Gespräche zu „Die letzte Nacht“
September 2, 2018

Gespräche zu „Die letzte Nacht

02.09.2018

Einige kürzlich zurückliegende Fragen und Gespräche haben deutlich hervorgehoben dass die Kommunikation  zwischen uns Menschen in einem großen Umfang von Missverständnisse geprägt ist. Dieses „aneinander vorbeireden“  hat sicher eine Vielzahl von Ursachen aber eine davon ist besonders auffällig und durchdringt beinahe jedes Gespräch. Jeder Mensch existiert in seiner „eigenen“ Wahrnehmungssphäre und projiziert seinen spezifischen Ereignishorizont.

Um es nicht unnötig komplex zu machen lassen wir mal außer Betracht das hier die Sicht besteht dass dieser „jeder Mensch“ auch schon Projektion ist.

Die spezifischen Projektionen weisen allerdings eben auch Überlappungen mit anderen spezifischen Projektionen auf und da ist dann die Chance auf eine Verständigung bzw. auf ein gemeinsames Verständnis über ein jeweiliges Thema.

Bedingung ist allerdings dass sich die Kommunizierenden wenigstens auf eine minimale Übereinkunft der Bedeutung der Begrifflichkeiten, die hier verwendet werden, verständigen können. Ansonsten wird dieses Gespräch nur ein Austausch von bedeutungslosen Worthülsen.

Allerdings ist nicht auszuschließen dass das sowieso so ist.

Also für dieses Gespräch hier gilt hier zumindest die Übereinkunft dass derjenige Mensch welcher fragt und derjenige Mensch der hier die Antworten hervorbringt aus der Sicht heraus nicht verschieden ist.

Es ist das Selbe. DIES flüstert sich die Antworten selbst zu.

Kein Fragender, kein Antwortender.

Kein Blinder, kein Sehender.

Kein Unwissender, kein Wissender.

Kein Suchender, kein Finder.

Warum ist das so wichtig? Weil festgestellt wurde dass den Worten hier „geglaubt“ wird.

Das ist das Allerletzte was hier gewollt wird und trotzdem geschieht es. Diese Worte sollen einzig dazu dienen den Impuls der Suche nach Wahrheit zu übertragen, besser allerdings noch dass dort gesehen werden kann das Finden schon immer ist.

Wenn das nicht möglich ist, gilt zumindest die zweite Übereinkunft für dieses Gespräch, versuche mal das Nicht des Glauben-wollens anzuwenden. Stimme nicht zu, lehne nicht ab und ziehe keine Vergleiche.

Versuchen wir es also.

Die Zeilen „Die letzte Nacht“ sind im Juni 2011 spontan auf die Frage eines Freundes niedergeschrieben worden. Die begleitende Erfahrung der Spontanität ist hier immer in gewisser Weise ein Hinweis darauf dass das, was zum Vorschein kommen kann, ein Fingerzeig in Richtung „Wahrheit“ sein könnte. Als persönliche Leistung kann es sowieso nie gesehen werden. Also nun zum Text:

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

Diese Zeile leitet jede der 10 Strophen ein. Es beinhaltet somit mehrere Bedeutungen. Nacht steht in dieser Strophe nicht für die Zeit des jeweiligen Tages in der es dunkel ist. Es deutet auf deine Erfahrung des Zustandes der inneren Verdunklung hin. Deine Suche, deine Verzweiflung, dein Scheitern, hat diese Erfahrung der Dunkelheit, der Abgeschnittenheit, der Einsamkeit hervorgehoben. Es wird als ein „innere Zustand“ erlebt. Doch auch das ist nur eine Erfahrung, so wie vorher alles als „real und außen“ gesehen wird erscheint es nun als „real und innen“. An diesem Punkt hilft aber die Erklärung das es „nur“ eine Erfahrung ist überhaupt nicht. Auch wenn es die absolute Wahrheit ist. Die Erfahrung ist oft einfach noch zu überwältigend.

„…wenn Du einsam bis“

„einsam“ steht in dieser Strophe noch für Alleinsein oder Zurückgezogen-sein. Wie ein verwundetes Tier suchst du die Einsamkeit, dass Alleinsein und ziehst dich von den anderen Menschen zurück. Ein Impuls der sehr stark werden kann… Abwendung von der Masse, der Gesellschaft, dem Gewöhnlichen und Hinwendung zu dem Göttlichem, Erhabenen, dem Außergewöhnlichen. Das ist eine Basisbewegung des Egos. Denn wer oder was sucht wohl nach Erlösung  und nach mehr als das was IST?

„Spüre die Zweifel auf Deinen Lippen“

Der Zweifel der hier angesprochen wird ist eine wichtige Komponente der wahrhaftigen Suche. Hier ist nicht der übliche Zweifel gemeint, wo wir heute dies anzweifeln, morgen etwas anderes  und das gestrig Angezweifelte nicht mehr anzweifeln. Es ist einfach mangelnde Klarheit wenn wir ständig irgendwas bewerten und beurteilen. Dieses Verhaltensmuster ist eine gewichtige Komponente warum sich die Erfahrung von Dualität so stabil manifestiert kann.

Dieser „richtige“ Zweifel ist ein Bewusstheitszustand wo es beginnen kann dass die sogenannte Realität hinterfragt wird. Doch es fehlen oft die Worte die Fragen auszudrücken, deine Lippen können die Frage (noch) nicht formulieren. Doch dieses unbestimmte Gefühl gewinnt an Gewicht, die Fähigkeit sich zu äußern und zu hinterfragen wächst.

„Spüre die Angst in Deinen Augen“

Die Angst ist unser gewöhnlichster Begleiter. Forsche mal nach was da wirklich Angst hat und besonders vor was. Klar, wir Menschen haben Angst davor zu leiden. Allerdings haben wir genauso intensiv Angst vor dem Enden des Leidens. Es ist uns doch so vertraut. Eigentlich wollen wir doch dass alles so bleibt, nur eben irgendwie besser. Doch du hast dich auf dem Weg gemacht die Wahrheit zu suchen und nun spürst du dass das Finden kein Stein auf dem Anderen lassen wird.

An diesem Punkt der Erkenntnis kannst du zwar anhalten oder langsamer werden, aber ein Zurück gibt es nicht mehr. Du steckst fest. Jetzt bleibt dir nur übrig die Angst als Werkzeug zu nutzen, ihr Wesen zu erforschen und ihre Wirkung zu beobachten. Freiheit will also verdient werden…mhm… Das ist doch deine Überzeugung, oder? Dann diene der Freiheit eben bis sich deine Überzeugungen auflösen dürfen. Schließlich wird sich die Erfahrung der Furchtlosigkeit manifestieren. Diese Erfahrung ist nicht das Gegenteil von Furcht.

„Spüre den Zorn in Deinem Herzen“

An diesem Punkt deiner Reise fühlst du dich vom Leben völlig verarscht. Die Erfahrungen die sich mit der Methode des Zweifelns und der Erforschung der Furcht manifestieren konnten, stellen dein gesamtes Weltbild und Überzeugungen auf den Kopf. Klar bist du wütend. Irgendwas würde nicht mit dir stimmen  wenn diese Erfahrung nicht hochkommt. Wenn der Zorn der hochkommt dann abklingt erscheint die Erfahrung von Desillusionierung und Ratlosigkeit. Das ist ein gutes Zeichen. Besonders Ratlosigkeit ist Gold wert. Wenn die Erfahrung von Ratlosigkeit ganz tief akzeptiert werden kann und nicht angerührt werden muss ist der Raum für Sicht entstanden.

Das ist dann der erste ernsthafte Schlag gegen deine gewöhnliche konditionierte Annahme über die Natur der erscheinende Realität. Diesem folgen weitere, doch dieser Schlag drischt eine erste wichtige Schneise in das Dickicht der Verblendung. Alles was du davor geglaubt hast für die Freiheit unternommen zu haben war, aus rückblickender Perspektive, nur Firlefanz. Allerdings notwendig. Scheinbar.

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

In dieser Strophe wandelt sich die Bedeutung  „Nacht“. Es repräsentiert nicht mehr ausschließlich diese „verzweifelte inneren Verdunklung“. Wann kannst du Licht am besten sehen? Genau in der Dunkelheit. Die Dunkelheit dieser Nacht ist nun willkommen, denn dadurch besteht jetzt die Möglichkeit der unterscheidungsfähigen Wahrnehmung. Eine notwendige Erkenntnis, da du diese Unterscheidungsfähigkeit für deine weitere Reise dringend benötigen wirst, doch das wirst du selber noch herausbekommen. Letztlich wirst du die Fähigkeit der unterscheidungsfähigen Wahrnehmung benötigen um feststellen zu können dass alles das was IST das Selbe ist. Wenn diese Aussage jetzt als Paradox aufgefasst wird ist das an diesem Punkt völlig in Ordnung.

„…wenn Du einsam bist“

Auch hier wandelt sich die Bedeutung. Nun bist du nicht mehr in dem …verwundetes Tier-Modus und suchst die Einsamkeit nicht mehr als Abwendung von dem was IST sondern du nutzt die seltenen Gelegenheiten des Alleinseins um über das was du über das Göttliche, Erhabene, dem Außergewöhnlichen sammeln konntest zu kontemplieren um rauszubekommen was du alles sein kannst.

Da du genug gelitten hast, so glaubst du, keimt die Hoffnung auf Erleuchtung als das ultimative Enden des Leidens auf. Bist du auf deinem jeweiligen spirituellen Pfad gut trainiert worden erfährst du dich als altruistisch und dehnst diese Hoffnung auf alle fühlenden Wesen aus. Das IST ist also scheinbar immer noch nicht ausreichend. So, so … das ist allerdings immer noch eine Bewegung des Egos, da die Aussicht auf Resultate, auf ein Ergebnis die treibende Motivation darstellt.

„Spüre was Du wirklich bist“

Die größte Geste, zu der das Ego fähig ist, ist zu Erlauben darüber nachzudenken dass das Ego selbst und seine Mechanismen des Greifens, Ablehnens und des Ignorierens das Hindernis zur angestrebten Erleuchtung sein könnten. Das Ego macht dann eine Bewegung des Hingebens seiner selbst. Möglicherweise wird das sogar ganz tief geglaubt und als wahrhaftig erfahren. Wenn diese Erfahrung auftaucht kommt langsam etwas in Bewegung. Natürlich wird sich das Ego nicht hingeben, es kann nicht, es ist eine Illusion, ein Mind-Fuck. Was nicht existiert kann sich nicht hingeben… und doch kann die Geste des Hingebens in die Erfahrung des Annehmens münden.

Es könnte hier noch mehr darüber berichtet werden aber für diejenigen wo diese Erfahrung des Annehmens nicht geschehen ist würden diese Beschreibungen wohl nur Fantastereien beschwören. Für diejenigen wo es geschehen zu sein scheint würde das nur kalter Kaffee sein. Letztlich passiert nicht mehr als das Du Dich als das erfährst was Du schon bist. Wenn du glaubst das war es dann, nun…. hier geht’s eigentlich erst richtig los.

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

Die Bedeutung von „Nacht“ und „einsam“ in dieser Strophe haben von nun an eine völlig andere Bedeutung. Nacht ist nun vielleicht besser mit der Erfahrung von Lichtlosigkeit  oder jenseits des Lichtes zu beschreiben, wenn wir bei einem weltlichen Termini bleiben wollen. Es bedeutet dass die Basis Allens erfahrbar erscheint. Das ist hinter allen Möglichkeiten des Beschreibens. Denn das Wort „Leerheit“ wird nur zu schnell und gerne benutzt um etwas völlig unbeschreibliches Auszudrücken. Vielleicht tut es das Wort Lichtlosigkeit auch nicht besser, aber tatsächlich kann nun das ewig Unbewegte als Bewegung „gesehen“ werden.

„Einsam“ hat nun überhaupt nicht mehr die Bedeutung von Alleinsein oder Zurückgezogenheit. Im Gegenteil ..Vereint was nie getrennt… und da spielt es keine Rolle ob du dich in der Menge auf dem Marktplatz oder alleine auf der Wanderung durch die Berge befindest. Du bist Dies und siehst dass Du Dies bist, das ist unabweisbar. Doch gib acht, das ist auch nur eine Erfahrung.

„Siehst Du
kein Zweifel, Angst und Zorn
ist jemals dort gewesen“

Man könnte als Ergebnis dieses „Sehens“ ausdrücken dass die Erfahrung erscheint dass niemand da ist und niemals jemand da war. Wenn nie jemand war, wie könnten da die Emotionen die uns scheinbar so gebeutelt haben eine inhärente Wirklichkeit haben? Wie könnte also, wenn sie keine inhärente Wirklichkeit haben, die Realität, die wir doch als so faktisch erfahren haben, eine eigenständige Existenz besitzen? Hat sie nicht, doch sieh selbst.

„Siehst Du
In der Dunkelheit die leuchtenden Sterne
Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe“

Diese Strophe deutet auf eine Erfahrung hin die mehrere Ebenen der Erkenntnis beinhaltet. Dunkelheit steht hier tatsächlich für Leerheit, NICHTS, Darmakaya, Basis, Quelle. Es ist NICHTS das unkonditionierte  Potenzialität ALLES IST. „leuchtenden Sterne“ stehen für die manifestierte Potenzialität. ALLES und NICHTS sind nicht zwei Zustände. Es ist Nondual und zeitlos gleichzeitig. Da hier schon kläglich regelmäßig daran gescheitert wurde es zu beschreiben lassen wir das besser. Doch es kann als Erfahrung „gesehen“ werden und darauf weist die die Zeile „….. Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe“ hin. Zum Beispiel kann sich in einem Darkretreat diesbezüglich eine eindeutige Erfahrung manifestieren und einen Hinweis liefern was wir wirklich sind.

Ist jedoch das Nicht-Greifen (nach auftauchenden Erfahrungen) noch nicht stabil genug und muss nach dieser oder ähnlichen Erfahrungen gegriffen werden, so sind die Reflexe und Subroutinen unseres gewohnheitsmäßigen Menschseins noch aktiv. Dann ist es besser es zu unterlassen Methoden anzuwenden die diese oder ähnliche Erfahrungen erzeugen. Die laufenden Subroutinen bilden automatisiert Konzepte über die entsprechende Erfahrung und macht daraus etwas Erfahrenes. Das kann dann wie ein Filter wirken und letztlich kann es zu einem Hindernis werden, das jegliches „Sehen“ blockieren kann. Das bezieht sich nicht nur auf die Methoden der Dunkelheit sondern auch auf die Methoden des Lichts.

„Siehst Du was DU immer warst“

Das ist einerseits eine Vertiefung der vorherigen Strophe, geht allerdings auch darüber hinaus. Das „Sehen“ kann ungeahnte Tiefe annehmen. Es kann sich in jede Richtung ausdehnen. Was da wahrgenommen wird kann selten wirklich verständlich beschrieben werden. Oft stellt sich hier auch die Frage warum es beschrieben werden sollte, denn letztlich führt es zu Missverständnissen und zu Gesprächen wie diesen und diese Gespräche wiederum zu weiteren Missverständnissen.  Da jedes menschliche Wesen die Fähigkeit hat zu „sehen“ so sieh doch selbst!

Vielleicht noch mal zu dem was in der Wahrnehmung beim „Sehen“ auftaucht und unseren menschlichen Reflex der dazu erscheint. Es ist offensichtlich notwendig es so oft wie möglich zu wiederholen: Das was auftaucht ist eine Erfahrung z.B. von Leerheit, von der Natur des Geistes, von natürlich klarem Licht usw.

Der übliche Reflex ist bei solch einer Erfahrung davon zu sprechen „Das bist Du“.  Das ist nicht korrekt und fahrlässiger Weise viel zu „früh“. Da gibt es nämlich immer noch etwas was erfährt und etwas was erfahren wird. Das ist Dualität, wenn auch subtil.

Dann ist es hoffnungslos, fragst Du? Doch, das was erfährt und das was erfahren wird kann „verschmelzen“… tatsächlich allerdings verschwindet das was erfährt, da es nie bestanden hat…..vereint was nie getrennt… Wir sind jetzt hier weit über die Grenze des sinnvoll beschreibbaren gegangen und es ist genug gesagt dazu.

„Sitz nun still in Deinem Haus“

Mit „Sitz nun still…“ist keine Achtsamkeitsmeditation oder tatsächlich stillsitzen gemeint. Hier bezieht sich diese Aufforderung auf die gesamten Ebenen deiner menschlichen Existenz. Also auf die Erscheinung als Körper, Energie und Geist. „….Deinem Haus“ Haus bedeutet hier Dimension und weist auf die Erfahrung hin dass sich deine Erscheinung (Existenz) als „Ausdehnung“ oder „so sein“ oder „ursachlos aus sich heraus erscheinend“ erfahren hat und diese Erfahrung vollständig in die Wahrnehmung integriert ist. Wie sprachen schon über diesen Punkt… das was wahrnimmt und das wahrgenommene „verschmilzt“ da es nie getrennt war…

„In dieser Stille lös Dich auf“

Das ist keine Aufforderung aktiv etwas zu unternehmen oder eine Methode anzuwenden. Stille löst sich in Stille. Gibt es hier noch ansatzweise einen Impuls etwas anzuwenden ist dein Weg bis hier hin reine Fantasterei gewesen.

„Kannst Du endlich gehen und niemand kommt zurück“

Die tiefsitzenden menschlichen Konditionierungen und verdeckt operierenden Subroutinen der menschlichen Erscheinung hören erst an diesem Punkt auf zu funktionieren. „…niemand…“referiert von nun an nicht mehr auf einen (scheinbar ehemals) vorhandenen jemand.

Das könnte man als den endgültigen Übergang von Befreiung zur Freiheit bezeichnen.

Freiheit hat überhaupt nichts damit zu tun was wir uns vorstellen können.

Wenn du die Chance findest zu wählen, überleg dir genau ob du Freiheit sein möchtest.

Ich necke dich nur ein bisschen… du hattest nie eine Chance irgendwas zu wählen.

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Um was geht’s.
März 30, 2018

03.09.2011

Um was geht’s.

Teil 1

Dies ist ein Bericht über das Ende einer spirituellen Suche nach Erleuchtung.
Somit ist es ein Bericht über das Finden.

Die vielleicht überraschende Erkenntnis war das Finden schon immer da ist und die Suche selbst das Hindernis.
Doch das ist keine persönliche Erkenntnis, denn die psychologische Person ist dabei abhanden gekommen.
Diese Person ist bis heute nicht zurück gekehrt.

Somit lebt sich das Leben jetzt selbst.

Das ist sicher nicht zu erklären und noch weniger zu verstehen. Trotzdem wurden Worte auf das Papier geschrieben und haben diesen scheinbaren Übergang beschrieben.

Rückblickend kann gesagt werden, dass dabei aus einer völlig unbekannten Perspektive die Themen beleuchtet wurden, die bei der Suche eine Rolle zu spielen schienen.

Es ist wie ein Blick zurück von einer ewig unbekannten Dimension auf das Land der sehnsuchtsvollen Suche.
Es ist ein Blick zurück, über die scheinbar unüberwindliche Grenze von der der Sucher immer wieder abprallte.

Es wurde aufgeschrieben, bevor die Erinnerungen an die spirituelle Reise verblasste angesichts der unbeschreiblichen Wahrnehmung der Wunder die uns Menschen ständig umgeben.

Über die Bedeutung der Worte hinaus haben die Verse die Kraft durch ihren eigenen Rhythmus die gewohnten Mechanismen des Verstandes zu unterbrechen und sich der Perspektive der Stille zu ergeben.

Die Worte offenbarten sich mit einer unabweisbaren Dringlichkeit und der Körper als Werkzeug schrieb es einfach auf.
Doch vielleicht zur Klärung. Es fand kein Dialog oder Diktat statt, sondern es kann eher beschrieben werden, als ob sich Stille in Worte formte.

Persönlich gesehen ist die Suche beendet, da die Person endete. Doch die Reise der Wahrnehmung geht erst jetzt los. Vielleicht helfen diese Verse und die Tagebuchnotizen den Menschen, die noch auf der Suche sein müssen, als Orientierungspunkte.

Viel Glück!

Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?
November 10, 2012

Fragen eines Freundes

28.10.2012

Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?

Ein ganz normales menschliches Verhaltensmuster scheint es zu sein sich abzusichern. Immer wird gefragt, was wird dann sein, statt zu schauen was jetzt ist. Das Später scheint eine ungleich größere Attraktivität auszulösen als das Jetzt.

Vielleicht ist es leichter über eine ungewisse Zukunft zu spekulieren, als in dem was jetzt ist, dem zu begegnen was wir wirklich sind. Es ist aber genau so offensichtlich, dass wir dem, was tatsächlich ist, nicht entgehen können, denn es ist die einzige Dimension in dem diese Existenz möglich ist.

Es ist quasi die Erscheinung der Existenz selbst, durch den diese Dimension erst erscheinen kann. Es ist die Reflektion selbst, durch die die unbedingte Potenzialität der Reflektionfähigkeit des Spiegels sichtbar wird. Mit der Reflektion manifestiert sich die unbedingte Reflektionsfähigkeit, sonst ist dort nur unmanifeste Potentialität zur Reflexion, also absolute Leerheit.

Das Konzept von Leerheit ist sicher einer der größten Missverständnisse, sobald sich mit den Begrifflichkeiten, die die spirituelle Suche mit sich bringt, auseinander gesetzt werden muss.

Auf was dieses Konzept von Leerheit hinweist ist sofort sonnenklar, wenn Verstehen wegfallen darf und nur Sehen bleibt. Allerdings bleibt dann nur Sehen durch niemand, andernfalls bleibt es nur ein intellektuelles Spekulieren durch Jemand, der ein Niemand sein möchte.

Was bedeutet hier >wenn Verstehen wegfallen darf<?

Hier bedeutet es jenseits von Hoffnung, Spekulation oder Fantastereien dem zu begegnen, in dem Dies, was wir gewöhnlich für Realität halten müssen, erscheinen kann.

Es ist hier schon sehr oft darauf hingewiesen worden, dass Dies was erscheint und Dies in dem es erscheint, sowie Dies, dass das Erscheinen wahrnimmt, das Selbe ist.

Es ist Eins.

Es konnte nie Zwei sein, also ist es tatsächlich sogar jenseits von Einheit.

Wenn darüber gesprochen werden soll, was es bedeuten könnte Ego zu verlieren, muss erst darüber gesprochen werden, was es bedeuten könnte Ego zu besitzen.

Wenn wir irgendeinen Menschen, zum Beispiel diesen dort drüben auf dem Stuhl, der gerade aus der Kaffeetasse trinkt, wenn wir diesen Menschen bitten würden uns sein Ego zu zeigen, bekämen wir letztlich zu erfahren, dass er es uns nicht zeigen könnte. Das ist so offensichtlich, dass uns das ständig entgeht.

Es ist genauso offensichtlich und wahrscheinlich, dass wir den kürzesten Weg in die Psychiatrie erfahren würden.

Es kann uns also geschehen in dieser Gesellschaft, die ja so offensichtlich außerordentlich auf materielle Objekte und die feste Realität, die aus Objekte gebildet zu sein scheint, fixiert ist, dass wir erfahren müssen, dass die Basis für das scheinbare persönliche Erleben dieser scheinbaren festen Wirklichkeit eine unhinterfragte Annahme ist. Ein scheinbar unantastbares Glaubensedikt über eine scheinbar feste Wirklichkeit und ein unabhängiges Zentrum aus dem die Wahrnehmung derselben zu geschehen scheint.

Das Leben so zu erfahren scheint ungemein sicher und praktisch, aber es ist letztlich auf der gleichen Ebene angesiedelt wie der Glaube an Nikolaus, an Gott, an eine dauerhafte romantische Ehe, an ein besseres Leben durch vegane Ernährung oder an Erleuchtung durch Zölibat.

Die gesamte Basis ist letztlich die Annahme oder das Glaube-müssen an die Existenz einer unabhängigen getrennten Person. Dort die Realität, hier die Person, die diese Realität erlebt. Hier der Mensch, dort das Leid, dem es aus dem Weg zu gehen gilt. Hier die Person, dort das Glück, das es zu fangen gilt.

Es sieht also so aus, als ob die gesamte Erfahrung der scheinbar separierten Existenz, nur auf das Glauben-müssen an ein Zentrum des eigenständigen unabhängigen Selbst, als die Grundlage für den Ausdruck des uns bekannten menschlichen Lebens basiert.

Ist das nicht seltsam, die Glaubensreligion des Egos als die entscheidende Basis zu feiern, damit darauf die Tatsache eines separierten, von allem getrennten Lebens begründet werden kann? Ein Leben welches wiederum voller Leid und Verzweiflung zu sein scheint, weil es unter dieser Prämisse tatsächlich als separiert empfunden werden muss?

In dieser Frage, die hier gestellt wurde, ist dieser Wahnsinn genauso offensichtlich zu sehen.

Denn es wird ja gefragt, was es bedeutet das Ego zu verlieren, ohne zu hinterfragen ob so etwas wie ein Ego überhaupt existieren kann.

Meinst du also mit Ego-verlieren, wie man einen Schlüsselanhänger verlieren kann, oder eine Socke, die man nach dem Waschen einfach nicht mehr wiederfinden kann?

Nur mal angenommen, da wäre so etwas wie ein Ego, dann wärest doch du etwas das ein Ego besitzen kann. Also wenn du dieses etwas sein willst, das dieses dort besitzt, was bist du dann? Denn das Ego kannst du, nach deiner eigenen Definition, dann nicht sein.

Also nur mal angenommen, das Ego könnte wegfallen und denn du bist ja somit nicht das Ego, was würde dann bleiben?

Was bist du?

Kannst du das beschreiben?

Du kannst es nicht. Übrigens niemand kann es. Nun kann gesehen werden wie dort bei dem Fragesteller der Gedanke an Flucht erscheint.

Diese Flucht ist das gewöhnlichste Verhaltensmuster auf diesem Planeten. Es kommt unmittelbar hinter der unhinterfragten Annahme ein separates Leben zu besitzen.

Du kannst kein Leben haben, da du schon Ausdruck der Lebendigkeit bist.

Da erscheint Lebendigkeit als ein perfektes menschliches Muster in sich selbst und betrachtet die Perfektion durch dieses Muster, denn etwas anders als Perfektion ist einfach nicht möglich.

Da erscheint die perfekte Flucht vor der Wahrheit, in jeder beliebigen Form. Bis die perfekte Flucht schließlich endet und dann muss gesehen werden, das Wahrheit immer ist.

Jedem menschlichen Wesen ist es einfach nicht möglich die Wahrheit nicht-zu-wissen. Wir sind wie Betrunkene, die immer wieder nach dem Weg nach Hause fragen, weil es so scheint als ob wir uns verirrt haben. So muss immer wieder nach Wahrheit gefragt werden.

Doch Wahrheit kann nicht abwesend sein, dass ist nicht möglich. Wahrheit kann immer nur übersehen werden und das ist die perfekte Tragödie, die auf diesen Planeten zu geschehen scheint.

Diese Flucht wird von uns Menschen in einer Perfektion zelebriert, die sicher seinesgleichen sucht. Flucht kann letztlich sogar die Form der spirituellen Suche annehmen, die die Suche nach Wahrheit zu sein scheint.

Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter ein cleveres System der Vermeidung, dem nie Verlorengegangenen zu begegnen. Es ist die ultimative Chance dem flüchtigen Gefühl von unabhängiger Existenz eine spirituelle Basis zu verschaffen.

Hier wird nicht gesagt das spirituelle Suche nichts wert ist, dass ist überhaupt nicht gemeint. Es ist eine willkommene und aufregende Unterhaltung in der Tristesse des alltäglichen Lebens.

Die Jagd nach Befreiung und spirituellen Erfahrungen gehören zu den höchsten Kicks, die in dieser Dimension erlebt werden können. Gleich danach kommen Völlerei, der Wunsch nach ausschweifender Promiskuität, der Mitgliedschaft in einem elitären Klub oder das Greifen nach einem Job in der Chefetage eines Weltkonzerns.

Wenn die Suche endet, kann gesehen werden, dass das alles nur Stories sind. All das hat mit Freiheit nichts zu tun.

Allerdings kann in Freiheit auch all das auftauchen, außer der spirituellen Suche.

Wird Freiheit tatsächlich erfahren, ist die spirituelle Suche nach Befreiung sofort beendet. Das ist ein Indikator für unzusammengesetze Wahrheit, Klarheit und wirklichem Wissen, Wissen jenseits von dem was gewusst-wird.

Das Enden von Suche hat nichts damit zu tun, dass Suche vermieden wird. Das wäre nur ein mentales Konzept, die auf Angst vor dem Finden beruht.

Das wirkliche Enden von Suche ist bedingungslos und kommt so gnadenlos unvermittelt wie der Tod. Tatsächlich ist es der Tod, während der Körper noch bleibt und durch ihn wahrgenommen wird. Es wird die bedingungslose Wahrheit wahrgenommen, es wird wahrgenommen was IST.

IST kann nicht beschrieben werden, es IST einfach ALLES.

Es kann nicht beschrieben werden, es kann allerdings erfahren werden.

Bis auch das geht.

Da Du noch zuhörst oder zumindest immer noch anwesend bist, ist deine Verzweiflung, dich scheinbar mit einer persönlichen Existenz abplagen zu müssen, offensichtlich größer als die Furcht vor der Wahrheit.

Denn eins sollte klar sein, die Wahrheit wird das, was du jetzt glauben-musst-zu-sein, tatsächlich auslöschen. Entweder jetzt beim lebendigen Leib oder wenn die Zeit des Körpers vorbei ist und er in seine Elemente zerfällt.

Da Du immer noch da bist, obwohl du am ganzen Körper zitterst und du auf eine Antwort bestehst, wird also eine Antwort erscheinen.

Höre!

Das was unhinterfragt als Ego, ich oder manchmal auch als Selbst angenommen wird, ist nicht mehr als die Wirkung einer gefühlten energetischen Kontraktion.

Dieses kontrahierende Gefühl kann in der Mitte des Körpers gespürt werden. Oft übersehen wir es, da wir Kontraktion für einen natürlichen Zustand halten.

Diese energetische Kontraktion fällt entweder weg oder nicht weg. Da die scheinbare Person in Ergebnis der Kontraktion erscheint, kann die Person auch nichts dazu beitragen die Kontraktion zu überwinden.

Spätestens wenn sich Bewusstsein auch als Körper auflöst, verschwindet Kontraktion. Dieser Moment wird gewöhnlicherweise als Zeitpunkt des Todes bezeichnet.

Es besteht die Potenzialität in der menschlichen Dimension, dass Kontraktion verschwindet, während das Muster des menschlichen Körpers noch aktiv ist.

Damit verschwindet auch das persönliche Erleben der sogenannten Realität und durch das Muster, das wir Mensch nennen, formt sich ein unpersönliches Erleben dessen aus was IST.

Das endgültige Verschwinden der Kontraktion ist ein absoluter unabweisbarer Schock. Es ist der ultimative Aufprall. Es ist die Entformung einer vermeintlichen Persönlichkeit.

Kommt Kontraktion nicht zurück, entfaltet sich endgültige Befreiung und Lebendigkeit manifestiert sich als ein unpersönliches Leben.

Was bleibt ist nichts und somit erzeugt die Freisetzung der überschüssigen Energie die Ekstase des Erfahrens von Einheit.

Es wird mit einer absoluten Durchdringung und Unabweisbarkeit erfahren, dass Einheit immer ist. Es ist niemand mehr da. Das ist die absolute Wahrheit.

Wenn die Ekstase abklingt und der Falle des Greifens, sogar von niemand, nach dem Wohlgeschmack der Wirkung durch die Erfahrung von Einheit, entgangen werden konnte, dann wird die Erfahrung dieser Existenz als die gewöhnliche Grundlage des unbeschreibaren Mysteriums gelebt.

Wenn dann, durch niemand erkannt wird, dass in der Stille die Erfahrung der Ewigen Wahrheit noch immer erfahren wird, ist unabweisbar und jenseits von intellektuellen Spekulationen klar, dass die Erfahrung der Stille nicht die Stille selbst sein kann, da Stille jenseits von Erfahrungslosigkeit ist.

Wenn jetzt die Falle des Zurückschreckens, vor der Unerfahrbarkeit von IST, nicht zuschnappt, löst sich Dies, was noch erfährt, in dem was noch erfahren wird, auf.

Der Urgrund ist an sich unerfahrbar, doch Urgrund erfährt sich durch Erfahrung. Schließlich fällt auch Erfahrung mit dem was noch erfährt weg und es bleibt der nackte sich erfahrene Urgrund.

Dies geschieht jenseits von allen Ebenen der Möglichkeiten des Verstehens. Das kleinste Konzept des Nicht-Zurückschreckens, das leiseste Konzept über Erfahrungslosigkeit, gleicht hier einem Megabeben.

Hier hat nur Stille bestand, die sich in Stille löst.

Einheit kann nicht mehr erfahren werden, da Einheit jenseits davon anfangslos IST.

Wenn was bleiben würde, müsste es Nicht-Erfahrung benannt werden, denn selbst niemand ist verschwunden. Doch es ist unbenennbar und so bleibt hier nur das Schweigen des Sinns der Worte.

Wenn jetzt das Zurückschrecken vor die Erfahrung des Verschwindens der Erfahrung der absoluten Liebe ausbleibt, steht unbedingte Liebe völlig So-da und Liebe kann nicht mehr erfahren werden, da unbedingte Liebe jenseits davon schon ALLES  IST.

Als letzte potenzielle Bewegung bleibt die Reintegration der Form des Körpers mit seinen Sinnen als IST in IST

Somit ist Unbewegtheit in Form, bis Form sich auflöst.

Zeitlos Unbewegtheit in Bewegung, kommt einfach zur Ruhe und hat sich somit nie bewegt.

Finden
Februar 16, 2012

Kuss der Stille

Finden    (Audio)                                          

3.07.2011

Willkommen nun mein liebstes Menschenkind
nach deiner langen Reise
Für dich sind diese Worte

du der an der Schwelle steht
im Rücken die Trümmer seiner Welt
und vor sich ohne Hoffnung nur noch Tränen

Nun höre still mit Herz

An dem geheimen Ort
dort warte ICH auf dich

Mit dem geheimen Zeichen
wirst du als Freund empfangen

Mit dem geheimen Wort
öffnet sich der Schatz

In der geheimen Haltung
blendet Licht die Augen

In der geheimen Absicht
verweile ohne Zweifel

In dem geheimen Zustand
wirst du dann einsam sterben

und in Stille ohne Schätze gehen

Jetzt bist Du das Geheimnis in der Welt
und still wird das Geheimnis leben

ICH werde immer bei Dir sein
und Du MEIN liebend Herz
BIST der Welt geheimnisvollen Schein

Paradies
Februar 11, 2012

Kuss der Stille

Paradies    (Audio)

30.06.2011

Die Suche nach Erleuchtung ist das Wirken
eines Egos
damit du MICH nicht finden kannst
und so auf ewig im Kerker seiner eisig Festung
erblindet stumm und taub so scheint es
dich
eingeschlossen
zu behalten hofft

Weil Du das Leben bist
und er der öde kalte Atem
der vergehen muss
wenn ihm
ein lebend Herz in seine toten Augen schaut
Das ist seine Angst
Darum sucht er überall
doch nur nicht
HIER
Das ist die Angst der wahren LIEBE zu begegnen
Denn dann ist es um ihn geschehen

Alle List und Täuschung
das sind nur scheinbar schwere Steine
die seiner Gedanken Festung
nur scheinbar Festigkeit verleiht
Dieser Festigkeit zu glauben
ohne Prüfung ihm zu folgen
ist dein Betrug an Deiner selbst
am Leben in der Herrlichkeit

So ist all das geschäftig Tun nur Methode
um seine Welt zu halten
in diesem
trostlos Rhythmus und Wahnsinn der Sinnlosigkeit
in dem er
sich wie lebendig fühlt
durch Schmerz Kummer und das Leid

Nicht dass
das Leben Einen Sinn im Sinne hätte
Wie du es durch den Kopf verstehst
Dieses falsche Argument
das ist sein
Trick
Der Sinn IST Sei
und damit
Sinn genug zu Sein in MEINER Herrlichkeit

Dort wo du jetzt bist
und wo du Dies nicht sehen kannst
wisse das ICH auch dort schon immer bin
Auch HIER im kalten Land
Wo die Herzen frier’n vor Angst
Da IST auch ICH
und
mit zeitloser Geduld
ruf ich Dich zärtlich
liebend lachend
bei Deinem wahren Namen
zurück in die wahre Wirklichkeit

Kein Zorn kann uns je
scheiden
Kein Missbrauch
widerstehen
Keine Macht ist je zu
mächtig
Kein Hass ist tief
genug
Keine Dumpfheit zu
betäubend
Keine Illusion ist zu
verlockend
Kein Leid ist je
gelitten
Keine Tat ist je
geschehen
Um Dich von MIR zu trennen
da DIES nie geht
Verweil nun den kurzen Augenblick in der geheimen Zeit
Der Blick Sieht MICH
und
spontan vereint in Herrlichkeit
ruhst Du in MEINER LIEBE Glück
Finden in endlos Ewigkeit

ICH bin Du
Das muss gesehen werden
Sonst ist die Reise falsch
Nicht falsch
weil du etwas
falsches machen kannst
Sondern weil sie endlos wär

Sonst suchst du außen auf den
Halden
deines trüben Lebens
und wühlst im Abfall
hoffend dort zu finden
was Dich schon
immer innen trägt

Doch so wird Abfall aus allen Dingen
Die du berührst mit deiner Gier
zu Glauben nicht zu genügen
Doch darüber redest du
nur mit dir
und deinesgleichen
endlos sich im Kreise drehen
hier gibt‘s nur Suche
wenn überhaupt
und kein Finden

Das Dümmste und das ist das Üblichste in deiner Welt ist
zu Tun
MIR zu gefallen
Doch schau
Du gefällst mir schon
Weil ICH
Du in Reinform
BIN
So gefällt dein Tun dir selber
ICH
brauch das nicht

Die hohen Tempel hallen wider
von den hohlen Worten
die verkündend nichts verkünden
und aus Blindheit an sich selbst gerichtet sind
vielleicht vom Sprecher gute Absicht angegeben
doch schau ob seine Hände
die Schlüssel
zu der eisig Festung halten

Denn zu Dir direkt
spreche ICH
schon
ohne unterlass
bedecken MEINE Küsse
Dich
Du MEIN
ewig junges
eignes Leib
Es gibt
Kein Tor
Kein Weg
Kein Schlüssel

Doch wie du willst
Soll es gescheh‘n
Wenn du es willst
Dann höre doch die Rede
aus zweiter Hand

Und höre weiter
dienst du dem Götzen
der auch ICH im geheimen bin
um dein Reinheit Herz zu
prüfen
dienst du der Macht aus Gier
So versprech ICH dir
ICH werd dir alles nehmen
MIR geht es um den Schein der dich scheinbar
trügt
geschlüpft aus Illusion
wird alles das in Illusion aufgehen
DU bittest um die Hilfe
Wenn du in dieser Falle
steckst
von lauter Gier und Neid
verdreckt
ICH bin Dein liebend Diener
Und verbrenne dich
auf dem
Scheiterhaufen der gerafften Dinge
deines eisig Lebens
und
in der heißen Asche
liegt nun
Frei
Dein glühend Herz
und schlägt
allein für
MICH

Halte an mit der Suche
deren Sinn ist
nicht zu Finden
und lass alles
fallen
Lass fallen
deine Hoffnung
auf ein bessres in dem schlechten Leben
doch lass nicht fallen dein Atemleben
das ist hier nicht gemeint
so zu Sterben das ist einfach
doch so wird dein Tod auch ewig
sein

Lass fallen nur den Glauben
dass du
ein Leben
hast
Besessen vom Besitz
von dem
du denkst
dass du
besessen
davon
mehr
besitzen musst

Nun die Wahrheit
Du bist einfach Dies
Du BIST das Leben was sich lebt

Jetzt fällt der falsche Glaube
Jetzt fällt das Leben
wie es fällt
und MEINE Schönheit Reine
erglüht zur wahren Welt
Und mit dem geheimen Zeichen gibst du
das Leben
endlich frei

Dies erfreut MEIN Herz aus dem Du stammst
Und diesen Zauber Deiner Stimme
hör ICH gerne
in MEIN Ohr

Nun störst auch du nicht mehr
wenn du noch bleiben magst
Schau der Schönheit Klang Entfaltung
die durch Ignoranz
gefaltet war

Nun bist Du stark genug
Lass MICH vom Paradies berichten
das du verzweifelt suchst
zu glauben
statt zu Sehen

Es gibt Keins
Und das ist wahr
Es gibt nur Dies
Und wahr ist auch
dass du
schon lange wenn nicht ewig
in dem Selben wandelst und die duftend Rosen
brichst
mit deinem blinden Schritt

Doch zerstören kannst du Dies nicht
Da ICH es bin in dem es ruht
ICH das ALLES IST

Doch für dich kannst du es schon
vernichten
und die Füße schneiden
an den Scherben
die dein Wüten hinterlässt

Freilich Du
meine Liebe freie Seele
Du kannst Sehen
dass die blutig roten Scherben
als lieblich duftend Rosenblätter
auf der Erde glänzend liegen

Dein Wandel durch die Trümmer dieser Welt
Ist Dein Wandel in MEIN HERZ
Und die LIEBE wie sie durch Dich lebendig scheint
Sieht wie Du in Liebe die roten Scherben küsst
Jetzt liebst Du
nicht nur die Scherben wie die Rosenblätter
Nun Siehst Du
auch die Rose leuchten
frisch und immer neu
im Morgentau
und die stille Gnade zieht für ewig ein
um bis zum Ende Deiner Tage sanft in MIR zu Sein

Was ist Suche und was ist Finden?
Februar 6, 2012

Fragen eines Freundes

07.01.2012

 Was ist Suche und was ist Finden? (Audio)

Nun was kann man schon dazu sagen, was noch nicht gesagt wurde. Vielleicht sagt dir diese Geschichte etwas dazu. Wenn du wirklich mit dem Herzen zuhörst, schenkt dir diese Geschichte das was du wissen willst. Kannst du noch mit dem Herzen zuhören? Kannst du noch mit wachem intelligentem offenem Bewusstsein zuhören, voller Staunen und Wunder wie ein reines Kind? Dann, wer weiß das schon, kann ein Wunder geschehen. Wer weiß schon, was für ein Potenzial sich offenbaren kann, dort in diesem Menschen, das sich als ich vergessen hat. Niemand kann das wissen. Du musst selber ausprobieren, ob du noch fliegen kannst.

Doch nun höre.

Es war einmal ein Narr.

Und eines Tages saß der Narr wieder unter dem alten Baum, am Rande eines uralten mächtigen geheimnisvollen Waldes. Der Narr hatte dort sein ganzes Leben verbracht und oft unter dem Schatten des Baumes Zuflucht vor der sengenden Hitze der Sonne gefunden. Schon wenn er ein kleiner Narr gewesen war, hatte der Baum mit seiner mächtigen Krone einen riesigen Schatten geworfen und schon seit Ewigkeit, so schien es, raschelten seine Blätter immer das gleiche Lied in den Wind.

Des Narren Blick schweifte über die Weite des angrenzenden Meeres und er sann darüber nach wie wohl Glück aussehen mochte. Nicht das er wirklich unglücklich war, nein, er hatte alles was so ein Narr zum leben brauchte, und doch irgendetwas fehlte. Etwas nagte seit langem schon tief in ihm und in letzter Zeit saß er oft hier, schaute sehnsuchtsvoll in die Ferne und träumte vom Glück. Er hörte schon lange nicht mehr das Lied, welches ihm die Blätter des Baumes vorwisperten und die Anmut des mächtigen mystischen Waldes hatte er schon ewig nicht mehr wahrgenommen.

Da kam ein anderer Narr des Weges, setzte sich zu ihm und erzählte von seinen Reisen. Er erzählte auch, dass ihm eine Legende erzählt worden wäre, dass jenseits des Meeres ein Land existieren würde, mit einem mystischen Wald in dem das größte Glück zu finden sei. Besonders ein uralter Baum spielte in den Geschichten eine Rolle. Ein riesiger alter Baum, der am Rande des Waldes stehen würde. In seinem Schatten gingen alle Wünsche in Erfüllung, man müsse nur eine Weile still dort sitzen, dann seinen Wunsch aussprechen und schon geschehen Wunder.

Der Narr war begeistert, genau das war es was er suchte. Enthusiastisch rief er aus, dass er lieber sterben wolle, als ohne dieses Glück weiterleben zu müssen. Er und der zweite Narr fällten alle Bäume des Waldes und bauten das prächtigste Schiff, das diese Küste jemals gesehen hatte. Den mächtigen Baum, unter dem sie sich getroffen hatten, fällten sie als Letzten und fertigten daraus einen Mast, der bis in den Himmel zu ragen schien. Dann segelten sie los, immer in Richtung Horizont, in Richtung Glück. So vergingen Wochen und Monate. Es war still dort auf dem Meer, denn seit dem sie die Küstenregion verlassen hatten, begegnete ihnen schon lange kein anderes Schiff mehr. Hier draußen waren sie völlig allein. Da sie den Kurs nicht kannten, fuhren sie immer in Richtung Horizont.

Eines Tages, gegen Mittag, kam ihnen ein anderes Schiff entgegen. Als es näher kam, erkannten sie, dass es genau so groß und prächtig war wie ihr eigenes Schiff. Stolz und herausfordernd pflügte es das Wasser. Es ragte wie eine Festung empor und sein Mast schien das Firmament zu berühren. Da der Narr inzwischen Experte im Bootsbauen geworden war, erkannte er, dass das Holz aus dem das Schiff gefertigt war, von uralten Bäumen stammen musste. Als sie sich schließlich trafen, musste er erkennen, dass das Schiff sogar ein bisschen prächtiger als sein eigenes Schiff war.

Neid erfüllte ihn und so war sein Ton, als er den Kapitän des anderen Schiffes über die Reling anrief, rau und ziemlich unhöflich. Er fragte wohin sie des Weges waren und erfuhr, dass der Kapitän, auf den Spuren einer Legende, eine Küste mit einem mystischen Wald und einem legendären wunscherfüllenden uralten Baum suchte, um sein Glück zu finden. Der Narr war erstaunt und gestand, dass er ebenfalls auf der Suche nach diesem Mythos war. Doch er bestand darauf, dass das die legendäre Küste in etwa der Richtung liegen müsste wo das fremde Schiff hergekommen war. Denn dort wo der Narr herkam, dort gab es nichts, das wusste er genau.

Der Kapitän des fremden Schiffes bestritt das energisch, denn da wo er herkam, da gab es nichts. Dort war nur ein normaler Wald gewesen und alle Bäume hatte er für sein Schiff verwendet. Aus dem größten Baum hatte er seinen Mast gefertigt und war losgesegelt, das Glück zu suchen. Sie bezichtigten sich gegenseitig der Lüge und befürchteten insgeheim, dass jeweils der andere etwas verheimlichte, damit dieser das Glück nicht teilen müsse. Sie beschimpften sich und gerieten schließlich in einen furchtbaren Streit, der letztlich in einen langen Kampf auf Leben und Tod mündete, in dem dann beide Schiffe sanken.

Der Narr erwachte im Wasser treibend. Es war ganz ruhig um ihn herum und der Mond und die Sterne spiegelten sich leuchtend in der stillen See. Er rief nach dem anderen Narren, er rief nach dem fremden Kapitän, doch niemand antwortete. Der Narr war ganz allein. Er klammerte sich an ein Stück Holz und trieb durch diese leuchtende Nacht. Nach dem er, heiser und erschöpft, sein Rufen aufgab, umgab ihn nur noch Stille.

Die Stille floss in ihn hinein und brachte jede innere Regung zum Stillstand. Die See wurde spiegelglatt und so sah es aus als ob er, im Spiegelbild der leuchtenden Sterne, durch das Universum trieb. Völlig lautlos, völlig reglos. Tiefes Staunen überkam ihn und es schien als ob er, mit seinen großen staunenden Augen, ebenfalls zu einem glitzernder Stern unter all diesen glitzernden Sternen, durch die er schwebte, wurde. Sein Griff an das Stück Holz, das ihn bisher getragen hatte, lockerte sich. Und wenn er es hätte sehen können, dann hätte er bemerkt, dass das Holz was ihn bis hierher getragen hatte, ein Teil des Mastes war, ein Stück des Wunderbaumes unter dem er seit seiner Kindheit jeden Tag gesessen hatte.

Der Narr breitet die Arme und schwebte frei durch die leuchtendende Ewigkeit. Jetzt sah er es und seine Tränen küssten die funkelnden Gestirne. Er wurde die Sterne und die Sterne wurden er. Jede Zeit hörte auf zu existieren, jede Existenz hörte auf, Lebendigkeit überflutete alles. Die Lebendigkeit verschmolz den der sah, mit dem was gesehen wurde und es wurde Eins. Es sah, es war nie getrennt, war nur vergessen im Traum des Lebens.

Stille.

Eins.

Das Eine, in dem alles erscheinen kann, sogar ein Narr.

Weißt du, die Suche an sich ist das Versteckspiel der Stille. Finden ist das  Aufdecken deiner wahren Natur. Es ist mehr ein Wiedererkennen als ein Finden. Denn du hast dich nicht verloren, du hast dich vergessen.

Ein Leben ohne dieses Wiedererkennen ist so viel wert wie eine zerbrochene Tasse.

Die wirkliche Frage ist doch, ob du dich erinnern wirst.

Willst du dich erinnern?

Stille
Februar 3, 2012

Kuss der Stille

Stille     (Audio)       

28.06.2011

Im Schauen des Sehens in der Stille
liegt das Geheimnis dieser Welt

Dies ist das Geheime das offen zur Verfügung steht
Dem Schatz der alles überragt was jemals Ist
Weil er die Summe Allens und auch dessen Inhalt IST
Doch nur Schritt für Schritt ganz leise
kommst Du dem Schatz der Schätze nun ganz nah

Nicht weil der Schatz entfliehen könnte
Nein das ist nicht möglich
Er IST seit Ewigkeit
und wird so lange bleiben
wie die Ewigkeit besteht

Doch Du bist noch zu voll
mit wertlosem Geschwätz
über den Wert des Schatzes
so das Du in Dein Begehren
geblendet von dem Glanz
das offensichtlich Wirken nicht erkennen kannst

Doch nun ein Schritt auf das Geheime zu
als ob es Schritte gäbe
Doch in MEINER Liebe geh ICH auf Dein Flehen ein
Und zeige mit Meiner LIEBE Hand auf das Wissen
was sich selber ständig offenbart

Das Sehen in der Stille war schon immer da
Denn ICH bin ALLES anfangslos
Dein Auge war nie nötig um Dies zu Sehen
was schon immer IST
Die Stille ist ICH in Allmacht Liebe
und das Sehen Dessen ist die Frucht
MEINER Hochzeitsnacht

Die Vereinigung von ALLEM
hat auch Dich hervorgebracht
So bist Du mein Sehen dieser Welt
und die Schau des Sehens in der Stille
ist MEIN Brautgeschenk an MICH
als dieses reine Kind
Du
unbefleckbar
da
Du MEINES Geistes bist
Und dasselbe substanzielle Wesen
trägst nun Du zur Schau
in dieser Welt

Die Schau des Sehens in der Stille
Die Schau, das kleine Sehen Meiner Herrlichkeit
Ist immer da
klein, nicht weil es unvollkommen ist
doch die Eigenschaften deiner Form erlauben Dir nur diesen Blick
Du würdest sonst vor Deiner Zeit verglüh‘n
Wenn das letzte große Sehen jetzt schon in Dir wär

Das wird tatsächlich auch geschehen
Wenn DU Mich in DEINE Arme schließen kannst
Und Du gehst einverstanden und im Glück
das dann ewig dauern mag
Doch Geduld
noch ist es nicht soweit

Die Schau des Sehens in der Stille ist die Welt
wie ICH Mich sehen würde
wenn ICH mich jemals selber sah
und so siehst Du ewig MICH
bei Deiner Schau

Dein ungetrübter Blick ist die Reinheit die von Nöten ist
um die Reinheit Alles Seins ohne Haftung zu erfassen
die Reinheit aller Formen in denen ICH
entstehe und vernichte
alles in der geheimen Dimension der Zeit
Dies Alles JETZT
in dem einen ewig dauernden Moment

Das NICHTS des Wissens ist unabdingbar die Bedingung
in der bedingungslosen Schau des Sehens in der Stille
So entfaltet sich die Welt
die Du nun siehst
frisch und ohne Müh für Dein Aug

Benutzt du aber dein altes Wissen um die Welt
und blickst du so darauf
So ist sie trüb und fade
und du jammerst um den Mangel
das da etwas fehlen mag
Natürlich fehlt etwas in diesem stumpfen Glotzen
du hast MEINE ewig Frische eingetauscht auf dem Basar
gegen Tand
und nun trägst du in deinem Kopf
Augen aus poliertem Stein
nur nebenbei
in deinem Herzen sieht‘s nicht besser aus

Und die Methoden
Die Reduktion des Angeschauten ist auch nur ein Konstrukt
vom Denken der Gedanken
durch Meinen lieben alten Diener
gefallen in der Arroganz Mir gleich zu sein
vergessen das Du schon immer bist in MIR
nun aber in der Not selbsterzeugter Dunkelheit
benutzt
um mehr zu sehen als Trostlosigkeit
vielleicht brauchbar willst du Leben spielen
doch Unsinn für die wahre Schau des Lebens Selbst

All das von deinem willen Unsinn muss erst sterben
Bevor du stirbst und Du erscheinen darfst
Und MEIN Wille
durch Dein klares Auge sehen mag

Doch auf diesen Erden kann ICH nur in Dir wirken
Wenn Du es sagst
das ICH in MIR willkommen bin
Ach und übrigens
Es ist recht und
wirklich gut wenn Dein Körper
Für den du dich gewöhnlich hältst
Auch noch atmet und
noch nicht in Elemente aus denen er besteht zerfällt
wenn ich in Dir wirken darf

Hast du genug von deinem Jammer
und gibst deinen kleinen willen auf
dann wirk ICH in Dir
mit lieber zarter Hand
mal laut mal leis
Das liegt ganz an der Härte deines Denkens
und an dem Panzer den du dir erdacht
Den zu durchbrechen hast du Dir selbst
nicht leicht gemacht

Nicht dass Mich irgendetwas hindert
Nur Du
Geschöpf von Meinem Willen LIEBE
Du bist so wunderschön und zart
Und das letzte was ICH will
dies durch Dich selber zu verletzen
Dies
was auf ewig unverletzbar sei

Nun höre!

Wie Du MICH erkennst
ist einfach
denn wenn du gehst
zieht
NIEMAND
in das leere Haus
Doch gib acht
versucht JEMAND einzuziehen
bin
ICH es nicht
Denn ICH bin schon immer Du
Und somit auch das leere Haus
IST ICH
Bleib standhaft
Und nun bleibt es für immer leer

Nun werden Deine Augen zu Brillanten
scharf geschliffen und ganz rein
und kein Gedankenschatten trübt das glitzernd Licht
das durch diese Öffnung funkelnd scheint

Nun ist die Mühsal der Erklärung
der dem trüben alten Blick erklärte
um zu versteh‘n was er nun sah nicht länger Not
Sondern ohne willen
völlig friedlich
erhebt sich frei die Schau der Sicht
wenn Dein Blick
auf dem Geschöpf der Schöpfung ruht

Das Wissen was sich während dessen offenbart
wird nur gewusst in dem Moment des Schauens
und wird nicht mehr eingesperrt in dunkle Speicher
wo es modernd wartend an sich selbst verkam

Da der Blick nun frei von allem
immer auch auf Allem ruht
streift das Wissen des Geschauten
zart Dein Herz
wie des Vogels Schwingen die Luft berührt
während sie ihn trägt

So ist das Wissen in reinem Blick gegründet
So ist das Schauen des Sehens in der Stille
Wandert der Blick
frei von Zwang etwas andres anzuschau’n
zum nächsten Augenblick
in der geheimen Zeit
so erhebt sich ganz spontan von
Diesem was zu wissen gilt

Das andere davor wird nicht gewusst
doch nicht vergessen
Die Reflektion ist nicht beschädigt
sie wird nur nicht mehr gebraucht
bei dieser reinen Schau

So sinkt MEIN Sehen
in Deine Schau noch tiefer ein
und
Ist nun wie immer schon
MEIN Wesen
das durch Dich
Substanz bekommt in dieser Welt

Nichts kann die Schau mehr stören
Gedanken sind nur leichte Fetzen
die raumlos vorüber ziehen
mal zwitschernd ihren Inhalt singen
mal stumm die Kreise drehen
um leise zu verschwinden
bis vielleicht auch das vergeht

Nichts fehlt
Nichts kommt hinzu
Da
Alles kommt aus MEINER Stille
ist es perfekt
wie ICH als
Dies erschein

Nun schaust Du
ICH in Herrlichkeit
Das letzte Suchen endet hier an dieser Stelle
Und das Finden wird bedeutungslos geschaut
Die Schau des Sehens in der Stille
IST Dein Leben nun

Der Friede ist jetzt endlos tief
Weil ICH schon ohne Anfang BIN
und jenseits der Süße der Erfahrung
verbleibt ein Leben
Frei
im Schau der Ewigkeit der leuchtend Leere

Allwissenheit
Januar 30, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Allwissenheit

01.7.2011

Alles ist schon anfangslos leuchtend und vollkommen.

So lange Etwas, insbesondere Jemand, erleuchtet werden möchte, also eine Form, die sich verdunkelt fühlt, in der mit verlangender Sehnsucht etwas beleuchtet werden soll, also die Form Er-leuchtet werden soll, wird es endlose Suche geben und Finden kann nie stattfinden.

Finden ist das Sehen durch niemanden, dass die Form keine inhärente Existenz hat, die Er-leuchtet werden könnte, weil schon alles leuchtet.

Bringt eine Kerze in die Sonne um die Sonne zu erleuchten.

Das ist die Suche der Form nach mehr, als schon Ist.

Wenn all dieser Unsinn fällt, dann fällt auch das du.

Und anfangslos strahlst DU als Sonne, die Du immer Ist.

Das Sehen ist klar und einfach. Atem geschieht, Kaffee kochen geschieht, Kaffeetrinken geschieht, alles voller Lebendigkeit, ohne Greifen, ohne Urteil.

Der Kaffee ist zu heiß, wenn er zu heiß ist, aus sich selbst heraus, nur Worte, keine andere Bedeutung außer eben Dies.

Ein blauer Himmel, wenig Wolken, die goldene Turmuhr, die Kirche – fällt der Blick darauf, gibt der Blick das Wissen preis, was gewusst wird. Fällt der Blick auf etwas anderes, wird das Nicht-Wissen der Kirche, Uhr, Himmel gewusst.

Ganz leicht und wunderbar.

Werden die Augen geschlossen, so ist das Nicht-Wissen des Körpers da und der Körper, das Gefühl von der Realität des Körpers, verschwindet. Keine Geschichte.

So verbraucht es keine Energie.

Die Allwissenheit, die das Ego durch das Sehen erwartet, ist vorhanden. Doch nicht so, wie sich das das Ego vorstellt, als Gott des Wissens über Gott zu stehen. Das Wissen, was zu wissen gilt über etwas, auf das der Blick fällt, ist das, was es zu wissen gilt und das ist perfekt, so wie es Ist.

Das Ego fordert mehr, als nur das, was das Sehen offenbart, doch das ist ein Konstrukt des Verstandes.

So stellt sich das Ego das Sehen vor mit Aussicht auf Gewinn und Macht – mit einer Absicht.

Nur Sehen ist schon Alles – es ist alles leuchtend klar und die vollständige Abwesenheit von irgendetwas, wie eine Absicht von irgendjemand oder irgendetwas.

Das Sehen ist Absicht als Sehen und Ist genügend als Sehen selbst.

Die Stille ist tief und geheimnisvoll, die sofort die Geheimnisse preisgibt, sobald das Sehen von niemanden, der kein jemand ist, der niemand sein möchte, darauf fällt.

Ein Vogelgezwitscher auf dem Baum im Park vor der alten Kirche.

Die Blätter der Pflanzen auf dem Balkon der Wohnung wiegen sich im leichten Morgenwind – wie wunderbar.

Freier Wille
Januar 26, 2012

Fragen eines Freundes

Wie ist das mit dem freien Willen? Hat der Mensch eine freie Wahl?

Freier Wille

02.01.2012

Die uralte Frage nach dem freien Willen ist an sich gar keine richtige Frage, sondern eher eine Behauptung aus einem bestimmten Blickwinkel, aus einer bestimmten Perspektive.

Für eine Person gibt es zweifelsfrei das feste Gefühl dass sie eine Wahl treffen kann. Das der Wunsch, der hinter dieser Wahl steht, nicht immer erfüllt wird (oder fast nie), ist für eine aufmerksame und intelligente Person allerdings auch eine gesicherte Tatsache. Es stellt sich also natürlicherweise für diese aufmerksame Person die nächste Frage;

 Was hat es mit dem freien Willen oder mit der freien Wahl auf sich, wenn sie nicht oder nur sehr selten zu dem gewünschten Resultat führt? Wozu ist der freie Willen dann nützlich?

Wir sprechen hier von etwas Fundamentalem, etwas auf dem diese Welt, die uns nun so krank und verrückt erscheint, gegründet ist.

Aufmerksam, ohne innere Bewegung und Urteil diese Frage zu betrachten ist Heilung. Die Antwort liegt in jedem selbst und niemand sollte einfach akzeptieren was hier steht. Die Antwort darauf selbst zu Sehen, ist das Potenzial aller Menschen. Das ist Finden.

Dort wo die Person weggefallen ist (bzw. gesehen werden muss, dass sie nie existiert hat) muss wahrgenommen werden, dass die Dinge einfach geschehen und Ereignisse sich einfach manifestieren. Der freie Wille der Person spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Natürlicherweise kann das eine Person nicht akzeptieren, da die Annahme eine freie Wahl zu haben eine wesentliche Säule des (unbewussten) Existenzbeweises der Person ist.

Doch beide Sichtweisen sind nur Perspektivbetrachtungen, entweder von einer Person oder von einer Nicht-Person. Beides sind somit Wahrheiten, doch sie sind relativ.

Wobei die Perspektive der Nicht-Person mehr in Richtung absolute Wahrheit zu weisen scheint.

Die absolute Wahrheit ist, dass hinter allen Perspektiven die Frage nach Willensfreiheit gar nicht existiert. Sie stellt ein Konstrukt dar, ein Ablenkungsmanöver des Verstandes. Es ist nur ein Gedankenspiel und Gedanke ist nicht Freiheit.

Wille ist Stille die „willt“ oder „nicht-willt“.

Potenzial das sich manifestiert „willt“ ohne jede Spur von menschlichem Einfluss.

Potenzial das sich nicht manifestiert „ nicht-willt“ ohne jede Spur von menschlichem Einfluss.

Potenzial als Manifestation „ willt“ sich in Stille in Objekten die Personen erscheint.

Scheinbar.

Das ist schon alles.

Traum
Januar 26, 2012

Traum          

23.06.2011

Der Traum selbst kennt kein Leid oder Freude, Verzweiflung oder Glück.

Der Traum selbst hat keine Kenntnis von der Bedeutung der Inhalte, die geträumt werden.

Die Inhalte variieren, die Themen wechseln,

mal Glück, mal Unglück, mal Freude, mal Angst.

All das steigt aus dem Traum hervor und sinkt darin wieder ein.

Der Traum ist davon unberührt, nie hat IHN auch nur ein Inhalt je berührt, nie kann IHN auch nur eine Bedeutung etwas bedeuten und all diese Ereignisse haben IHN nie verändert. ER, der Traum, ist unveränderbar. ER IST Träger und Inhalt, zugleich Bedeutung, Hoffnung, Wunsch und dessen Gegenteil.

Der Traum drückt sich aus und weiß nichts von dem Ausdruck, weil ER auf ewig nur Ausdruck IST. Wie kann denn der Ausdruck von seinem Ausdruck wissen?

ICH, der Traum erfährt sich durch die Träume, die scheinbar Inhalt sind. So entstehst du in MIR. ICH aber bin auf ewig unberührt von deinem du, da ICH es bin, der kommt und geht als du in MIR.

So bleibt es dabei, dass Erklärungen auf sich selbst deuten und keinen Sinn zu geben scheinen, eben weil sie nur erscheinen.

Der Versuch das Eine zu beschreiben, beschreibt immer nur das Eine und macht, so scheint es, keinen Sinn außerhalb dem, was geschrieben wurde um das Eine zu beschreiben.

Wie das Auge, was sich selber sehen mag und das nicht durch Reflektion.

So wie das Objekt, das leer, das ewig Eine gerade träumt, um den Traum zu beschreiben und eben nicht den Inhalt. Und das obwohl Traum und Inhalt natürlich auf ewig ein und dasselbe sind.

Darum können Sucher immer nur sich selber suchen und nie finden. Nur wenn die Suche enden könnte und im Sucher reflektiert, dass ER sucht, findet Finden statt. In all dem ist kein Tun, sonst würde Suchen noch sein und das Finden kann nicht finden. All das findet statt oder auch nicht und hat nichts mit dem Sucher zu tun, außer natürlich, dass der Sucher auf immer schon das Gefundene IST.

So dreht sich die Suche im Kreis, wenn es einen Kreis gäbe und natürlich eine Suche. Doch es gibt nur das Finden und das IST schon bevor die Suche, die es nicht gab, begonnen hatte.

Und das Beginnen findet endlos statt in der zeitlosen Dimension des ewig Gefundenen.

So kommt man zur Schau des NICHTS. Wobei natürlich niemand und nie jemals jemand dazu kommt, im Spiel der bunten Lichter, die eine Welt vorgaukelt.

Aber dies scheint so real!

Natürlich, das ist auch sein Zweck.

du, der sich selbst als Mensch bezeichnet, geträumt von Einem Traum, träumst selbst die bunten Lichter deiner Welt, die immer nur das Eine sind, im Traum der alles IST.

Deswegen kannst du sterben, Schmerzen fühlen und dem Glück nachjagen. Ach, und nicht vergessen, die Hoffnung, diese süße Droge naschen.

So bist du der Inhalt des Traumes, der einen Inhalt träumt, natürlich nur im Traum, das sich im NICHTS verliert.

deine Angst davor, Dies anzuschauen, ist der Motor und die Energie zugleich, der diesen Traum versorgt, der in dem Einem träumt.

Natürlich kommt der Stoff von MIR, weil ICH es BIN, ohne dass der Inhalt irgendeine Bedeutung je erfahren könnte. Dies ist der Versuch im Traum der Träume durch MICH, MIR dem EINEM, der weder Objekt noch Subjekt IST, die Worte auf sich selbst zu werfen, als ob je ein Solches existierte.

Der Traum kann nichts wissen von dem, was er träumt und so gibt es keine Bedeutung.

So gibt es auch nichts zu erbeten.

Das scheint nun hoffnungslos, doch nur für jemand, der noch hoffen muss. Da du nicht das Hoffen stoppen kannst, da du nicht bist, so bete das einzige Gebet, dass auch die Hoffnung stirbt und damit du.

Sie ist der Abgrund, der scheinbar trennt.

Für dich das kleine du, was in dem Traum als Mensch erscheinen mag, gibt es leider nichts. Und auch Vergessen ist nicht vorgesehen, denn was sollte vergessen werden, wo es nichts zum erinnern gibt.

Deswegen kann ICH nicht einziehen in dein Haus, weil ICH es schon immer war.

Deswegen gibt es keinen Weg, der zu MIR führen kann, sondern nur Wanderungen durch das Land der Illusionen.

Das nennt man Fieberwahn, zu glauben, du musst MICH suchen. Alles was du sehen kannst bin ICH.

ICH der ALLES IST, sogar der Sternenstaub.