Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?
November 10, 2012

Fragen eines Freundes

28.10.2012

Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?

Ein ganz normales menschliches Verhaltensmuster scheint es zu sein sich abzusichern. Immer wird gefragt, was wird dann sein, statt zu schauen was jetzt ist. Das Später scheint eine ungleich größere Attraktivität auszulösen als das Jetzt.

Vielleicht ist es leichter über eine ungewisse Zukunft zu spekulieren, als in dem was jetzt ist, dem zu begegnen was wir wirklich sind. Es ist aber genau so offensichtlich, dass wir dem, was tatsächlich ist, nicht entgehen können, denn es ist die einzige Dimension in dem diese Existenz möglich ist.

Es ist quasi die Erscheinung der Existenz selbst, durch den diese Dimension erst erscheinen kann. Es ist die Reflektion selbst, durch die die unbedingte Potenzialität der Reflektionfähigkeit des Spiegels sichtbar wird. Mit der Reflektion manifestiert sich die unbedingte Reflektionsfähigkeit, sonst ist dort nur unmanifeste Potentialität zur Reflexion, also absolute Leerheit.

Das Konzept von Leerheit ist sicher einer der größten Missverständnisse, sobald sich mit den Begrifflichkeiten, die die spirituelle Suche mit sich bringt, auseinander gesetzt werden muss.

Auf was dieses Konzept von Leerheit hinweist ist sofort sonnenklar, wenn Verstehen wegfallen darf und nur Sehen bleibt. Allerdings bleibt dann nur Sehen durch niemand, andernfalls bleibt es nur ein intellektuelles Spekulieren durch Jemand, der ein Niemand sein möchte.

Was bedeutet hier >wenn Verstehen wegfallen darf<?

Hier bedeutet es jenseits von Hoffnung, Spekulation oder Fantastereien dem zu begegnen, in dem Dies, was wir gewöhnlich für Realität halten müssen, erscheinen kann.

Es ist hier schon sehr oft darauf hingewiesen worden, dass Dies was erscheint und Dies in dem es erscheint, sowie Dies, dass das Erscheinen wahrnimmt, das Selbe ist.

Es ist Eins.

Es konnte nie Zwei sein, also ist es tatsächlich sogar jenseits von Einheit.

Wenn darüber gesprochen werden soll, was es bedeuten könnte Ego zu verlieren, muss erst darüber gesprochen werden, was es bedeuten könnte Ego zu besitzen.

Wenn wir irgendeinen Menschen, zum Beispiel diesen dort drüben auf dem Stuhl, der gerade aus der Kaffeetasse trinkt, wenn wir diesen Menschen bitten würden uns sein Ego zu zeigen, bekämen wir letztlich zu erfahren, dass er es uns nicht zeigen könnte. Das ist so offensichtlich, dass uns das ständig entgeht.

Es ist genauso offensichtlich und wahrscheinlich, dass wir den kürzesten Weg in die Psychiatrie erfahren würden.

Es kann uns also geschehen in dieser Gesellschaft, die ja so offensichtlich außerordentlich auf materielle Objekte und die feste Realität, die aus Objekte gebildet zu sein scheint, fixiert ist, dass wir erfahren müssen, dass die Basis für das scheinbare persönliche Erleben dieser scheinbaren festen Wirklichkeit eine unhinterfragte Annahme ist. Ein scheinbar unantastbares Glaubensedikt über eine scheinbar feste Wirklichkeit und ein unabhängiges Zentrum aus dem die Wahrnehmung derselben zu geschehen scheint.

Das Leben so zu erfahren scheint ungemein sicher und praktisch, aber es ist letztlich auf der gleichen Ebene angesiedelt wie der Glaube an Nikolaus, an Gott, an eine dauerhafte romantische Ehe, an ein besseres Leben durch vegane Ernährung oder an Erleuchtung durch Zölibat.

Die gesamte Basis ist letztlich die Annahme oder das Glaube-müssen an die Existenz einer unabhängigen getrennten Person. Dort die Realität, hier die Person, die diese Realität erlebt. Hier der Mensch, dort das Leid, dem es aus dem Weg zu gehen gilt. Hier die Person, dort das Glück, das es zu fangen gilt.

Es sieht also so aus, als ob die gesamte Erfahrung der scheinbar separierten Existenz, nur auf das Glauben-müssen an ein Zentrum des eigenständigen unabhängigen Selbst, als die Grundlage für den Ausdruck des uns bekannten menschlichen Lebens basiert.

Ist das nicht seltsam, die Glaubensreligion des Egos als die entscheidende Basis zu feiern, damit darauf die Tatsache eines separierten, von allem getrennten Lebens begründet werden kann? Ein Leben welches wiederum voller Leid und Verzweiflung zu sein scheint, weil es unter dieser Prämisse tatsächlich als separiert empfunden werden muss?

In dieser Frage, die hier gestellt wurde, ist dieser Wahnsinn genauso offensichtlich zu sehen.

Denn es wird ja gefragt, was es bedeutet das Ego zu verlieren, ohne zu hinterfragen ob so etwas wie ein Ego überhaupt existieren kann.

Meinst du also mit Ego-verlieren, wie man einen Schlüsselanhänger verlieren kann, oder eine Socke, die man nach dem Waschen einfach nicht mehr wiederfinden kann?

Nur mal angenommen, da wäre so etwas wie ein Ego, dann wärest doch du etwas das ein Ego besitzen kann. Also wenn du dieses etwas sein willst, das dieses dort besitzt, was bist du dann? Denn das Ego kannst du, nach deiner eigenen Definition, dann nicht sein.

Also nur mal angenommen, das Ego könnte wegfallen und denn du bist ja somit nicht das Ego, was würde dann bleiben?

Was bist du?

Kannst du das beschreiben?

Du kannst es nicht. Übrigens niemand kann es. Nun kann gesehen werden wie dort bei dem Fragesteller der Gedanke an Flucht erscheint.

Diese Flucht ist das gewöhnlichste Verhaltensmuster auf diesem Planeten. Es kommt unmittelbar hinter der unhinterfragten Annahme ein separates Leben zu besitzen.

Du kannst kein Leben haben, da du schon Ausdruck der Lebendigkeit bist.

Da erscheint Lebendigkeit als ein perfektes menschliches Muster in sich selbst und betrachtet die Perfektion durch dieses Muster, denn etwas anders als Perfektion ist einfach nicht möglich.

Da erscheint die perfekte Flucht vor der Wahrheit, in jeder beliebigen Form. Bis die perfekte Flucht schließlich endet und dann muss gesehen werden, das Wahrheit immer ist.

Jedem menschlichen Wesen ist es einfach nicht möglich die Wahrheit nicht-zu-wissen. Wir sind wie Betrunkene, die immer wieder nach dem Weg nach Hause fragen, weil es so scheint als ob wir uns verirrt haben. So muss immer wieder nach Wahrheit gefragt werden.

Doch Wahrheit kann nicht abwesend sein, dass ist nicht möglich. Wahrheit kann immer nur übersehen werden und das ist die perfekte Tragödie, die auf diesen Planeten zu geschehen scheint.

Diese Flucht wird von uns Menschen in einer Perfektion zelebriert, die sicher seinesgleichen sucht. Flucht kann letztlich sogar die Form der spirituellen Suche annehmen, die die Suche nach Wahrheit zu sein scheint.

Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter ein cleveres System der Vermeidung, dem nie Verlorengegangenen zu begegnen. Es ist die ultimative Chance dem flüchtigen Gefühl von unabhängiger Existenz eine spirituelle Basis zu verschaffen.

Hier wird nicht gesagt das spirituelle Suche nichts wert ist, dass ist überhaupt nicht gemeint. Es ist eine willkommene und aufregende Unterhaltung in der Tristesse des alltäglichen Lebens.

Die Jagd nach Befreiung und spirituellen Erfahrungen gehören zu den höchsten Kicks, die in dieser Dimension erlebt werden können. Gleich danach kommen Völlerei, der Wunsch nach ausschweifender Promiskuität, der Mitgliedschaft in einem elitären Klub oder das Greifen nach einem Job in der Chefetage eines Weltkonzerns.

Wenn die Suche endet, kann gesehen werden, dass das alles nur Stories sind. All das hat mit Freiheit nichts zu tun.

Allerdings kann in Freiheit auch all das auftauchen, außer der spirituellen Suche.

Wird Freiheit tatsächlich erfahren, ist die spirituelle Suche nach Befreiung sofort beendet. Das ist ein Indikator für unzusammengesetze Wahrheit, Klarheit und wirklichem Wissen, Wissen jenseits von dem was gewusst-wird.

Das Enden von Suche hat nichts damit zu tun, dass Suche vermieden wird. Das wäre nur ein mentales Konzept, die auf Angst vor dem Finden beruht.

Das wirkliche Enden von Suche ist bedingungslos und kommt so gnadenlos unvermittelt wie der Tod. Tatsächlich ist es der Tod, während der Körper noch bleibt und durch ihn wahrgenommen wird. Es wird die bedingungslose Wahrheit wahrgenommen, es wird wahrgenommen was IST.

IST kann nicht beschrieben werden, es IST einfach ALLES.

Es kann nicht beschrieben werden, es kann allerdings erfahren werden.

Bis auch das geht.

Da Du noch zuhörst oder zumindest immer noch anwesend bist, ist deine Verzweiflung, dich scheinbar mit einer persönlichen Existenz abplagen zu müssen, offensichtlich größer als die Furcht vor der Wahrheit.

Denn eins sollte klar sein, die Wahrheit wird das, was du jetzt glauben-musst-zu-sein, tatsächlich auslöschen. Entweder jetzt beim lebendigen Leib oder wenn die Zeit des Körpers vorbei ist und er in seine Elemente zerfällt.

Da Du immer noch da bist, obwohl du am ganzen Körper zitterst und du auf eine Antwort bestehst, wird also eine Antwort erscheinen.

Höre!

Das was unhinterfragt als Ego, ich oder manchmal auch als Selbst angenommen wird, ist nicht mehr als die Wirkung einer gefühlten energetischen Kontraktion.

Dieses kontrahierende Gefühl kann in der Mitte des Körpers gespürt werden. Oft übersehen wir es, da wir Kontraktion für einen natürlichen Zustand halten.

Diese energetische Kontraktion fällt entweder weg oder nicht weg. Da die scheinbare Person in Ergebnis der Kontraktion erscheint, kann die Person auch nichts dazu beitragen die Kontraktion zu überwinden.

Spätestens wenn sich Bewusstsein auch als Körper auflöst, verschwindet Kontraktion. Dieser Moment wird gewöhnlicherweise als Zeitpunkt des Todes bezeichnet.

Es besteht die Potenzialität in der menschlichen Dimension, dass Kontraktion verschwindet, während das Muster des menschlichen Körpers noch aktiv ist.

Damit verschwindet auch das persönliche Erleben der sogenannten Realität und durch das Muster, das wir Mensch nennen, formt sich ein unpersönliches Erleben dessen aus was IST.

Das endgültige Verschwinden der Kontraktion ist ein absoluter unabweisbarer Schock. Es ist der ultimative Aufprall. Es ist die Entformung einer vermeintlichen Persönlichkeit.

Kommt Kontraktion nicht zurück, entfaltet sich endgültige Befreiung und Lebendigkeit manifestiert sich als ein unpersönliches Leben.

Was bleibt ist nichts und somit erzeugt die Freisetzung der überschüssigen Energie die Ekstase des Erfahrens von Einheit.

Es wird mit einer absoluten Durchdringung und Unabweisbarkeit erfahren, dass Einheit immer ist. Es ist niemand mehr da. Das ist die absolute Wahrheit.

Wenn die Ekstase abklingt und der Falle des Greifens, sogar von niemand, nach dem Wohlgeschmack der Wirkung durch die Erfahrung von Einheit, entgangen werden konnte, dann wird die Erfahrung dieser Existenz als die gewöhnliche Grundlage des unbeschreibaren Mysteriums gelebt.

Wenn dann, durch niemand erkannt wird, dass in der Stille die Erfahrung der Ewigen Wahrheit noch immer erfahren wird, ist unabweisbar und jenseits von intellektuellen Spekulationen klar, dass die Erfahrung der Stille nicht die Stille selbst sein kann, da Stille jenseits von Erfahrungslosigkeit ist.

Wenn jetzt die Falle des Zurückschreckens, vor der Unerfahrbarkeit von IST, nicht zuschnappt, löst sich Dies, was noch erfährt, in dem was noch erfahren wird, auf.

Der Urgrund ist an sich unerfahrbar, doch Urgrund erfährt sich durch Erfahrung. Schließlich fällt auch Erfahrung mit dem was noch erfährt weg und es bleibt der nackte sich erfahrene Urgrund.

Dies geschieht jenseits von allen Ebenen der Möglichkeiten des Verstehens. Das kleinste Konzept des Nicht-Zurückschreckens, das leiseste Konzept über Erfahrungslosigkeit, gleicht hier einem Megabeben.

Hier hat nur Stille bestand, die sich in Stille löst.

Einheit kann nicht mehr erfahren werden, da Einheit jenseits davon anfangslos IST.

Wenn was bleiben würde, müsste es Nicht-Erfahrung benannt werden, denn selbst niemand ist verschwunden. Doch es ist unbenennbar und so bleibt hier nur das Schweigen des Sinns der Worte.

Wenn jetzt das Zurückschrecken vor die Erfahrung des Verschwindens der Erfahrung der absoluten Liebe ausbleibt, steht unbedingte Liebe völlig So-da und Liebe kann nicht mehr erfahren werden, da unbedingte Liebe jenseits davon schon ALLES  IST.

Als letzte potenzielle Bewegung bleibt die Reintegration der Form des Körpers mit seinen Sinnen als IST in IST

Somit ist Unbewegtheit in Form, bis Form sich auflöst.

Zeitlos Unbewegtheit in Bewegung, kommt einfach zur Ruhe und hat sich somit nie bewegt.

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Dieser ständige innere Dialog Teil 2
Februar 13, 2012

Fragen eines Freundes

08.01.2012

Dieser ständige innere Dialog, diese Gedankenmühle, wie kann ich das stoppen?  (Teil 1)

Wie ist es in Stille sein und wie erkenne ich die Stille?        

Teil 2

Da ist dann diese Frage, wie es in Stille ist. Seltsam, dass du das fragst. Die Stille dort, fragt also die Stille hier, wie Stille IST.

Du bist schon Stille. Das ist die unabweisbare Wahrheit, die dir leider nichts sagt. Das ist das stille Drama auf diesem Planeten. Du trittst in die Dimension dieses Planeten ein, in die Dimension der Stofflichkeit und vergisst augenblicklich deine wahre Natur.

Fasziniert von den erscheinenden Objekten, fällst du in ein Traumkoma, aus dem du erst bei deinem Tod erwachst. Konditioniert von der Erziehung während deiner Aufzucht, handelst du reflektorisch wie ein trainierter Affe. Das klingt hart, aber die Wahrheit ist nicht nett. Die Wahrheit hat keine andere Eigenschaft außer wahr zu sein. Du kannst dich der Wahrheit nicht entziehen, du kannst dich vor der Wahrheit nur verstecken. Eine kurze Zeit jedenfalls, aber auch nicht sehr erfolgreich.

Dein Verstecken hat einen hohen Preis. Du wirst zu einem Sklaven, abhängig von dem, was dir beim Versteckspiel Deckung gibt. Abhängig von deinen Glaubenssätzen und Durchhalteparolen, von deinen Begierden und Ängsten. Abhängig von denen, die dir Freiheit versprechen. Doch niemand kann dir Freiheit geben. Die, die das versprechen, sind selber Sklaven. Vielleicht haben sie mehr Geld oder mehr Macht als du, aber es sind nur reiche Sklaven, mehr nicht. Niemand kann dir Freiheit geben, denn du bist schon frei. Das zu erkennen, ist deine ganze Aufgabe für dieses Leben. Es ist deine einzige Aufgabe.
Du bist kein Sklave, du machst dich zu einem Sklaven.

Du machst dich zu einem Sklaven, da du dein wahres Wesen nicht erkennst, da du dich vergessen hast und alle Anstrengungen unternimmst um dich nicht zu erinnern. Gleichzeitig wühlst du wie ein besessener Wurm im Müll der Objekte und zerstörst sogar die Basis deiner materiellen Existenz in dieser stofflichen Dimension. Bei aller Ignoranz, das kann sogar der Denker schon erkennen.

Und Du meine liebe freie Seele? Wie lange noch willst du die Tränen eines verlorenen Lebens vergießen? Wie lange noch willst du Nicht-Erkennen? Wie lange noch willst du mit Gott kämpfen und deinen Groll pflegen? Was für ein Missverständnis. Du bist göttlich, Du bist schon Alles. Du bist schon Gott, ewig.

Der Gott, der dir in Kirchen verkauft wird, ist nur eine Gedankenkonstruktion, ein Bild, eine Denkfalle.

Die Priester, die Banker, die Politiker, die Generäle, die Wahnsinnigen dieser Welt versuchen dir deine eigene Freiheit zu verkaufen und fordern dein Leben als Preis. Dieses Recht verleihst du ihnen durch deine Ignoranz. Sie nehmen sich die Freiheit heraus, die du ihnen selber gegeben hast. So musst du eben in einer Sklavengesellschaft leben. Viel Glück, mein liebstes Menschenkind.

Und doch steigt immer wieder die Suche nach der Wahrheit aus dieser furchtbaren Finsternis empor. Weißt du warum das so ist? Weil deine leuchtende Natur, die Stille ist, unzerstörbar ist. Egal was geschehen ist, ein Blick auf deine wahre Natur und alles ist uranfänglich rein. Wiedererkennen und du bist befreit. Das ist unvorstellbar für den Verstand, der natürlich um die furchtbaren Dinge die hier geschehen, weiß. Doch das ist nicht die leuchtende Natur, die du wirklich bist. Du bist unschuldig, ewig.

Doch du bist verantwortlich, weil du schlau sein möchtest. Der Denker versucht immer zu betrügen und so fragst du ständig, statt zu erkennen.  So fragst du also nach der Natur der Stille. Du möchtest mogeln. Du möchtest über die Natur der Stille Wissen ansammeln, eine Bibliothek anlegen, darüber reden oder darüber schweigen. Du möchtest darüber Nachdenken, vielleicht bei einem guten Glas Rotwein bei einer brennenden Kerze und einem Räucherstäbchen. Doch das ist Teil des Versteckspieles. Aber wie du willst.

Nun gut, hier ist die Antwort: die Stille hat keine Natur, keine Prägung, keine Struktur. Sie hat nichts worüber man nachdenken kann. Dein Denken rutscht hier ab, fällt ins Nichts, ins Leere. Und nun?

Das mechanische Denken kann enden. Warum? Weil es ein Objekt ist. Es ist inzwischen das Superobjekt in dieser Erscheinungswelt. Doch alle Objekte enden, auch Superobjekte. Auch dein Körper, für den du dich hältst. Alle Objekte zerfallen einmal, das kannst du nachprüfen. Schau, dein Auto muss schon wieder in die Werkstatt. Es zerfällt sichtbar.

Das mechanische Denken hat sich eine eigene Welt erdacht und möchte nicht zerfallen. Das Denken ist nicht intelligent, doch es hat herausbekommen das es sofort zerfällt wenn es zur Ruhe kommt. Doch das ist alles ebenfalls Stille. Denken kann das nicht erkennen, es kann seine eigene Natur nicht erkennen. So bleibt Denken immer in Bewegung, weil es glaubt zu müssen.

Schau raus in die Welt, schau dich um. Immer ist Bewegung da, immer geschieht etwas. Da ist die nächste Finanzkrise, der nächste Krieg, dein Partner ist untreu, dein Geld ist alle, du gewinnst im Lotto, das Finanzamt schickt den Steuerbescheid, du betrinkst dich, du meditierst, du denkst, Europa ist pleite, du magst deine Figur nicht, du magst niemanden, du magst alle, du verliebst dich, du stirbst.

Alles einfach nur Gedanke in Bewegung, alles nur um nicht zu zerfallen, alles nur um nicht zu erkennen.

Das Denken als Superobjekt, denkt sich die Stille als ein Megaobjekt und versucht nun irgendwie dorthin zu gelangen, um dort auf ewig Bestand zu haben. Eine Gedankenzuflucht. Eine Gedankenfestung gegen das Zerfallen.

Kannst du das Abstruse daran erkennen? Überall sucht das mechanische Denken nach der Stille, ohne erkennen zu können, dass Gedanke denkt, dass es nicht in Stille ist. Stille hat keine Absichten. Stille ist keine Zuflucht. Stille IST ALLES. Stille IST NICHTS. Stille IST Potenzialität manifest und unmanifest. Stille ist noch nicht mal objektlos. Alles kann manifest werden, auch Gedanke.

Doch wie stehst nun mit dir?

Du bist nicht mechanischer Gedanke. Du bist hier nicht gebunden. Stille kann nicht gebunden sein. Du bist Stille. Das ist die Wahrheit. Überprüfe es doch selbst. Finde deine Ungebundenheit doch heraus, wenn du willst.

Willst du?

Du bist auf der Durchreise hier und bist betäubt vom Denken. Betäubt von den Objekten, die vor dir erscheinen. Betäubt von dem Greifen nach diesen Objekten, als ob sie irgendeinen Wert darstellen könnten.

Wach auf, mein allerliebstes Menschenkind und sieh die Antwort.

Möchtest du aufwachen?

Ego
Februar 13, 2012

Kuss der Stille

Ego                 Audio

1.07.2011

Es ist niemand da
Also kann auch niemand je erwachen
Weil schon niemand IST
Und „JEMAND“ eine Lüge

Die Suche nach Erleuchtung
ist die Perspektive
von jemand
und der
denkt hofft bittet bettelt fordert schreit flucht zornt und rebelliert
dass nun endlich
jemand aufzuwachen hat

Nun sieh
Das jemand ist eine virtuelle Konstruktion
gedacht und ohne Eigenleben
nur immer reagierend
verlassen in der Leere dort
die kennt kein Zeit und kein Ort
umherirrend verwirrt Grenzen suchend
und da es keine Grenzen findet
sich selber welche schafft

schaffen bedeutet hier
denkend annehmen
dass da welche wären

Die Annahme
diese Begrenzung die die Grenzen setzten soll
in den dann jemand begrenzt zu existieren hat
ist dort irgendwo
so nimmt das jemand verzweifelt an

Und obwohl das jemand
diese Grenzen nie gesehen hat
natürlich nicht
weil sie sind nicht existent
ist das was hier scheinbar geschieht
die pure Zauberei in dein Gedanken
doch leider zauberst du immer nur das gleiche
und das IST im unbegrenzten NICHTS Möglichkeit
dennoch Verschwendung ohnes Gleichen

Dies wird nun nicht Gesehen von jemand
deswegen wird die Existenz
von jemand angenommen
Von „Jemand“
und das obwohl niemand IST
und nie sein wird
weil das nicht geht

Es wird von „Jemand“ angenommen
das ist jemand der sein Name angenommen hat
und dadurch „Jemand“ ist
und dieser schreibt nun ihm
also sich selbst
um der scheinbar Festigkeit mehr Festigkeit
zu verleihen
Eigenschaften zu
die ihn sicher machen sollen
dass dies ihm
Einzigartigkeit
verleihen möge

Denn nun ist es nicht mehr genug
„Jemand“ zu sein
Sondern nun ist die Forderung der Angst
Er möchte
nein
Er muss
aus Überlebensgründen
zwischen allen „Jemands“
Einzigartig sein

Hier nun wird die Energie
in Bewegung eingeformt
die sich je nach belieben
dagegen dahin oder hinweg bewegt
welche ist egal
die Wirkung für das „Jemand“
ist dieselbe
es geht nur um Bewegung
an sich selbst

Hier ist nun scheinbar Bewegung
die das „Jemand“ scheinbar unterstützt
im scheinbaren Kontakt mit scheinbar „Jemand“
die scheinbar Indivi-Dualität
scheinbar zu Er-zeugen
und das bar ohne jeden Scheins
denn es IST nicht wahr
doch im NICHTS als Möglichkeit
erscheint auch Dies

Nun ist es folgenreich vollbracht
das „Jemand“ ist jetzt ein „Anderer“ als „Jemand“
und das erzeugt das tiefe Sicherheit erzeugende Gefühl
der festen Existenz
für „Jemand“ weil ja auch ein „Anderer“
existiert

Hier nun
beginnt das Leid
vorher war es ein leidenschaftlich Spiel
des NICHTS als Möglichkeit Alles IST zu SEIN
Der gedachte Trick des „Jemand“
der niemand IST
verwebt all Dies zu dem Gefühl
zu Existenz verwebt
zu sein

Nichts könnte falscher Sein
doch nun ist der Grund der Gründe
in die Welt geboren
und
so muss deshalb auch „Jemand“ immer wieder sterben
Nun kann das „Jemand“ vom Gefühl des Leids
nicht lassen
da es das Gefühl der Existenz begründet

Das „Jemand“ glaubt nun tief
nur diesen Baustein für den Bau
der Existenz zu besitzen
und die Besessenheit des Glaubens ist gefunden
Lässt das „Jemand“ den Baustein Leid nun los
So glaubt es die Existenz fällt auseinander
Und es ist tatsächlich wahr

Nun Hat das arme „Jemand“
eine eigne Existenz in einem leidenvollen Leben
und jetzt wird das Leid gelitten
die Sucht danach erzeugt die Angst vor Suchtentzug
wenn je das Leid als Stoff sich zu entziehen droht
wird Leid aus Nichts geschaffen

Das süchtig „Jemand“ glaubt ganz tief versteckt
dass ohne sein Stoff Leid das Leiden sich verschlimmern wird
und
auch dies ist wahr
es wird so schlimm dass ohne Droge Leid
die Existenz des „Jemand“ ohne Leid zu erleiden
sofort erlischt

Doch DU erlischst doch nicht
DU der ICH
und
somit niemand IST

Was von „Jemand“ nicht gewusst
dass wenn die gedachte Existenz von „Jemand“
durch den Fall des Leids sofort erlischt
Jetzt niemand leidet da niemand IST

Ein einfach simples Wort der absoluten Wahrheit
und das „Jemand“ baut ein Tempel drum
um das Leid zu pflegen
auf das es wachse und gedeihe
wohl denn
dein Wille ist dein Himmelreich
du „Jemand“

Dich aus DU in ICH
Hat das nie berührt
Weil das selbst im unbegrenzten NICHTS als Möglichkeit unmöglich ist
Weil dann DU in ICH selbst der Flecken wär der sich befleckt
Und das erscheint als scheinbar „Jemand“
also
nicht DU der ewig niemand IST

Das Ist einfach
zu verstehen für Dich
Spür die Wahrheit und Du bist frei

Und nun
Gott oder Götter
hier wurde auf Erden von „Jemand“
schon alles angenommen
Diese Gedankenkonstruktion von „Jemand“
ist besonders schlau
nun kann man sehen
die Ego Intelligenz zieht in „Jemand“ ein und
erzeugt das „JEMAND“

Durch die Anrufung von „ETWAS“ das Höher ist
als die Existenz des „JEMAND“ der die Anrufung vollzieht
wird die Existenz vom Rufer-„JEMAND“ bedeutungsvoll
Nun wurde die BEDEUTUNG dieser scheinbaren Existenz geboren
diese Existenz hat zwar nicht die Höhe diesen „ETWAS“
aber nun hat das Leben endlich auch seinen eignen Sinn oder auch nicht
aber nun hab ich ein eignes Leben triumphiert das „JEMAND“

Was für eine wundersame Selbsterhöhung
was für ein wunderbarer Zaubertrick
und auch das ist wahr
bar jeden Wunders wirst du nun in der Suche leiden
Endlich kann das „JEMAND“ die Bedeutung hinterfragen
und endlos über Sinn des Lebens des „JEMAND“ mit andren „JEMANDS“
debattieren

Nun hat das „JEMAND“ den schlagenden Beweis erbracht
für die Wirklichkeit der Existenz
und hat somit den Raum dazu erdacht
der durch alle Fakultäten der „JEMANDS“ weite tiefe Dimensionen neu erschafft
So forscht der Kluge in diesen Dimensionen
Der Weise forscht in MIR
Beide sind mit Blindheit tief geschlagen
und
kommen nicht sehr weit
weil es keine Wege gibt
zu MIR

Ach
Und das „Jemand“ das nun nicht an Gott und Götter glaubt
fühlt Leben von der Bewegung aus seiner Überzeugung
eben an das Nicht der Götter fest zu glauben
Die Debatten sind das gleiche Muster
auch hier der Kluge und der Weise
und es werde „JEMAND“

Doch schau
Das was hier Ablehnung erfährt
ist von „JEMAND“ erdacht
um so die Basis der Ablehnung zu kreieren
damit durch Ablehnung von Etwas
ein „JEMAND“ erschaffen werde kann
So gehen sie im Geheimen
Hand in Hand
Der Gläubiger und der Gläuber
Und pflegen diese Welt der Illusion
mit des Verstandes Geisteskraft

Doch wisse
Fallen diese Götter oder Gott
dafür oder dagegen
spielt keine Rolle
so fällt auch
das „JEMAND“
und sie fallen ständig
in der geheimen Zeit

Sieh Dies
Du bist schon frei
und
wenn das Zarte
wirklich sehr zerbrechliche Gefühl
„JEMAND“ Sein zu Müssen
in sich zerfällt
weil das „JEMAND“
I C H
IST
erdacht im Spiel
Gedanken in Form geschlüpft

Jetzt wird gesehen von niemand
das niemand IST
das IST ist einfach ICH
das IST doch einfach
und
IST ist einfach Sehen Dessen

Und niemand ist
nicht das Gegenstück von
„JEMAND“ oder „Jemand“ oder jemand
Denn das wäre „J E M A N D“
der ein
„N I E M A N D“
glaubt zu sein

IST ist einfach Sehen
und so sieht Sehen
das Spiel der Energie
und das DU
das ICH
BIN

Möge alles Leid hier enden und auch du

Ignoranz
Februar 9, 2012

Kuss der Stille

Ignoranz           

29.06.2011

ICH
MEIN Geist
auf ewig uranfänglich klar und leuchtend unberührt
Alles was erscheint
Erschien mit MIR
nichts kann Dies beschmutzen
IST endlos rein

Trotzdem schreist du als gequälte Seele
in großer Not
von MIR getrennt zu sein

Nur
da Du von MEINER Herzen Liebe
geboren
bist auch Du
auf ewig uranfänglich
rein
du hast es nur vergessen

dein Glaube in Verwirrung und ohne Kraft
dem Spiel der Elemente ausgesetzt
und
der Pein des armen Lebens
wie ein
trockner Wiesenhalm
ausgeliefert
jeden Wetters
schutzlos
ohne Hilfe
ganz
allein

Das glaubst du also
Nun möchtest du es klären?

Jetzt
nimm MEINE Hand
Die schon ewig auf dich wartend in der deinen ruht
In Liebe und Bereitschaft
geh mit MIR zusammen in dieses eine große Missverständnis
tief hinein
um die Dunkelheit für immer zu erleuchten

Und es ist wahr
es gibt da nur ein einziges Problem
welches hat natürlich viele Kinder
Nur in Form und Farbe
unterscheiden sie
doch die Wirkung ist stets gleich
weil der Rausch der Kraft der Ignoranz immer
aus dem Saft der selben Wurzel braut

Und dieses einzige Problem
bist du
du kleines du
aufgeblasen versuchst du
dir Raum zu schaffen
wo kein Raum für dich vorgesehen war

Natürlich
In MEINER Güte
lass ich dich blasen
sowieso ist es MEINE Luft
die deine Blase füllt
Auch die Blase ist von MEINER Qualität
denn du bist ohne MICH zu nichts zustande

Natürlich ohne Du bin ICH nur NICHTS
Du bist es Der im NICHTS erscheint
und auch verschwindet
Dort bist DU und ICH im NICHTS vereint
Wieder wieder erscheinst Du in dem hellen Schein
Form oder Formlosigkeit
so
ICH als Du MICH zu erfreuen
an dem Spiel der Regenbogenlichter

Das IST
so anfangslose Ewigkeit
und geschieht
obwohl
Nichts geschieht
solange wie Du endlos willst
denn dieser Wille
IST WILLE
der ohne Dich nichts mag

Das kleine du
was Du nicht bist
muss nun
diesen Zyklen willenlos gehorchen
weil du dein ganzen willen brauchst
um dies als dein Leben zu bezeichnen

Dies ist der Moment in der geheimen Zeit
wo deine Augen abgewandt von MIR
im Nebel der Gedanken
verwirrt
aus Du
das du entsteigt

Auch das du ist von
MEINEN Gnaden
von was denn sonst
ICH IST das jemals existierte ohne existent zu sein

ICH bin der Fisch der lebendig schwimmt
ICH bin das Wasser durch das er gleitet
ICH bin das in dem Ebendies erscheint
ICH BIN ALLES
Und auch das Erscheinen erscheint in
MIR
Ebenso wie das Erscheinte

ICH bin die Luft
Die SELBER atmet
Und erscheinst nun Du darin
Das BIN ICH auch
der in sich Erscheint
und jetzt vor Dir als Du auftaucht
und so ruhe ICH in MIR
im prallen NICHTS der Möglichkeit

Weil Du zum DU also in ICH
entblößt vom Du
vom DU zu Nichts im NICHTS geworden
bist
DU nie etwas andres gewesen
als NICHTS des ICH so Sein

Nun ist DIES geklärt
ohne Denken zu verwenden
FÜHL die Substanz der Schrift
Dies ist ein kurzer Weg zu MIR zurück
Auch wenn es keine Wege zu MIR gibt
Denn ICH hab dich nie verlassen
Da das nie geht

Da Du nun DU
Und DU in ICH auf Ewigkeit das
Selbe IST
Wer oder was bist dann du

Erst einmal
du bist Du der entschieden hat
Das Alles zu vergessen
Und das geht weil ICH alle Möglichkeit BIN
Also auch diese Dummheit
die ist möglich
aber warte es kommt noch dümmer
denn auch hier ist endlos Tiefe wahr

Nun jetzt Bist du also
So dein Glaube
und fühlst dich von Gott verlassen
einsam und allein
lebst in Gedanken an dich selber
und
wie dein Leid in dir erscheint
in dieser gottverfluchten Welt der Tristesse und Erbarmungslosigkeit

Das ist der Witz der kosmische Dimension spielend leicht bewegt
Es ist der Ursprung aller Witze
Und Dein Lachen
Du der ihn vernehmen mag
hallt durch die Äonen
die in Ewigkeit aufleuchten
wie ein einzig Donnerschlag
Dieser Blitz beleuchtet auch die Wurzel allen Übels
und vertreibt die Dunkelheit

Sieh
ICH habe dich nie verlassen
du hast deine Augen von MIR abgewendet
und als Ersatz ein Bild gemalt
in dem ICH dir als Gott erscheinen soll um dich zu erretten

Sogar dies Bin ICH für dich
wenn auch lachend
Lachen das aus Dir
wenn Du dies sehen kannst
ausbricht
und nur zur Klarheit
dieses Du bist DU in ICH

WACH AUF!

JETZT!

AUS deinem TRAUM

ein

du

ZU

SEIN!

Und das beendet diesen Traum

Und immer Wisse jetzt
das DU in ICH nie etwas andres war
als IST im SEIN
Und das
IST
ICH

DA

Du aus DU geboren in ICH erscheinst
nennst du Dies in deiner Welt
Die heilige Dreifaltigkeit

Nun wenn Du magst
dann nenne wie Du willst

Doch gib acht
das war deine kleine Perspektive
die gerne unterscheidet was man nie trennen kann

Hier endet diese Ignoranz

Und da Du aus DU in ICH erscheinst
Und somit BIN
anfangslos und ohne Makel
So bist auch Du geboren
Unbefleckt und Rein
Hier und Jetzt
Empfangen
durch
MEINE LIEBE GÜTE
In endlos ungeboren
SEIN

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?
Februar 2, 2012

Fragen eines Freundes

06.01.2012

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?

 

Wird diese Frage gestellt um Antworten anzuhäufen, sie zu archivieren, zu diskutieren oder um Argumente für oder wider deiner Überzeugungen zu sammeln? Dann hat die Antwort keinen Wert für dich, außer dass du noch mehr Ballast mit dir herumschleppst. Überprüfe doch bitte deine Motivation. Möchtest du mehr Ballast oder Freiheit. Beides zusammen geht nicht. Das ist eine Tatsache. Doch glaube nichts, überprüfe selber ob das die Wahrheit ist. Schau dir still dein Leben an und finde es selbst heraus. Nur eine Bitte, folge der Antwort, die hier hervortritt für diesen Moment einfach ganz still. Keine Ablehnung, keine Zustimmung, nur stille Achtsamkeit. Vielleicht gelingt es dir so nicht noch mehr Müll zu deinem Ballast hinzu zufügen. Du gehst schon ganz krumm unter dem ganzen Gewicht deiner Müllbeutel.

Die gewöhnliche Reaktion von uns Menschen ist grundsätzlich extrem. Entweder wir lehnen etwas ab, in der Extremform hassen wir es dann. Oder wir greifen danach und verteidigen es mit allem was uns an Mitteln zur Verfügung steht. Dann hassen wir, wieder in seiner Extremausprägung, diejenigen die das ablehnen, an was wir glauben. Wir beginnen unseren Glauben zu verteidigen. Eine dritte gewöhnliche Reaktion ist Ignoranz. Doch in seinem Kern ist Ignoranz keine Reaktion, sondern Nichterkennen oder Nichtwahrnehmen. Es ist also eher Dummheit oder Dumpfheit und beinhaltet keinerlei Intelligenz. Während in den erstgenannten beiden Reaktionsformen eine Art von Intelligenz wahrgenommen werden kann. Hier ist ein Rest von Lebendigkeit erkennbar.

Was ist also diese Stille und können wir Mediationsmethoden gebrauchen um die Natur dieser Stille zu erfahren? Bitte forsche still in dir mit, folge nicht den Worten, sondern schau in was diese Worte erscheinen, auf was sie hinweisen. Wir haben einen Deal ausgemacht, keine Diskussion in dir.

Grundsätzlich sind alle Methoden eine Art und Weise Erfahrungen zu überprüfen. Da gibt es zum Beispiel eine Methode um aus Trauben ein alkoholhaltiges Getränk herzustellen. Doch zuerst war da die Erfahrung, dass irgendwie aus Trauben eine berauschende Substanz entstehen konnte. Durch unbekannte Umstände, vielleicht Wärme und bestimmte Einflüsse ist da etwas entstanden. Du kostest von dieser Substanz. Du bist berauscht. Das gefällt dir. Du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast Erfolg und denkst dir eine Methode aus, wie diese Erfahrung dauerhaft wiederholt werden kann. Du hast Erfolg und du denkst dir eine Methode aus, einfacher und mehr von dieser Substanz herzustellen. Du hast Erfolg und so hast du dir eine funktionierende Technologie erdacht. Du produzierst jetzt eine Menge davon und benennst das Ergebnis. Es heißt ab jetzt Wein. Die Menschen um dich herum möchten das auch haben. Du gibst es ihnen. Es gefällt ihnen. Sie lieben dich. Du bist ein Wunder. Du bist ein Meister. Du bist Gott. Du glaubst es selber. Du bist ein Narr.

Die Erfahrung war also plötzlich da und das Denken hat eine Methode erdacht, diese Erfahrung noch einmal hervor zu bringen, zu wiederholen, zu sichern.

Da ist also eine Erfahrung der Stille und du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast die besten Absichten. Du wendest diese Methode an. Das Erfahrene erkennt sich wieder.  Die Menschen um dich herum möchten auch diese Erfahrung haben. Du gibst ihnen die Methode. Du begehst das Gute*. Sie wenden die Methode an. Doch sie hatten nicht diese Erfahrung. Was soll denn nun eigentlich erfahren werden? Wie soll also ein Wiedererkennen erfolgen, wenn die Erfahrung dort nicht erfolgt ist? Sie fragen dich. Du erklärst die unerklärliche Erfahrung, die unabweisbar erfolgt ist. Du erklärst die Stille mit Worten. Du erklärst die undenkbare Stille mit Sprache, die ein Instrument des Denkens ist. Du erklärst Stille mit Denken. Die Menschen verstehen nicht. Die Menschen wenden die Methode an. Eine Erfahrung taucht auf. Mit der Erfahrung taucht der Gedanke auf: das könnte gemeint sein, jetzt habe ich es. Sie kommen zu dir und legen dir den Gedanken der Erfahrung zu deinen Füssen. Eine Trophäe der Jagd nach Stille. Ein Objekt. Du musst sagen, dass es das nicht ist.

Die eine Hälfte ist wütend. So viele Jahre der Methode, völlig umsonst. Sie schreien dich an und beschuldigen dich der Scharlatanerie. Sie gründen eine eigene Bewegung mit einer besseren Methode.

Einige gehen nach Hause und betrinken sich mit Wein für den Rest ihres Lebens.

Die andere Hälfte denkt sich: wenn ich nur lange genug die Methode anwende, dann werde ich diese Erfahrung schon irgendwann mal haben. Ich muss nur härter meditieren. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht haben können, weil sie schon das Erfahrene sind. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht zu einem Objekt machen dürfen. Du sagst ihnen, dass sie sich die Stille nicht erdenken können. Du sagst ihnen, dass sie schon Stille sind. Es geht um das Wiedererkennen deiner wahren Natur. Du sagst ihnen, entspannt euch.

Sie verstehen dich nicht. Sie wenden die Methode noch härter an.

Du gehst in den Wald und in der Stille, die du bist, erscheint Trauer.

Die Natur des Denkens ist grundsätzlich mechanisch. Mechanik ist nicht intelligent. Mechanik produziert Stückwerk, Bruchstücke, Splitter, doch es kann sie nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzten, dazu brauchte es Intelligenz. Schau dich einfach in der Welt um, jede Menge Fragmente, kein funktionierendes Gesamtbild und dazwischen verwirrte Menschen die Unsinn reden und glauben alles im Griff zu haben. Narren.

Jede Methode, die das Denken erdenken kann, ist somit ein Fragment, eine Scherbe. Jede Meditationsmethode, die das Denken erdacht hat, ist der fragmentarische Versuch über sein eigenes Denkuniversum hinaus zu schauen, um einen Blick auf das Gesamtbild erhaschen zu können. Das Denken kann ganz schön schlau sein. Es weiß von seiner fragmentarischen Natur und versucht sich umzuschauen nach Ganzheit, ohne aber seine mechanische Natur aufgeben zu wollen. Du bist ganz schon schlau, du möchtest dein Ballast behalten und dich mit Gepäck in die Freiheit mogeln. Aus Sicherheitsgründen, denn man weiß ja nie, oder?

Doch Schlauheit ist nicht Intelligenz. Stille ist Intelligenz. Stille ist leuchtende intelligente Lebendigkeit. Stille ist knisterndes Potenzial. Stille ist Gesamtheit, ist Einheit. In der Stille erscheint diese Welt mit seinem Denken. Du bist Stille, die in Stille als Denker erscheint, der denkt nicht in Stille zu sein.

Geht’s noch deutlicher? Natürlich. Sieh doch selbst.

Ein Mensch, in dem die Mechanik des Denkens angehalten hat, ist Stille. Stille das sich wiedererkennt, dass es Stille ist, in einer menschlichen Form, nennt man Meister auf dieser Erde. Eigentlich müsste es einfach Mensch heißen, doch diesen Titel hat sich schon der Denker geraubt.

Da jeder Mensch Stille ist, kann er nicht mechanisches Denken sein. Das ist erfahrbar und wahrnehmbar. Hier ist die Aufforderung das selber herauszufinden, sonst machst du diese Antworten zu einem Objekt. Wenn du eine Methode anwendest, berühre die Erfahrung nicht und die Stille fließt durch die Scherbe der Erfahrung zu dem Gesamtbild zusammen, zu dem Spiegel in dem alles erscheint.

Das bist ewig DU.

Ist es nicht seltsam, dass wir immer gebettelt werden müssen unser Leiden zu beenden. Du brennst ab wie eine Fackel und hier kommt höflich, bittend, bettelnd der Hinweis; Eh, du brennst wie eine Scheune, wie wäre es denn mal mit einem Sprung ins Wasser? Ah, jetzt noch nicht, ok. Später vielleicht?

Der Mensch in Stille ist der lebendige Hinweis, dass du diese Stille ebenfalls bist. Machst du ihn zu einem Gott, bewirfst du ihn mit deinem Müll. Würde er diesen Müll annehmen, wäre er ein Idiot.

Wenn die Mechanik des Denkens aussetzt, ist spontan die Gesamtheit wieder da. Es wird gesehen, dass sie nie weg war, sondern nur überdeckt.

Von hier geht Lebendigkeit erst los. Hier ist alles möglich.

Lebendig Stille
Dein glühend Kuss
verbrennt die Dunkelheit
zu leuchtend Sternenstaub
reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen
und offenbart die Dimension der Ewigkeit

*dieser Ausspruch stammt von einem unbekannten Schüler von Frau Míla Tomášová

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