In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung?
Mai 29, 2012

Fragen eines Freundes

21.05.2012

In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung? Oder anders gefragt, ist Nicht-Denken gleichbedeutend mit Erleuchtet-sein?

Es ist sehr schwierig etwas wirklich Wahrhaftiges über Erleuchtung zu sagen, weil es sehr einfach ist darüber zu reden.

Denken, Gedanke, Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung, all das sind Begriffe und Konzepte die in unserem Geist auftauchen können.

Oft können wir der Versuchung nicht widerstehen und stellen zwischen diesen Konzepten eine Beziehung her, ohne die wahre Bedeutung dieser Begrifflichkeiten erfasst zu haben. Wir denken also darüber nach, wir bleiben an der Oberfläche der Worte.

So fügen wir, der ohnehin schon bestehenden Verwirrung, in einem großen Maße weitere Verwirrung hinzu. Am Ende stehen wir total desorientiert da und die Furcht wird größer, statt dass sie abnimmt und schließlich versiegt.

Wir kennen den Grund für diese Frage. Wir suchen das Glücklich-sein und sind es in diesem Moment scheinbar nicht. Oder wir sind gerade glücklich und es besteht die Furcht, dass das Glücklich-sein gleich wieder verschwindet.

Es ist unsere Erfahrung, dass das Glücklich-sein wieder verschwindet und Furcht und Zweifel erscheint. Es ist der oft erfahrene Ausdruck, dieser erscheinenden Welt, dass wirklich alles nicht-dauerhaft ist. Und das gilt in einem besonderen Maße für das Glücklich-sein, zumindest so wie wir Glück gewöhnlich benennen, kennen und erwarten.

Ohne die Erfahrung des Urgrundes, in dem all diese Erfahrungen auftauchen, ist dieses Leben eine orientierungslose Drift über das Meer der vergänglichen Reflektionen.

Deswegen kann es nicht anders sein, als dass hier darauf hingewiesen wird, diese wahre Natur aller Erscheinungen selbst zu erkennen. Alle Worte die dazu gesagt werden können, sind immer nur ein Windhauch in Richtung Wahrheit. Erkennen kann nur dort in dem individuellen Ausdruck des Geistes stattfinden, das hier als ein Fragender erschienen ist.

Was aber erkennt die absolute Wahrheit über die wirkliche Natur des Geistes tatsächlich? Der Geist selber. Da dies immer jenseits aller Begrifflichkeiten und des Begreifens geschieht, sind Worte eben nur Hilfsmittel.

Wenn wir versuchen die Natur des Geistes und somit die Natur der Wirklichkeit zu beschreiben, zerlegen wir natürlich das anfangslos Unteilbare und schreiben diesem dann bestimmte Eigenschaften zu. Wir sprechen dann von Leerheit, Klarheit und Licht. Wir reden von der unendlichen unmanifesten Potenzialität die die Leerheit in Essenz ist. Wir sprechen von der leuchtenden liebenden Natur des Bewusstseins. Hier kommt es aus unserer gewöhnlichen dualistischen Betrachtungsweise zu einem Missverständnis. Es ist nicht so, dass die wahre Natur des Geistes diese Eigenschaften besitzt, sondern die Natur ist einfach schon  Dies unzusammengesetzt und wenn eine Erfahrung erfolgt, wenn sich also Geist selbst erfährt, erfährt es sich als klar, leuchtend, leer, liebend. Unbedingte Liebe ist nicht eine Erscheinung des Geistes. Der Geist IST schon unbedingte Liebe, genau so wie er bedingungslos klar, leer und leuchtend ist.

Es bleibt uns nur zu sagen, dass Gedanke oder Nicht-Gedanke überhaupt nichts mit Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung zu tun haben kann.

Gedanke und Denken erscheint als Ausdruck (treffender ist eigentlich Eindruck) der Natur des Geistes und Nicht-Denken erscheint ebenfalls als ein Ausdruck, als permanent fließende energetischen Ausdruck der wahren Natur der Wirklichkeit.

Wenn wir schon Erleuchtung definieren müssen, so können wir nur sagen, dass der Geist selbst seine wahre Natur, die leer, klar, leuchtend, liebend aufscheint, erkannt hat und die Energie, die sich in jegliche Form und Nicht-Form manifestiert kann, als Ausdruck seiner unbegrenzten Potenzialität erkennt. Dieses Erkennen ist die wahre Natur des Lebendig-Sein und das verankerte permanente Erkennen ist unzerstörbares Glück-Sein.

Jetzt erscheinen Gedanken und Denken völlig spontan und lösen sich genauso spontan wieder auf. Gedanke und Denken berührt einfach nichts. Durch sie kann nur noch die gleiche Leerheit, Klarheit und leuchtende Liebe  erfahren werden, die der Geist selber anfangslos ist.

Es geht jetzt wirklich nicht um das Verstehen! Wenn überhaupt, geht es um Erkennen. Es geht um das pure Sein.

Wer braucht denn da noch Fragen über Erleuchtung?

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Was ist Hingabe?
Februar 16, 2012

Fragen eines Freundes

10.01.2012

Was ist Hingabe?

Das ist die schönste Frage die ein Mensch stellen kann. Diese Frage scheint so unscheinbar, so einfach und so unwichtig, angesichts des Alltags mit seinen Herausforderungen und Kämpfen.

Doch diese Frage berührt etwas sehr Tiefes in uns Menschen. Es berührt unmittelbar unsere wahre unzerstörbare Natur. Gleichzeitigt deckt die Frage nach Hingabe etwas auf, sie zeigt das du kein Mechanismus bist. Sie zeigt, dass Du noch am Leben bist, dass Menschsein dort tief innen lebendig ist.

Kein Mechanismus, kein mechanisches Denken kann diese Frage wirklich so stellen. Denken kalkuliert, handelt, tauscht und feilscht. Doch Hingabe kann in seinem Wortschatz nicht vorkommen, es ist nicht seine Natur.

Da war diese junge Frau, gebildet, schön und auf der Suche nach einem Partner.

Sie legte sich eine Liste mit zehn Kriterien an, die dieser Partner zu erfüllen hatte und dann ging sie auf die Suche. Da waren auch ein paar Kandidaten, doch letztlich stellte sich heraus, dass niemand alle zehn Kriterien erfüllen konnte. Die junge Frau versuchte wirklich alles und doch fand sich niemand der dem Bild entsprach, das sie sich entworfen hatte. Schließlich gab sie auf und blieb lieber allein.

Dann etwas später bekam sie eine Einladung von einem Bekannten, einem jungen Mann der ebenfalls allein war, zu einem Abendessen. Er war überhaupt nicht ihr Typ und entsprach in keinster Weise ihrem Entwurf von dem idealen Partner. Doch er war recht nett und sie war ermüdet von ihrer anstrengenden Suche und einsam, also sagte sie sich, warum denn nicht.

Das Essen war gut, die Unterhaltung amüsant, die Stimmung locker. So kamen sie schließlich auch auf das Thema Partnersuche und sie beklagte sich, dass es heutzutage einfach keine geeignete Partner mehr geben würde. Letztlich schrieben sie beide, einfach so zum Spaß, ihre jeweiligen Anforderungen an einen möglichen Partner auf die Servietten und tauschten sie aus.

Der junge Mann lass die zehn Anforderungen der jungen Frau an den idealen Partner und brach in Tränen aus. Die junge Frau reagierte echt erstaunt und betroffen. Sie machte ihm klar, dass er doch unter keinen Umständen ein Kandidat gewesen wäre und es ihr leid tun würde, wenn er sich falsche Hoffnungen gemacht hätte.

Noch erstaunter aber vernahm sie seine Antwort. Er weine nicht um sich, sondern um sie. Er weine um ihre Einsamkeit, um ihre Verzweiflung, um ihre Blindheit, um ihre Angst und der aussichtslosen Suche nach Sicherheit.

Beide sahen sich nie wieder und was aus der jungen Frau geworden ist, ist unbekannt. Doch der junge Mann starb wenige Monate später an einer unheilbaren Krankheit. Er wusste dass er sterben würde, er wusste von seiner Endlichkeit. Er hatte das unglaubliche Glück von seiner Endlichkeit zu erfahren bevor er starb.

Auf seiner Serviette stand nur das Wort Liebe.

Hingabe ist bedingungslose Liebe.
Hingabe ist jenseits von Forderung, Verzicht und Kalkül.
Hingabe ist kein Willensakt oder eine Handlung, die durchgeführt werden kann.
Hingabe kann zu nichts führen, es bringt nichts ein.
Hingabe ist kein Geschäft.

Hingabe ist unsere wahre Natur, die als bedingungslose Liebe erscheint, durchdringend und leuchtend in Ewigkeit.

Du bist schon ewig Hingabe.

Du hast es nur vergessen liebster Mensch.

Du selbst bist die Antwort.

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?
Februar 2, 2012

Fragen eines Freundes

06.01.2012

Was ist diese Stille die ständig gesucht wird? Brauchen wir nun Gurus oder Meister um Stille zu erfahren? Brauchen wir Meditationstechniken?

 

Wird diese Frage gestellt um Antworten anzuhäufen, sie zu archivieren, zu diskutieren oder um Argumente für oder wider deiner Überzeugungen zu sammeln? Dann hat die Antwort keinen Wert für dich, außer dass du noch mehr Ballast mit dir herumschleppst. Überprüfe doch bitte deine Motivation. Möchtest du mehr Ballast oder Freiheit. Beides zusammen geht nicht. Das ist eine Tatsache. Doch glaube nichts, überprüfe selber ob das die Wahrheit ist. Schau dir still dein Leben an und finde es selbst heraus. Nur eine Bitte, folge der Antwort, die hier hervortritt für diesen Moment einfach ganz still. Keine Ablehnung, keine Zustimmung, nur stille Achtsamkeit. Vielleicht gelingt es dir so nicht noch mehr Müll zu deinem Ballast hinzu zufügen. Du gehst schon ganz krumm unter dem ganzen Gewicht deiner Müllbeutel.

Die gewöhnliche Reaktion von uns Menschen ist grundsätzlich extrem. Entweder wir lehnen etwas ab, in der Extremform hassen wir es dann. Oder wir greifen danach und verteidigen es mit allem was uns an Mitteln zur Verfügung steht. Dann hassen wir, wieder in seiner Extremausprägung, diejenigen die das ablehnen, an was wir glauben. Wir beginnen unseren Glauben zu verteidigen. Eine dritte gewöhnliche Reaktion ist Ignoranz. Doch in seinem Kern ist Ignoranz keine Reaktion, sondern Nichterkennen oder Nichtwahrnehmen. Es ist also eher Dummheit oder Dumpfheit und beinhaltet keinerlei Intelligenz. Während in den erstgenannten beiden Reaktionsformen eine Art von Intelligenz wahrgenommen werden kann. Hier ist ein Rest von Lebendigkeit erkennbar.

Was ist also diese Stille und können wir Mediationsmethoden gebrauchen um die Natur dieser Stille zu erfahren? Bitte forsche still in dir mit, folge nicht den Worten, sondern schau in was diese Worte erscheinen, auf was sie hinweisen. Wir haben einen Deal ausgemacht, keine Diskussion in dir.

Grundsätzlich sind alle Methoden eine Art und Weise Erfahrungen zu überprüfen. Da gibt es zum Beispiel eine Methode um aus Trauben ein alkoholhaltiges Getränk herzustellen. Doch zuerst war da die Erfahrung, dass irgendwie aus Trauben eine berauschende Substanz entstehen konnte. Durch unbekannte Umstände, vielleicht Wärme und bestimmte Einflüsse ist da etwas entstanden. Du kostest von dieser Substanz. Du bist berauscht. Das gefällt dir. Du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast Erfolg und denkst dir eine Methode aus, wie diese Erfahrung dauerhaft wiederholt werden kann. Du hast Erfolg und du denkst dir eine Methode aus, einfacher und mehr von dieser Substanz herzustellen. Du hast Erfolg und so hast du dir eine funktionierende Technologie erdacht. Du produzierst jetzt eine Menge davon und benennst das Ergebnis. Es heißt ab jetzt Wein. Die Menschen um dich herum möchten das auch haben. Du gibst es ihnen. Es gefällt ihnen. Sie lieben dich. Du bist ein Wunder. Du bist ein Meister. Du bist Gott. Du glaubst es selber. Du bist ein Narr.

Die Erfahrung war also plötzlich da und das Denken hat eine Methode erdacht, diese Erfahrung noch einmal hervor zu bringen, zu wiederholen, zu sichern.

Da ist also eine Erfahrung der Stille und du denkst dir eine Methode aus um diese Erfahrung zu wiederholen. Du hast die besten Absichten. Du wendest diese Methode an. Das Erfahrene erkennt sich wieder.  Die Menschen um dich herum möchten auch diese Erfahrung haben. Du gibst ihnen die Methode. Du begehst das Gute*. Sie wenden die Methode an. Doch sie hatten nicht diese Erfahrung. Was soll denn nun eigentlich erfahren werden? Wie soll also ein Wiedererkennen erfolgen, wenn die Erfahrung dort nicht erfolgt ist? Sie fragen dich. Du erklärst die unerklärliche Erfahrung, die unabweisbar erfolgt ist. Du erklärst die Stille mit Worten. Du erklärst die undenkbare Stille mit Sprache, die ein Instrument des Denkens ist. Du erklärst Stille mit Denken. Die Menschen verstehen nicht. Die Menschen wenden die Methode an. Eine Erfahrung taucht auf. Mit der Erfahrung taucht der Gedanke auf: das könnte gemeint sein, jetzt habe ich es. Sie kommen zu dir und legen dir den Gedanken der Erfahrung zu deinen Füssen. Eine Trophäe der Jagd nach Stille. Ein Objekt. Du musst sagen, dass es das nicht ist.

Die eine Hälfte ist wütend. So viele Jahre der Methode, völlig umsonst. Sie schreien dich an und beschuldigen dich der Scharlatanerie. Sie gründen eine eigene Bewegung mit einer besseren Methode.

Einige gehen nach Hause und betrinken sich mit Wein für den Rest ihres Lebens.

Die andere Hälfte denkt sich: wenn ich nur lange genug die Methode anwende, dann werde ich diese Erfahrung schon irgendwann mal haben. Ich muss nur härter meditieren. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht haben können, weil sie schon das Erfahrene sind. Du sagst ihnen, dass sie die Erfahrung nicht zu einem Objekt machen dürfen. Du sagst ihnen, dass sie sich die Stille nicht erdenken können. Du sagst ihnen, dass sie schon Stille sind. Es geht um das Wiedererkennen deiner wahren Natur. Du sagst ihnen, entspannt euch.

Sie verstehen dich nicht. Sie wenden die Methode noch härter an.

Du gehst in den Wald und in der Stille, die du bist, erscheint Trauer.

Die Natur des Denkens ist grundsätzlich mechanisch. Mechanik ist nicht intelligent. Mechanik produziert Stückwerk, Bruchstücke, Splitter, doch es kann sie nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzten, dazu brauchte es Intelligenz. Schau dich einfach in der Welt um, jede Menge Fragmente, kein funktionierendes Gesamtbild und dazwischen verwirrte Menschen die Unsinn reden und glauben alles im Griff zu haben. Narren.

Jede Methode, die das Denken erdenken kann, ist somit ein Fragment, eine Scherbe. Jede Meditationsmethode, die das Denken erdacht hat, ist der fragmentarische Versuch über sein eigenes Denkuniversum hinaus zu schauen, um einen Blick auf das Gesamtbild erhaschen zu können. Das Denken kann ganz schön schlau sein. Es weiß von seiner fragmentarischen Natur und versucht sich umzuschauen nach Ganzheit, ohne aber seine mechanische Natur aufgeben zu wollen. Du bist ganz schon schlau, du möchtest dein Ballast behalten und dich mit Gepäck in die Freiheit mogeln. Aus Sicherheitsgründen, denn man weiß ja nie, oder?

Doch Schlauheit ist nicht Intelligenz. Stille ist Intelligenz. Stille ist leuchtende intelligente Lebendigkeit. Stille ist knisterndes Potenzial. Stille ist Gesamtheit, ist Einheit. In der Stille erscheint diese Welt mit seinem Denken. Du bist Stille, die in Stille als Denker erscheint, der denkt nicht in Stille zu sein.

Geht’s noch deutlicher? Natürlich. Sieh doch selbst.

Ein Mensch, in dem die Mechanik des Denkens angehalten hat, ist Stille. Stille das sich wiedererkennt, dass es Stille ist, in einer menschlichen Form, nennt man Meister auf dieser Erde. Eigentlich müsste es einfach Mensch heißen, doch diesen Titel hat sich schon der Denker geraubt.

Da jeder Mensch Stille ist, kann er nicht mechanisches Denken sein. Das ist erfahrbar und wahrnehmbar. Hier ist die Aufforderung das selber herauszufinden, sonst machst du diese Antworten zu einem Objekt. Wenn du eine Methode anwendest, berühre die Erfahrung nicht und die Stille fließt durch die Scherbe der Erfahrung zu dem Gesamtbild zusammen, zu dem Spiegel in dem alles erscheint.

Das bist ewig DU.

Ist es nicht seltsam, dass wir immer gebettelt werden müssen unser Leiden zu beenden. Du brennst ab wie eine Fackel und hier kommt höflich, bittend, bettelnd der Hinweis; Eh, du brennst wie eine Scheune, wie wäre es denn mal mit einem Sprung ins Wasser? Ah, jetzt noch nicht, ok. Später vielleicht?

Der Mensch in Stille ist der lebendige Hinweis, dass du diese Stille ebenfalls bist. Machst du ihn zu einem Gott, bewirfst du ihn mit deinem Müll. Würde er diesen Müll annehmen, wäre er ein Idiot.

Wenn die Mechanik des Denkens aussetzt, ist spontan die Gesamtheit wieder da. Es wird gesehen, dass sie nie weg war, sondern nur überdeckt.

Von hier geht Lebendigkeit erst los. Hier ist alles möglich.

Lebendig Stille
Dein glühend Kuss
verbrennt die Dunkelheit
zu leuchtend Sternenstaub
reine Liebe entfaltet ihre Feuerschwingen
und offenbart die Dimension der Ewigkeit

*dieser Ausspruch stammt von einem unbekannten Schüler von Frau Míla Tomášová

4. Und in welchem Zusammenhang steht es mit der Ist-Zeit?
Januar 25, 2012

20.07.2011

Fragen eines Freundes

1. Wie wird der Funke zum Feuer, das andere ansteckt?

2. Ab welchem Zeitpunkt wird das Feuer manifest?

3. Wie wichtig ist die Absicht?

4. Und in welchem Zusammenhang steht es mit der Ist-Zeit?

 

Es scheint so als ob der Tiefschlaf ohne Wahrnehmung, nur Stille ohne Bewegung, nur Nichts in Alles ruhend, die Wahrheit selber IST.

Nicht-Zeit erscheinungslos, unfassbar in sich selber ruhend,

ewig unberührt IST Dies Wahrheit.

Kein Wort kann Dies je beschreiben. Verstehen ist nicht möglich.

Gedanken prallen ab und versinken sich auflösend in Nichts, ohne Beute für das Denken mitzubringen.

Das Geschriebene stirbt bei der Sicht auf Diese Schönheit und geschriebene Zeilen verdorren zu bedeutungslosem Geschwätz.

Dies ist die Herrlichkeit, für die als Beschreibung nur lebendig Licht dem nahe kommen könnte und doch ist das nur eine grobe Beleidigung des Dies, wenn etwas zu beleidigen wäre.

Ohne Ort, ohne Zeit, ohne Substanz, ohne Ursache, ohne Wirkung schläft Dies nun scheinbar ein und beginnt zu träumen.

Und träumt den Traum des Menschen, der früh aus dem Schlaf erwacht.

Es träumt den scheinbaren realen Traum des Lebens, vielleicht vergleichbar wie luzides Träumen, in dem Handlung und Zeit als Wahrheit den geträumten Wesen erscheinen mag.

Bis Dies, die Traumenergie scheinbar sich erschöpfend am Betrachten der bunten Formenwelt, schlafen geht im Traum und erwacht in Nichts der Zeitlosigkeit, dass im Traum als Tiefschlaf erscheinen mag.

Doch ist genau Dies ist die Wachheit in sich selbst.

Die Quelle die sich selber träumt.

Das Gefühl von Zeit entsteht im dem Traum das ein geträumtes Wesen träumt scheinbar wach zu sein.

IST-Zeit ist Traumzeit und bezieht sich nur auf die geträumten Inhalte des Traumes das das Eine IST.

Und somit weist die Quelle, das Eine, auf sich selber hin.

Es offenbart sich durch sich selbst und ist das Einzige was Ist ohne je zu existieren.

Außerhalb des Traumes hat Zeit keinen Raum und Existenz und selbst der Traum existiert nur in Form des Traumes in sich selbst.

Das Eine, das all Dies ist, erkennt durch die geträumte Form des scheinbar wachen Wesens das Paradox, dass scheinbar Zeit in Zeitlosigkeit scheinbar existiert und sein Lachen schallt durch alle Dimensionen.

Die Lebendigkeit des Lachens ist das Vibrieren des Lichts aus dem der Traum zu bestehen scheint und im Erkennen Dessen schlägt Dies als Mensch die Augen auf, geblendet von der Herrlichkeit.

Die Sicht beendet die Knechtschaft an dem Glauben der Festigkeit der Zeit.

Doch es endet nicht der Traum, obwohl auch das geschehen kann.

Doch all das endet nur für niemand, sobald Dies gesehen wird.

Nun bleibt nur noch die Sicht von Nichts auf die Bewegung die scheinbar im Traum geschieht.

Und so endet jedes Wollen.

So endet jede Angst.

Was bleibt ist der Traum.

Völlig frei.

Leuchtende Leere
Januar 23, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Leuchtende Leere

24.6.2011

Der Lärm der Straße dringt durch das geöffnete Fenster und die Gardinen wehen mit dem Luftzug, der auch die Stimmen der Menschen wie leise Musik hinein trägt.

Alle Geräusche sind an ihrem Platz und weben eine schöne Melodie, die die Stille nicht stört.

Überhaupt scheint diese Stille nichts stören zu können.

Der Kopf ist ruhig und schwingt in dem Rhythmus des Liedes, das die Geräusche singen.

Man wartet darauf, dass diese Stille wieder verschwindet, wie ein Zustand, wie so oft viele Zustände gekommen und gegangen sind.

Doch hier geht und kommt nichts. Als ob keine Möglichkeit besteht, wohin es verschwinden könnte.

Ach, ich wünsche mir so sehr, dass alle Wesen dies realisieren. So einfach und doch so komplex, wie es scheint. So viel Lärm um nichts und so viel Leid um nichts.

Da werden Sandburgen des Lebens mit so viel Ernst von Kindern errichtet, die in Körpern von Erwachsenen stecken.

Um schließlich mit der nächsten Welle des Lebens wieder zu dem gemacht zu werden, was es schon immer war.

Sandkörner unter Sandkörnern am Strand der Ewigkeit, der Teil des endlosen Ozeans der leuchtenden Leere ist.

Und da geht es nicht um die Sandburgen selber, nein, die Angst und die daraus geborene Ignoranz der Schöpfung gegenüber macht das Drama aus.

Dabei ist nur Stille, die aus sich heraus in Form explodiert, in aller Schönheit und Harmonie.

Nichts Schöneres hat es je gegeben und wird es je geben, als Dies zu schauen.

Oh, wie sind die Worte mangelhaft Dies zu beschreiben, um die Verzweiflung der Menschen zu stillen. Dabei sind es eben nicht die Worte selbst und nicht die Erklärung, auch das Erklärte und Beschriebene ist es nicht, und auch nicht das Gegenteil davon.

Es Ist einfach und alles Wort entfernt sich von Diesem. Dabei scheint manches Wort in der Nähe Dessen länger zu verweilen.

Der Zustand, in dem der Körper beschrieben werden könnte, ist recht einfach – Müdigkeit und ein Gefühl, als ob das Hirn eingefrorenen ist.

Denken funktioniert, Gedanken kommen und gehen, nur dass sie keinen Saft haben. Gedanken steigen auf oder nicht und es liegt kein Bemühen darin. Es gibt kein Ablehnen oder Annehmen von Gedanken. Gedanken sind da oder nicht.

Es ist recht einfach, da nichts die Stille unterbricht.

Stille kommt als Gedanke oder als das Geräusch des fahrenden Autos unter dem Fenster.

Nichts stört oder fehlt. Das gefroren sein ist körperlich etwas ungewohnt, doch man gewöhnt sich daran.

Die Vögel zwitschern von dem nahen Park und ein LKW übertönt das Zwitschern brummend, als er weiterfährt.

Es ist wunderbar.

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