Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?
November 10, 2012

Fragen eines Freundes

28.10.2012

Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?

Ein ganz normales menschliches Verhaltensmuster scheint es zu sein sich abzusichern. Immer wird gefragt, was wird dann sein, statt zu schauen was jetzt ist. Das Später scheint eine ungleich größere Attraktivität auszulösen als das Jetzt.

Vielleicht ist es leichter über eine ungewisse Zukunft zu spekulieren, als in dem was jetzt ist, dem zu begegnen was wir wirklich sind. Es ist aber genau so offensichtlich, dass wir dem, was tatsächlich ist, nicht entgehen können, denn es ist die einzige Dimension in dem diese Existenz möglich ist.

Es ist quasi die Erscheinung der Existenz selbst, durch den diese Dimension erst erscheinen kann. Es ist die Reflektion selbst, durch die die unbedingte Potenzialität der Reflektionfähigkeit des Spiegels sichtbar wird. Mit der Reflektion manifestiert sich die unbedingte Reflektionsfähigkeit, sonst ist dort nur unmanifeste Potentialität zur Reflexion, also absolute Leerheit.

Das Konzept von Leerheit ist sicher einer der größten Missverständnisse, sobald sich mit den Begrifflichkeiten, die die spirituelle Suche mit sich bringt, auseinander gesetzt werden muss.

Auf was dieses Konzept von Leerheit hinweist ist sofort sonnenklar, wenn Verstehen wegfallen darf und nur Sehen bleibt. Allerdings bleibt dann nur Sehen durch niemand, andernfalls bleibt es nur ein intellektuelles Spekulieren durch Jemand, der ein Niemand sein möchte.

Was bedeutet hier >wenn Verstehen wegfallen darf<?

Hier bedeutet es jenseits von Hoffnung, Spekulation oder Fantastereien dem zu begegnen, in dem Dies, was wir gewöhnlich für Realität halten müssen, erscheinen kann.

Es ist hier schon sehr oft darauf hingewiesen worden, dass Dies was erscheint und Dies in dem es erscheint, sowie Dies, dass das Erscheinen wahrnimmt, das Selbe ist.

Es ist Eins.

Es konnte nie Zwei sein, also ist es tatsächlich sogar jenseits von Einheit.

Wenn darüber gesprochen werden soll, was es bedeuten könnte Ego zu verlieren, muss erst darüber gesprochen werden, was es bedeuten könnte Ego zu besitzen.

Wenn wir irgendeinen Menschen, zum Beispiel diesen dort drüben auf dem Stuhl, der gerade aus der Kaffeetasse trinkt, wenn wir diesen Menschen bitten würden uns sein Ego zu zeigen, bekämen wir letztlich zu erfahren, dass er es uns nicht zeigen könnte. Das ist so offensichtlich, dass uns das ständig entgeht.

Es ist genauso offensichtlich und wahrscheinlich, dass wir den kürzesten Weg in die Psychiatrie erfahren würden.

Es kann uns also geschehen in dieser Gesellschaft, die ja so offensichtlich außerordentlich auf materielle Objekte und die feste Realität, die aus Objekte gebildet zu sein scheint, fixiert ist, dass wir erfahren müssen, dass die Basis für das scheinbare persönliche Erleben dieser scheinbaren festen Wirklichkeit eine unhinterfragte Annahme ist. Ein scheinbar unantastbares Glaubensedikt über eine scheinbar feste Wirklichkeit und ein unabhängiges Zentrum aus dem die Wahrnehmung derselben zu geschehen scheint.

Das Leben so zu erfahren scheint ungemein sicher und praktisch, aber es ist letztlich auf der gleichen Ebene angesiedelt wie der Glaube an Nikolaus, an Gott, an eine dauerhafte romantische Ehe, an ein besseres Leben durch vegane Ernährung oder an Erleuchtung durch Zölibat.

Die gesamte Basis ist letztlich die Annahme oder das Glaube-müssen an die Existenz einer unabhängigen getrennten Person. Dort die Realität, hier die Person, die diese Realität erlebt. Hier der Mensch, dort das Leid, dem es aus dem Weg zu gehen gilt. Hier die Person, dort das Glück, das es zu fangen gilt.

Es sieht also so aus, als ob die gesamte Erfahrung der scheinbar separierten Existenz, nur auf das Glauben-müssen an ein Zentrum des eigenständigen unabhängigen Selbst, als die Grundlage für den Ausdruck des uns bekannten menschlichen Lebens basiert.

Ist das nicht seltsam, die Glaubensreligion des Egos als die entscheidende Basis zu feiern, damit darauf die Tatsache eines separierten, von allem getrennten Lebens begründet werden kann? Ein Leben welches wiederum voller Leid und Verzweiflung zu sein scheint, weil es unter dieser Prämisse tatsächlich als separiert empfunden werden muss?

In dieser Frage, die hier gestellt wurde, ist dieser Wahnsinn genauso offensichtlich zu sehen.

Denn es wird ja gefragt, was es bedeutet das Ego zu verlieren, ohne zu hinterfragen ob so etwas wie ein Ego überhaupt existieren kann.

Meinst du also mit Ego-verlieren, wie man einen Schlüsselanhänger verlieren kann, oder eine Socke, die man nach dem Waschen einfach nicht mehr wiederfinden kann?

Nur mal angenommen, da wäre so etwas wie ein Ego, dann wärest doch du etwas das ein Ego besitzen kann. Also wenn du dieses etwas sein willst, das dieses dort besitzt, was bist du dann? Denn das Ego kannst du, nach deiner eigenen Definition, dann nicht sein.

Also nur mal angenommen, das Ego könnte wegfallen und denn du bist ja somit nicht das Ego, was würde dann bleiben?

Was bist du?

Kannst du das beschreiben?

Du kannst es nicht. Übrigens niemand kann es. Nun kann gesehen werden wie dort bei dem Fragesteller der Gedanke an Flucht erscheint.

Diese Flucht ist das gewöhnlichste Verhaltensmuster auf diesem Planeten. Es kommt unmittelbar hinter der unhinterfragten Annahme ein separates Leben zu besitzen.

Du kannst kein Leben haben, da du schon Ausdruck der Lebendigkeit bist.

Da erscheint Lebendigkeit als ein perfektes menschliches Muster in sich selbst und betrachtet die Perfektion durch dieses Muster, denn etwas anders als Perfektion ist einfach nicht möglich.

Da erscheint die perfekte Flucht vor der Wahrheit, in jeder beliebigen Form. Bis die perfekte Flucht schließlich endet und dann muss gesehen werden, das Wahrheit immer ist.

Jedem menschlichen Wesen ist es einfach nicht möglich die Wahrheit nicht-zu-wissen. Wir sind wie Betrunkene, die immer wieder nach dem Weg nach Hause fragen, weil es so scheint als ob wir uns verirrt haben. So muss immer wieder nach Wahrheit gefragt werden.

Doch Wahrheit kann nicht abwesend sein, dass ist nicht möglich. Wahrheit kann immer nur übersehen werden und das ist die perfekte Tragödie, die auf diesen Planeten zu geschehen scheint.

Diese Flucht wird von uns Menschen in einer Perfektion zelebriert, die sicher seinesgleichen sucht. Flucht kann letztlich sogar die Form der spirituellen Suche annehmen, die die Suche nach Wahrheit zu sein scheint.

Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter ein cleveres System der Vermeidung, dem nie Verlorengegangenen zu begegnen. Es ist die ultimative Chance dem flüchtigen Gefühl von unabhängiger Existenz eine spirituelle Basis zu verschaffen.

Hier wird nicht gesagt das spirituelle Suche nichts wert ist, dass ist überhaupt nicht gemeint. Es ist eine willkommene und aufregende Unterhaltung in der Tristesse des alltäglichen Lebens.

Die Jagd nach Befreiung und spirituellen Erfahrungen gehören zu den höchsten Kicks, die in dieser Dimension erlebt werden können. Gleich danach kommen Völlerei, der Wunsch nach ausschweifender Promiskuität, der Mitgliedschaft in einem elitären Klub oder das Greifen nach einem Job in der Chefetage eines Weltkonzerns.

Wenn die Suche endet, kann gesehen werden, dass das alles nur Stories sind. All das hat mit Freiheit nichts zu tun.

Allerdings kann in Freiheit auch all das auftauchen, außer der spirituellen Suche.

Wird Freiheit tatsächlich erfahren, ist die spirituelle Suche nach Befreiung sofort beendet. Das ist ein Indikator für unzusammengesetze Wahrheit, Klarheit und wirklichem Wissen, Wissen jenseits von dem was gewusst-wird.

Das Enden von Suche hat nichts damit zu tun, dass Suche vermieden wird. Das wäre nur ein mentales Konzept, die auf Angst vor dem Finden beruht.

Das wirkliche Enden von Suche ist bedingungslos und kommt so gnadenlos unvermittelt wie der Tod. Tatsächlich ist es der Tod, während der Körper noch bleibt und durch ihn wahrgenommen wird. Es wird die bedingungslose Wahrheit wahrgenommen, es wird wahrgenommen was IST.

IST kann nicht beschrieben werden, es IST einfach ALLES.

Es kann nicht beschrieben werden, es kann allerdings erfahren werden.

Bis auch das geht.

Da Du noch zuhörst oder zumindest immer noch anwesend bist, ist deine Verzweiflung, dich scheinbar mit einer persönlichen Existenz abplagen zu müssen, offensichtlich größer als die Furcht vor der Wahrheit.

Denn eins sollte klar sein, die Wahrheit wird das, was du jetzt glauben-musst-zu-sein, tatsächlich auslöschen. Entweder jetzt beim lebendigen Leib oder wenn die Zeit des Körpers vorbei ist und er in seine Elemente zerfällt.

Da Du immer noch da bist, obwohl du am ganzen Körper zitterst und du auf eine Antwort bestehst, wird also eine Antwort erscheinen.

Höre!

Das was unhinterfragt als Ego, ich oder manchmal auch als Selbst angenommen wird, ist nicht mehr als die Wirkung einer gefühlten energetischen Kontraktion.

Dieses kontrahierende Gefühl kann in der Mitte des Körpers gespürt werden. Oft übersehen wir es, da wir Kontraktion für einen natürlichen Zustand halten.

Diese energetische Kontraktion fällt entweder weg oder nicht weg. Da die scheinbare Person in Ergebnis der Kontraktion erscheint, kann die Person auch nichts dazu beitragen die Kontraktion zu überwinden.

Spätestens wenn sich Bewusstsein auch als Körper auflöst, verschwindet Kontraktion. Dieser Moment wird gewöhnlicherweise als Zeitpunkt des Todes bezeichnet.

Es besteht die Potenzialität in der menschlichen Dimension, dass Kontraktion verschwindet, während das Muster des menschlichen Körpers noch aktiv ist.

Damit verschwindet auch das persönliche Erleben der sogenannten Realität und durch das Muster, das wir Mensch nennen, formt sich ein unpersönliches Erleben dessen aus was IST.

Das endgültige Verschwinden der Kontraktion ist ein absoluter unabweisbarer Schock. Es ist der ultimative Aufprall. Es ist die Entformung einer vermeintlichen Persönlichkeit.

Kommt Kontraktion nicht zurück, entfaltet sich endgültige Befreiung und Lebendigkeit manifestiert sich als ein unpersönliches Leben.

Was bleibt ist nichts und somit erzeugt die Freisetzung der überschüssigen Energie die Ekstase des Erfahrens von Einheit.

Es wird mit einer absoluten Durchdringung und Unabweisbarkeit erfahren, dass Einheit immer ist. Es ist niemand mehr da. Das ist die absolute Wahrheit.

Wenn die Ekstase abklingt und der Falle des Greifens, sogar von niemand, nach dem Wohlgeschmack der Wirkung durch die Erfahrung von Einheit, entgangen werden konnte, dann wird die Erfahrung dieser Existenz als die gewöhnliche Grundlage des unbeschreibaren Mysteriums gelebt.

Wenn dann, durch niemand erkannt wird, dass in der Stille die Erfahrung der Ewigen Wahrheit noch immer erfahren wird, ist unabweisbar und jenseits von intellektuellen Spekulationen klar, dass die Erfahrung der Stille nicht die Stille selbst sein kann, da Stille jenseits von Erfahrungslosigkeit ist.

Wenn jetzt die Falle des Zurückschreckens, vor der Unerfahrbarkeit von IST, nicht zuschnappt, löst sich Dies, was noch erfährt, in dem was noch erfahren wird, auf.

Der Urgrund ist an sich unerfahrbar, doch Urgrund erfährt sich durch Erfahrung. Schließlich fällt auch Erfahrung mit dem was noch erfährt weg und es bleibt der nackte sich erfahrene Urgrund.

Dies geschieht jenseits von allen Ebenen der Möglichkeiten des Verstehens. Das kleinste Konzept des Nicht-Zurückschreckens, das leiseste Konzept über Erfahrungslosigkeit, gleicht hier einem Megabeben.

Hier hat nur Stille bestand, die sich in Stille löst.

Einheit kann nicht mehr erfahren werden, da Einheit jenseits davon anfangslos IST.

Wenn was bleiben würde, müsste es Nicht-Erfahrung benannt werden, denn selbst niemand ist verschwunden. Doch es ist unbenennbar und so bleibt hier nur das Schweigen des Sinns der Worte.

Wenn jetzt das Zurückschrecken vor die Erfahrung des Verschwindens der Erfahrung der absoluten Liebe ausbleibt, steht unbedingte Liebe völlig So-da und Liebe kann nicht mehr erfahren werden, da unbedingte Liebe jenseits davon schon ALLES  IST.

Als letzte potenzielle Bewegung bleibt die Reintegration der Form des Körpers mit seinen Sinnen als IST in IST

Somit ist Unbewegtheit in Form, bis Form sich auflöst.

Zeitlos Unbewegtheit in Bewegung, kommt einfach zur Ruhe und hat sich somit nie bewegt.

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Muss ich das Ego loswerden um Stille zu finden?Teil 3
März 15, 2012

Fragen eines Freundes

11.01.2012

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 1

Ist das Ego schuld an dieser kranken Welt? Teil 2

Ich fühle mich innerlich so zerrissen. Was soll ich tun um endlich Ruhe zu haben?

Teil 3

Wenn du einem fühlendem Wesen, nehmen wir einfach mal einen Menschen, in die Augen schaust, was siehst du?

Kannst du in dieser Dimension der Tiefe die Unendlichkeit der Stille, die absichtslose Liebe, die Manifestation der bedingungslosen Hingabe sehen? Oder spiegelt sich an der Oberfläche nur dein Abbild wieder? Ein Abbild von Zerrissenheit und Angst, verzweifelter Suche nach Ruhe und Sicherheit.

Wieso nimmst du eigentlich an, dass diese Zerrissenheit in dir sein könnte? Vielleicht weil du es irgendwo gelesen hast, oder es jemand gesagt hat und du sprichst es nun einfach ungeprüft nach? Oder weil es bequem ist Vorstellungen, Konzepte, Glaubenssätze und Behauptungen zu übernehmen und zu wiederholen? Seltsam, sonst zweifelst du an allem. Doch dieses Konzept nun übernimmst du einfach ungeprüft und nur allzu bereitwillig. Es wird vielleicht noch so weit kommen, dass du behauptest die Zerrissenheit zu sein und wir müssen auch noch ein Gespräch darüber führen, dass du offensichtlich nur der Ausdruck der anfangslosen Ganzheit sein kannst, jenseits von Ursache und Wirkung.

Lass das doch einfach gehen und entspann dich. Es kann dir keine Ganzheit geschenkt, verliehen oder erweckt werden. Deine Zerrissenheit ist eine Illusion, möglicherweise eine schmerzhafte, aber eben eine Täuschung. Ganzheit ist Realität. Die Suche nach Ganzheit, das Weglaufen von dem Gefühl der Zerrissenheit wird das Leid nicht beenden. Es wird die Täuschung nicht beenden, da du, erst durch die Suche nach Ganzheit, der Täuschung der Zerrissenheit einen gewissen Wert gibst.

Wenn der innige verzweifelte Wunsch besteht Ganzheit zu erfahren, so schau doch deine Zerrissenheit genau an. Schau genau hin und forsche nach was sich da so zerrissen fühlt. Diese Forschung kann niemand für dich machen, es ist deine Aufgabe. Dafür brauchst du keinen anderen Menschen. Deine inhärente Qualität ist völlig ausreichend und du musst nur aufrichtig sein, das zu akzeptieren was bei deiner Forschung zu tage kommt. Hier kannst du deinen Verstand einsetzen, deine Klugheit, deinen Willen und deine Entschlossenheit dein Leiden zu beenden.

Wird wirklich aufrichtig mit einem Forschergeist geforscht, wird nicht auf vorgefertigte Antworten zurückgegriffen, wird nicht vor dem Schmerz zurückgewichen, wird nicht vor der Liebe geflüchtet, ja dann kann da etwas geschehen das bisher nicht vorstellbar war.

Vielleicht findest du dann keine Worte um es auszudrücken, doch das ist völlig in Ordnung.
Vielleicht kommen ungeahnte Erfahrungen, auch das ist völlig in Ordnung.
Bleib ganz ruhig und greif nach nichts, was da auch immer in deiner Wahrnehmung erscheinen mag.

Da ist vielleicht nur eine stille leuchtende offene klare geistige Verfassung, die in sich ruht.
Gut.
Jetzt ruht der Verstand, und das ist auch völlig in Ordnung.

Doch keine Angst, der Verstand geht nicht weg, genau so wenig wie das Hören verschwindet oder die Fähigkeit des Riechens, Fühlens und Sehens.
Doch die Sinne können, befreit für einen Augenblick, wirklich frei wahrnehmen und das Wahrgenommene muss nicht durch den Filter von Konzepten und Verstandesarbeit durchgezogen werden.
Welch eine Last fällt da von den Schultern des Verstandes, entledigt von einer Aufgabe die viel zu groß für ihn ist, kann er in sich ruhen, wenn er nicht gebraucht wird.

Hier fällt jedes Gefühl von der Illusion der Zerrissenheit formlos in sich zusammen und es kann gesehen werden, dass Illusion einfach nur ein Nicht-Erkennen ist.

Erkennen zerstört jede Illusion und das Erkennen der Ganzheit, die du schon immer bist, vertreibt jeden Nebel der Täuschung.

Was bleibt ist ein einfaches nacktes Leben, wirklich recht simpel. Entspannt, ruhig, wahrnehmend, unterscheidungsfähig, unaufgeregt und aus sich heraus wissend.

In gewisser Hinsicht erscheint so ein Leben einfacher als das gewohnte Leben durch ein Selbst, unspektakulärer eben.

Es ist nüchtern und klar, doch scheinbar kann so die volle Ladung der Liebe, die durch die Form aufscheint, erlebt werden, ohne das Form sofort verglüht.

Das Selbst ist tatsächlich die einzige Verteidigungslinie vor dem bedingungslosen Aufglühen dieser unfassbaren Wahrnehmung, doch der Preis ist verflucht hoch dafür.

So schau doch in dir nach, ob du bereit bist den Preis noch zu bezahlen.
Wenn ja, ist es völlig in Ordnung.

Doch wenn du fühlst, für dein sogenanntes Leben genug bezahlt zu haben, dann musst du dich darauf einstellen, dass Freiheit völlig kostenlos ist.

Das wird vielleicht ein Schock sein.

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Das Geheimnis
März 2, 2012

Kuss der Stille

Das Geheimnis        

25.07.2011

Die Stille ist ein
selten Gut
und überall verfügbar
jeder Blick auf diese
Welt ist aus
diesem Stoff gemacht
so offensichtlich
dass es meist Geheimnis
bleibt

Doch manchmal da
fällt es glitzernd in
das Augenlicht und
unabwendbar
erhellt das Leuchten
selbst die tiefste
Finsternis

Dunkelheit ist nicht
für ewig
nur Dies Ist immer
in dem auch Blindheit
leben kann
genannt auch Ignoranz
oder Fürst der
Nacht
mit Dummheit als
sein Diener

Doch wird nur einmal
Dies gesehen
so bleibt kein Zweifel ob
der Formen Festigkeit
sie sind einfach nur
wie Reflexionen
und Klarheit nimmt der
Dumpfheit Wiederholung
die Kraft
der Wahrheit
noch zu trotzen

Das Selbst
scheinbar Zentrum
dieser scheinbar Existenz
schmilzt im Licht
das Wahrheit spricht
und der Himmel ist
der stumme Zeuge
dass der Käfig in dem Kerker
seiner Macht beraubt
zerbricht

Nun klein ist das
Vögelchen und noch
fett von dem Streben
nach Begehrlichkeiten
ausgebreitet seine Flügel
fliegt es noch
nicht allzu weit
es gleicht mehr
ein Hüpfen und ein Stolpern
auf den Treppen
der Festung Ignoranz
um zu entfliehen
als ein Gleiten auf
der Liebe Glut
über alle Welten

Nun höre
hab Geduld
Wie viel Jahre denkst du
Mensch zu sein?
Verbrennen wird erst
dein Glaube und das
Gefühl allein
und fest zu sein

Die wahre Sicht ist Meine Schau
durch diese Augen
vereint mit dem
blauen Himmelreich
zerstört dumme Träume
und
offenbart die tiefe Klarheit
dessen
Dies So Sein

So verbleibend ohne
Angst und Zweifel
hat das Greifen nach der
Welt keine Macht noch zu bestehen
doch diese Prüfung die wird
endlos scheinen
und Lohn winkt nicht
nur Freiheit
und das ist vielen
wenig

So ist
selten nur der
brennend Wunsch
als Adler gefährlich hoch zu fliegen
die Meisten sind zufrieden
verwandt zu sein mit einer Taube
und
manchmal täuscht der Verstand
sich selbst
und ahmt
auch einen
Papagei

Doch der Adler zieht einsam
seine Kreise
Stille ist sein Freund
in endlos Höhen
andre Vögel sieht man
selten
Die Furcht nicht zu bestehen
lässt sie in Wipfeln großer Bäume
ruh‘n
aber alles ist willkommen

Die Sicht stets vereint
mit Dies das Alles IST
befreit sich des Adlers
liebend Herz in
Licht
und vom Himmel fallen
seine Federn

Aufgelöst ist diese Form
in Dies aus was es
aufgetaucht
Regenbogen jubeln still
und vielleicht
ihr Leuchten
fällt strahlend glitzernd
in des jungen Adlers Auge
der träumend in dem
Käfig sitzend
glaubt nur eine Taube sein
um aus dem Traum
endlich
zu erwachen
und für immer frei zu fliegen
wie ein Stern der Ewigkeit

Ego
Februar 29, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Ego

22.7.2011

Das Bewusstsein, das sich selber reflektiert und sich selbst zum Gegenstand von Betrachtung erfährt, erlebt sich durch diesen Prozess als Selbst-Bewusstsein.

Da aber auch das sich selbst beobachtende Bewusstsein keine anderen Qualitäten aufweist als das sich nicht selbst beobachtende Bewusstsein, ist das Selbst oder auch das Ego nicht das Selbst-Bewusstsein an sich, sondern es entsteht lediglich bei dem Akt des Beobachtens des Bewusstseins, das sich selbst beobachtet, eine Reflektion, die auf sich selbst zurückgeworfen wird, ein eher unbestimmtes Gefühl.

Eine Reflektion, die sich im Spiegel der Bewusstheit selber reflektiert. Gewissermaßen ein Abfallspaltprodukt, dessen Reststrahlung eine Hintergrundstrahlung verursacht. Ein Hintergrundrauschen, das sich selber beim Rauschen hört.

Allein der Vorgang dieser Reflektion erzeugt das Gefühl der unabhängigen Selbstexistenz und wird dann durch reflektorisches Denken unterstützt.

Was für ein gewaltiger Selbstbetrug.

Dieser „innere“ reflektorische Vorgang ist schon alles, worauf der Mensch seine gesamte sogenannte eigenständige Existenz begründet.

Es entsteht der Glaube ein Leben zu haben, statt ein Ausdruck des Lebens zu sein.
Dieser Glaubenssatz wird fast nie hinterfragt.
Dieser Glaube, genannt auch Ego oder Selbst, ist alles, was trennt.
Eine winzige Reflektion auf den Wellen des Ozeans der Unendlichkeit.

Der Mensch, mit dem ungeprüften Glaubenssatz ein unabhängiges Selbst zu sein, wandelt buchstäblich in der Luft ohne festen Grund. Das erzeugt ungeheure Angst.

Diese Angst führt zu Aktivität, die mit Lebendigkeit verwechselt wird.
Willkommen in dieser Welt.

Hier wird jeder Mensch zum Priester der Sekte des heiligen Selbstbetruges ausgebildet.
Die Messe in dieser Kirche wird vierundzwanzig Stunden pro Tag und sieben Tage in der Woche zelebriert.
Sie dient der Zementierung des Glaubenssatzes der unabhängigen Selbstexistenz.
Beweise sollen die Angst bezwingen.

Jedoch sind alle Beweise vom Ego selber konstruiert worden.
Es ist ein Schneeballsystem des Selbstbetruges.

Die letzte Verteidigungslinie lautet: „Aber wenn ich Beweise konstruieren kann, die letztlich durch die Selbstkonstruktion entstehen, so bin ich!“

Das wäre so, als wenn sich die Reflektion in einem Spiegel für permanent existent erklären würde, weil es das reflektierte Objekt vor dem Spiegel als seine Wirkung erklären würde.

Das Gefühl des Egos ist eine Auswirkung des Lebendigseins und nicht die Ursache des Lebens.
Die Ursache könnte man als Quelle bezeichnen, in der Dies alles so erscheint.

Das Ego möchte nicht sterben.
Das Paradox ist, dass das Ego nie gelebt hat.

All das sind Geschichten über das Unerklärbare.
So wie diese Geschichte hier.

Ein Sonnenstrahl gleitet durch die Wolkendecke, die den blauen unendlich weiten Himmel zu bedecken scheint, und wandert über die Erde wie ein Finger aus Licht.

An einer Felswand einer Schlucht bricht sich das Licht in glänzendem Gestein und die wunderbarsten farbigen Reflektionen spiegeln sich unzählige Male wieder und wieder. Das ganze Tal ist erfüllt mit Regenbogenlichtern und glitzernden Farbspielen.

„Oh, wie wunderbar, wie wir alle glitzern und diese Welt in Farbenpracht hüllen“, jubeln die Reflektionen und rätseln über den geheimnisvollen Sonnenstrahl, der die Felswand entlangwandert.

Doch viele Reflektionen beschäftigen sich lieber mit der Farbenpracht und unterteilen sie in Kategorien und geben sich Namen, wie blau, gelb oder rot. Diese dann wurden von anderen Reflektionen wieder in Unterkategorien unterteilt, um dann diese noch weiter zu unterteilen. Denn die ersten groben Farbunterteilungen waren doch vielen Reflektionen nicht genug.

So fühlte sich oft eine Reflektion mit dem Namen Indigoblau als das bessere Blau, besonders im Vergleich mit einem simplen Hellblau.

Der Sonnenstrahl wanderte das Tal entlang. Die Reflektionen wurden geboren und vergingen. Dann erreichte der Sonnenstrahl das Ende des Tals, um schließlich seine Reise über den angrenzenden Ozean fortzusetzen.

Die letzten Reflektionen am Ausgang des Tales erzählten sich flüsternd Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, in denen das Tal förmlich in allen Farben geglüht habe, und ihre verblassenden Farben sangen ein letztes Lied über die Kürze des Lebens. Und dann war Dunkelheit.

Der Sonnenstrahl tanzte weiter über das Meer und sein Licht brach sich an der Wasseroberfläche in wundervolle Farben und kleine Wellen warfen sich Regenbogenlichter zu.

Der Versuch einer Bilanz
Februar 28, 2012

Der Versuch einer Bilanz

28.02.2012

Die Jagd nach  Erkenntnis, die Suche nach Erleuchtung hatte viele Jahre eine geradezu rücksichtslose Getriebenheit angenommen. Da waren die neunziger Jahre in Mexiko auf der Jagd nach Castaneda, Hexen, Brujos und Schamanen. Eine rastlose Suche durch Süd-,Mittel- und Nordmexiko in die entlegensten Winkel und auf einsame Hochplateaus. Weil es nicht anders ging nahm ich meinen kleinen Sohn mit.

Erstaunlich was Kinder ertragen können. Er machte wirklich alles klaglos mit und saß geduldig neben mir, wenn wir tausend Meter über der Wüstenebene auf dem Gipfel eines Berges scheinbar ewig dem Wind lauschten. Er klagte nicht, wenn ich das Trinkwasser vergaß und wir nur sehr knapp mit dem Leben davon kamen. Er blieb still, wenn wir durch den Urwald wanderten, ins Nirgendwo, wo es gar nichts mehr gab, außer Schlangen, Moskitos und Skorpione. Er jammerte auch nicht über die brutale Hitze, wenn wir ziellos durch öde Halbwüsten streiften. Auf einer Kaimauer einer kleinen Stadt am pazifischen Ozean fiel er mit elf Jahren das erste Mal in Stille, das erzählte er mir heute, anderthalb Jahrzehnte später. Ich kann nicht ausschließen, dass es die Erschöpfung war. Tatsache jedoch ist, dass dort in diesem kleinen Menschen Finden stattfand und ich habe es nicht wahrnehmen können.

Spirituelle Suche kann ein ziemlicher Egotrip sein, ein gigantischer Kopftrip ist es allemal.

Irgendwann war Schluss. Mein Sohn weigerte sich entschieden in Ixtlan aus dem Bus zu steigen und so flogen wir zurück nach Europa. Ich kann nicht davon  berichten in Mexiko einem erleuchteten Lehrer begegnet zu sein, der einen spirituellen Pfad der Befreiung unterrichtet hätte. Wenn ich einem begegnet sein sollte, so ist heute klar, dass ein Erkennen meinerseits sowieso nicht möglich gewesen wäre. Der Kopf war zu voll mit Konzepten, Wünschen und Hoffnungen.

Und doch kehrte eine Art von Ruhe ein. Eine Ruhe, die man vielleicht als eine Stille vor dem Sturm bezeichnen könnte.

Die Suche ging weiter. Es ist sicher heutzutage einfacher jede Art von Meister oder Lehrer in Europa zu finden, einfacher als im Hochland von Mexiko oder in den Schluchten des Himalayas auch nur einen Menschen zu finden, dessen Sprache man versteht.

Vom Theravada-Buddhismus über den tibetischen Vajrayana, über Bön hin zu den unermesslich kostbaren Dzogchenlehren, von hinduistischen Religionsströmungen aller Couleur bis zur kontemplativen Traditionen innerhalb des Christentums, die Tafel in Europa ist für den spirituell Suchenden reich gedeckt.

Meine Suche erstickte schier am Überfluss, kam scheinbar zum Erliegen, um doch nur noch heftiger wieder aufzuerstehen.  Es kann nicht gesagt werden, dass während der ganzen Zeit tatsächlich irgendetwas verstanden wurde. Es wurde auch nicht verstanden, dass es nicht um das Verstehen geht.

Schließlich wurde in diesem ständigen Versuch des Verstehen-Wollens, der gesamte Körper und Geist Ende 2010 von einer Art Nervenfieber geschüttelt und kollabierte regelrecht. Ich schleppte mich ins Bett und war einverstanden zu sterben. Das zog sich über zwei Wochen hin, doch der Körper starb nicht.

Im Januar 2011 eines Nachts, auf dem Weg von der Toilette, implodierte plötzlich die Welt. In einer Reihenfolge von innen nach außen wurde alles wie in ein bodenloses schwarzes Loch aufgesaugt und verschwand rückstandslos im nirgendwo. Als Letztes wurde von diesem schwarzen Loch die Vision des mit einer Kerze beleuchteten Schlafzimmers  aufgesogen, dann brach alles Bekannte zusammen und die Welt erlosch.

Der Körper erwachte auf dem Boden. Wie lange er dort gelegen hatte, kann man nicht sagen. Vielleicht Stunden oder schon immer? Doch ein durchdringendes Gefühl, dass irgendetwas fehlte, war zu bemerken und überlagerte jede andere Frage. In den folgenden Tagen und Wochen erholte sich der Körper und der sonst immer ruhelose Verstand blieb einfach stumm. Es gab keine Antworten auf die Frage, was da anders war. Ein erstaunliches Merkmal dieser Ruhe im Kopf war, dass es keine Spur von Angst gab. Es war nicht mehr möglich Angst zu haben. Der Körper reagierte ganz natürlich bei Situationen von Gefährdung, aber das geschah völlig selbständig und unspektakulär.

Keine Beschreibung in der Literatur konnte gefunden werden, die das erklärte was da geschah. Die essentiell größtmögliche Näherung konnte ich in dem Buch von Bernadette Roberts finden, allerdings gab es da Schwierigkeiten mit dem Verstehen des christlichen Kontexts.

Monate später schaute ich einem Menschen in die Augen, wie in einen tiefen Spiegel. Die Stille stand als dieser Mensch einfach zur Verfügung, ohne Regung, ohne Absicht. Dort fand plötzlich Erkennen statt und alles Nicht-Gewusste fiel an seinen Platz, einfach so, völlig mühelos.

Es folgte ein ungekanntes Aufblühen von Klarheit und Lichtheit, in einer Schlichtheit des Sehens, die unbeschreibbar ist. Lichtheit ist hier wörtlich zu nehmen. Es konnte ein inneres Leuchten wahrgenommen werden, als wenn eine kleine Sonne verschluckt wurde. In diesem Sturm in Stille reihten sich einfach Worte aneinander und versuchten das Unbeschreibbare zu beschreiben. In Tagebuchnotizen versuchte ich wenigsten einen Schimmer der Sicht festzuhalten. Doch gelungen ist das wohl eher nicht.

Es wurde klar, dass die Person oder das Selbst weg war und nichts an deren Stelle getreten ist. Ich würde es als ein Wegfallen von etwas völlig Überflüssigem bezeichnen. Man kann ganz gut ohne ein persönliches Gefühl einer Existenz leben, sowieso gibt es keine Wahl, denn die Person kam nicht zurück.

Im Herbst dann, wurde die Stille noch tiefer und obwohl das kaum für möglich gehalten wurde, kann auch das Nicht-Selbst verschwinden. Das Gefühl dazu ist als ob der gesamte Bewusstseinsinhalt durch ein winziges Schlüsselloch in eine unerkennbare Dimension gedrückt wird. Dabei gibt es gute Tage, in denen diese Fixierung auf das „Schlüsselloch“ nicht so ausgeprägt ist und es gibt schlechte Tage, da ist außer dem Hinstarren auf diese winzige Öffnung nichts möglich. Körper und Geist ist dann so fixiert, dass dann keine Regung möglich ist, stundenlang. Wo das hinführt ist unbekannt, aber es ist einfach so. Heute ist ein guter Tag.

Manchmal finden Gespräche mit Menschen statt und auf die Fragen kommen einfach Antworten. Die Antworten werden entweder aufgezeichnet oder sie lösen sich einfach auf. Das Gedächtnis funktioniert tadellos, allerdings kann es irgendwie nichts lernen und in einer bekannten Art und Weise speichern. Es findet einfach in spontaner Form ein beantworten statt und nach dem Aussprechen der Antwort ist dann einfach nur antwortlose Stille da, in sich spannungsfrei. Es ist einfach Antwort da, weil eine Frage auftaucht. So ist es auch mit allen Dingen des täglichen Lebens.

Die Reise ist nicht zu Ende, aber alle Erwartungen sind beendet.

Falls noch Antworten kommen, werden sie hier vielleicht wiedergegeben. Wenn nicht, ist es auch gut.

Befreiung
Februar 25, 2012

Kuss der Stille/Tagebuchnotizen 2011

Befreiung

14.7.2011

 

Entfesselte Urgewalt in Form von Blitz und Donner, Regen und Wind, tobte in der Nacht über der Stadt und wischte die eingebrannte Hitze des Sommertages von dem Straßenpflaster und den Hauswänden.

Der Himmel wurde von sich verzweigenden Blitzen durchzogen, die sich manchmal zu einem riesigen Baum aus zuckenden Lichtfäden aufbaute, um dann spurlos zu vergehen.

Dann war der Himmel wieder blank und unberührt. Unveränderbar spannte er sich leer über der Stadt. Die Gewitterwolken zogen weiter in Richtung Norden.

Von dort flammten noch gelegentlich diese gigantischen gleißenden Blitze auf und warfen ihr Schattenspiel an den Horizont, bis auch das verschwand.

Später dann kamen dicke schwarze Regenwolken.

Der Regen fiel so dicht, dass die Kirche gegenüber manchmal nur noch als Schemen zu erkennen war. Fast schien es als ob sich das tausend Jahre alte Gemäuer in Raum und Zeit zu Nichts auflöste.

Nun am Morgen ziehen weiße Wolken dahin und durch kleine Lücken dazwischen leuchtet der blaue Himmel unbewegt auf die Erde herunter.

Das heftige Gewitter hat keinen Makel im Blau des Himmels hinterlassen können. Majestätisch erlaubt der Himmel den kleinen Wolken ihren Weg zu ziehen und so treiben ahnungslos die kleinen weißen Wolken über die ewige Endlosigkeit dahin, bis sie sich schließlich auflösen.

Zwischen der Ahnungslosigkeit der kleinen weißen Wolken und dem normalen Leben der Menschen gibt es keinen großen Unterschied.

Da gibt es dieses hektische Tun der Menschen, von Angst geprägt nicht genug zu haben, die wiederum durch die Angst geprägt ist, nicht genug zu sein.

Ahnungslose Existenz in der bedingungslosen Liebe der Ewigkeit.

Dem blauen Himmel allerdings ist alles willkommen. Auch dieses hektisch angsterfüllte Tun, das man normales Leben nennt, findet darin die gleiche heitere gelassene Betrachtung und hat die gleiche Wichtigkeit wie das Dahintreiben der weißen Wolken, die hier und da ihre Schatten auf das fieberhafte wahnsinnige Leben der Menschen werfen.

Die Menschen, ihren Begierden ergeben und in Ignoranz versunken, blind von Gier und Neid getrieben, nennen das ein normales Leben.

Doch es ist die Normalität des Wahnsinnigen, der alles zerstört, was um ihn herum erscheint. Ein Albtraum, als mein Leben benannt, Ertrinkende im Strudel von Verrücktheit, Boshaftigkeit und Gewalt.

Die Ignoranz, das Nicht-Hinsehen, die Nicht-Suche, ist aber doch ein Sehen, und zwar auf die Fixierung der Unwissenheit. Damit der Wahnsinn bestand haben kann, bedarf es eine bedeutende Kraftanstrengung.

Ohne diese Anstrengung endet der Wahnsinn sofort, da das Sehen immer ist und nie verlernt werden kann.

Mühelosigkeit, die Abwesenheit von Anstrengung sein-zu-müssen, ist Sein.

Das Fliegen des Vogels ist die Mühelosigkeit des fliegend Seins.

Das Schwimmen des Fisches ist die Mühelosigkeit des schwimmend Seins.

Die Form an sich ist die Mühelosigkeit des geformten Seins.

Das Fliegen des Vogels hat kein Drama in sich und das Schwimmen des Fisches ist ebenso frei von jeder Dramatik.

Das Leben des Menschen ist in seiner Substanz genauso frei von Drama und das ist der gleiche natürliche Zustand wie der dramafreie Flug des Vogels.

Da gibt es keinen Unterschied.

Könnte der fliegende Vogel seinen Flug als ungenügend oder nicht ausreichend empfinden, könnte die Möglichkeit der Selbstreflexion bei dem fliegenden Vogel über seine vorgebliche Ungenügendheit die gleiche mörderische Dimension der Menschen annehmen, so hätte man einen sehr unglücklichen Vogel.

Es würde die Suche nach dem Vogelglück und nach dem Sinn des Fluges selbst beginnen. Vielleicht würde es die Suche nach dem perfekten Flug sein, wer weiß das schon. Die Sucht der Suche löst die Sucht der Nicht-Suche ab.

Würde dann auf dieser Basis ein besonders waghalsiges und außergewöhnliches Flugmanöver gelingen, das dem unglücklichen Vogel die Anerkennung der anderen unglücklichen Vögel einbringen würde, dann wäre das ein glücklicher Vogel.

Allerdings nur bis zu dem Moment, an dem das waghalsige und außergewöhnliche Flugmanöver nicht mehr ausreicht, um Glück zu produzieren.

Nun muss das nächste waghalsige, außergewöhnliche Manöver gefunden werden und eine Spirale ist erschaffen, aus der es erst mit dem Tod des Vogels Befreiung zu geben scheint.

Doch Befreiung von Wahnsinn braucht nicht erst den Tod.

Befreiung ist schon und Ist das Leben selbst.

So gibt es keinen glücklichen oder unglücklichen Vogel, sondern nur Leben, das als Vogel fliegend am blauen Himmel seine Kreise zieht.

So gibt es nur das Leben, das auch als Mensch erscheinen kann und eben in dieser Form Lebendigkeit feiert, in all seiner scheinbaren Komplexität oder auch Schlichtheit.

Das Leben zieht seine Kreise am blauen Himmel der Existenz und hinterlässt keine Spuren.

Es ist nur für diesen Moment entstanden und vergeht auch wieder in Diesem.

Nicht mehr und nicht weniger.

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 1
Februar 21, 2012

Fragen eines Freundes

11.01.2012

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 1
Ist das Ego schuld an dieser kranken Welt? Teil 2
Ich fühle mich innerlich so zerrissen. Was soll ich tun um endlich Ruhe zu haben?

Teil 1

Warum stellen wir eigentlich diese Fragen? Ist es die Hoffnung, dass die Antwort die Lösung unserer Probleme bedeuten könnte? Das die Antwort die Fähigkeit in sich trägt, unsere innere Zerrissenheit und unseren Schmerz auszulöschen? Oder das die Antwort die Welt rettet? Wenn das so wäre, dann wäre unsere Freiheit von Antworten abhängig. Doch Antworten erscheinen hier in Sprache, sie sind also Objekte.

Die Lebensdauer von Objekten ist immer von Umständen abhängig und irgendwann zerfallen alle Objekte. Auch die perfekteste Antwort wird zerfallen, spätestens wenn die Sprache, in der sie erscheint, von niemand mehr gesprochen und verstanden wird. Wenn Freiheit von Objekten abhängen würde, dann müsste die gesamte Menschheit schon lange im Paradies leben, denn Objekte, ob geistiger oder stofflicher Natur, erscheinen ständig.

Doch wenn wir die Welt und unser Leben als Menschen betrachten, müssen wir realistisch feststellen, dass der Schmerz und die Zerrissenheit nicht weniger geworden ist. Wir schauen heute auf eine Welt, die geradezu im Wahnsinn zu versinken scheint. Angeführt von blinden Narren, gefolgt von einer Menschenmenge, gleich einer Schafsherde, die das Lied von Angst, Neid und Gier singen, als ob es das Hohelied der Erlösung wäre. Immer auf der Suche nach beständiger Sicherheit durch die Welt stampfend und dabei alles zerstörend was dabei im Weg steht.

Das ist keine Theorie. Schau dich um in der Welt, der nächste Krieg, die nächste Krise, die nächste Unmenschlichkeit ist schon im Anmarsch.

Wir sollten also unseren Blick über die Antwort hinaus erheben, über das Verstehen hinaus, um zu sehen, auf was die Antwort hinweist.

Dann ist vielleicht Erkennen möglich.

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden, ist deine Frage. Wenn du bereit bist, können wir zusammen nach der Antwort forschen. Vielleicht findest du dabei in dir die Antwort auf alle deine Fragen.

Möchtest du finden, liebster Mensch?

Dann lass uns gemeinsam forschen. Doch vielleicht noch das, hier geht es nicht um Glauben oder um Nicht-Glauben. Stelle alles auf den Prüfstand, was hier gesagt wird und finde selbst heraus, ob es die Wahrheit ist. Dein Herz verneigt sich still in Demut vor der Wahrheit. Dein Herz kann durch nichts getäuscht werden. Also forschen wir mit Herz, denn in diesem Licht hat nur Wahrheit bestand.

Alle deine Fragen scheinen auf eine wesentliche Kernfrage hinzudeuten.

Gibt es eine Möglichkeit der menschlichen Existenz, die jenseits von dieser Zerrissenheit, dieser Rastlosigkeit und dieses Zerstörungswahns liegt?

Gibt es eine Existenzmöglichkeit der Menschen, die nicht dem Ausdruck dieser Dynamik des Beherrschens und des Beherrscht-werdens unterworfen ist, mit all seinen Ängsten, Grausamkeiten, Vereinsamung und der verzweifelten, vergeblichen Suche nach dauerhafter Sicherheit?

Müssen wir wieder zu Kindern werden, zurück in Unschuld und Unwissenheit fliehen, zurück in das Mutterleib kriechen, um das verlorene Paradies zu finden?

Kann Flucht zur Freiheit führen?

Also schauen wir doch erst einmal genau hin, vor was wir fliehen.

Was ist das Ego überhaupt? Nein, es geht hier nicht um psychologische Definitionen. Wir betrachten das Ego direkt. Wir betrachten uns direkt. Keine Analyse, sonst würden wir in diesem Leben zu keinem Ergebnis kommen. Analyse ist ein Instrument des Egos, es ist Gedanke. Hier wird nur ein Beobachten vorgeschlagen. Das Beobachten dessen, was in der Suche erscheint, ohne Verurteilung, ohne Verteidigung, kein Ignorieren. Keine Flucht in Selbstbetäubung. Keine Flucht in Analyse.

Beobachten wir einfach wie sich da dieser Gedankenstrom unablässig erhebt. Kreisend und wirbelnd die Bruchstücken von Gedanken verwebt, auseinanderfällt und sich wieder verbindet. Immer in Bewegung. Ruhelos. Wie gespeicherte Erfahrungen in diesem Gedankenwirbelsturm einer rastlosen Begutachtung unterzogen werden. Wie sie zu Glaubenssätzen emporsteigen, wie sie die Begutachtung als wichtig passieren dürfen oder wie sie achtlos fallen gelassen werden, wenn sie als bedeutungslos eingestuft werden.

Beobachte genau und frage dich selbst, hast du irgendeinen Anteil an diesem Vorgang? Hast du irgendeine Möglichkeit diesen Prozess zu beeinflussen oder sogar zu stoppen? Ganz direkt. Jetzt.

Also du kannst es nicht. Das ist die Wahrheit. Seltsam, oder?

Wenn wir über uns Menschen reden, meinen wir dann diesen mechanischen, sich wie ein irrer Kreisel, drehenden Vorgang in unserem Kopf? Das sollen wir also sein, dieser Gedankenmechanismus, den wir als Ego, ich oder das Selbst bezeichnen?

Oder müssten wir ehrlicherweise sagen, da er scheinbar in einer offensichtlich unbeeinflussbaren Art und Weise in uns wirkt, dass dieser Mechanismus inzwischen unser Menschsein definiert?

Doch wie kann so ein rastloser, mechanischer, sich jeder Kontrolle entziehender Gedankenwirbeln diese Aufwertung erfahren, sich für dich auszugeben?

Gehen wir doch noch etwas näher heran, vielleicht finden wir die Lösung, wenn wir tiefer in dieses Rätsel eindringen.

Was finden wir vor, wenn wir die Arbeitsweise dieses Prozesses beobachten? Nach welchen Grundsätzen und Regeln arbeitet dieser Mechanismus. Mit welchem Recht glauben wir Ego zu sein, oder erlauben wir Ego sich als du auszugeben?

Wir stellen fest, dass die Inhalte der Grundsätze, wie zum Beispiel moralische oder ethische Vorstellungen, schon von Mensch zu Mensch, geschweige dann zwischen Kulturen, unterschiedlich sind.

Es scheint keine allgemeingültige Inhalte zu geben, die Variationsbreite ist sehr groß, es scheint einfach alles sein zu können.

Aber doch wird von jedem Menschen, egal welcher Kultur, Gesellschaft oder Epoche, Ego als Ausdruck des Menschenseins fraglos akzeptiert. Dieses fraglose Akzeptieren scheint die Hauptübereinstimmung zu sein. Es scheint das verbindende Merkmal, über alle Unterschiede der Menschen, Kulturen und Epochen hinweg.

Nach welchen Regeln arbeitet dieser Gedankenwirbel, was finden wir hier vor? Wenn wir tief genug vordringen, finden wir unter allem Gedankennebel nur eine Hauptregel und das ist der Befehl zur Bewegung an sich. Der Befehl zur Funktionalität. Wir finden also bei unserer Forschung ein sich aberwitzig, permanent drehendes Gedankenkarussell, das prinzipiell frei von beschränkenden Grundsätzen, inhaltlich alles aufnehmen kann, es betrachtet, archiviert, verknüpft, verwirft usw. und als Hauptregel den Grundsatzbefehl des Funktionieren seiner selbst, sozusagen fest verdrahtet in der Hauptsteuerung, aufweist.

Wir müssen weiter feststellen, dass wir anscheinend keine Macht über diesen Mechanismus haben, um ihn z.B. zu stoppen. Die Inhalte, mit denen sich dieser Mechanismus beschäftigt, scheinen in Abhängigkeit von kulturellen Kontexten, sozialen Konditionierungsvorgängen und von genetischen bedingten Gegebenheiten definiert zu sein. Auf diese Umstände hatten wir also ebenfalls nie Einfluss.

Wir müssen feststellen, dass wir diesen Mechanismus nicht geschaffen haben können, es übersteigt bei weitem unsere Fähigkeit. Wir haben keinen Schlüssel zum Kontrollzentrum und wir haben keine Macht über ihn.

Und doch können wir diesen Mechanismus untersuchen. Wir können sogar bei genug Mut in seinen Kern eindringen. Wenn Wahrnehmung dorthin vordringt, finden wir etwas sehr Seltsames vor. Im Kern, im Zentrum des Gedankenwirbels herrscht absolute Ruhe, wie in dem Auge eines Wirbelsturms. Hier dreht sich kein Gedanke, kein Lüftchen bewegt sich.

Das kannst du selber nachprüfen, es braucht nur ein bisschen Courage und Forschungsdrang. Dein Leid könnte Antrieb genug sein, dieser Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Denn hier finden wir tatsächlich den bewegungslosen Bodensatz des Denkmechanismus. Diese Ruhe hier ist ein wenig dumpf, man kann hier nicht lange bleiben.

Die Gravitationsauswirkungen des Denken-müssen beeinflusst hier die Reinheit der Wahrnehmung. Aus dieser Perspektive scheint die inhärente Aufgabe von Denken-müssen die Untersuchung durch unterscheidungsloses Zerlegen des Untersuchten zu sein, um schließlich unterscheidungsfähige Erkenntnisse zu gewinnen und zu speichern. Jede Methode, jedes Wort über eine auf diese Art gewonnene Erkenntnis, jede bekannte Definition, jede Schlussfolgerung und wirkt sie noch so scharfsinnig, jede philosophische Betrachtungsweise, ist von hier geborgt.

Auch diese Beschreibung, die gerade stattfindet.

Wir können uns hier nicht lange aufhalten. Die Betrachtung dieses mechanischen Zerlegungsdrangs führt recht schnell zu einer Niedergeschlagenheit, die zu einer ausgewachsenen Depression mit nihilistischen Ausprägungen anwachsen kann.

Diese Ruhe, diese Art Stille besitzt also Eigenschaften, weist Qualitäten auf. Es kann also nicht STILLE sein. STILLE IST schon ewig, jenseits von allen Eigenschaften, von allen Qualitäten. Jedoch in STILLE können alle Qualitäten, Eigenschaften erscheinen.

Doch für einen kurzen Blick, aus dem ruhigen Zentrum des Gedankensturmes auf die Struktur des Wirbels, reicht es. Was nehmen wir hier wahr? Was nimmst du von hier wahr?

Nichts.

Genau, auch das ist die Wahrheit.

Von hier wird gesehen, dass das, was von „außen“ betrachtet mächtig und beherrschend erscheint, sich als Nichts aus Nichts erhebt und auch darin wieder versinkt.

Ein dynamischer blinder Prozess, ein Abtasten der Erscheinungen, ein Aufsammeln von Ereignissen, ein Abspeichern von Geschichten, ein Zerlegen von Objekten,  ein ständiges Messen, Wiegen und Beurteilen durch das Raum und Zeit auftaucht.

Das kannst Du nicht sein, denn Du stehst gerade im Zentrum dieser Maschine und nimmst wahr.

Also wer bist Du dann, wenn Du dieser mechanische Vorgang nicht sein kannst?

Vielleicht kannst Du jetzt erkennen, dass alle Fragen nur dazu dienen, diese eine Qualität zu enthüllen. Dies was Du tatsächlich bist. Diese Qualität können wir gerne auch Intelligenz nennen. Gerne auch intelligente Wahrnehmung.

Beweglich, lebendig, leuchtend, durchdringend.

Das Verhüllen, oder das Vergessen von Intelligenz selbst, führt anscheinend zu einer Identifikation mit Etwas. Es führt zu dem großen Vergessen. Da Vergessen stattgefunden hat, führt nun ein blindes mechanisches Etwas.

Doch du kannst dieses Etwas nicht zerstören, du hast es auch nicht erschaffen. Aber es kann zum Erliegen kommen, völlig spontan und jenseits aller Vorstellungen.

Wie, fragst du?

Aber schau doch genau hin. Ist gerade Denken-müssen da? Nein, na also.

Völlige Stille, absolute Intelligenz.

Frag nicht wie Dies bleiben kann, bleib einfach ohne Greifen.

Dies kann nicht bleiben, weil es schon IST.

Hier ist kein Raum für Etwas, hier ist keine Grundlage für Ego. Hier ist nur Sehen DESSEN. Hier ist nur Hineinschmelzen in sich selbst, in den Urgrund.

Jetzt, völlig jenseits von Bewegungslosigkeit, erscheint Bewegung und Intelligenz. Schau genau hin, hat jetzt dieser verrückt rotierende Mechanismus bestand?

Schau genau hin, du strahlst höchste Lebendigkeit aus und bist nicht zu Gemüse geworden oder zu einem unwissenden Fötus.

Jetzt kann es geschehen, dass die äußere Form als Mensch zu einem leuchtenden Gefäß der Intelligenz aufscheint. Dann erkennst Du, dass Menschsein das ist, was es schon immer IST, eine Manifestation der Liebe, der Intelligenz, der unterscheidungsfähigen Wahrnehmung.

In dieser Glut schmilzt alles und Selbstlosigkeit erkennt sich als Wesen der Intelligenz.

Doch das ist nicht das Ende, das ist erst der Beginn der Reise.

weiterlesen  Teil 2

Was ist Hingabe?
Februar 16, 2012

Fragen eines Freundes

10.01.2012

Was ist Hingabe?

Das ist die schönste Frage die ein Mensch stellen kann. Diese Frage scheint so unscheinbar, so einfach und so unwichtig, angesichts des Alltags mit seinen Herausforderungen und Kämpfen.

Doch diese Frage berührt etwas sehr Tiefes in uns Menschen. Es berührt unmittelbar unsere wahre unzerstörbare Natur. Gleichzeitigt deckt die Frage nach Hingabe etwas auf, sie zeigt das du kein Mechanismus bist. Sie zeigt, dass Du noch am Leben bist, dass Menschsein dort tief innen lebendig ist.

Kein Mechanismus, kein mechanisches Denken kann diese Frage wirklich so stellen. Denken kalkuliert, handelt, tauscht und feilscht. Doch Hingabe kann in seinem Wortschatz nicht vorkommen, es ist nicht seine Natur.

Da war diese junge Frau, gebildet, schön und auf der Suche nach einem Partner.

Sie legte sich eine Liste mit zehn Kriterien an, die dieser Partner zu erfüllen hatte und dann ging sie auf die Suche. Da waren auch ein paar Kandidaten, doch letztlich stellte sich heraus, dass niemand alle zehn Kriterien erfüllen konnte. Die junge Frau versuchte wirklich alles und doch fand sich niemand der dem Bild entsprach, das sie sich entworfen hatte. Schließlich gab sie auf und blieb lieber allein.

Dann etwas später bekam sie eine Einladung von einem Bekannten, einem jungen Mann der ebenfalls allein war, zu einem Abendessen. Er war überhaupt nicht ihr Typ und entsprach in keinster Weise ihrem Entwurf von dem idealen Partner. Doch er war recht nett und sie war ermüdet von ihrer anstrengenden Suche und einsam, also sagte sie sich, warum denn nicht.

Das Essen war gut, die Unterhaltung amüsant, die Stimmung locker. So kamen sie schließlich auch auf das Thema Partnersuche und sie beklagte sich, dass es heutzutage einfach keine geeignete Partner mehr geben würde. Letztlich schrieben sie beide, einfach so zum Spaß, ihre jeweiligen Anforderungen an einen möglichen Partner auf die Servietten und tauschten sie aus.

Der junge Mann lass die zehn Anforderungen der jungen Frau an den idealen Partner und brach in Tränen aus. Die junge Frau reagierte echt erstaunt und betroffen. Sie machte ihm klar, dass er doch unter keinen Umständen ein Kandidat gewesen wäre und es ihr leid tun würde, wenn er sich falsche Hoffnungen gemacht hätte.

Noch erstaunter aber vernahm sie seine Antwort. Er weine nicht um sich, sondern um sie. Er weine um ihre Einsamkeit, um ihre Verzweiflung, um ihre Blindheit, um ihre Angst und der aussichtslosen Suche nach Sicherheit.

Beide sahen sich nie wieder und was aus der jungen Frau geworden ist, ist unbekannt. Doch der junge Mann starb wenige Monate später an einer unheilbaren Krankheit. Er wusste dass er sterben würde, er wusste von seiner Endlichkeit. Er hatte das unglaubliche Glück von seiner Endlichkeit zu erfahren bevor er starb.

Auf seiner Serviette stand nur das Wort Liebe.

Hingabe ist bedingungslose Liebe.
Hingabe ist jenseits von Forderung, Verzicht und Kalkül.
Hingabe ist kein Willensakt oder eine Handlung, die durchgeführt werden kann.
Hingabe kann zu nichts führen, es bringt nichts ein.
Hingabe ist kein Geschäft.

Hingabe ist unsere wahre Natur, die als bedingungslose Liebe erscheint, durchdringend und leuchtend in Ewigkeit.

Du bist schon ewig Hingabe.

Du hast es nur vergessen liebster Mensch.

Du selbst bist die Antwort.

Ego
Februar 13, 2012

Kuss der Stille

Ego                 Audio

1.07.2011

Es ist niemand da
Also kann auch niemand je erwachen
Weil schon niemand IST
Und „JEMAND“ eine Lüge

Die Suche nach Erleuchtung
ist die Perspektive
von jemand
und der
denkt hofft bittet bettelt fordert schreit flucht zornt und rebelliert
dass nun endlich
jemand aufzuwachen hat

Nun sieh
Das jemand ist eine virtuelle Konstruktion
gedacht und ohne Eigenleben
nur immer reagierend
verlassen in der Leere dort
die kennt kein Zeit und kein Ort
umherirrend verwirrt Grenzen suchend
und da es keine Grenzen findet
sich selber welche schafft

schaffen bedeutet hier
denkend annehmen
dass da welche wären

Die Annahme
diese Begrenzung die die Grenzen setzten soll
in den dann jemand begrenzt zu existieren hat
ist dort irgendwo
so nimmt das jemand verzweifelt an

Und obwohl das jemand
diese Grenzen nie gesehen hat
natürlich nicht
weil sie sind nicht existent
ist das was hier scheinbar geschieht
die pure Zauberei in dein Gedanken
doch leider zauberst du immer nur das gleiche
und das IST im unbegrenzten NICHTS Möglichkeit
dennoch Verschwendung ohnes Gleichen

Dies wird nun nicht Gesehen von jemand
deswegen wird die Existenz
von jemand angenommen
Von „Jemand“
und das obwohl niemand IST
und nie sein wird
weil das nicht geht

Es wird von „Jemand“ angenommen
das ist jemand der sein Name angenommen hat
und dadurch „Jemand“ ist
und dieser schreibt nun ihm
also sich selbst
um der scheinbar Festigkeit mehr Festigkeit
zu verleihen
Eigenschaften zu
die ihn sicher machen sollen
dass dies ihm
Einzigartigkeit
verleihen möge

Denn nun ist es nicht mehr genug
„Jemand“ zu sein
Sondern nun ist die Forderung der Angst
Er möchte
nein
Er muss
aus Überlebensgründen
zwischen allen „Jemands“
Einzigartig sein

Hier nun wird die Energie
in Bewegung eingeformt
die sich je nach belieben
dagegen dahin oder hinweg bewegt
welche ist egal
die Wirkung für das „Jemand“
ist dieselbe
es geht nur um Bewegung
an sich selbst

Hier ist nun scheinbar Bewegung
die das „Jemand“ scheinbar unterstützt
im scheinbaren Kontakt mit scheinbar „Jemand“
die scheinbar Indivi-Dualität
scheinbar zu Er-zeugen
und das bar ohne jeden Scheins
denn es IST nicht wahr
doch im NICHTS als Möglichkeit
erscheint auch Dies

Nun ist es folgenreich vollbracht
das „Jemand“ ist jetzt ein „Anderer“ als „Jemand“
und das erzeugt das tiefe Sicherheit erzeugende Gefühl
der festen Existenz
für „Jemand“ weil ja auch ein „Anderer“
existiert

Hier nun
beginnt das Leid
vorher war es ein leidenschaftlich Spiel
des NICHTS als Möglichkeit Alles IST zu SEIN
Der gedachte Trick des „Jemand“
der niemand IST
verwebt all Dies zu dem Gefühl
zu Existenz verwebt
zu sein

Nichts könnte falscher Sein
doch nun ist der Grund der Gründe
in die Welt geboren
und
so muss deshalb auch „Jemand“ immer wieder sterben
Nun kann das „Jemand“ vom Gefühl des Leids
nicht lassen
da es das Gefühl der Existenz begründet

Das „Jemand“ glaubt nun tief
nur diesen Baustein für den Bau
der Existenz zu besitzen
und die Besessenheit des Glaubens ist gefunden
Lässt das „Jemand“ den Baustein Leid nun los
So glaubt es die Existenz fällt auseinander
Und es ist tatsächlich wahr

Nun Hat das arme „Jemand“
eine eigne Existenz in einem leidenvollen Leben
und jetzt wird das Leid gelitten
die Sucht danach erzeugt die Angst vor Suchtentzug
wenn je das Leid als Stoff sich zu entziehen droht
wird Leid aus Nichts geschaffen

Das süchtig „Jemand“ glaubt ganz tief versteckt
dass ohne sein Stoff Leid das Leiden sich verschlimmern wird
und
auch dies ist wahr
es wird so schlimm dass ohne Droge Leid
die Existenz des „Jemand“ ohne Leid zu erleiden
sofort erlischt

Doch DU erlischst doch nicht
DU der ICH
und
somit niemand IST

Was von „Jemand“ nicht gewusst
dass wenn die gedachte Existenz von „Jemand“
durch den Fall des Leids sofort erlischt
Jetzt niemand leidet da niemand IST

Ein einfach simples Wort der absoluten Wahrheit
und das „Jemand“ baut ein Tempel drum
um das Leid zu pflegen
auf das es wachse und gedeihe
wohl denn
dein Wille ist dein Himmelreich
du „Jemand“

Dich aus DU in ICH
Hat das nie berührt
Weil das selbst im unbegrenzten NICHTS als Möglichkeit unmöglich ist
Weil dann DU in ICH selbst der Flecken wär der sich befleckt
Und das erscheint als scheinbar „Jemand“
also
nicht DU der ewig niemand IST

Das Ist einfach
zu verstehen für Dich
Spür die Wahrheit und Du bist frei

Und nun
Gott oder Götter
hier wurde auf Erden von „Jemand“
schon alles angenommen
Diese Gedankenkonstruktion von „Jemand“
ist besonders schlau
nun kann man sehen
die Ego Intelligenz zieht in „Jemand“ ein und
erzeugt das „JEMAND“

Durch die Anrufung von „ETWAS“ das Höher ist
als die Existenz des „JEMAND“ der die Anrufung vollzieht
wird die Existenz vom Rufer-„JEMAND“ bedeutungsvoll
Nun wurde die BEDEUTUNG dieser scheinbaren Existenz geboren
diese Existenz hat zwar nicht die Höhe diesen „ETWAS“
aber nun hat das Leben endlich auch seinen eignen Sinn oder auch nicht
aber nun hab ich ein eignes Leben triumphiert das „JEMAND“

Was für eine wundersame Selbsterhöhung
was für ein wunderbarer Zaubertrick
und auch das ist wahr
bar jeden Wunders wirst du nun in der Suche leiden
Endlich kann das „JEMAND“ die Bedeutung hinterfragen
und endlos über Sinn des Lebens des „JEMAND“ mit andren „JEMANDS“
debattieren

Nun hat das „JEMAND“ den schlagenden Beweis erbracht
für die Wirklichkeit der Existenz
und hat somit den Raum dazu erdacht
der durch alle Fakultäten der „JEMANDS“ weite tiefe Dimensionen neu erschafft
So forscht der Kluge in diesen Dimensionen
Der Weise forscht in MIR
Beide sind mit Blindheit tief geschlagen
und
kommen nicht sehr weit
weil es keine Wege gibt
zu MIR

Ach
Und das „Jemand“ das nun nicht an Gott und Götter glaubt
fühlt Leben von der Bewegung aus seiner Überzeugung
eben an das Nicht der Götter fest zu glauben
Die Debatten sind das gleiche Muster
auch hier der Kluge und der Weise
und es werde „JEMAND“

Doch schau
Das was hier Ablehnung erfährt
ist von „JEMAND“ erdacht
um so die Basis der Ablehnung zu kreieren
damit durch Ablehnung von Etwas
ein „JEMAND“ erschaffen werde kann
So gehen sie im Geheimen
Hand in Hand
Der Gläubiger und der Gläuber
Und pflegen diese Welt der Illusion
mit des Verstandes Geisteskraft

Doch wisse
Fallen diese Götter oder Gott
dafür oder dagegen
spielt keine Rolle
so fällt auch
das „JEMAND“
und sie fallen ständig
in der geheimen Zeit

Sieh Dies
Du bist schon frei
und
wenn das Zarte
wirklich sehr zerbrechliche Gefühl
„JEMAND“ Sein zu Müssen
in sich zerfällt
weil das „JEMAND“
I C H
IST
erdacht im Spiel
Gedanken in Form geschlüpft

Jetzt wird gesehen von niemand
das niemand IST
das IST ist einfach ICH
das IST doch einfach
und
IST ist einfach Sehen Dessen

Und niemand ist
nicht das Gegenstück von
„JEMAND“ oder „Jemand“ oder jemand
Denn das wäre „J E M A N D“
der ein
„N I E M A N D“
glaubt zu sein

IST ist einfach Sehen
und so sieht Sehen
das Spiel der Energie
und das DU
das ICH
BIN

Möge alles Leid hier enden und auch du

Paradies
Februar 11, 2012

Kuss der Stille

Paradies           

30.06.2011

Die Suche nach Erleuchtung ist das Wirken
eines Egos
damit du MICH nicht finden kannst
und so auf ewig im Kerker seiner eisig Festung
erblindet stumm und taub so scheint es
dich
eingeschlossen
zu behalten hofft

Weil Du das Leben bist
und er der öde kalte Atem
der vergehen muss
wenn ihm
ein lebend Herz in seine toten Augen schaut
Das ist seine Angst
Darum sucht er überall
doch nur nicht
HIER
Das ist die Angst der wahren LIEBE zu begegnen
Denn dann ist es um ihn geschehen

Alle List und Täuschung
das sind nur scheinbar schwere Steine
die seiner Gedanken Festung
nur scheinbar Festigkeit verleiht
Dieser Festigkeit zu glauben
ohne Prüfung ihm zu folgen
ist dein Betrug an Deiner selbst
am Leben in der Herrlichkeit

So ist all das geschäftig Tun nur Methode
um seine Welt zu halten
in diesem
trostlos Rhythmus und Wahnsinn der Sinnlosigkeit
in dem er
sich wie lebendig fühlt
durch Schmerz Kummer und das Leid

Nicht dass
das Leben Einen Sinn im Sinne hätte
Wie du es durch den Kopf verstehst
Dieses falsche Argument
das ist sein
Trick
Der Sinn IST Sei
und damit
Sinn genug zu Sein in MEINER Herrlichkeit

Dort wo du jetzt bist
und wo du Dies nicht sehen kannst
wisse das ICH auch dort schon immer bin
Auch HIER im kalten Land
Wo die Herzen frier’n vor Angst
Da IST auch ICH
und
mit zeitloser Geduld
ruf ich Dich zärtlich
liebend lachend
bei Deinem wahren Namen
zurück in die wahre Wirklichkeit

Kein Zorn kann uns je
scheiden
Kein Missbrauch
widerstehen
Keine Macht ist je zu
mächtig
Kein Hass ist tief
genug
Keine Dumpfheit zu
betäubend
Keine Illusion ist zu
verlockend
Kein Leid ist je
gelitten
Keine Tat ist je
geschehen
Um Dich von MIR zu trennen
da DIES nie geht
Verweil nun den kurzen Augenblick in der geheimen Zeit
Der Blick Sieht MICH
und
spontan vereint in Herrlichkeit
ruhst Du in MEINER LIEBE Glück
Finden in endlos Ewigkeit

ICH bin Du
Das muss gesehen werden
Sonst ist die Reise falsch
Nicht falsch
weil du etwas
falsches machen kannst
Sondern weil sie endlos wär

Sonst suchst du außen auf den
Halden
deines trüben Lebens
und wühlst im Abfall
hoffend dort zu finden
was Dich schon
immer innen trägt

Doch so wird Abfall aus allen Dingen
Die du berührst mit deiner Gier
zu Glauben nicht zu genügen
Doch darüber redest du
nur mit dir
und deinesgleichen
endlos sich im Kreise drehen
hier gibt‘s nur Suche
wenn überhaupt
und kein Finden

Das Dümmste und das ist das Üblichste in deiner Welt ist
zu Tun
MIR zu gefallen
Doch schau
Du gefällst mir schon
Weil ICH
Du in Reinform
BIN
So gefällt dein Tun dir selber
ICH
brauch das nicht

Die hohen Tempel hallen wider
von den hohlen Worten
die verkündend nichts verkünden
und aus Blindheit an sich selbst gerichtet sind
vielleicht vom Sprecher gute Absicht angegeben
doch schau ob seine Hände
die Schlüssel
zu der eisig Festung halten

Denn zu Dir direkt
spreche ICH
schon
ohne unterlass
bedecken MEINE Küsse
Dich
Du MEIN
ewig junges
eignes Leib
Es gibt
Kein Tor
Kein Weg
Kein Schlüssel

Doch wie du willst
Soll es gescheh‘n
Wenn du es willst
Dann höre doch die Rede
aus zweiter Hand

Und höre weiter
dienst du dem Götzen
der auch ICH im geheimen bin
um dein Reinheit Herz zu
prüfen
dienst du der Macht aus Gier
So versprech ICH dir
ICH werd dir alles nehmen
MIR geht es um den Schein der dich scheinbar
trügt
geschlüpft aus Illusion
wird alles das in Illusion aufgehen
DU bittest um die Hilfe
Wenn du in dieser Falle
steckst
von lauter Gier und Neid
verdreckt
ICH bin Dein liebend Diener
Und verbrenne dich
auf dem
Scheiterhaufen der gerafften Dinge
deines eisig Lebens
und
in der heißen Asche
liegt nun
Frei
Dein glühend Herz
und schlägt
allein für
MICH

Halte an mit der Suche
deren Sinn ist
nicht zu Finden
und lass alles
fallen
Lass fallen
deine Hoffnung
auf ein bessres in dem schlechten Leben
doch lass nicht fallen dein Atemleben
das ist hier nicht gemeint
so zu Sterben das ist einfach
doch so wird dein Tod auch ewig
sein

Lass fallen nur den Glauben
dass du
ein Leben
hast
Besessen vom Besitz
von dem
du denkst
dass du
besessen
davon
mehr
besitzen musst

Nun die Wahrheit
Du bist einfach Dies
Du BIST das Leben was sich lebt

Jetzt fällt der falsche Glaube
Jetzt fällt das Leben
wie es fällt
und MEINE Schönheit Reine
erglüht zur wahren Welt
Und mit dem geheimen Zeichen gibst du
das Leben
endlich frei

Dies erfreut MEIN Herz aus dem Du stammst
Und diesen Zauber Deiner Stimme
hör ICH gerne
in MEIN Ohr

Nun störst auch du nicht mehr
wenn du noch bleiben magst
Schau der Schönheit Klang Entfaltung
die durch Ignoranz
gefaltet war

Nun bist Du stark genug
Lass MICH vom Paradies berichten
das du verzweifelt suchst
zu glauben
statt zu Sehen

Es gibt Keins
Und das ist wahr
Es gibt nur Dies
Und wahr ist auch
dass du
schon lange wenn nicht ewig
in dem Selben wandelst und die duftend Rosen
brichst
mit deinem blinden Schritt

Doch zerstören kannst du Dies nicht
Da ICH es bin in dem es ruht
ICH das ALLES IST

Doch für dich kannst du es schon
vernichten
und die Füße schneiden
an den Scherben
die dein Wüten hinterlässt

Freilich Du
meine Liebe freie Seele
Du kannst Sehen
dass die blutig roten Scherben
als lieblich duftend Rosenblätter
auf der Erde glänzend liegen

Dein Wandel durch die Trümmer dieser Welt
Ist Dein Wandel in MEIN HERZ
Und die LIEBE wie sie durch Dich lebendig scheint
Sieht wie Du in Liebe die roten Scherben küsst
Jetzt liebst Du
nicht nur die Scherben wie die Rosenblätter
Nun Siehst Du
auch die Rose leuchten
frisch und immer neu
im Morgentau
und die stille Gnade zieht für ewig ein
um bis zum Ende Deiner Tage sanft in MIR zu Sein

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