Quintessenz
Januar 3, 2013

Quintessenz

02.01.2013

Mit dem Rückblick auf die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahren fällt auf, dass sich eine Basis der Wahrnehmung manifestiert hat, die man vielleicht am besten mit Präsenz beschreiben könnte.

Diese  Präsenz könnte man als unzusammengesetzte Basis einer unpersönlichen Wahrnehmung, von Allem was erscheint, bezeichnen.

Diese Präsenz ist an sich nicht nur eine Erfahrung, sondern in dieser Präsenz tauchen alle Erfahrungen auf.

Es sollte klar sein, dass das nur Bezeichnungen für etwas Unbeschreibbares sind.

Diesem formlosen Unbeschreibaren wird durch Worte ein Gewand übergestülpt und damit Form verliehen. So wird es betrachtbar.
Scheinbar.

Die Nacktheit der direkten Sicht geht allerdings somit zwangsläufig verloren. Was bleiben kann, ist ein verhüllter Hinweis in Richtung Wahrheit.
Vielleicht.

Die Frage warum es überhaupt beschrieben werden muss, kann nicht zufriedenstellend beantwortet werden.

Die Bandbreite der möglichen Antworten reicht von Wichtigtuerei bis zum Verlangen in tiefem Mitgefühl den leidenden Menschen zu helfen.

Beide Pole haben ihren jeweils bedingten Beigeschmack.
Denn es wird unmittelbar gesehen, dass tatsächlich helfen zu können, aus den verschiedensten Gründen, hier kaum möglich ist.

Wenn Wichtigtuerei die Basis für all diese Gespräche und Aufzeichnungen sein sollte, wäre ein Höchstmaß an Heuchelei erreicht.

Das Gute an dieser Nicht-Antwort ist, der darin verborgenen Aufforderung nachzugehen und selber die Wahrheit zu finden.

Was hier bleibt ist Achtsamkeit gegenüber der Motivation, die dem Ausgedrückten zu Grunde liegt. Oft erscheint keine Motivation und das was ausgedrückt wird erscheint einfach so.
Das ist möglicherweise ein gutes Zeichen.

Somit kann hier zumindest festgestellt werden, dass keine Motivation erscheint den jeweiligen Gesprächspartner zu verändern oder zu verbessern.

So wie es erscheint ist es perfekt, spontan und aus sich heraus frei von jeglichen Makeln.
Somit erscheinen die Worte unkonstruiert direkt aus der Klarheit der Präsenz.

In den Gesprächen, von denen hier ein Teil wiedergegeben wurde, wird ausschließlich auf das anfangslose unbedingte immer vorhandene in jedem menschlichen Wesen existierende Potenzial zur absoluten Befreiung hingewiesen.

Wenn irgendetwas einen Wert haben könnte, von den Worten die hier niedergeschrieben wurden, dann sind es die fünfundzwanzig Gedichte, die unter der Überschrift >Kuss der Stille< zusammengefasst sind.

Diese Zeilen haben sich in einer Ektase mit einer Eindeutigkeit und Klarheit manifestiert, die nicht zurückzuweisen war.

Da das in keinster Weise eine persönliche Leistung war, ist es möglich, dass sie einen gewissen Wert, in Sinne von Fingerzeig auf Wahrheit, beinhalten bzw. ausdrücken könnten.

Obwohl nicht explizit über all diese Erfahrungen gesprochen werden mochte, haben Gespräche darüber stattgefunden.

Sicher kam es dabei, bei aller Klarheit, zu Missverständnissen. Bei dem durchsehen der Texte, die diese Gespräche wiedergeben, musste festgestellt werden, dass sie genügend Potenzial für weitere Missverständnisse  bieten.

Sicher ist es dem ohnehin nicht einfachen, im Grunde unbeschreibbaren, Thema geschuldet, allerdings auch zum anderen der eigenen mangelnden Kapazität und Fähigkeit.

Das herausreißen der Texte aus der Gesamtstimmung, aus der Gesprächsatmosphäre und aus dem Kontext des Fragestellers hat es bestimmt nicht einfacher gemacht überhaupt irgendetwas verständlich zu vermitteln.

Doch es ist nun so wie es ist.

Zur möglichen Klärung kann gesagt werden, dass sich immer zwei grundsätzliche Themen für Missverständnisse anboten.

Zum Einem ist es der Wert und die Sinnhaftigkeit eines, wie auch immer gearteten, spirituellen Pfades mit seinen Methoden und zum Anderen die Diskussion über den Stellenwert und Notwendigkeit eines Meisters, Gurus oder spirituellen Lehrers.

Hier wurde nie Propaganda für oder gegen irgendeine Lehre und ihre Protagonisten gemacht und auch jetzt wird das nicht geschehen. Alles hat seinen inhärenten Wert und in irgendeiner Art und Weise wird diese Erfahrung jedem an einem bestimmten Punkt bewusst.

Letztlich spiegeln alle Formen der spirituellen Lehren und alle Arten von Menschen, die als Meister, Gurus oder Lehrer bezeichnet werden und die dem Individuum begegnen, den jeweils eigenen aufscheinenden Bewusstseinszustand wieder.

Die Umstände und Erscheinungen sind nur der Spiegel, in dem die eigene Unwissenheit, unser Begehren und unsere Ablehnung wie Reflexionen erscheinen können.

Sie sind immer die Antwort auf unsere Flucht vor der Wahrheit.

Die Falschheit oder die Wahrhaftigkeit mit dessen man sich, besonders bei der spirituellen Suche, konfrontiert sieht, ist letztlich das Maß der Falschheit oder Wahrhaftigkeit des Ausdruckes als Individuum selbst.

Aus dieser Perspektive kann es keine falschen oder richtigen Wege geben.
Aus dieser Perspektive kann es keine falschen oder richtigen Meister geben.
Aus dieser Perspektive erscheint unseren Sinnen immer nur das eigene Potenzial in Form von Objekte in der individuellen Dimension.

Was jedoch eindeutig gesagt werden kann, dass keine Lehre, kein Pfad, kein Mensch, kein Wesen unserer anfangslos wahren perfekten lichthaften Natur irgendetwas hinzufügen oder wegnehmen kann. Es ist anfangslos rein, ewig unberührt und aus sich heraus ohne Makel.

Das zu erkennen kann man Klarheit und Weisheit nennen.
Das nicht zu erkennen kann man Ignoranz und Unwissenheit nennen.

Was ein wahrhaftiger Pfad und ein wahrhaftiger Mensch vermag, ist uns auf unsere Unwissenheit bzw. unsere Ignoranz über diese wahre Natur hinzuweisen.

Die Wahrheit über die wahre Beschaffenheit der wirklichen Natur zu entdecken, liegt ausschließlich bei jedem Individuum.
Niemand kann das für einen erledigen.

Es ist individuelle Erfahrung von Ignoranz, die die wahre Natur überdeckt und es ist die individuelle Erfahrung von Klarheit, die sie enthüllen wird.
Es ist intelligent wenn dabei alle notwendigen geschickten Mittel angewendet werden, die zur Verfügung stehen.

Unsere antrainierte Trägheit und Bequemlichkeit verleitet uns Menschen nur zu oft sich an etwas zu hängen, sei es eine Methode, ein Mensch oder ein Gegenstand, in der Hoffnung, dass diese den ureigenen Job für uns erledigen.
Diese Hoffnung ist unberechtigt.

Etwas was ebenfalls auffällt, sind endlose intellektuelle Diskussionen. Wir Menschen sind in einem beindruckenden Maße süchtig danach unseren Verstand bei jeder Gelegenheit einzusetzen.

Es ist kein Plädoyer für oder gegen den uns gegebenen Verstand und seinen Funktionen. Ein trainierter scharfer Verstand ist ein wertvolles Instrument.

Es ist wie mit einem gut trainiertes Pferd oder einem gut erzogener Hund, manchmal hilfreich und notwendig.

Doch aus einer bestimmten Perspektive kann man beobachten, dass die Sucht des Denken-Müssens und die Früchte, die diese Sucht trägt, die Ursache für die Furchtbarkeit zu sein scheint, die wir auf diesen Planeten als menschliche Gesellschaft erleben müssen.

Letztlich kann klar werden, dass der Verstand mit seinem Funktionen nicht mehr ist als ein Sinnesorgan, wie unsere Ohren oder unser Nase. Er ist besitzt seine Komplexität, doch es wird nie über seinen Funktionsbereich hinausweisen können. Er hat seine Aufgaben und im optimalen Fall werden diese mit höchstmöglicher Präzession erledigt und das war es auch schon damit.

Alles was in der Dimension des Verstandes erdacht werden kann, gehört zu seinem  mentalen Universum, es wird zwangsläufig zu einem erscheinenden Objekt und hat damit ein Zerfallsdatum.

Aus einer bestimmten Perspektive kann wahrgenommen werden, dass Denken nur eine Erfahrung an sich ist, die wiederum Erfahrungen produzieren kann. Das wird vor lauter Denken-Müssen schnell übersehen.

Viele spirituelle Pfade benutzen unter anderem auch mentale Methoden um Erfahrungen zu erzeugen. Erfahrungen haben für sich genommen nur den Wert den wir ihnen geben. Ihr tatsächlicher objektiver Wert liegt jedoch nicht in der Erfahrung selbst, sondern sie können uns darauf hinweisen dass Erfahrungen in etwas erscheinen.

Somit bietet das Erzeugen von Erfahrungen die Möglichkeit auf die Potenzialität des Erscheinen-Könnens aufmerksam zu machen. Da alle möglichen Erfahrungen erscheinen können, besteht eine Möglichkeit zu bemerken, dass diese Potenzialität universal sein könnte.

Das könnte also bedeuten, dass Potenzialität absolut unkonditioniert und eigenschaftslos sein muss, damit Erfahrungen, die Träger von Eigenschaften zu sein scheinen, überhaupt frei erscheinen können.

Wird versucht diese eigenschaftslose unkonditionierte Potenzialität direkt zu erfahren, erscheint die Erfahrung, dass das nicht geht.

Alles erscheint als Erfahrung, inklusive die Erfahrung, dass alles was erscheint aus einer scheinbaren persönlichen Perspektive wahrgenommen werden muss.

Wir müssen das für die einzige wahre Perspektive halten, bis diese Erfahrung einfach rückstandslos verschwindet.
Erfahrungen ändern sich einfach sobald die Basis, auf der diese Erfahrung gründet, sich verändert oder verschwindet.
Die Erfahrung der Ich-bezogenen Wahrnehmung der erscheinenden Welt kann einfach aufhören.

Das Gefühl einer Entkontraktion begleitet dieses Aufhören. Hier war es so. Ob es zwangsläufig so ist, ist unbekannt.

Ob die Kontraktion die Basis für die Erfahrung der Ich-bezogenen Wahrnehmung war oder nur ein begleitender Umstand, kann rückwirkend nicht mit letzter Sicherheit festgestellt werden.

Wie es auch sei, was nun aufscheint ist eine ungeahnte Stille in den Erfahrungen von Klarheit, Leerheit und Empfindungen erscheinen, die eine unvorstellbare Tiefe annehmen können.

Die Sinnesorgane funktionieren weiterhin, haben allerdings nicht mehr die Führung.

Was bedeutet hier Führung?
Die Sinnesorgane vermitteln in der Erfahrung der Klarheit, alle notwendigen Impulse zur Wahrnehmung, jedoch das Sinnesorgan Mind oder wie wir auch immer dazu sagen wollen, liefert nicht sofort die gewohnten konzeptuellen Beschreibungen mit, die das Wahrgenommene normalerweise augenblicklich als ein uns bekanntes Objekte präsentieren.

Was sie dort vermitteln kann nicht sinnvoll beschrieben werden. Doch es ist mehr als ausreichend um sich zu orientieren. Diese Vermittlung von Sinnesdaten, ohne sofortiges Eingreifen des Verstandes, wurde hier immer als >Sehen< bezeichnet.

Bedauerlicherweise vermittelt das Wort nicht annähernd das was >Sehen< aus der Klarheit heraus bedeutet. Doch da >Sehen< in der Potenzialität von jedem menschlichen Wesen liegt, kann es auch von jedem erfahren werden. Alle Menschen sind absolut frei, diese Erfahrung von Klarheit selber zu machen.

Da sich viele Fragen in den Gesprächen immer um das Konzept von Erleuchtung drehten, wird hier noch mal in aller Eindeutigkeit darauf hingewiesen, dass diese Präsenz, in der die Erfahrungen von Klarheit, Leerheit und Empfindungen erscheint, nichts mit Erleuchtung zu tun hat.

Abgesehen davon dass das Konzept von Erleuchtung sicher einer der größten Missverständnisse  überhaupt ist, kann hier zum Einem darauf hingewiesen werden, dass die Potenzialität anfangslos leuchtend und frei von allen Beschränkungen ist. Zum Anderen kann in aller Klarheit gesehen werden, wie in dieser leuchtenden unbeschränkten Potenzialität das menschliche Muster mit seinen Limitationen auftaucht.

Es kann gesehen werden, wie diese Limitationen mit Greifen und Ablehnung beginnen, noch bevor mentale Bewegungen Konzepte hervorbringen können.

Warum ist das Konzept von Erleuchtung so faszinierend?

Wir Menschen, aus der Perspektive des Ich-bezogenen verstandesgeprägten Wahrnehmungsmusters, wissen instinktiv, dass wir so gesehen, vergängliche Erscheinungen sind.

Die Erfindung des erleuchteten ICH kommt aus der Dimension des Verstandes.
ICH möchte überleben, um jeden Preis.

Schauen wir nur unser Leben an, wie wir uns tagtäglich verbiegen und erniedrigen nur um zu überleben.

Das Konzept von Erleuchtung ist ein cleveres Konzept unseres Verstandes und hat seinen Wert, wenn überhaupt, auch nur innerhalb der Dimension des Verstandes. Das bedeutet, endet die Herrschaft des Verstandes, so endet dieses Konzept.

Doch die Potenzialität in der das menschliche Muster erscheinen kann, ist jenseits des Verstandes. Gleichwohl erscheint auch Verstand darin als Erfahrung.

Die Potenzialität ist von leuchtender und erfahrungsloser Natur. Von dieser Quelle erscheinen alle Manifestationen. Genauer ausgedrückt, die Potenzialität erscheint als Manifestation. Somit erscheint auch die Erfahrungen von Klarheit, Leerheit und Empfindungen als Manifestation der Quelle.

Aus einer tiefen Sicht heraus, sind diese Erfahrungen tatsächlich mit Menschsein gleichzusetzten.

Man kann nun >Sehen< das diese Manifestationen erscheinen. Das ist nicht so selbstverständlich, da unsere Wahrnehmung üblicherweise schon von der Bewegung des Erscheinens der jeweiligen Manifestation paralysiert ist.

Doch nun wird also Erfahren, das da etwas wahrnimmt, dass in der Erfahrung der Klarheit das >Sehen< aus der Stille ermöglicht.

Doch das >Sehen< enthüllt nun ebenfalls, ohne jegliche mentale Bewegung, dass da also noch Bedingtheiten erscheinen, die diese Erfahrungen vermitteln.
Es kann somit nicht freie Wahrnehmung sein.
Es kann damit nicht Bedingungslosigkeit sein.
Es kann also nicht endgültige Freiheit sein.

Denn
Stille wird erfahren.
Klarheit wird erfahren.
Leerheit wird erfahren.
Empfindungen werden erfahren.
Es wird erfahren, dass etwas erfährt.

Ist es also das Ende?
Nein, denn das Sehen dessen kann zum Zusammenbruch von Erfahrung an sich führen. Was dann noch bleiben kann ist pure Wahrnehmung.

Das ist jenseits von Sehen, wie hier >Sehen< definiert wurde. Über das Sehen kann noch mit vielen Verrenkungen berichtet werden.

Über pure Wahrnehmung selbst kann nichts mehr gesagt werden.
Denn wenn Wahrnehmung stabil bleibt, nimmt sich DIES jenseits von Erfahrung selbst wahr.

Gleichwohl geschieht etwas scheinbar Paradoxes. Obwohl alles Erfahren endet und damit auch das was noch erfährt, wird >gewusst<, dass DIES sich selber unvermittelt wahrnimmt.

Dieses>gewusst< ist jenseits aller mentalen Prozesse und Konstrukte.
Es ist DIES als Wissen der Wahrnehmung selbst.
Es ist die erfahrungslose unberührbare Potenzialität, die sich erfährt und somit sich selbst berührt.

Wenn wir uns gehenlassen wollen, könnten wir diese Beschreibung als Beschreibung von Erleuchtung benutzen.
Allerdings taucht hier die Vorliebe auf, es nicht mehr zu beschreiben.

Es scheint nun so als ob der Zyklus des Beschreiben-Müssens endet.
Es bleibt nur ein Wunsch offen.
Mögen alle Menschen diese wahre leuchtende Natur, die wir in aller Einfachheit sind, erkennen.

Dies was erscheint und dies in dem es erscheint und dies was das Erscheinen erkennt, ist anfangslos das Selbe.
Es ist somit jenseits von Einheit, da es unteilbar ist.

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Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
März 23, 2012

Fragen eines Freundes

31.01.2012

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
Warum verschwinden sie scheinbar und kommen dann doch wieder ans Licht, um erkannt und gelöst zu werden?

Wenn wir von Verstrickungen in unserem Leben sprechen, haben wir oft die Angelegenheiten und Abläufe unseres Lebens vor den Augen, die unserer Meinung nach nicht funktionieren, nicht gerecht oder irgendwie nicht richtig zu sein scheinen. Diese Ereignisse sind unerwünscht, werden abgelehnt, bereut und bekämpft. Das ist ein so automatisierter Ablauf des Kämpfens mit der aktuellen Situation, dass es die allermeisten Menschen nicht einmal bemerken. Ein Reflex der Ablehnung gegen den Ausdruck des Lebendigen, wie es sich gerade als dieser Moment manifestiert. Ein Reflex des Nicht-Erkennens der Wahrheit, ein Reflex der Ignoranz, der natürlich auch sehr subtil sein kann.

Da diese Frage gestellt wurde, bedeutet es, dass etwas zutiefst Intelligentes aufgewacht ist, sich die Dimension des Erkennens aufgetan hat. In dieser Dimension kann zwischen Menschen ein wahrhaftiges Begegnen stattfinden, zum Beispiel dieses Gespräch.

Das Öffnen dieser Dimension des Erkennens bedeutet nicht, dass dort jemand getroffen werden kann der auf alle Fragen eine Antwort hat oder eine übermenschliche Fähigkeit errungen hätte, nein überhaupt nicht. Es bedeutet eher das Gegenteil davon. Es ist gewissermaßen gewöhnlich und unspektakulär.

Die Dimension der Ignoranz jedoch ist das außerordentlich Besondere und es bedarf eine bedeutende Anstrengung in diesem Zustand zu verharren. Es scheint als ob wir Menschen unser Leben so lange mühselig auf Zehenspitzen tippelnd umherirrend verbringen, bis uns vielleicht mal auffällt, dass man auch einfach gehen kann. Entspannt. Entkontrahiert.

Die Dimension des Erkennens ist Ausdruck des Lebens in menschlicher Form, gekennzeichnet durch Hingabe, Harmonie und natürlicher Intelligenz. Sie ist ein Einfließen in Ausdrucksform der vibrierenden Lebendigkeit jenseits von Bedingtheit. Sie ist die formgewebte unpersönliche Lichtgestalt der einen anfangslosen ungeschaffenen Liebe.

Ein Zusammentreffen hier bedeutet also, dass sich einfach die gewöhnlichsten Menschen treffen. Frei von der Last jemand sein zu müssen, kann die schmale Brücke des bürdenlosen Lebens leichten Fußes überquert werden.

Nun da du hier bist, siehst du, dass deine Fragen nur Teil des Zehenspitzentanzes auf dem Parkett der Ignoranz gewesen sind. Ein Tanz der Formen, scheinbar fester Wesen, in der Aufführung eines Theaterstückes mit dem Titel:

„Ich, mein Leben und wie schwierig alles war, ist und sein wird.“

Leuchtende Potenzialität kann sich eben auch, im funkelnden Kleid der menschlichen Form, als Vergessen erheben.
Tanzend, klagend, fordernd und vergehend.

So kann vielleicht gesagt werden, dass Verstrickt-Sein an sich die Wahrnehmungsperspektive eines Tänzers ist, der vergessen hat, dass durch ihn nur eine Rolle gespielt wird, in einem Theaterstückes Namens Leben. Und so ist da immer die Sehnsucht nach dem ersten Preis, der Anerkennung, des Beifalls und die Kapelle des Begehrens spielt dazu die süße Melodie der Vergessenheit.

Sicher, es scheint so bedeutungsvoll die Herausforderungen dieser Welt zu bezwingen. Doch wenn die Zeit gekommen ist, wird selbst die Asche des erfolgreichsten Bezwingers, mit dem Staub der anderen ehemals sich bedeutungsvoll fühlenden Menschen, einfach den Fluss hinunter in den Ozean der Wesenslosigkeit gespült werden und sich auflösend in den Tiefen der Unendlichkeit versinken.

Spurlos, vergessen, ewig ungekannt.
Zu spät.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden, dass alle Verwicklungen, alles Ablehnen und Greifen, alle Hoffnungen und Wünsche, alle Ängste und Sehnsüchte nur der vibrierende Ausdruck der einen Lebendigkeit ist, die sich, durch diese Form die einen Namen bekommen hat, in die Welt ergießt.

Unablässig, leuchtend, betörend und in sich bedeutungslos.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden was sich jenseits des Bekannten an Unbeschreiblichem manifestieren kann, wenn der Tänzer schon vor dem letzten Lied gehen kann.

Nun da du es selber siehst, erhebt sich jedoch die Frage, ob du von der Süße der Verstrickung lassen kannst.

Vielleicht ist das die einzige Frage, die in diesem scheinbaren Leben entscheidend ist.

Bedenke klug die Antwort.
Denn es kann tatsächlich geschehen, dass Verstrickungen nur noch als das erscheinen können, was sie schon immer sind, Ereignisse die einfach geschehen. Das Ende der Verstrickungen bedeutet dann also auch, dass der Verstricker hinein schmilzt in dieses ewig Unbekannte.

Bedenke klug!
Denn mein Freund, dann ist der Tanz von Bedeutung endgültig aus. Dann fallen alle Schleier der Hoffnung auf Etwas für immer und dann fällst auch du.

Deine Frage ist also die Frage nach
Freiheit vom Verstrickt-Sein-Müssen.

Tatsächlich ist es die Frage nach Freiheit vom Vergessen-Müssen.

Letztlich jedoch ist es die Frage nach
Freiheit vom Mensch-Sein-Müssen.

Wie also wird die Antwort sein?

Das Geheimnis
März 2, 2012

Kuss der Stille

Das Geheimnis        

25.07.2011

Die Stille ist ein
selten Gut
und überall verfügbar
jeder Blick auf diese
Welt ist aus
diesem Stoff gemacht
so offensichtlich
dass es meist Geheimnis
bleibt

Doch manchmal da
fällt es glitzernd in
das Augenlicht und
unabwendbar
erhellt das Leuchten
selbst die tiefste
Finsternis

Dunkelheit ist nicht
für ewig
nur Dies Ist immer
in dem auch Blindheit
leben kann
genannt auch Ignoranz
oder Fürst der
Nacht
mit Dummheit als
sein Diener

Doch wird nur einmal
Dies gesehen
so bleibt kein Zweifel ob
der Formen Festigkeit
sie sind einfach nur
wie Reflexionen
und Klarheit nimmt der
Dumpfheit Wiederholung
die Kraft
der Wahrheit
noch zu trotzen

Das Selbst
scheinbar Zentrum
dieser scheinbar Existenz
schmilzt im Licht
das Wahrheit spricht
und der Himmel ist
der stumme Zeuge
dass der Käfig in dem Kerker
seiner Macht beraubt
zerbricht

Nun klein ist das
Vögelchen und noch
fett von dem Streben
nach Begehrlichkeiten
ausgebreitet seine Flügel
fliegt es noch
nicht allzu weit
es gleicht mehr
ein Hüpfen und ein Stolpern
auf den Treppen
der Festung Ignoranz
um zu entfliehen
als ein Gleiten auf
der Liebe Glut
über alle Welten

Nun höre
hab Geduld
Wie viel Jahre denkst du
Mensch zu sein?
Verbrennen wird erst
dein Glaube und das
Gefühl allein
und fest zu sein

Die wahre Sicht ist Meine Schau
durch diese Augen
vereint mit dem
blauen Himmelreich
zerstört dumme Träume
und
offenbart die tiefe Klarheit
dessen
Dies So Sein

So verbleibend ohne
Angst und Zweifel
hat das Greifen nach der
Welt keine Macht noch zu bestehen
doch diese Prüfung die wird
endlos scheinen
und Lohn winkt nicht
nur Freiheit
und das ist vielen
wenig

So ist
selten nur der
brennend Wunsch
als Adler gefährlich hoch zu fliegen
die Meisten sind zufrieden
verwandt zu sein mit einer Taube
und
manchmal täuscht der Verstand
sich selbst
und ahmt
auch einen
Papagei

Doch der Adler zieht einsam
seine Kreise
Stille ist sein Freund
in endlos Höhen
andre Vögel sieht man
selten
Die Furcht nicht zu bestehen
lässt sie in Wipfeln großer Bäume
ruh‘n
aber alles ist willkommen

Die Sicht stets vereint
mit Dies das Alles IST
befreit sich des Adlers
liebend Herz in
Licht
und vom Himmel fallen
seine Federn

Aufgelöst ist diese Form
in Dies aus was es
aufgetaucht
Regenbogen jubeln still
und vielleicht
ihr Leuchten
fällt strahlend glitzernd
in des jungen Adlers Auge
der träumend in dem
Käfig sitzend
glaubt nur eine Taube sein
um aus dem Traum
endlich
zu erwachen
und für immer frei zu fliegen
wie ein Stern der Ewigkeit

Befreiung
Februar 25, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Befreiung

14.7.2011

 

Entfesselte Urgewalt in Form von Blitz und Donner, Regen und Wind, tobte in der Nacht über der Stadt und wischte die eingebrannte Hitze des Sommertages von dem Straßenpflaster und den Hauswänden.

Der Himmel wurde von sich verzweigenden Blitzen durchzogen, die sich manchmal zu einem riesigen Baum aus zuckenden Lichtfäden aufbaute, um dann spurlos zu vergehen.

Dann war der Himmel wieder blank und unberührt. Unveränderbar spannte er sich leer über der Stadt. Die Gewitterwolken zogen weiter in Richtung Norden.

Von dort flammten noch gelegentlich diese gigantischen gleißenden Blitze auf und warfen ihr Schattenspiel an den Horizont, bis auch das verschwand.

Später dann kamen dicke schwarze Regenwolken.

Der Regen fiel so dicht, dass die Kirche gegenüber manchmal nur noch als Schemen zu erkennen war. Fast schien es als ob sich das tausend Jahre alte Gemäuer in Raum und Zeit zu Nichts auflöste.

Nun am Morgen ziehen weiße Wolken dahin und durch kleine Lücken dazwischen leuchtet der blaue Himmel unbewegt auf die Erde herunter.

Das heftige Gewitter hat keinen Makel im Blau des Himmels hinterlassen können. Majestätisch erlaubt der Himmel den kleinen Wolken ihren Weg zu ziehen und so treiben ahnungslos die kleinen weißen Wolken über die ewige Endlosigkeit dahin, bis sie sich schließlich auflösen.

Zwischen der Ahnungslosigkeit der kleinen weißen Wolken und dem normalen Leben der Menschen gibt es keinen großen Unterschied.

Da gibt es dieses hektische Tun der Menschen, von Angst geprägt nicht genug zu haben, die wiederum durch die Angst geprägt ist, nicht genug zu sein.

Ahnungslose Existenz in der bedingungslosen Liebe der Ewigkeit.

Dem blauen Himmel allerdings ist alles willkommen. Auch dieses hektisch angsterfüllte Tun, das man normales Leben nennt, findet darin die gleiche heitere gelassene Betrachtung und hat die gleiche Wichtigkeit wie das Dahintreiben der weißen Wolken, die hier und da ihre Schatten auf das fieberhafte wahnsinnige Leben der Menschen werfen.

Die Menschen, ihren Begierden ergeben und in Ignoranz versunken, blind von Gier und Neid getrieben, nennen das ein normales Leben.

Doch es ist die Normalität des Wahnsinnigen, der alles zerstört, was um ihn herum erscheint. Ein Albtraum, als mein Leben benannt, Ertrinkende im Strudel von Verrücktheit, Boshaftigkeit und Gewalt.

Die Ignoranz, das Nicht-Hinsehen, die Nicht-Suche, ist aber doch ein Sehen, und zwar auf die Fixierung der Unwissenheit. Damit der Wahnsinn bestand haben kann, bedarf es eine bedeutende Kraftanstrengung.

Ohne diese Anstrengung endet der Wahnsinn sofort, da das Sehen immer ist und nie verlernt werden kann.

Mühelosigkeit, die Abwesenheit von Anstrengung sein-zu-müssen, ist Sein.

Das Fliegen des Vogels ist die Mühelosigkeit des fliegend Seins.

Das Schwimmen des Fisches ist die Mühelosigkeit des schwimmend Seins.

Die Form an sich ist die Mühelosigkeit des geformten Seins.

Das Fliegen des Vogels hat kein Drama in sich und das Schwimmen des Fisches ist ebenso frei von jeder Dramatik.

Das Leben des Menschen ist in seiner Substanz genauso frei von Drama und das ist der gleiche natürliche Zustand wie der dramafreie Flug des Vogels.

Da gibt es keinen Unterschied.

Könnte der fliegende Vogel seinen Flug als ungenügend oder nicht ausreichend empfinden, könnte die Möglichkeit der Selbstreflexion bei dem fliegenden Vogel über seine vorgebliche Ungenügendheit die gleiche mörderische Dimension der Menschen annehmen, so hätte man einen sehr unglücklichen Vogel.

Es würde die Suche nach dem Vogelglück und nach dem Sinn des Fluges selbst beginnen. Vielleicht würde es die Suche nach dem perfekten Flug sein, wer weiß das schon. Die Sucht der Suche löst die Sucht der Nicht-Suche ab.

Würde dann auf dieser Basis ein besonders waghalsiges und außergewöhnliches Flugmanöver gelingen, das dem unglücklichen Vogel die Anerkennung der anderen unglücklichen Vögel einbringen würde, dann wäre das ein glücklicher Vogel.

Allerdings nur bis zu dem Moment, an dem das waghalsige und außergewöhnliche Flugmanöver nicht mehr ausreicht, um Glück zu produzieren.

Nun muss das nächste waghalsige, außergewöhnliche Manöver gefunden werden und eine Spirale ist erschaffen, aus der es erst mit dem Tod des Vogels Befreiung zu geben scheint.

Doch Befreiung von Wahnsinn braucht nicht erst den Tod.

Befreiung ist schon und Ist das Leben selbst.

So gibt es keinen glücklichen oder unglücklichen Vogel, sondern nur Leben, das als Vogel fliegend am blauen Himmel seine Kreise zieht.

So gibt es nur das Leben, das auch als Mensch erscheinen kann und eben in dieser Form Lebendigkeit feiert, in all seiner scheinbaren Komplexität oder auch Schlichtheit.

Das Leben zieht seine Kreise am blauen Himmel der Existenz und hinterlässt keine Spuren.

Es ist nur für diesen Moment entstanden und vergeht auch wieder in Diesem.

Nicht mehr und nicht weniger.

Liebe
Februar 14, 2012

Kuss der Stille

Liebe

2.07.2011

Liebe ist nicht was du glaubst
Es ist das unbestellte Feld
das reiche Früchte trägt
unberührt von deinem harten Pflug des Glaubens
von dem du nichts ernten kannst
Denn es ist MEIN Acker
der gedüngt ist mit MEINEM Herzens Blut

So reiche ICH dir selbst das beste Obst
und bitte dich zu essen
nun beiß hinein in herzhaft reine Süße
in diesen prallen Saft
und stirb in MEINEM Arm
und werd geboren
und du bist frei
im selben Augenblick der geheimen Zeit

Liebe ist nicht was du sehen kannst
im Spiegel deiner Eitelkeiten
dort erscheint nur das Gespenst
deines Herz aus Stein
und dessen Klopfen ist das Hämmern
der Geschwister Neid und Gier
nach mehr Dingen deiner Welt

Bis zu dem Moment
wo das Hämmern wird so stark
dass dein hartes Herz zerspringt
und die Splitter zerstören deine mechanisch tote Welt
Nun ist Platz für Leben
Und du siehst mit Tränen in den Augen
die Schönheit die nie zuvor gesehen
im jetzigen Moment

Liebe ist nicht was du denkst
nichts könnte fernerliegen
im Kopf spekulierst du um den Gewinn
was könnte deine Liebe wiegen

ICH sage dir gleich die Liebe
die wiegt Nichts
die Liebe bringt dir auch
nichts zum gewinnen ein
die Liebe ist auch nie gewonnen
da sie nie verloren konnte gehen

Die Liebe Ist reines Sein in Stille
und da kommst du nie hin
da du dich stark entschlossen hast
Etwas anderes zu sein

Doch höre
Im Geheimen bestehst auch du
aus purer Liebe
da es nichts andres gibt
als eben Dies
Doch deine Ignoranz hält alles ab
bis zu dem Moment an dem du gehst

Und gehen wirst du eines Tages
du kleines totes Herz
du gehst wenn dich der Schmerz
in tausend Stücke reißt
Die Suche
also die Flucht vor MIR
die endet
und ICH erwarte Dich mit süßen Küssen
zeitlos in der Stille
immer schon

Vereint ist was nie getrennt
aufgeweckt aus tiefen Schlaf
ruhst Du in leerer Sicht
und nun siehst Du
da IST nur Liebe
und ohne Unterlass bist
DU das SEIN

Und nun sieh
gefunden was nie verloren war
DU bist Liebe
Träger reiner Herrlichkeit

Dieser ständige innere Dialog Teil 2
Februar 13, 2012

Fragen eines Freundes

08.01.2012

Dieser ständige innere Dialog, diese Gedankenmühle, wie kann ich das stoppen?  (Teil 1)

Wie ist es in Stille sein und wie erkenne ich die Stille?        

Teil 2

Da ist dann diese Frage, wie es in Stille ist. Seltsam, dass du das fragst. Die Stille dort, fragt also die Stille hier, wie Stille IST.

Du bist schon Stille. Das ist die unabweisbare Wahrheit, die dir leider nichts sagt. Das ist das stille Drama auf diesem Planeten. Du trittst in die Dimension dieses Planeten ein, in die Dimension der Stofflichkeit und vergisst augenblicklich deine wahre Natur.

Fasziniert von den erscheinenden Objekten, fällst du in ein Traumkoma, aus dem du erst bei deinem Tod erwachst. Konditioniert von der Erziehung während deiner Aufzucht, handelst du reflektorisch wie ein trainierter Affe. Das klingt hart, aber die Wahrheit ist nicht nett. Die Wahrheit hat keine andere Eigenschaft außer wahr zu sein. Du kannst dich der Wahrheit nicht entziehen, du kannst dich vor der Wahrheit nur verstecken. Eine kurze Zeit jedenfalls, aber auch nicht sehr erfolgreich.

Dein Verstecken hat einen hohen Preis. Du wirst zu einem Sklaven, abhängig von dem, was dir beim Versteckspiel Deckung gibt. Abhängig von deinen Glaubenssätzen und Durchhalteparolen, von deinen Begierden und Ängsten. Abhängig von denen, die dir Freiheit versprechen. Doch niemand kann dir Freiheit geben. Die, die das versprechen, sind selber Sklaven. Vielleicht haben sie mehr Geld oder mehr Macht als du, aber es sind nur reiche Sklaven, mehr nicht. Niemand kann dir Freiheit geben, denn du bist schon frei. Das zu erkennen, ist deine ganze Aufgabe für dieses Leben. Es ist deine einzige Aufgabe.
Du bist kein Sklave, du machst dich zu einem Sklaven.

Du machst dich zu einem Sklaven, da du dein wahres Wesen nicht erkennst, da du dich vergessen hast und alle Anstrengungen unternimmst um dich nicht zu erinnern. Gleichzeitig wühlst du wie ein besessener Wurm im Müll der Objekte und zerstörst sogar die Basis deiner materiellen Existenz in dieser stofflichen Dimension. Bei aller Ignoranz, das kann sogar der Denker schon erkennen.

Und Du meine liebe freie Seele? Wie lange noch willst du die Tränen eines verlorenen Lebens vergießen? Wie lange noch willst du Nicht-Erkennen? Wie lange noch willst du mit Gott kämpfen und deinen Groll pflegen? Was für ein Missverständnis. Du bist göttlich, Du bist schon Alles. Du bist schon Gott, ewig.

Der Gott, der dir in Kirchen verkauft wird, ist nur eine Gedankenkonstruktion, ein Bild, eine Denkfalle.

Die Priester, die Banker, die Politiker, die Generäle, die Wahnsinnigen dieser Welt versuchen dir deine eigene Freiheit zu verkaufen und fordern dein Leben als Preis. Dieses Recht verleihst du ihnen durch deine Ignoranz. Sie nehmen sich die Freiheit heraus, die du ihnen selber gegeben hast. So musst du eben in einer Sklavengesellschaft leben. Viel Glück, mein liebstes Menschenkind.

Und doch steigt immer wieder die Suche nach der Wahrheit aus dieser furchtbaren Finsternis empor. Weißt du warum das so ist? Weil deine leuchtende Natur, die Stille ist, unzerstörbar ist. Egal was geschehen ist, ein Blick auf deine wahre Natur und alles ist uranfänglich rein. Wiedererkennen und du bist befreit. Das ist unvorstellbar für den Verstand, der natürlich um die furchtbaren Dinge die hier geschehen, weiß. Doch das ist nicht die leuchtende Natur, die du wirklich bist. Du bist unschuldig, ewig.

Doch du bist verantwortlich, weil du schlau sein möchtest. Der Denker versucht immer zu betrügen und so fragst du ständig, statt zu erkennen.  So fragst du also nach der Natur der Stille. Du möchtest mogeln. Du möchtest über die Natur der Stille Wissen ansammeln, eine Bibliothek anlegen, darüber reden oder darüber schweigen. Du möchtest darüber Nachdenken, vielleicht bei einem guten Glas Rotwein bei einer brennenden Kerze und einem Räucherstäbchen. Doch das ist Teil des Versteckspieles. Aber wie du willst.

Nun gut, hier ist die Antwort: die Stille hat keine Natur, keine Prägung, keine Struktur. Sie hat nichts worüber man nachdenken kann. Dein Denken rutscht hier ab, fällt ins Nichts, ins Leere. Und nun?

Das mechanische Denken kann enden. Warum? Weil es ein Objekt ist. Es ist inzwischen das Superobjekt in dieser Erscheinungswelt. Doch alle Objekte enden, auch Superobjekte. Auch dein Körper, für den du dich hältst. Alle Objekte zerfallen einmal, das kannst du nachprüfen. Schau, dein Auto muss schon wieder in die Werkstatt. Es zerfällt sichtbar.

Das mechanische Denken hat sich eine eigene Welt erdacht und möchte nicht zerfallen. Das Denken ist nicht intelligent, doch es hat herausbekommen das es sofort zerfällt wenn es zur Ruhe kommt. Doch das ist alles ebenfalls Stille. Denken kann das nicht erkennen, es kann seine eigene Natur nicht erkennen. So bleibt Denken immer in Bewegung, weil es glaubt zu müssen.

Schau raus in die Welt, schau dich um. Immer ist Bewegung da, immer geschieht etwas. Da ist die nächste Finanzkrise, der nächste Krieg, dein Partner ist untreu, dein Geld ist alle, du gewinnst im Lotto, das Finanzamt schickt den Steuerbescheid, du betrinkst dich, du meditierst, du denkst, Europa ist pleite, du magst deine Figur nicht, du magst niemanden, du magst alle, du verliebst dich, du stirbst.

Alles einfach nur Gedanke in Bewegung, alles nur um nicht zu zerfallen, alles nur um nicht zu erkennen.

Das Denken als Superobjekt, denkt sich die Stille als ein Megaobjekt und versucht nun irgendwie dorthin zu gelangen, um dort auf ewig Bestand zu haben. Eine Gedankenzuflucht. Eine Gedankenfestung gegen das Zerfallen.

Kannst du das Abstruse daran erkennen? Überall sucht das mechanische Denken nach der Stille, ohne erkennen zu können, dass Gedanke denkt, dass es nicht in Stille ist. Stille hat keine Absichten. Stille ist keine Zuflucht. Stille IST ALLES. Stille IST NICHTS. Stille IST Potenzialität manifest und unmanifest. Stille ist noch nicht mal objektlos. Alles kann manifest werden, auch Gedanke.

Doch wie stehst nun mit dir?

Du bist nicht mechanischer Gedanke. Du bist hier nicht gebunden. Stille kann nicht gebunden sein. Du bist Stille. Das ist die Wahrheit. Überprüfe es doch selbst. Finde deine Ungebundenheit doch heraus, wenn du willst.

Willst du?

Du bist auf der Durchreise hier und bist betäubt vom Denken. Betäubt von den Objekten, die vor dir erscheinen. Betäubt von dem Greifen nach diesen Objekten, als ob sie irgendeinen Wert darstellen könnten.

Wach auf, mein allerliebstes Menschenkind und sieh die Antwort.

Möchtest du aufwachen?

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?
Februar 2, 2012

Fragen eines Freundes

06.01.2012

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?

 

Wird diese Frage gestellt um Antworten anzuhäufen, sie zu archivieren, zu diskutieren oder um Argumente für oder wider deiner Überzeugungen zu sammeln? Dann hat die Antwort keinen Wert für dich, außer dass du noch mehr Ballast mit dir herumschleppst. Überprüfe doch bitte deine Motivation. Möchtest du mehr Ballast oder Freiheit. Beides zusammen geht nicht. Das ist eine Tatsache. Doch glaube nichts, überprüfe selber ob das die Wahrheit ist. Schau dir still dein Leben an und finde es selbst heraus. Nur eine Bitte, folge der Antwort, die hier hervortritt für diesen Moment einfach ganz still. Keine Ablehnung, keine Zustimmung, nur stille Achtsamkeit. Vielleicht gelingt es dir so nicht noch mehr Müll zu deinem Ballast hinzu zufügen. Du gehst schon ganz krumm unter dem ganzen Gewicht deiner Müllbeutel.

Die gewöhnliche Reaktion von uns Menschen ist grundsätzlich extrem. Entweder wir lehnen etwas ab, in der Extremform hassen wir es dann. Oder wir greifen danach und verteidigen es mit allem was uns an Mitteln zur Verfügung steht. Dann hassen wir, wieder in seiner Extremausprägung, diejenigen die das ablehnen, an was wir glauben. Wir beginnen unseren Glauben zu verteidigen. Eine dritte gewöhnliche Reaktion ist Ignoranz. Doch in seinem Kern ist Ignoranz keine Reaktion, sondern Nichterkennen oder Nichtwahrnehmen. Es ist also eher Dummheit oder Dumpfheit und beinhaltet keinerlei Intelligenz. Während in den erstgenannten beiden Reaktionsformen eine Art von Intelligenz wahrgenommen werden kann. Hier ist ein Rest von Lebendigkeit erkennbar.

Was ist also diese Stille und können wir Mediationsmethoden gebrauchen um die Natur dieser Stille zu erfahren? Bitte forsche still in dir mit, folge nicht den Worten, sondern schau in was diese Worte erscheinen, auf was sie hinweisen. Wir haben einen Deal ausgemacht, keine Diskussion in dir.

Grundsätzlich sind alle Methoden eine Art und Weise Erfahrungen zu überprüfen. Da gibt es zum Beispiel eine Methode um aus Trauben ein alkoholhaltiges Getränk herzustellen. Doch zuerst war da die Erfahrung, dass irgendwie aus Trauben eine berauschende Substanz entstehen konnte. Durch unbekannte Umstände, vielleicht Wärme und bestimmte Einflüsse ist da etwas entstanden. Du kostest von dieser Substanz. Du bist berauscht. Das gefällt dir. Du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast Erfolg und denkst dir eine Methode aus, wie diese Erfahrung dauerhaft wiederholt werden kann. Du hast Erfolg und du denkst dir eine Methode aus, einfacher und mehr von dieser Substanz herzustellen. Du hast Erfolg und so hast du dir eine funktionierende Technologie erdacht. Du produzierst jetzt eine Menge davon und benennst das Ergebnis. Es heißt ab jetzt Wein. Die Menschen um dich herum möchten das auch haben. Du gibst es ihnen. Es gefällt ihnen. Sie lieben dich. Du bist ein Wunder. Du bist ein Meister. Du bist Gott. Du glaubst es selber. Du bist ein Narr.

Die Erfahrung war also plötzlich da und das Denken hat eine Methode erdacht, diese Erfahrung noch einmal hervor zu bringen, zu wiederholen, zu sichern.

Da ist also eine Erfahrung der Stille und du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast die besten Absichten. Du wendest diese Methode an. Das Erfahrene erkennt sich wieder.  Die Menschen um dich herum möchten auch diese Erfahrung haben. Du gibst ihnen die Methode. Du begehst das Gute*. Sie wenden die Methode an. Doch sie hatten nicht diese Erfahrung. Was soll denn nun eigentlich erfahren werden? Wie soll also ein Wiedererkennen erfolgen, wenn die Erfahrung dort nicht erfolgt ist? Sie fragen dich. Du erklärst die unerklärliche Erfahrung, die unabweisbar erfolgt ist. Du erklärst die Stille mit Worten. Du erklärst die undenkbare Stille mit Sprache, die ein Instrument des Denkens ist. Du erklärst Stille mit Denken. Die Menschen verstehen nicht. Die Menschen wenden die Methode an. Eine Erfahrung taucht auf. Mit der Erfahrung taucht der Gedanke auf: das könnte gemeint sein, jetzt habe ich es. Sie kommen zu dir und legen dir den Gedanken der Erfahrung zu deinen Füssen. Eine Trophäe der Jagd nach Stille. Ein Objekt. Du musst sagen, dass es das nicht ist.

Die eine Hälfte ist wütend. So viele Jahre der Methode, völlig umsonst. Sie schreien dich an und beschuldigen dich der Scharlatanerie. Sie gründen eine eigene Bewegung mit einer besseren Methode.

Einige gehen nach Hause und betrinken sich mit Wein für den Rest ihres Lebens.

Die andere Hälfte denkt sich: wenn ich nur lange genug die Methode anwende, dann werde ich diese Erfahrung schon irgendwann mal haben. Ich muss nur härter meditieren. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht haben können, weil sie schon das Erfahrene sind. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht zu einem Objekt machen dürfen. Du sagst ihnen, dass sie sich die Stille nicht erdenken können. Du sagst ihnen, dass sie schon Stille sind. Es geht um das Wiedererkennen deiner wahren Natur. Du sagst ihnen, entspannt euch.

Sie verstehen dich nicht. Sie wenden die Methode noch härter an.

Du gehst in den Wald und in der Stille, die du bist, erscheint Trauer.

Die Natur des Denkens ist grundsätzlich mechanisch. Mechanik ist nicht intelligent. Mechanik produziert Stückwerk, Bruchstücke, Splitter, doch es kann sie nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzten, dazu brauchte es Intelligenz. Schau dich einfach in der Welt um, jede Menge Fragmente, kein funktionierendes Gesamtbild und dazwischen verwirrte Menschen die Unsinn reden und glauben alles im Griff zu haben. Narren.

Jede Methode, die das Denken erdenken kann, ist somit ein Fragment, eine Scherbe. Jede Meditationsmethode, die das Denken erdacht hat, ist der fragmentarische Versuch über sein eigenes Denkuniversum hinaus zu schauen, um einen Blick auf das Gesamtbild erhaschen zu können. Das Denken kann ganz schön schlau sein. Es weiß von seiner fragmentarischen Natur und versucht sich umzuschauen nach Ganzheit, ohne aber seine mechanische Natur aufgeben zu wollen. Du bist ganz schon schlau, du möchtest dein Ballast behalten und dich mit Gepäck in die Freiheit mogeln. Aus Sicherheitsgründen, denn man weiß ja nie, oder?

Doch Schlauheit ist nicht Intelligenz. Stille ist Intelligenz. Stille ist leuchtende intelligente Lebendigkeit. Stille ist knisterndes Potenzial. Stille ist Gesamtheit, ist Einheit. In der Stille erscheint diese Welt mit seinem Denken. Du bist Stille, die in Stille als Denker erscheint, der denkt nicht in Stille zu sein.

Geht’s noch deutlicher? Natürlich. Sieh doch selbst.

Ein Mensch, in dem die Mechanik des Denkens angehalten hat, ist Stille. Stille das sich wiedererkennt, dass es Stille ist, in einer menschlichen Form, nennt man Meister auf dieser Erde. Eigentlich müsste es einfach Mensch heißen, doch diesen Titel hat sich schon der Denker geraubt.

Da jeder Mensch Stille ist, kann er nicht mechanisches Denken sein. Das ist erfahrbar und wahrnehmbar. Hier ist die Aufforderung das selber herauszufinden, sonst machst du diese Antworten zu einem Objekt. Wenn du eine Methode anwendest, berühre die Erfahrung nicht und die Stille fließt durch die Scherbe der Erfahrung zu dem Gesamtbild zusammen, zu dem Spiegel in dem alles erscheint.

Das bist ewig DU.

Ist es nicht seltsam, dass wir immer gebettelt werden müssen unser Leiden zu beenden. Du brennst ab wie eine Fackel und hier kommt höflich, bittend, bettelnd der Hinweis; Eh, du brennst wie eine Scheune, wie wäre es denn mal mit einem Sprung ins Wasser? Ah, jetzt noch nicht, ok. Später vielleicht?

Der Mensch in Stille ist der lebendige Hinweis, dass du diese Stille ebenfalls bist. Machst du ihn zu einem Gott, bewirfst du ihn mit deinem Müll. Würde er diesen Müll annehmen, wäre er ein Idiot.

Wenn die Mechanik des Denkens aussetzt, ist spontan die Gesamtheit wieder da. Es wird gesehen, dass sie nie weg war, sondern nur überdeckt.

Von hier geht Lebendigkeit erst los. Hier ist alles möglich.

Lebendig Stille
Dein glühend Kuss
verbrennt die Dunkelheit
zu leuchtend Sternenstaub
reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen
und offenbart die Dimension der Ewigkeit

*dieser Ausspruch stammt von einem unbekannten Schüler von Frau Míla Tomášová

Hoffnung
Januar 27, 2012

Hoffnung           

24.06.2011

Das Gegenstück zur Hoffnung ist nicht die Hoffnungslosigkeit,

es ist die Ignoranz.

Die Wurzel der Hoffnung, die sie nährt, ist nicht der Wunsch an sich, sondern die Angst die dich erfüllt.

Die Angst ist dein Leben.

Sie ist deine Basis, dein Weg und dein Ertrag.

Du betest sie an, auf dass sie nie vergehen möge und so sei es denn.

So gebiert die Angst die Hoffnung im Geheimen und unerkannt.

Das ist der Kreislauf, den du Leben wagst zu nennen, und all deine Kraft steckst du hinein, um die Maschine zu betreiben.

Das ist dein Motor um MICH abzustreifen.

Doch wohin willst du flieh‘n? Denn alles das bin ICH.

Das Zimmer, in dem du dich mit deiner Angst verkriechst, ist der Raum, den ICH erschaffen hab, damit ER durch Dich geschmückt erscheint.

deine Angst ist MEIN Lachen, das durch die Schöpfung hallt.

Steh einfach still und MEIN Lachen wird deine Angst durchströmen und wenn du willst, dann bist du frei.

Am Lachen wirst du MICH erkennen, denn es ist sanft und still.

Dann kannst Du sehen, dass die Angst nie war, als was sie dir erscheint.

Die knisternde Essenz der Angst, die du so scheinbar fühlst, ist die Essenz des Lebendigseins an sich.

Oh, wie dein Verstand doch danach lechzt genau dies zu unterwerfen.

Nun höre!

Das kann nicht gelingen, denn wir sind auf immer schon vereint.

Weil DU und ICH das EINE sind auf Ewigkeit.

Ein Gebet, dass die Hoffnung in dir sterben möge, ist das Gebet des Lachens an sich selbst, an das Lebendigsein, in dem die Angst erscheint.

dein tägliches Gebet an deinen Gott die Angst, das du gewöhnlich betest, ist das Gebet an deine Ignoranz und du betest so maschinenmäßig, dass du es nicht mal mehr bemerkst, sobald du Morgens deine Augen öffnest.

Übrigens kommst du dann gerade aus dem Schlaf in dem ICH dich wiegte, um dich zu erquicken und du schlägst mit Fäusten auf die Liebe ein.

Bleib so und du wirst sterben wie der ärmste Hund, verdurstet im Schlaraffenland.

Doch hast du genug, dann bete, dass die Angst dich überwältigt und über dir zusammenschlägt, dass sie dich einhüllt von allen Seiten und bleibt und niemals geht.

Lad sie immer und immer wieder ein und gib ihr allen Raum. In diesem Raum wird deine Hoffnung sterben, denn auf solch Gift kann die süße Droge nicht gedeihen.

du wirst dann gehen, denn deine Zeit ist um.

Die Zeit, die wohlgemerkt die MEINE IST, denn du hast nie etwas besessen, was nicht von MEINEN Kräften ist.

Wenn die Hoffnung stirbt, diese süße Droge, und auf dem Grund der Angst verdirbt, so verwandelt sich die Perspektive und die Energie der Angst zeigt sich als vibrierend reine Lebensform.

Form noch deshalb, nicht weil es wirklich eine gäbe, nur weil Dein Schauen noch kein Sehen war.

Ist Deine Absicht wirklich rein und wird durch Dein Herz gefordert, wird durch die Angst gesehen, was immer IST, und das ist wirklich wahr.

Nun gib acht auf die Gedankengänge, auf dass Du es nicht verdirbst!

Denn schnell fragt der Verstand, um nicht zu versinken in die Vergessenheit.

Warum so kompliziert, wenn es so einfach war?

Das fragst du MICH, du Narr!

Frag deine dummen Gedanken, in denen ICH nicht vorgesehen war.

Eingeschlossen in deiner eignen Blase in Dummheit, die aus Ignoranz besteht, ist es MEINE Weisheit, in der du eingehüllt in Blindheit bis zu deinem letzten Tag dem Tod entgegen schwebst.

Also!

Benutz die Angst, um jede Hoffnung zu verderben, und nimm MEINE Hand, die anfangslose Zeiten in Deinem Herzen auf Dich wartend ruht.

Bleib still und die Furcht geht durch Dich durch wie eine dunkle nasse Wolke und am Ende siehst Du MICH in Licht gehüllt.

Dort stirbt das kleine du für immer und dann geht die Reise endlich los.

Die letzte Nacht
Januar 20, 2012

Die letzte Nacht

16.06.2011

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre die Zweifel auf Deinen Lippen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre die Angst in Deinen Augen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre den Zorn in Deinem Herzen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Spüre was Du wirklich bist

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du
kein Zweifel, Angst und Zorn
ist jemals dort gewesen

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du
In der Dunkelheit die leuchtenden Sterne
Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe

In der Nacht wenn Du einsam bist
Siehst Du was DU immer warst

In der Nacht wenn Du einsam bist
Sitz nun still in Deinem Haus
In der Nacht wenn Du einsam bist
In dieser Stille lös Dich auf

In der Nacht wenn Du einsam bist
Kannst Du endlich gehen und niemand kommt zurück

In der Nacht wenn Du einsam bist
Lebt dann Niemand ein Leben bis zum letzten Tag

Drei
Januar 18, 2012

Drei

Dies zu beschreiben ist völlig mühelos.

Dies zu verstehen ist unmöglich.

Es ist Nacht.

Der Blick fällt auf ein Bild an der Wand.

Wissen über dieses Bild ist nicht anwesend.

Kein Gefühl eines Körpers.

Gewissheit einer Existenz verschwand spurlos.

Jenseits von Angst erlosch die Welt.

Der Körper erwacht auf dem Boden.

Die Wahrnehmung setzte wieder ein. Das Erinnern setzte wieder ein, doch die Erinnerungen blieben leblos und flach. Außerdem bestand kein großes Interesse an ihnen.

Das Gefühl einer Existenz setzte nicht wieder ein.

Es gab auch keinen Versuch dazu. Es gab auch keine Möglichkeiten für einen Versuch.

So vergingen Wochen.

Eine der spürbarsten Veränderungen ist das Fehlen einer bestimmten inneren Anspannung oder eines Zusammengezogen-seins.

Es ist jedoch keine Entspannung erfolgt, im Sinne des Wortes, bei der eine Verspannung, ob geistiger oder körperlicher Natur, Linderung erfährt.

Es kann auch nicht über einen Entspannungs-Prozess gesprochen werden, der auf einer Zeitlinie mit bestimmten Ereignisabläufen erfolgte und bei dem als Ergebnis etwas wegfiel.

Wenn überhaupt, war es eine Bewegung, die man mit „Der-Einen-Bewegung“ umschreiben könnte, „Der-Einen-Bewegung“ des Auslöschens.

Es wurde angenommen, dass diese innere Anspannung, dieses Zusammengezogen-sein, das Gefühl der persönlichen Existenz war.

So kann man sagen, dass eines Nachts einfach das Auslöschen der persönlichen Existenz geschah, in dem das angespannte Gefühl verschwand.

Das Ego oder das Selbst war verschwunden und niemand trat an seine Stelle.

Diese Worte werden Monate nach diesem aufgeschrieben, denn diese Bewegung erlaubte lange nichts anderes als Dies zu schauen.

Jetzt erscheint Dies als Bewegung, die das hier beschreibt.

Es entstand ein Impuls nachzuforschen, was eigentlich geschehen war.

Die Nachforschung durch eine intensive Innenschau ergab nichts. Das heißt, sie hatte schon ein Ergebnis, nur es machte keinen Sinn. Es wurde quasi ein Nicht-Zentrum wahrgenommen, ein Zentrum, in dem Nichts war und in dem Alles in voller Lebendigkeit leuchtete.

Alles erschien dort und alles löste sich dort auf.

Jeglicher Sturm ist Stille gewichen. In Stille erhob sich Alles. In Stille erhob sich das Sehen. Das Sehen Dessen ist immer neu und unberührt. Das Sehen ist frisch wie Morgentau auf einer Wiesenblume und in den Wassertropfen glitzern die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne.

Dies war völlig unbekannt und völlig unverstehbar.

Irgendetwas versuchte zu verstehen, doch es funktionierte nicht.

Jedoch es war wahrnehmbar.

Allerdings konnte kein Wahrnehmender gefunden werden. Es konnte nicht herausgefunden werden, was oder wer eigentlich wahrnahm. In diesem leuchtenden leeren Zentrum konnte niemand gefunden werden. Es musste festgestellt werden, dass niemand wahrnahm und trotzdem Wahrnehmung geschah.

So kann nur gesagt werden, dass die Wahrnehmung einfach aus sich heraus erfolgte.

Die Wahrnehmung konnte unterschiedliche Intensitäten annehmen. Manchmal führte das Sehen Dessen zu Black-Outs.

Es fühlte sich dann so an, als ob der Körper der Intensität der Sicht Dessen manchmal nicht standhalten konnte.

Es fühlte sich dann an, wie ein Überfluten der Wahrnehmung, das dann zu ohnmachtsähnlichen Zuständen führte. Allerdings blieb selbst in diesen Zuständen Bewusstsein wach. Es wurde dann einfach nur nichts wahrgenommen. Allmählich hielt die Wahrnehmung dem Druck des Sehens stand und stabilisierte sich.

All das wurde von einem alles umschließenden Druck begleitet, der hauptsächlich im Kopf erfahren wurde. Das Gefühl, das diese Kraft auslöste, kann als ein Gefühl beschrieben werden, als ob das Hirn einfror und den gesamten Körper fixierte.

Dann war keinerlei Regung irgendeiner inneren Bewegung mehr möglich. Dann verschwand das Gefühl eines Körpers total und alles war nur noch pure Wahrnehmung von allem was auftauchte.

Die gewohnte Art zu Denken funktionierte nicht mehr. Der Verstand erschien völlig still. Trotzdem stiegen gelegentlich Gedanken aus diesem stillen Zentrum auf und manchmal entleerten sie ihren Inhalt mit einer einzigen Bewegung.

Doch das führte nicht zu einem Darüber-Nachdenken der möglichen Bedeutung des entleerten Inhalts.

Die Inhalte lösten sich einfach in Stille auf, ohne irgendetwas zu berühren.

Manchmal erschienen Gedanken, ohne ihre Inhalte preiszugeben und oft erschienen keine Gedanken.

Das Sehen in der Stille offenbarte Einsichten und Erfahrungen. Diese gingen und kamen. Doch die Stille blieb und es manifestierten sich in dieser leuchtenden Fülle Verse und Notizen.

Dann offenbarte sich, dass die Stille in dem Alles erschien, sowohl die Erscheinung ist und gleichzeitig auch Dies, in dem die Erscheinung erscheint.

Das leuchtende Zentrum der Wahrnehmung offenbarte sich als leuchtendes Nichts das als lebendiges Alles erschien.

Die Suche war beendet.

Dies erscheint als die Suche in der Stille.

Stille erscheint als Dies des Findens.

Nichts erscheint als Alles der potenziellen Möglichkeit.

Alles IST Nichts.

Somit hat es nie eine Suche gegeben.

Ein Lächeln erscheint.

Lebendig Stille

Dein glühend Kuss

verbrennt die Dunkelheit

zu leuchtend Sternenstaub

reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen

und offenbart die Dimension der Ewigkeit

  ও

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