Stille
Februar 3, 2012

Kuss der Stille

Stille     (Audio)       

28.06.2011

Im Schauen des Sehens in der Stille
liegt das Geheimnis dieser Welt

Dies ist das Geheime das offen zur Verfügung steht
Dem Schatz der alles überragt was jemals Ist
Weil er die Summe Allens und auch dessen Inhalt IST
Doch nur Schritt für Schritt ganz leise
kommst Du dem Schatz der Schätze nun ganz nah

Nicht weil der Schatz entfliehen könnte
Nein das ist nicht möglich
Er IST seit Ewigkeit
und wird so lange bleiben
wie die Ewigkeit besteht

Doch Du bist noch zu voll
mit wertlosem Geschwätz
über den Wert des Schatzes
so das Du in Dein Begehren
geblendet von dem Glanz
das offensichtlich Wirken nicht erkennen kannst

Doch nun ein Schritt auf das Geheime zu
als ob es Schritte gäbe
Doch in MEINER Liebe geh ICH auf Dein Flehen ein
Und zeige mit Meiner LIEBE Hand auf das Wissen
was sich selber ständig offenbart

Das Sehen in der Stille war schon immer da
Denn ICH bin ALLES anfangslos
Dein Auge war nie nötig um Dies zu Sehen
was schon immer IST
Die Stille ist ICH in Allmacht Liebe
und das Sehen Dessen ist die Frucht
MEINER Hochzeitsnacht

Die Vereinigung von ALLEM
hat auch Dich hervorgebracht
So bist Du mein Sehen dieser Welt
und die Schau des Sehens in der Stille
ist MEIN Brautgeschenk an MICH
als dieses reine Kind
Du
unbefleckbar
da
Du MEINES Geistes bist
Und dasselbe substanzielle Wesen
trägst nun Du zur Schau
in dieser Welt

Die Schau des Sehens in der Stille
Die Schau, das kleine Sehen Meiner Herrlichkeit
Ist immer da
klein, nicht weil es unvollkommen ist
doch die Eigenschaften deiner Form erlauben Dir nur diesen Blick
Du würdest sonst vor Deiner Zeit verglüh‘n
Wenn das letzte große Sehen jetzt schon in Dir wär

Das wird tatsächlich auch geschehen
Wenn DU Mich in DEINE Arme schließen kannst
Und Du gehst einverstanden und im Glück
das dann ewig dauern mag
Doch Geduld
noch ist es nicht soweit

Die Schau des Sehens in der Stille ist die Welt
wie ICH Mich sehen würde
wenn ICH mich jemals selber sah
und so siehst Du ewig MICH
bei Deiner Schau

Dein ungetrübter Blick ist die Reinheit die von Nöten ist
um die Reinheit Alles Seins ohne Haftung zu erfassen
die Reinheit aller Formen in denen ICH
entstehe und vernichte
alles in der geheimen Dimension der Zeit
Dies Alles JETZT
in dem einen ewig dauernden Moment

Das NICHTS des Wissens ist unabdingbar die Bedingung
in der bedingungslosen Schau des Sehens in der Stille
So entfaltet sich die Welt
die Du nun siehst
frisch und ohne Müh für Dein Aug

Benutzt du aber dein altes Wissen um die Welt
und blickst du so darauf
So ist sie trüb und fade
und du jammerst um den Mangel
das da etwas fehlen mag
Natürlich fehlt etwas in diesem stumpfen Glotzen
du hast MEINE ewig Frische eingetauscht auf dem Basar
gegen Tand
und nun trägst du in deinem Kopf
Augen aus poliertem Stein
nur nebenbei
in deinem Herzen sieht‘s nicht besser aus

Und die Methoden
Die Reduktion des Angeschauten ist auch nur ein Konstrukt
vom Denken der Gedanken
durch Meinen lieben alten Diener
gefallen in der Arroganz Mir gleich zu sein
vergessen das Du schon immer bist in MIR
nun aber in der Not selbsterzeugter Dunkelheit
benutzt
um mehr zu sehen als Trostlosigkeit
vielleicht brauchbar willst du Leben spielen
doch Unsinn für die wahre Schau des Lebens Selbst

All das von deinem willen Unsinn muss erst sterben
Bevor du stirbst und Du erscheinen darfst
Und MEIN Wille
durch Dein klares Auge sehen mag

Doch auf diesen Erden kann ICH nur in Dir wirken
Wenn Du es sagst
das ICH in MIR willkommen bin
Ach und übrigens
Es ist recht und
wirklich gut wenn Dein Körper
Für den du dich gewöhnlich hältst
Auch noch atmet und
noch nicht in Elemente aus denen er besteht zerfällt
wenn ich in Dir wirken darf

Hast du genug von deinem Jammer
und gibst deinen kleinen willen auf
dann wirk ICH in Dir
mit lieber zarter Hand
mal laut mal leis
Das liegt ganz an der Härte deines Denkens
und an dem Panzer den du dir erdacht
Den zu durchbrechen hast du Dir selbst
nicht leicht gemacht

Nicht dass Mich irgendetwas hindert
Nur Du
Geschöpf von Meinem Willen LIEBE
Du bist so wunderschön und zart
Und das letzte was ICH will
dies durch Dich selber zu verletzen
Dies
was auf ewig unverletzbar sei

Nun höre!

Wie Du MICH erkennst
ist einfach
denn wenn du gehst
zieht
NIEMAND
in das leere Haus
Doch gib acht
versucht JEMAND einzuziehen
bin
ICH es nicht
Denn ICH bin schon immer Du
Und somit auch das leere Haus
IST ICH
Bleib standhaft
Und nun bleibt es für immer leer

Nun werden Deine Augen zu Brillanten
scharf geschliffen und ganz rein
und kein Gedankenschatten trübt das glitzernd Licht
das durch diese Öffnung funkelnd scheint

Nun ist die Mühsal der Erklärung
der dem trüben alten Blick erklärte
um zu versteh‘n was er nun sah nicht länger Not
Sondern ohne willen
völlig friedlich
erhebt sich frei die Schau der Sicht
wenn Dein Blick
auf dem Geschöpf der Schöpfung ruht

Das Wissen was sich während dessen offenbart
wird nur gewusst in dem Moment des Schauens
und wird nicht mehr eingesperrt in dunkle Speicher
wo es modernd wartend an sich selbst verkam

Da der Blick nun frei von allem
immer auch auf Allem ruht
streift das Wissen des Geschauten
zart Dein Herz
wie des Vogels Schwingen die Luft berührt
während sie ihn trägt

So ist das Wissen in reinem Blick gegründet
So ist das Schauen des Sehens in der Stille
Wandert der Blick
frei von Zwang etwas andres anzuschau’n
zum nächsten Augenblick
in der geheimen Zeit
so erhebt sich ganz spontan von
Diesem was zu wissen gilt

Das andere davor wird nicht gewusst
doch nicht vergessen
Die Reflektion ist nicht beschädigt
sie wird nur nicht mehr gebraucht
bei dieser reinen Schau

So sinkt MEIN Sehen
in Deine Schau noch tiefer ein
und
Ist nun wie immer schon
MEIN Wesen
das durch Dich
Substanz bekommt in dieser Welt

Nichts kann die Schau mehr stören
Gedanken sind nur leichte Fetzen
die raumlos vorüber ziehen
mal zwitschernd ihren Inhalt singen
mal stumm die Kreise drehen
um leise zu verschwinden
bis vielleicht auch das vergeht

Nichts fehlt
Nichts kommt hinzu
Da
Alles kommt aus MEINER Stille
ist es perfekt
wie ICH als
Dies erschein

Nun schaust Du
ICH in Herrlichkeit
Das letzte Suchen endet hier an dieser Stelle
Und das Finden wird bedeutungslos geschaut
Die Schau des Sehens in der Stille
IST Dein Leben nun

Der Friede ist jetzt endlos tief
Weil ICH schon ohne Anfang BIN
und jenseits der Süße der Erfahrung
verbleibt ein Leben
Frei
im Schau der Ewigkeit der leuchtend Leere

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Angst
Januar 29, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Angst

30.6.2011

Gestern Abend auf dem Berg mit dem Blick über die Stadt und den Fluss blieb man noch auf einer Wiese sitzen. Zwischen vielen Menschen, die ebenfalls dort saßen, und laufenden Hunden, die sich schwanzwedelnd gegenseitig beschnupperten und je nach Alter und Gemüt miteinander spielten oder sich faul auf dem Rasen ausstreckten.

Die Hitze des Tages hatte nachgelassen. Die Sonne war schon hinter dem Horizont verschwunden und ließ einen kräftigen dunkelblauen Abendhimmel zurück, in dem, trotz der hellen Lichter der Stadt, die ersten Sterne schimmerten.

Die Laternen warfen ihr gelbliches Licht sanft auf die Bäume und ihr Blätterkleid zauberte ein fantastisches Schattenspiel auf die Welt. Der süße Duft der Lindenblüten lag wie ein Seidendach hauchfein gewebt über der Wiese und die Menschen lachten und schwatzten, ihre Sorgen des Tages vergessend.

Pärchen küssten sich und hielten sich versonnen in den Armen.

Tiefer Friede lag in dieser lärmenden Szenerie und der fröhliche schwatzende Lärm wurde aus der Stille gesehen, wie es IST. Dies als schwatzende Stille, die sich erhebt und wieder einsinkt – ohne Dies zu berühren oder zu verändern.

Kommen und gehen aus sich heraus, immer frisch und neu.

Was für ein Wunder!

Dann kam im Gespräch die Frage auf, ist dieses Sehen in der Stille die Stille selbst, oder eine Erfahrung über die Stille, die wieder geht, wie schon so viele andere Erfahrungen zuvor.

Die Frage brach unvermittelt in die süße Schau. Wer dort schaute war nicht bekannt und doch wurde eine erste spontane Reaktion bemerkt.

Die Reaktion war Abwehr, die sofort, fast augenblicklich in der Stille verbrannte, ohne Widerstand.

Dann wurde in der Stille gesehen, dass da kein Zweifel bestand. Da gab es kein Platz, in dem Zweifel hätte bestehen können. Diese Stille war keine Erfahrung, sie war einfach und sie bleibt, weil sie einfach IST. Sie ist tatsächlich Alles, und Dies ist unzerstörbar. Dann wurde gesehen, die Stille hatte keine Mitte, kein Zentrum, dort war Nichts, und daraus kommt heraus was geschaut wird und verschwindet auch wieder darin.

Doch da fehlte etwas. Dass etwas fehlte wurde gesehen, doch nicht gewusst, was es war. Die Leere in der Mitte der Stille war früher ausgefüllt mit etwas und das war weg. Etwas was man als großes Zusammenziehen bezeichnen könnte, vielleicht kommt das dem am besten nahe. Nun war es weg und an seine Stelle ist Nichts getreten. Durch die Frage und das Verbrennen der Abwehr auf die Frage wurde gesehen, dass die Stille unbezweifelbar das ist was immer IST.

Doch wurde auch gesehen, dass da Angst unter der Abwehr sich verbarg, und da die Abwehr sofort hingegeben wurde, lag diese Angst nun offen.

Die Angst bezog sich nicht auf Zweifel an der Stille, da gab es keine. Oder an der Schau und der Reinheit (absichtslos) des Sehens, da gab es auch keine Angst.

Es war viel raffinierter und doch so einfach. Die Angst war gefüllt mit der Angst, dass wieder da, wo im Zentrum nun Nichts war, wieder das Alte einziehen könnte. Und doch war dort niemand, der Angst haben könnte, wie paradox.

Das wurde ausgesprochen, damit die Angst, die in der Stille als Gedankenform gesehen werden konnte, sich nicht mehr verstecken konnte. In der Stille, in diesem Bekanntmachen dessen, brannte die Angst lichterloh.

Doch so einfach ging die Angst nicht weg, obwohl sie brannte wie eine Scheune, und die Stille hielt weil sie nichts verdeckt.

Irgendwie stand es auf Messerschneide, so schien es.

Dass Panik aus Stille aufsteigen kann, wurde bis dahin noch nie erfahren, doch Panik beschreibt es am besten.

Völlig unbewegt außen und innen stieg ein Gefühl von Panik auf, an die sich die Angstgedankenform heften konnte. Das ist schrecklich, als ob man am lebendigen Leib geröstet wird.

Im Gespräch kam der Vorschlag auf, wenn die Stille wieder geht, dann geht sie eben, na und!

Der Feuersturm, der auf diese Worte hin ausbrach, lässt sich nicht beschreiben.

Doch die Stille hielt dem völlig unberührt stand, nur schien sie etwas blasser.

Dieses schien etwas blasser ließ das Entsetzen noch eine Stufe steigen, vor der Angst, dass das Alte wieder seinen Platz einnehmen könnte. Dabei war die Stille ruhig und das Zentrum leer. Der Feuersturm tobte überall im Inneren, aber das beeindruckt das was IST überhaupt nicht.

Und wenn die Stille wieder geht, na und!

Dann ist es eben so, dass sich das Leben so lebt. Dies mit tiefstem Herzen angenommen löschte die Angst aus, wie eine Kerze, die ausgeblasen wurde, und das stille Leuchten der Stille breitete sich aus und lächelte.

Oh, da fehlen alle Worte, und Tränen voll mit Dankbarkeit und Freude (Worte die so blass erscheinen) laufen jetzt noch am Morgen danach über das Gesicht.

Oh, welch Glückseligkeit, oh.

Danke, Danke.