Sturm der Stille
Februar 11, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Sturm der Stille

06.7.2011

Gehen ohne Ziel, der Blick ein paar Meter voraus auf den Boden gerichtet, der Kopf gleichzeitig voll und leer. Jede einzelne Zelle im Körper scheint zu brennen, die Wahrnehmung überflutet, Gedanken entleeren explosionsartig ihren Inhalt. Alles gleichzeitig brutal direkt, unvermittelt und gleichzeitig wie ein flüchtiger Kuss einer unbekannten Liebe.

In diesem Feuer setzt der Körper längst vergessene Erlebnisse frei, die intensiver erscheinen als zum Zeitpunkt des Erlebens.

Geräusche, Gerüche, Gefühle entfalten sich dazu wie der Duft einer wunderschönen Blume. Projizierte Bilder, Sehnsüchte und Verzweiflung erscheinen besitzergreifend und lösen sich bei der nächsten Regung rückstandslos auf. Um dann mit aller Kraft wieder zu erscheinen und wieder zu verschwinden.

Der Geist ist unbewegt, das Hirn stumm und Schweigen ist die Antwort auf den Sturm. Gehen ist wie eine Meditation und die Gespräche der Menschen umher verhelfen der Stille sich zu zeigen, der Stille in der Alles erscheint.

Auch Dieses.

Die Sonne strahlt über das Dach gegenüber des kleinen Cafés, zu dem die Füße wie von selber gingen.

Schreiben mildert den Druck im Kopf und kühlt die brennenden Zellen des müden Körpers.

Alles ist ohne Mühe perfekt an seinem Platz.

Die Welt fügt sich immer wieder aufs Neue zur anbetungswürdigen Schönheit zusammen.

Aus der Stille gebiert sie sich selbst, nur um für sich selbst zu blühen und um im gleichen Moment in sich zu sterben.

Welch zwecklose Schönheit ohne Absicht zu gefallen, lieg ich DIR zu Füssen und DEIN Herz küsst meine Stirn mit glühenden Lippen.

Ein Trompeter bläst vom Turm auf dem Platz und die Töne verklingen im Abendhimmel. Ein Taxi fährt vorbei.
Das Ist ALLES.

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1. Wie wird der Funke zum Feuer, das andere ansteckt?
Januar 23, 2012

15.07.2011

Fragen eines Freundes

1. Wie wird der Funke zum Feuer, das andere ansteckt?

2. Ab welchem Zeitpunkt wird das Feuer manifest?

3. Wie wichtig ist die Absicht?

4. Und in welchem Zusammenhang steht es mit der Ist-Zeit?

 

Dies, das Unerklärliche, das wie ein zarter Hauch von nirgendwo herüber weht und sich scheinbar zu einem Traumgebilde webt. Das sich wie in einem Strudel um sich selber drehend verdichtet bis scheinbar eine Dichte erreicht wird die als scheinbar fest erscheint.

Dies ist ein Mysterium, wo Worte eher auf den Mangel an Bedeutung hinweisen als das sie eine Erklärung bedeuten könnten.

Doch in dem zarten Hauch des Dies, geronnen zu Etwas scheinbar fest, erscheinen auch scheinbar fühlende Wesen, durch die Fragen gestellt werden.

Da alles Dies ist, stellt Dies durch Dies im Spiel der Formen scheinbar Fragen die einer scheinbaren Antwort bedürfen.

Antwort erhebt sich mit der Frage da Alles ewig Eins Ist.

Es ist die Energie des Einen die sich scheinbar als Frage von der Antwort trennt, um als Frage zu erscheinen.

Die Wahrheit IST ganz einfach und da gibt es weder Frage noch Antwort.

Doch das Eine erscheint scheinbar auch als Zwei, hier als Frage und Antwort. Als Spiel, versteckt vor sich selbst, versteckt in einer scheinbar dichten Welt, in gefrorener Energie, die durch das Einfrieren scheinbar Zeit entstehen lässt.

Dieser Traum scheint so real dass auch Antworten real erscheinen können.

Doch folgt die Aufmerksamkeit den Antworten als eine Wirklichkeit, so wird die Antwort die Wirklichkeit scheinbar verdichten und den Traum noch realer erscheinen lassen.

Die Formen werden scheinbar noch konkreter und bekommen Farbe.

Realität wird so geboren und die Antwort ist das Blei das den Fragenden bis auf den Grund der Erscheinung im Ozean der Formen ziehen kann, scheinbar gefangen durch die Begierde der Antwort Sinn abzutrotzen.

Einen Sinn der verwendet werden kann, der praktisch scheint zu sein um etwas zu erreichen und somit das Traumgefüge noch mehr verdichtet, bis scheinbar kein Entkommen mehr möglich ist.

Doch die Freiheit liegt nicht in der Frage und nicht in der Antwort.

Die Freiheit liegt nirgendwo. Freiheit IST. Und da niemand ist, gibt es kein gefangen sein.

Es ist Dies, dass als Frage und Antwort erscheint. Das Spiel der Energie, das als Frage und Antwort scheinbar sich erhebt und wieder versinkt.

Das Sehen dessen ist Befreiung von der Festigkeit des scheinbaren Traums, auch genannt das Leben.

Und somit ist das auch die Befreiung von der Bedeutung einer Antwort.

So ist Antwortfreiheit Sein.

Wie kann der Funke etwas anderes sein als Feuer?

Funke ist Feuer und kann niemals nicht Feuer sein.

Feuer tritt als Funke in Erscheinung und ist die gleiche Qualität.

Funke oder Feuer, das sind nur zwei verschiedene Namen für Dies das brennt.

Der Funke erscheint und ist das Feuer dieser Welt. Dieses Feuer hat keine Absicht. Es brennt und wärmt, sich selbst genügend.

Und dann vielleicht in der kalten Nacht wird es gesehen, im Traum eines Träumenden und dieser kommt heran und streckt seine klammen Finger der Glut entgegen.

„Oh, wie wunderbar“ mag über seine Lippen kommen.

Dann geht er und erzählt den Traum der Wärme seinen Freunden und trägt die Glut des Feuers in seinem Herzen und Leben erscheint als glühender Funke.

Auch das ist Dies, dass auf ewig unbewegt als Dies erscheinen mag.