das „JEMAND“ den schlagenden Beweis erbracht
für die Wirklichkeit der Existenz
und hat somit den Raum dazu erdacht
der durch alle Fakultäten der „JEMANDS“ weite tiefe Dimensionen neu erschafft
So forscht der Kluge in diesen Dimensionen
Der Weise forscht in MIR
Beide sind mit Blindheit tief geschlagen
und
kommen nicht sehr weit
weil es keine Wege gibt
zu MIR

Ach
Und das „Jemand“ das nun nicht an Gott und Götter glaubt
fühlt Leben von der Bewegung aus seiner Überzeugung
eben an das Nicht der Götter fest zu glauben
Die Debatten sind das gleiche Muster
auch hier der Kluge und der Weise
und es werde „JEMAND“

Doch schau
Das was hier Ablehnung erfährt
ist von „JEMAND“ erdacht
um so die Basis der Ablehnung zu kreieren
damit durch Ablehnung von Etwas
ein „JEMAND“ erschaffen werde kann
So gehen sie im Geheimen
Hand in Hand
Der Gläubiger und der Gläuber
Und pflegen diese Welt der Illusion
mit des Verstandes Geisteskraft

Doch wisse
Fallen diese Götter oder Gott
dafür oder dagegen
spielt keine Rolle
so fällt auch
das „JEMAND“
und sie fallen ständig
in der geheimen Zeit

Sieh Dies
Du bist schon frei
und
wenn das Zarte
wirklich sehr zerbrechliche Gefühl
„JEMAND“ Sein zu Müssen
in sich zerfällt
weil das „JEMAND“
I C H
IST
erdacht im Spiel
Gedanken in Form geschlüpft

Jetzt wird gesehen von niemand
das niemand IST
das IST ist einfach ICH
das IST doch einfach
und
IST ist einfach Sehen Dessen

Und niemand ist
nicht das Gegenstück von
„JEMAND“ oder „Jemand“ oder jemand
Denn das wäre „J E M A N D“
der ein
„N I E M A N D“
glaubt zu sein

IST ist einfach Sehen
und so sieht Sehen
das Spiel der Energie
und das DU
das ICH
BIN

Möge alles Leid hier enden und auch du

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Was ist Suche und was ist Finden?
Februar 6, 2012

Fragen eines Freundes

07.01.2012

 Was ist Suche und was ist Finden? (Audio)

Nun was kann man schon dazu sagen, was noch nicht gesagt wurde. Vielleicht sagt dir diese Geschichte etwas dazu. Wenn du wirklich mit dem Herzen zuhörst, schenkt dir diese Geschichte das was du wissen willst. Kannst du noch mit dem Herzen zuhören? Kannst du noch mit wachem intelligentem offenem Bewusstsein zuhören, voller Staunen und Wunder wie ein reines Kind? Dann, wer weiß das schon, kann ein Wunder geschehen. Wer weiß schon, was für ein Potenzial sich offenbaren kann, dort in diesem Menschen, das sich als ich vergessen hat. Niemand kann das wissen. Du musst selber ausprobieren, ob du noch fliegen kannst.

Doch nun höre.

Es war einmal ein Narr.

Und eines Tages saß der Narr wieder unter dem alten Baum, am Rande eines uralten mächtigen geheimnisvollen Waldes. Der Narr hatte dort sein ganzes Leben verbracht und oft unter dem Schatten des Baumes Zuflucht vor der sengenden Hitze der Sonne gefunden. Schon wenn er ein kleiner Narr gewesen war, hatte der Baum mit seiner mächtigen Krone einen riesigen Schatten geworfen und schon seit Ewigkeit, so schien es, raschelten seine Blätter immer das gleiche Lied in den Wind.

Des Narren Blick schweifte über die Weite des angrenzenden Meeres und er sann darüber nach wie wohl Glück aussehen mochte. Nicht das er wirklich unglücklich war, nein, er hatte alles was so ein Narr zum leben brauchte, und doch irgendetwas fehlte. Etwas nagte seit langem schon tief in ihm und in letzter Zeit saß er oft hier, schaute sehnsuchtsvoll in die Ferne und träumte vom Glück. Er hörte schon lange nicht mehr das Lied, welches ihm die Blätter des Baumes vorwisperten und die Anmut des mächtigen mystischen Waldes hatte er schon ewig nicht mehr wahrgenommen.

Da kam ein anderer Narr des Weges, setzte sich zu ihm und erzählte von seinen Reisen. Er erzählte auch, dass ihm eine Legende erzählt worden wäre, dass jenseits des Meeres ein Land existieren würde, mit einem mystischen Wald in dem das größte Glück zu finden sei. Besonders ein uralter Baum spielte in den Geschichten eine Rolle. Ein riesiger alter Baum, der am Rande des Waldes stehen würde. In seinem Schatten gingen alle Wünsche in Erfüllung, man müsse nur eine Weile still dort sitzen, dann seinen Wunsch aussprechen und schon geschehen Wunder.

Der Narr war begeistert, genau das war es was er suchte. Enthusiastisch rief er aus, dass er lieber sterben wolle, als ohne dieses Glück weiterleben zu müssen. Er und der zweite Narr fällten alle Bäume des Waldes und bauten das prächtigste Schiff, das diese Küste jemals gesehen hatte. Den mächtigen Baum, unter dem sie sich getroffen hatten, fällten sie als Letzten und fertigten daraus einen Mast, der bis in den Himmel zu ragen schien. Dann segelten sie los, immer in Richtung Horizont, in Richtung Glück. So vergingen Wochen und Monate. Es war still dort auf dem Meer, denn seit dem sie die Küstenregion verlassen hatten, begegnete ihnen schon lange kein anderes Schiff mehr. Hier draußen waren sie völlig allein. Da sie den Kurs nicht kannten, fuhren sie immer in Richtung Horizont.

Eines Tages, gegen Mittag, kam ihnen ein anderes Schiff entgegen. Als es näher kam, erkannten sie, dass es genau so groß und prächtig war wie ihr eigenes Schiff. Stolz und herausfordernd pflügte es das Wasser. Es ragte wie eine Festung empor und sein Mast schien das Firmament zu berühren. Da der Narr inzwischen Experte im Bootsbauen geworden war, erkannte er, dass das Holz aus dem das Schiff gefertigt war, von uralten Bäumen stammen musste. Als sie sich schließlich trafen, musste er erkennen, dass das Schiff sogar ein bisschen prächtiger als sein eigenes Schiff war.

Neid erfüllte ihn und so war sein Ton, als er den Kapitän des anderen Schiffes über die Reling anrief, rau und ziemlich unhöflich. Er fragte wohin sie des Weges waren und erfuhr, dass der Kapitän, auf den Spuren einer Legende, eine Küste mit einem mystischen Wald und einem legendären wunscherfüllenden uralten Baum suchte, um sein Glück zu finden. Der Narr war erstaunt und gestand, dass er ebenfalls auf der Suche nach diesem Mythos war. Doch er bestand darauf, dass das die legendäre Küste in etwa der Richtung liegen müsste wo das fremde Schiff hergekommen war. Denn dort wo der Narr herkam, dort gab es nichts, das wusste er genau.

Der Kapitän des fremden Schiffes bestritt das energisch, denn da wo er herkam, da gab es nichts. Dort war nur ein normaler Wald gewesen und alle Bäume hatte er für sein Schiff verwendet. Aus dem größten Baum hatte er seinen Mast gefertigt und war losgesegelt, das Glück zu suchen. Sie bezichtigten sich gegenseitig der Lüge und befürchteten insgeheim, dass jeweils der andere etwas verheimlichte, damit dieser das Glück nicht teilen müsse. Sie beschimpften sich und gerieten schließlich in einen furchtbaren Streit, der letztlich in einen langen Kampf auf Leben und Tod mündete, in dem dann beide Schiffe sanken.

Der Narr erwachte im Wasser treibend. Es war ganz ruhig um ihn herum und der Mond und die Sterne spiegelten sich leuchtend in der stillen See. Er rief nach dem anderen Narren, er rief nach dem fremden Kapitän, doch niemand antwortete. Der Narr war ganz allein. Er klammerte sich an ein Stück Holz und trieb durch diese leuchtende Nacht. Nach dem er, heiser und erschöpft, sein Rufen aufgab, umgab ihn nur noch Stille.

Die Stille floss in ihn hinein und brachte jede innere Regung zum Stillstand. Die See wurde spiegelglatt und so sah es aus als ob er, im Spiegelbild der leuchtenden Sterne, durch das Universum trieb. Völlig lautlos, völlig reglos. Tiefes Staunen überkam ihn und es schien als ob er, mit seinen großen staunenden Augen, ebenfalls zu einem glitzernder Stern unter all diesen glitzernden Sternen, durch die er schwebte, wurde. Sein Griff an das Stück Holz, das ihn bisher getragen hatte, lockerte sich. Und wenn er es hätte sehen können, dann hätte er bemerkt, dass das Holz was ihn bis hierher getragen hatte, ein Teil des Mastes war, ein Stück des Wunderbaumes unter dem er seit seiner Kindheit jeden Tag gesessen hatte.

Der Narr breitet die Arme und schwebte frei durch die leuchtendende Ewigkeit. Jetzt sah er es und seine Tränen küssten die funkelnden Gestirne. Er wurde die Sterne und die Sterne wurden er. Jede Zeit hörte auf zu existieren, jede Existenz hörte auf, Lebendigkeit überflutete alles. Die Lebendigkeit verschmolz den der sah, mit dem was gesehen wurde und es wurde Eins. Es sah, es war nie getrennt, war nur vergessen im Traum des Lebens.

Stille.

Eins.

Das Eine, in dem alles erscheinen kann, sogar ein Narr.

Weißt du, die Suche an sich ist das Versteckspiel der Stille. Finden ist das  Aufdecken deiner wahren Natur. Es ist mehr ein Wiedererkennen als ein Finden. Denn du hast dich nicht verloren, du hast dich vergessen.

Ein Leben ohne dieses Wiedererkennen ist so viel wert wie eine zerbrochene Tasse.

Die wirkliche Frage ist doch, ob du dich erinnern wirst.

Willst du dich erinnern?