Paradies
Februar 11, 2012

Kuss der Stille

Paradies    (Audio)

30.06.2011

Die Suche nach Erleuchtung ist das Wirken
eines Egos
damit du MICH nicht finden kannst
und so auf ewig im Kerker seiner eisig Festung
erblindet stumm und taub so scheint es
dich
eingeschlossen
zu behalten hofft

Weil Du das Leben bist
und er der öde kalte Atem
der vergehen muss
wenn ihm
ein lebend Herz in seine toten Augen schaut
Das ist seine Angst
Darum sucht er überall
doch nur nicht
HIER
Das ist die Angst der wahren LIEBE zu begegnen
Denn dann ist es um ihn geschehen

Alle List und Täuschung
das sind nur scheinbar schwere Steine
die seiner Gedanken Festung
nur scheinbar Festigkeit verleiht
Dieser Festigkeit zu glauben
ohne Prüfung ihm zu folgen
ist dein Betrug an Deiner selbst
am Leben in der Herrlichkeit

So ist all das geschäftig Tun nur Methode
um seine Welt zu halten
in diesem
trostlos Rhythmus und Wahnsinn der Sinnlosigkeit
in dem er
sich wie lebendig fühlt
durch Schmerz Kummer und das Leid

Nicht dass
das Leben Einen Sinn im Sinne hätte
Wie du es durch den Kopf verstehst
Dieses falsche Argument
das ist sein
Trick
Der Sinn IST Sei
und damit
Sinn genug zu Sein in MEINER Herrlichkeit

Dort wo du jetzt bist
und wo du Dies nicht sehen kannst
wisse das ICH auch dort schon immer bin
Auch HIER im kalten Land
Wo die Herzen frier’n vor Angst
Da IST auch ICH
und
mit zeitloser Geduld
ruf ich Dich zärtlich
liebend lachend
bei Deinem wahren Namen
zurück in die wahre Wirklichkeit

Kein Zorn kann uns je
scheiden
Kein Missbrauch
widerstehen
Keine Macht ist je zu
mächtig
Kein Hass ist tief
genug
Keine Dumpfheit zu
betäubend
Keine Illusion ist zu
verlockend
Kein Leid ist je
gelitten
Keine Tat ist je
geschehen
Um Dich von MIR zu trennen
da DIES nie geht
Verweil nun den kurzen Augenblick in der geheimen Zeit
Der Blick Sieht MICH
und
spontan vereint in Herrlichkeit
ruhst Du in MEINER LIEBE Glück
Finden in endlos Ewigkeit

ICH bin Du
Das muss gesehen werden
Sonst ist die Reise falsch
Nicht falsch
weil du etwas
falsches machen kannst
Sondern weil sie endlos wär

Sonst suchst du außen auf den
Halden
deines trüben Lebens
und wühlst im Abfall
hoffend dort zu finden
was Dich schon
immer innen trägt

Doch so wird Abfall aus allen Dingen
Die du berührst mit deiner Gier
zu Glauben nicht zu genügen
Doch darüber redest du
nur mit dir
und deinesgleichen
endlos sich im Kreise drehen
hier gibt‘s nur Suche
wenn überhaupt
und kein Finden

Das Dümmste und das ist das Üblichste in deiner Welt ist
zu Tun
MIR zu gefallen
Doch schau
Du gefällst mir schon
Weil ICH
Du in Reinform
BIN
So gefällt dein Tun dir selber
ICH
brauch das nicht

Die hohen Tempel hallen wider
von den hohlen Worten
die verkündend nichts verkünden
und aus Blindheit an sich selbst gerichtet sind
vielleicht vom Sprecher gute Absicht angegeben
doch schau ob seine Hände
die Schlüssel
zu der eisig Festung halten

Denn zu Dir direkt
spreche ICH
schon
ohne unterlass
bedecken MEINE Küsse
Dich
Du MEIN
ewig junges
eignes Leib
Es gibt
Kein Tor
Kein Weg
Kein Schlüssel

Doch wie du willst
Soll es gescheh‘n
Wenn du es willst
Dann höre doch die Rede
aus zweiter Hand

Und höre weiter
dienst du dem Götzen
der auch ICH im geheimen bin
um dein Reinheit Herz zu
prüfen
dienst du der Macht aus Gier
So versprech ICH dir
ICH werd dir alles nehmen
MIR geht es um den Schein der dich scheinbar
trügt
geschlüpft aus Illusion
wird alles das in Illusion aufgehen
DU bittest um die Hilfe
Wenn du in dieser Falle
steckst
von lauter Gier und Neid
verdreckt
ICH bin Dein liebend Diener
Und verbrenne dich
auf dem
Scheiterhaufen der gerafften Dinge
deines eisig Lebens
und
in der heißen Asche
liegt nun
Frei
Dein glühend Herz
und schlägt
allein für
MICH

Halte an mit der Suche
deren Sinn ist
nicht zu Finden
und lass alles
fallen
Lass fallen
deine Hoffnung
auf ein bessres in dem schlechten Leben
doch lass nicht fallen dein Atemleben
das ist hier nicht gemeint
so zu Sterben das ist einfach
doch so wird dein Tod auch ewig
sein

Lass fallen nur den Glauben
dass du
ein Leben
hast
Besessen vom Besitz
von dem
du denkst
dass du
besessen
davon
mehr
besitzen musst

Nun die Wahrheit
Du bist einfach Dies
Du BIST das Leben was sich lebt

Jetzt fällt der falsche Glaube
Jetzt fällt das Leben
wie es fällt
und MEINE Schönheit Reine
erglüht zur wahren Welt
Und mit dem geheimen Zeichen gibst du
das Leben
endlich frei

Dies erfreut MEIN Herz aus dem Du stammst
Und diesen Zauber Deiner Stimme
hör ICH gerne
in MEIN Ohr

Nun störst auch du nicht mehr
wenn du noch bleiben magst
Schau der Schönheit Klang Entfaltung
die durch Ignoranz
gefaltet war

Nun bist Du stark genug
Lass MICH vom Paradies berichten
das du verzweifelt suchst
zu glauben
statt zu Sehen

Es gibt Keins
Und das ist wahr
Es gibt nur Dies
Und wahr ist auch
dass du
schon lange wenn nicht ewig
in dem Selben wandelst und die duftend Rosen
brichst
mit deinem blinden Schritt

Doch zerstören kannst du Dies nicht
Da ICH es bin in dem es ruht
ICH das ALLES IST

Doch für dich kannst du es schon
vernichten
und die Füße schneiden
an den Scherben
die dein Wüten hinterlässt

Freilich Du
meine Liebe freie Seele
Du kannst Sehen
dass die blutig roten Scherben
als lieblich duftend Rosenblätter
auf der Erde glänzend liegen

Dein Wandel durch die Trümmer dieser Welt
Ist Dein Wandel in MEIN HERZ
Und die LIEBE wie sie durch Dich lebendig scheint
Sieht wie Du in Liebe die roten Scherben küsst
Jetzt liebst Du
nicht nur die Scherben wie die Rosenblätter
Nun Siehst Du
auch die Rose leuchten
frisch und immer neu
im Morgentau
und die stille Gnade zieht für ewig ein
um bis zum Ende Deiner Tage sanft in MIR zu Sein

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Was ist eigentlich Meditation und was genau kann ich dadurch erreichen?
Januar 30, 2012

Fragen eines Freundes

03.01.2012

Was ist eigentlich Meditation und was genau kann ich dadurch erreichen?

Sehr oft wird Meditation mit den Methoden der Meditation verwechselt. Das ist so als wenn man die Medizin mit der Heilung bzw. mit Heil sein verwechselt. Was bedeutet Heil-Sein eigentlich? Schauen wir uns doch erst mal ganz genau dieses Heil-Sein an. Jedes fühlende Wesen sucht Glück und möchte Leid vermeiden. Das ist nicht nur eine 2500 Jahre alte Weisheit, sondern das kann jeder mit ein wenig Selbsterforschung bei sich entdecken.

Jede unserer Bewegungen beschäftigen sich, ob uns das bewusst ist oder nicht, mit dem Erlangen und Erhalten von Glück und mit dem Zurückweisen von Leid. Da das jeder Mensch auch jetzt in dieser Zeit noch erforschen und nachvollziehen kann, ist das keine alte tote Behauptung sondern ein lebendiges Bedürfnis von jedem Menschen.

Was ist dann also dieses Glück, das alle immer und pausenlos so intensiv erlangen wollen? Was lässt uns so angespannt erst im Äußeren und dann im Inneren nach Glück suchen, ohne dass uns eigentlich klar ist, was denn nun gesucht wird? Es scheint offensichtlich etwas zu fehlen oder abhanden gekommen zu sein. Wir vermissen scheinbar immer etwas, sonst würde ja die Jagd nach dem Glück nicht nötig sein.

Und dann ist da noch das Leid, das wir auf jeden Fall vermeiden oder loswerden wollen. Was ist also dieses Leid, das uns so erschreckt, dass wir davor fliehen müssen? Diese Flucht vor dem Leid scheint ebenfalls äußerlich und innerlich statt zu finden. Auch das kann jeder Mensch an sich selbst erforschen. Wir können es natürlich auch bei jedem anderen Menschen sehen, aber hier geht es um Selbsterforschung und das erfordert Mut. Sind wir mutig genug dafür? Bist du mutig genug dafür?

Sind wir mutig genug, das was sich bei unserer Selbsterforschung offenbart vorbehaltlos anzusehen und zu akzeptieren? Zu akzeptieren wenn sich unsere eigene Zerrissenheit, Intoleranz und mechanisierte Dumpfheit offenbart. Wenn der Mangel an Liebe, der Hass und die daraus resultierende Wut sich zeigt. Unsere eigene Gier nach immer mehr offenkundig wird und der Zerstörungswahn der alles vernichtet was in unsere Reichweite gerät. Unsere Gleichgültigkeit und unsere innere Todheit, die uns mechanisch wie ferngelenkte Roboter erscheinen lässt. Wenn das alles durchdringende Gefühl der eigenen Wertlosigkeit über dich hereinbricht. Hält dein Blick dem stand?

Ja, das ist alles in uns und deswegen können wir es auch außen entdecken. Das dort draußen, in der Welt, das haben wir angerichtet. Es ist unsere Gestörtheit und es ist unser innerer Schmerz, nur nach außen gespiegelt.

Doch forsche selber nach und schau ob du das was du siehst erträgst, ohne Ausflüchte, ohne Ausreden, ohne Ausweichen, ohne Entschuldigungen. Einfach nur der stille Blick, völlig reglos und ganz tief nach innen. Regloses Schauen dessen was sich dort offenbart. Wenn du das erträgst, ohne den Blick abzuwenden, ohne shoppen gehen zu müssen oder dich betäuben zu müssen, dann meditierst Du. Das ist die höchste Meditation. Das ist Meditation jenseits von Methode. Das ist Heilung und Medizin zugleich.

Nun kann etwas Wundervolles geschehen. Dieser klare ehrliche unverstellte Blick, dieses Nicht-Mehr-Ausweichen, das aus der tiefsten Motivation kommt, vermag ein Wunder zu bewirken. Es kann zu einem Erkennen kommen, zu einem Aufblitzen deiner wahren Natur.

Jetzt Siehst Du!

Es ist das Wiedererkennen, die Vereinigung von dem was nie Getrennt war. Das ist Das was Du gesucht hast. Sieh das Licht und spüre die Liebe die Dich überwältigt. Das ist lebendige Ekstase. Heil-sein, Einheit, Ganzheit, reines Sein.

Das bist DU!

Vielleicht war es nur ein kurzes Aufblitzen. Doch nun weißt Du Bescheid und Du musst nicht mehr im Abfall der Dinge wühlen oder Dich betäuben um das Glück zu jagen und das Leid zu vermeiden. DU bist schon Alles, auch das Glück.

Alle ernsthaften Methoden der Meditation führen hierher, direkt oder indirekt, früher oder später. Die Methoden führen nur zur Erkenntnis das DU schon immer bist. Jenseits von allen Methoden.

Also warum nimmst Du nicht den kurzen Weg und lässt den ganzen Unsinn?

Angst
Januar 28, 2012

Angst    (Audio)       

25.06.2011

Die Angst, die Wurzel allen Übels
Der Grund hier glauben fest zu sein
Die Angst und nicht die Ängste, die nur die kleinen Töchter spielen
Die Angst, also wie im Guten und im Bösen, ist der Anker dieser Welt

Sie ist nicht nur aufs engste mit dem kleinen du vertraut, sondern auch verwoben mit dem falschen selbst, das, so glaubst du, selbst MICH in dir gefangen hält
und so bereit ist zu Glauben in Wirklichkeit zu sein.
Von MEINEM Leben hat sie keine Ahnung, sonst müsste sie ihr Antlitz heben und würde einfach gehen ins NICHTS hinein.
Aber um diesen Zustand zu erhalten, musst du ständig auf den Boden schaun und dort siehst du in den dunklen Pfützen dieser Welt nur dein angstverzerrtes Antlitz schweißbedeckt und voller Grauen.
Das ist deine Welt.
Sie ist gebaut aus dem besten Stoff MEINER ganzen Herrlichkeit.
Sie ist aus umgekehrter Liebe befleckt von Hass und Neid.
Sie dient als Schemel, dein Herrschaftssitz, auf dem du thronst in dieser Wüste der Trostlosigkeit.
Doch höre!
Dieser Thron hat nur zwei Beine und wackelt nur zu schnell.
Wie lange wird es dir gelingen still zu sitzen und nicht umzufall’n?
Ach, du sagst du hättest alle Zeit in dieser Welt.
Nun, meine umgekehrte Liebe, aber ICH BIN schon Ewigkeit.
deine Zeit ist ausgeliehen von MEINES Gnaden Willen und hier wird dein Zorn nicht erwidert, hier in MEINER Herrlichkeit.

Die Liebe auf ewig, meine ausgestreckten Hände empfangen dich, wenn du nur willst.
Es sind dieselben ausgestreckten Hände, in die du ständig beißt.
du Angst, hast dein kleines Reich gebaut, das du nun hasst
und gefangen in dem Spiel der kranken Formen spiegelst du dich wieder in den kalten Wänden deines Eispalasts.
Vergessen scheinst du alle Liebe, denn das hältst du nun für Wirklichkeit.
Schau in diesen Spiegel, der Schicht um Schicht aus Leid gebaut
und dann schau in deine Fratze, die dir wie ein Gesicht des großen Schreckens
auf deinen viel zu schmalen Schultern sitzt.
Ist das wirklich alles, was du von Meinem Leben liebst?
Diesen Jammer nennst du Leben, in dem du nur in Sorge vorwärts und in Bedauern rückwärts schaust?
Hier und jetzt, wo deine Uhr nicht eine Sekunde funktioniert,
da stehe ICH bereit das angstverzehrte Antlitz in Meine Liebe zu umhüllen und zu zeigen, wer Du wirklich bist.
Vielleicht noch dies zu deiner armen Welt, sieh dich um und schau genau, wie die Angst die Fäden zieht und die armen Nester baut, in denen du dann haust.

Und du zahlst mit Blut für diese Vision im Glauben, das ist Wirklichkeit.
Die Könige der Macht auf dieser Welt,
und so nennen sie sich wirklich diese blinden Toren,
sind so aus Angst gemacht, dass sie sich selber sehen als Helden und fechten mit falschen Schatten in ihrer düstren Nacht.
Außer dieses Spiel kannst du von ihnen nichts erwarten, da liegt keine andre Kraft.
Die einzige Rettung, die dich ruft, ist die Eigenschau nach innen, um den Kraken zu begegnen, der ist die Angst die dein Herz umschlingt und den Verstand, meinen alten Diener, mit lauten Zweifeln lähmt.
Willst du dieser Welt entrücken, so entrücke dich der Furcht in ihr zu leben und die Angst nicht anzuschauen.
Schau nun hin!
Lass alle deine Selbstbetäubung, bis sich das Bild vor deinen Augen klärt.
Dein Herz schlägt ruhig
Dein Auge klar geöffnet
Dein Atem schmeichelt lieblich durch deine süßen Lippen
Und kein Gedanke von meinem alten Diener, dem Verstand, wird angeschaut
So sitzt du nun in Harmonie mit dem bereits erklärten, schaust ruhig auf die Welt und sinkst wachsam in der Stille langsam in dich ein.
Hier schaust du dieser Angst ins Antlitz und lässt deinen Blick einfach mehr nicht los.
Nun siehst du die Töne, die sie mühsam krächzt, stahl sie von Meiner Symphonie und das hieltest du für dein Leben.
Doch nun höre MEINE Melodie!
In diesem Lichte bade und das Lachen und das Weinen, was aus deinem Herzen bricht, gehört dazu.
Jetzt sieh!

Die Angst war gemacht aus dem Versuch MIR im Trotz zu wiederstehen.
Das Resultat ist, von Lohn möchte niemand sprechen, das dürftige Gefühl zu sein,
getrennt von MIR dem Allem. Ein Leben geprägt von Stolz und Gier.
Du hast nun die einzig Wahl, die es zu wählen gibt.
Dieses Leben so zu führen, bis zu deinem letzten Tag

Oder

der Angst die Herrschaft zu verweigern und MIR ins Angesicht zu schaun.
Gut!

Doch wisse, dieser Blick wird dein Letzter sein.
Denn du wirst verbrennen und noch nicht mal verwehte Asche sein.
Gut!

Dann lebe ICH ab nun in dieser Form bis auch das vergeht.
Wie nun das Leben gehen wird, kann ICH nicht sagen, doch es wird ein starkes sein.

Weil ICH in LIEBE diese Last nun trage, denn DU bist schon erlöst, so erhebt sich keine Klage, da ICH es bin, der in MIR ruht.
Bist Du dafür bereit, so wirst Du fühlen, Dein kleines Wollen ist verschwunden mit seiner Pein. Die Angst ist Liebe, was sie immer war und dann ist Deine Seele, die ICH schon immer bin, bereit für die Reise zu entschwinden hinter MEINEM Horizont.

Wie sehe ich oder jeder einzelne das man auf dem richtigen Weg ist?
Januar 23, 2012

22.07.2011

Fragen eines Freundes

Wie sehe ich oder jeder einzelne das man auf dem richtigen Weg ist?

Gibt es Zeichen?

Gibt es so etwas wie ein wirkliches Ziel für jeden Menschen?

Wenn ja wie kann es jeder erfahren oder in seiner Tiefe herausfinden?

Kann die Euphorie für manche Menschen zu viel sein?

Und da meine ich mit zu viel Kraft vorgetragen?

Ob es bewusst gewusst wird oder nur tief im Unbewussten verborgen wirkt, das wirkliche Ziel für jeden Menschen ist die Vereinigung mit dem, von dem er sich getrennt fühlt.

Alle Bewegungen, auch die scheinbar entgegengesetzten Bewegung, im Leben des Menschen sind diese Sehnsucht.

Natürlich betrifft diese Sehnsucht nicht nur die Menschen, sondern ist die Sehnsucht aller fühlenden Wesen.

Doch da hier nur nach Menschen gefragt wurde, so ist auch jetzt nur von diesen die Rede.

Vor dieser Vereinigung, mit dem von dem sich der Mensch getrennt fühlt, fürchtet er sich und gleichzeitig sehnt er nichts mehr herbei.

Aus diesem scheinbaren Widerspruch entsteht die Taumelbewegung, die im Allgemeinen das menschliche Leben genannt wird.

Die Angst und die Sehnsucht, die Ablehnung und das Begehren, der Hass und die Leidenschaft, die oft mit Liebe verwechselt wird, diesen Emotionen und Gefühlen ist der Mensch ausgeliefert, wie ein Fels der Naturgewalten ausgeliefert ist, spalten ihn die Hitze des Tages und die Kälte der Nacht bis nur noch Staub übrig ist.

Das Lebensgefühl jedes Menschen, der glaubt ein Selbst zu haben und dieses Selbst zu sein, ist mehr oder weniger von diesen Umständen geprägt.

Die Ausweichstrategien mögen verschieden sein, das Resultat ist ewig das Gleiche, endlose Suche nach Glück um Unglück zu vermeiden.

Das ist verzweifeltes Menschsein.

Von gelegentlichen glücklichen Momenten abgesehen, die in sich schon den Keim des Unglücks tragen, ist es wie das Leben gewöhnlich abzulaufen scheint.

Auf dieser Ebene, aus dieser Perspektive gibt es kein Entrinnen.

Hier gibt es kein Glück das nicht wieder zerfällt.

Hier gibt es keine Sicherheit das nicht potentielle Unsicherheit in sich trägt.

Hier gibt es keine Liebe, sondern nur Begegnungen zwischen verstörten Menschen, die nicht sehen und sich somit gegenseitig verletzen.

Dies ist der Weg des Egos, des Selbst und seine Zeichen sind die Zerstörung von allem was es berührt.

Jeden Weg das das Selbst wählt führt von der Lösung weg, da es Auflösung bedeutet.

Jedes Ziel das es anstrebt lenkt vom Ziel der brennenden Sehnsucht ab.

Jedes Zeichen das hoffnungsvoll als Zeichen des richtigen Weges betrachtet wird, ist der Wegweiser in den Sumpf der Gedankenwelt, aus der die Angst niemand mehr entkommen lässt.

So scheint es.

Und auch die Ablehnung von alldem, die Rebellion dagegen, ist nur die Strategie des Selbst zu bleiben und zwar unter allen Umständen.

In dieser Dimension unterstützt jede Bewegung die Existenz des Selbst und macht die Welt scheinbar realer und fester.

Damit wächst die Ablehnung und damit das Anhaftenden, das in sich die gleiche Bewegung ist, und verdichtet die Welt zu einem noch bedrohlicheren Ort in dem der Mensch auf Leben und Tod ausgeliefert ist.

Eine Kreisbewegung, die durch den Ausbruchsversuch den Kreis nur noch größer werden lässt.

Das perfekte Gefängnis das seine Mauern bei Bedarf selbst versetzt, mit der Zustimmung des Insassen.

Ein Entkommen scheint nicht möglich. Tatsächlich ist ein Einkommen nicht möglich, da bei Entkommen das Ende droht, das Auslöschen zu bedeuten scheint.

Dies alles wäre sehr furchtbar bedrückend, wenn es wahr wäre.

Doch es ist gelogen.

Es ist die Lebenslüge des Selbst.

Es ist das Beatmungsgerät des Egos.

Es ist die Droge das Gefühl ein selbstständiges unabhängiges menschliches Wesen zu sein.

Es ist die Sucht größer als Gott zu sein.

Doch schau.

Der Mensch ist die Bewegung des Lebens selbst, weder sein Ausgangspunkt noch sein Endpunkt.

Einfach eine Bewegung sich aus Bewegung erhebend und darin wieder versinkend.

Die Welle die aus dem Ozean erhoben wird, umschaut und wieder im Ozean versinkt um erneut erhoben zu werden.

Geschaffen einzig um den Jubel der Herrlichkeit zu sehen und diesen zu bezeugen.

Dieses aus dem Alles Ist.

Jede Bewegung die von sich selbst glaubt Dieses nicht zu sein, ist Dies das das nicht glaubt.

Das Selbst das glaubt unabhängig und losgelöst von Diesem zu sein, ist Dies das als Selbst das glaubt.

Es gibt keine Trennung, da es nichts zu trennen gibt.

So ist der wahre Weg die Bewegung selbst und seine Zeichen ist die nächste Bewegung, die sich erhebt wenn die Vorherige ausläuft, fließend, endlos und anfangslos.

Das wahre Ziel ist staunend mit dieser Bewegung zu fließen, sehend das Element der Bewegung sein, dass alles Dies ist.

Herausfinden aus der Tiefe kann das ein Jemand nie, vielleicht eine Ahnung davon haben, wie den Duft einer Blume riechen aber die Blume niemals sehen.

Doch Dies geschieht niemanden, da niemand Nichts ist das Alles IST.

Die Kraft die Dies offenbart und offen zur Schau stellt, erschreckt alle Selbst-Bewussten Menschen und lässt ihren Blick in Angst abwenden.

Das Leben ist Euphorie und tote Menschen sterben in diesem Licht.

Das Selbst stirbt in diesem Licht. Erst stirbt das Selbst das von sich denkt das es Ist. Das ist einfach. Das kann kommen und gehen.

So wie Stille kommen kann und gehen kann.

Doch dann stirbt das Selbst das sich lebendig fühlt.

Dies zerschmettert alles bis zum Grund des menschlichen Lebens.

Hier wird die Sicht befreit und Sehen breitet sich aus.

Mit dem Sehen kommt das Staunen über Alles.

Die Welle der Bewegung entfaltet sich ungebremst und niemand wird je wissen wohin sie geht.