Was ist Suche und was ist Finden?
Februar 6, 2012

Fragen eines Freundes

07.01.2012

 Was ist Suche und was ist Finden? (Audio)

Nun was kann man schon dazu sagen, was noch nicht gesagt wurde. Vielleicht sagt dir diese Geschichte etwas dazu. Wenn du wirklich mit dem Herzen zuhörst, schenkt dir diese Geschichte das was du wissen willst. Kannst du noch mit dem Herzen zuhören? Kannst du noch mit wachem intelligentem offenem Bewusstsein zuhören, voller Staunen und Wunder wie ein reines Kind? Dann, wer weiß das schon, kann ein Wunder geschehen. Wer weiß schon, was für ein Potenzial sich offenbaren kann, dort in diesem Menschen, das sich als ich vergessen hat. Niemand kann das wissen. Du musst selber ausprobieren, ob du noch fliegen kannst.

Doch nun höre.

Es war einmal ein Narr.

Und eines Tages saß der Narr wieder unter dem alten Baum, am Rande eines uralten mächtigen geheimnisvollen Waldes. Der Narr hatte dort sein ganzes Leben verbracht und oft unter dem Schatten des Baumes Zuflucht vor der sengenden Hitze der Sonne gefunden. Schon wenn er ein kleiner Narr gewesen war, hatte der Baum mit seiner mächtigen Krone einen riesigen Schatten geworfen und schon seit Ewigkeit, so schien es, raschelten seine Blätter immer das gleiche Lied in den Wind.

Des Narren Blick schweifte über die Weite des angrenzenden Meeres und er sann darüber nach wie wohl Glück aussehen mochte. Nicht das er wirklich unglücklich war, nein, er hatte alles was so ein Narr zum leben brauchte, und doch irgendetwas fehlte. Etwas nagte seit langem schon tief in ihm und in letzter Zeit saß er oft hier, schaute sehnsuchtsvoll in die Ferne und träumte vom Glück. Er hörte schon lange nicht mehr das Lied, welches ihm die Blätter des Baumes vorwisperten und die Anmut des mächtigen mystischen Waldes hatte er schon ewig nicht mehr wahrgenommen.

Da kam ein anderer Narr des Weges, setzte sich zu ihm und erzählte von seinen Reisen. Er erzählte auch, dass ihm eine Legende erzählt worden wäre, dass jenseits des Meeres ein Land existieren würde, mit einem mystischen Wald in dem das größte Glück zu finden sei. Besonders ein uralter Baum spielte in den Geschichten eine Rolle. Ein riesiger alter Baum, der am Rande des Waldes stehen würde. In seinem Schatten gingen alle Wünsche in Erfüllung, man müsse nur eine Weile still dort sitzen, dann seinen Wunsch aussprechen und schon geschehen Wunder.

Der Narr war begeistert, genau das war es was er suchte. Enthusiastisch rief er aus, dass er lieber sterben wolle, als ohne dieses Glück weiterleben zu müssen. Er und der zweite Narr fällten alle Bäume des Waldes und bauten das prächtigste Schiff, das diese Küste jemals gesehen hatte. Den mächtigen Baum, unter dem sie sich getroffen hatten, fällten sie als Letzten und fertigten daraus einen Mast, der bis in den Himmel zu ragen schien. Dann segelten sie los, immer in Richtung Horizont, in Richtung Glück. So vergingen Wochen und Monate. Es war still dort auf dem Meer, denn seit dem sie die Küstenregion verlassen hatten, begegnete ihnen schon lange kein anderes Schiff mehr. Hier draußen waren sie völlig allein. Da sie den Kurs nicht kannten, fuhren sie immer in Richtung Horizont.

Eines Tages, gegen Mittag, kam ihnen ein anderes Schiff entgegen. Als es näher kam, erkannten sie, dass es genau so groß und prächtig war wie ihr eigenes Schiff. Stolz und herausfordernd pflügte es das Wasser. Es ragte wie eine Festung empor und sein Mast schien das Firmament zu berühren. Da der Narr inzwischen Experte im Bootsbauen geworden war, erkannte er, dass das Holz aus dem das Schiff gefertigt war, von uralten Bäumen stammen musste. Als sie sich schließlich trafen, musste er erkennen, dass das Schiff sogar ein bisschen prächtiger als sein eigenes Schiff war.

Neid erfüllte ihn und so war sein Ton, als er den Kapitän des anderen Schiffes über die Reling anrief, rau und ziemlich unhöflich. Er fragte wohin sie des Weges waren und erfuhr, dass der Kapitän, auf den Spuren einer Legende, eine Küste mit einem mystischen Wald und einem legendären wunscherfüllenden uralten Baum suchte, um sein Glück zu finden. Der Narr war erstaunt und gestand, dass er ebenfalls auf der Suche nach diesem Mythos war. Doch er bestand darauf, dass das die legendäre Küste in etwa der Richtung liegen müsste wo das fremde Schiff hergekommen war. Denn dort wo der Narr herkam, dort gab es nichts, das wusste er genau.

Der Kapitän des fremden Schiffes bestritt das energisch, denn da wo er herkam, da gab es nichts. Dort war nur ein normaler Wald gewesen und alle Bäume hatte er für sein Schiff verwendet. Aus dem größten Baum hatte er seinen Mast gefertigt und war losgesegelt, das Glück zu suchen. Sie bezichtigten sich gegenseitig der Lüge und befürchteten insgeheim, dass jeweils der andere etwas verheimlichte, damit dieser das Glück nicht teilen müsse. Sie beschimpften sich und gerieten schließlich in einen furchtbaren Streit, der letztlich in einen langen Kampf auf Leben und Tod mündete, in dem dann beide Schiffe sanken.

Der Narr erwachte im Wasser treibend. Es war ganz ruhig um ihn herum und der Mond und die Sterne spiegelten sich leuchtend in der stillen See. Er rief nach dem anderen Narren, er rief nach dem fremden Kapitän, doch niemand antwortete. Der Narr war ganz allein. Er klammerte sich an ein Stück Holz und trieb durch diese leuchtende Nacht. Nach dem er, heiser und erschöpft, sein Rufen aufgab, umgab ihn nur noch Stille.

Die Stille floss in ihn hinein und brachte jede innere Regung zum Stillstand. Die See wurde spiegelglatt und so sah es aus als ob er, im Spiegelbild der leuchtenden Sterne, durch das Universum trieb. Völlig lautlos, völlig reglos. Tiefes Staunen überkam ihn und es schien als ob er, mit seinen großen staunenden Augen, ebenfalls zu einem glitzernder Stern unter all diesen glitzernden Sternen, durch die er schwebte, wurde. Sein Griff an das Stück Holz, das ihn bisher getragen hatte, lockerte sich. Und wenn er es hätte sehen können, dann hätte er bemerkt, dass das Holz was ihn bis hierher getragen hatte, ein Teil des Mastes war, ein Stück des Wunderbaumes unter dem er seit seiner Kindheit jeden Tag gesessen hatte.

Der Narr breitet die Arme und schwebte frei durch die leuchtendende Ewigkeit. Jetzt sah er es und seine Tränen küssten die funkelnden Gestirne. Er wurde die Sterne und die Sterne wurden er. Jede Zeit hörte auf zu existieren, jede Existenz hörte auf, Lebendigkeit überflutete alles. Die Lebendigkeit verschmolz den der sah, mit dem was gesehen wurde und es wurde Eins. Es sah, es war nie getrennt, war nur vergessen im Traum des Lebens.

Stille.

Eins.

Das Eine, in dem alles erscheinen kann, sogar ein Narr.

Weißt du, die Suche an sich ist das Versteckspiel der Stille. Finden ist das  Aufdecken deiner wahren Natur. Es ist mehr ein Wiedererkennen als ein Finden. Denn du hast dich nicht verloren, du hast dich vergessen.

Ein Leben ohne dieses Wiedererkennen ist so viel wert wie eine zerbrochene Tasse.

Die wirkliche Frage ist doch, ob du dich erinnern wirst.

Willst du dich erinnern?

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Stille
Februar 3, 2012

Kuss der Stille

Stille     (Audio)       

28.06.2011

Im Schauen des Sehens in der Stille
liegt das Geheimnis dieser Welt

Dies ist das Geheime das offen zur Verfügung steht
Dem Schatz der alles überragt was jemals Ist
Weil er die Summe Allens und auch dessen Inhalt IST
Doch nur Schritt für Schritt ganz leise
kommst Du dem Schatz der Schätze nun ganz nah

Nicht weil der Schatz entfliehen könnte
Nein das ist nicht möglich
Er IST seit Ewigkeit
und wird so lange bleiben
wie die Ewigkeit besteht

Doch Du bist noch zu voll
mit wertlosem Geschwätz
über den Wert des Schatzes
so das Du in Dein Begehren
geblendet von dem Glanz
das offensichtlich Wirken nicht erkennen kannst

Doch nun ein Schritt auf das Geheime zu
als ob es Schritte gäbe
Doch in MEINER Liebe geh ICH auf Dein Flehen ein
Und zeige mit Meiner LIEBE Hand auf das Wissen
was sich selber ständig offenbart

Das Sehen in der Stille war schon immer da
Denn ICH bin ALLES anfangslos
Dein Auge war nie nötig um Dies zu Sehen
was schon immer IST
Die Stille ist ICH in Allmacht Liebe
und das Sehen Dessen ist die Frucht
MEINER Hochzeitsnacht

Die Vereinigung von ALLEM
hat auch Dich hervorgebracht
So bist Du mein Sehen dieser Welt
und die Schau des Sehens in der Stille
ist MEIN Brautgeschenk an MICH
als dieses reine Kind
Du
unbefleckbar
da
Du MEINES Geistes bist
Und dasselbe substanzielle Wesen
trägst nun Du zur Schau
in dieser Welt

Die Schau des Sehens in der Stille
Die Schau, das kleine Sehen Meiner Herrlichkeit
Ist immer da
klein, nicht weil es unvollkommen ist
doch die Eigenschaften deiner Form erlauben Dir nur diesen Blick
Du würdest sonst vor Deiner Zeit verglüh‘n
Wenn das letzte große Sehen jetzt schon in Dir wär

Das wird tatsächlich auch geschehen
Wenn DU Mich in DEINE Arme schließen kannst
Und Du gehst einverstanden und im Glück
das dann ewig dauern mag
Doch Geduld
noch ist es nicht soweit

Die Schau des Sehens in der Stille ist die Welt
wie ICH Mich sehen würde
wenn ICH mich jemals selber sah
und so siehst Du ewig MICH
bei Deiner Schau

Dein ungetrübter Blick ist die Reinheit die von Nöten ist
um die Reinheit Alles Seins ohne Haftung zu erfassen
die Reinheit aller Formen in denen ICH
entstehe und vernichte
alles in der geheimen Dimension der Zeit
Dies Alles JETZT
in dem einen ewig dauernden Moment

Das NICHTS des Wissens ist unabdingbar die Bedingung
in der bedingungslosen Schau des Sehens in der Stille
So entfaltet sich die Welt
die Du nun siehst
frisch und ohne Müh für Dein Aug

Benutzt du aber dein altes Wissen um die Welt
und blickst du so darauf
So ist sie trüb und fade
und du jammerst um den Mangel
das da etwas fehlen mag
Natürlich fehlt etwas in diesem stumpfen Glotzen
du hast MEINE ewig Frische eingetauscht auf dem Basar
gegen Tand
und nun trägst du in deinem Kopf
Augen aus poliertem Stein
nur nebenbei
in deinem Herzen sieht‘s nicht besser aus

Und die Methoden
Die Reduktion des Angeschauten ist auch nur ein Konstrukt
vom Denken der Gedanken
durch Meinen lieben alten Diener
gefallen in der Arroganz Mir gleich zu sein
vergessen das Du schon immer bist in MIR
nun aber in der Not selbsterzeugter Dunkelheit
benutzt
um mehr zu sehen als Trostlosigkeit
vielleicht brauchbar willst du Leben spielen
doch Unsinn für die wahre Schau des Lebens Selbst

All das von deinem willen Unsinn muss erst sterben
Bevor du stirbst und Du erscheinen darfst
Und MEIN Wille
durch Dein klares Auge sehen mag

Doch auf diesen Erden kann ICH nur in Dir wirken
Wenn Du es sagst
das ICH in MIR willkommen bin
Ach und übrigens
Es ist recht und
wirklich gut wenn Dein Körper
Für den du dich gewöhnlich hältst
Auch noch atmet und
noch nicht in Elemente aus denen er besteht zerfällt
wenn ich in Dir wirken darf

Hast du genug von deinem Jammer
und gibst deinen kleinen willen auf
dann wirk ICH in Dir
mit lieber zarter Hand
mal laut mal leis
Das liegt ganz an der Härte deines Denkens
und an dem Panzer den du dir erdacht
Den zu durchbrechen hast du Dir selbst
nicht leicht gemacht

Nicht dass Mich irgendetwas hindert
Nur Du
Geschöpf von Meinem Willen LIEBE
Du bist so wunderschön und zart
Und das letzte was ICH will
dies durch Dich selber zu verletzen
Dies
was auf ewig unverletzbar sei

Nun höre!

Wie Du MICH erkennst
ist einfach
denn wenn du gehst
zieht
NIEMAND
in das leere Haus
Doch gib acht
versucht JEMAND einzuziehen
bin
ICH es nicht
Denn ICH bin schon immer Du
Und somit auch das leere Haus
IST ICH
Bleib standhaft
Und nun bleibt es für immer leer

Nun werden Deine Augen zu Brillanten
scharf geschliffen und ganz rein
und kein Gedankenschatten trübt das glitzernd Licht
das durch diese Öffnung funkelnd scheint

Nun ist die Mühsal der Erklärung
der dem trüben alten Blick erklärte
um zu versteh‘n was er nun sah nicht länger Not
Sondern ohne willen
völlig friedlich
erhebt sich frei die Schau der Sicht
wenn Dein Blick
auf dem Geschöpf der Schöpfung ruht

Das Wissen was sich während dessen offenbart
wird nur gewusst in dem Moment des Schauens
und wird nicht mehr eingesperrt in dunkle Speicher
wo es modernd wartend an sich selbst verkam

Da der Blick nun frei von allem
immer auch auf Allem ruht
streift das Wissen des Geschauten
zart Dein Herz
wie des Vogels Schwingen die Luft berührt
während sie ihn trägt

So ist das Wissen in reinem Blick gegründet
So ist das Schauen des Sehens in der Stille
Wandert der Blick
frei von Zwang etwas andres anzuschau’n
zum nächsten Augenblick
in der geheimen Zeit
so erhebt sich ganz spontan von
Diesem was zu wissen gilt

Das andere davor wird nicht gewusst
doch nicht vergessen
Die Reflektion ist nicht beschädigt
sie wird nur nicht mehr gebraucht
bei dieser reinen Schau

So sinkt MEIN Sehen
in Deine Schau noch tiefer ein
und
Ist nun wie immer schon
MEIN Wesen
das durch Dich
Substanz bekommt in dieser Welt

Nichts kann die Schau mehr stören
Gedanken sind nur leichte Fetzen
die raumlos vorüber ziehen
mal zwitschernd ihren Inhalt singen
mal stumm die Kreise drehen
um leise zu verschwinden
bis vielleicht auch das vergeht

Nichts fehlt
Nichts kommt hinzu
Da
Alles kommt aus MEINER Stille
ist es perfekt
wie ICH als
Dies erschein

Nun schaust Du
ICH in Herrlichkeit
Das letzte Suchen endet hier an dieser Stelle
Und das Finden wird bedeutungslos geschaut
Die Schau des Sehens in der Stille
IST Dein Leben nun

Der Friede ist jetzt endlos tief
Weil ICH schon ohne Anfang BIN
und jenseits der Süße der Erfahrung
verbleibt ein Leben
Frei
im Schau der Ewigkeit der leuchtend Leere