Was ist Zeit?

August 18, 2012 - Kommentare deaktiviert für Was ist Zeit?

Fragen eines Freundes

15.08.2012

Was ist Zeit?

Manche Fragen scheinen so ein inhärentes Potenzial zu beherbergen, dass die Antwort die erscheinen mag, für den der diese Frage hier stellt, als Grenze des Ertragbaren erscheinen lässt.  Hinter dieser Grenze gibt es keine vertrauten Regeln mehr. Dort ist die Sicherheit der vertrauten Regeln, die das Chaos des gewöhnlichen Daseins in Grenzen halten sollen, nicht mehr zu garantieren. Allerdings gibt es jenseits dieser Grenze auch kein Chaos, sondern eine Ordnung die unbedingt regelfrei und bedingungslos offen die Basis für absolute Potenzialität ist. Hier ist buchstäblich alles möglich.

Da dort die Frage erschienen ist, ist vielleicht auch die Verzweiflung über die Unwürdigkeit des regulierten Lebens größer, als die Angst beim Überschreiten dieser Grenze ausgelöscht zu werden. Die Wahrheit ist natürlich auch, dass diese Grenze nur ein Gedanke ist, durch den du erst erschaffen wurdest. Also ist das, was ausgelöscht werden könnte, gar nicht so großartig, wie du womöglich glauben möchtest.

Übrigens, wenn dort nur zugehört wird, ohne wirkliches Hingeben des Verstehen-wollens, wird das Ganze für dich bestenfalls nur eine absonderliche Abfolge von Worten. Lass also die Intelligenz lauschen, die du wirklich bist, und greife einfach nicht nach den Erklärungen.

Was ist also Zeit?

Über diese Frage ist schon viel gesprochen und geschrieben worden. All dieses Wissen ist hier unbekannt. Somit kann sich vielleicht eine Möglichkeit einstellen, dass eine frische Antwort erscheinen kann.

Unbelastet von altem Denken.

Unbelastet von altem Wissen.

Unverdorben, da es nicht durch einen Denkvorgang herausgepresst und widergekäut herausgewürgt werden muss.

Wenn sich also unvermittelte Beobachtung auf diese Frage richtet, ist sofort ein Paradox festzustellen. Dieses Paradox ergibt sich aus dem gewohnheitsmäßigen konditionierten Erleben von zeitlichen Vorgängen im Alltag von uns Menschen und aus dem was aufscheint, wenn unvermittelte Wahrnehmung führend ist.

Was ist hier gemeint mit unvermittelter Wahrnehmung. Wahrnehmung, die durch gedankliche Abläufe konditioniert ist, erschafft ein Abbild dessen was wahrgenommenen wurde. Das Abbild kann nicht mehr die Wahrheit sein, das ist unmöglich. Ist Wahrnehmung also möglich, ohne diese Vermittlung durch den Ablauf des Denkens? Ist Wahrnehmung ohne den Denker möglich?

Hier wird gesagt, dass es möglich ist. Doch das darf nicht geglaubt werden. Der Impuls zur Forschung muss, dort wo gefragt wird, selber glühendes Verlangen sein, sonst bleibt es nur bei Behauptungen die angenommen oder abgelehnt werden müssen. Es bleibt dann bei der Unwürdigkeit des regulierten Lebens und darum geht es hier ganz sicher nicht.

Es sieht so aus, als wenn erst einmal der Vorgang des Denkens und Rolle des Denkers, im Zusammenhang mit der Frage nach der Natur der Zeit, geklärt werden sollte.

Was ist also ein Gedanke?

Wenn unvermittelte Beobachtung geschieht, wie z.B. wenn Gedanke zu entstehen scheint, so ist die Beschreibung dessen nur ein Hinweis auf ein Ereignis, dass ein Objekt der Gedanke genannt wird und ein Vorgang das Denken genannt wird, zu  beinhalten scheint. Es ist nicht die Beobachtung selbst, es ist nur eine Beschreibung, die durch den Versuch der Kommunikation selbst bedingt ist.

Vielleicht scheint das klar zu sein, doch wir Menschen folgen gewöhnlich extrem oberflächlich den Beschreibungen, die uns umgeben und nehmen alles als gegeben und wahr hin. Oder wir zweifeln es genau so oberflächlich an.

Offensichtlich sind wir Menschen sehr oft faul und dauernd abgelenkt. Somit bildet Bequemlichkeit und Dumpfheit die Basis für das Gefangensein in einer scheinbar festen Existenz. Sklavenschaft ist das Ergebnis von unhinterfragten Glaubenssätzen. Wird diesen Worten unhinterfragt geglaubt, so ist das ebenfalls Sklavenschaft. Wahrhaftiges Hinterfragen ist unvermitteltes Beobachten.

Das unvermittelte Beobachten dessen was auftaucht, ist Befreiung.

Mehr ist nicht notwendig. Jedes Mehr, ist nur ein Tun, das die Fesseln wieder anlegt und strafft.

Es ist also notwendig, dass sich dort, wo gefragt wird, Aufmerksamkeit und Klarheit erhebt, sonst sind das hier alles nur belanglose Worte mit einem kuriosen Inhalt.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das sowieso so ist.

Also wenn sich Wahrnehmung auf die Entstehung von einem Gedanken richtet, so muss gesehen werden, dass da nur eine Bewegung wahrgenommen werden kann, die noch keinen Inhalt aufzuweisen hat. Da ist nur eine Bewegung, die das Potenzial birgt Inhalt abzubilden, widerzugeben, widerzuspiegeln. Es ist einfach formlose Energie als Bewegung mit der Potenzialität alles zu sein.

Diese Bewegung erscheint innerhalb eines aufscheinenden energetischen Musters.

Im Ergebnis der Konditionierung als Mensch, bezeichnen wir dieses Muster gewöhnlich als Person. Diese Muster könnte man auch als Bedingtheiten bezeichnen. Die letztliche Ursache dieser aufscheinenden Bedingtheit kann nicht sinnvoll beschrieben werden. Die größte mögliche Näherung als Beschreibung, ist zu sagen, dass keine Ursache existiert. Hier endet die Wahrheit als solche.

Diese aufscheinende Bedingtheit, dieses Muster, spiegelt sich in der formlosen Energie in Bewegung wieder. Die Potenzialität dieser formlosen energetischen Bewegung formt im Zusammenspiel mit der Bedingtheit des Musters, ein Energiemuster mit einem scheinbaren Inhalt heraus.

Wenn Aufmerksamkeit wirklich fokussiert ist, kann jetzt diese ausgeformte Energie als ein auftauchendes Objekt wahrgenommen werden.

Nun geschieht etwas ganz Vertrautes. Es erfolgt eine Bewegung des Greifens des Musters nach dem Objekt. Genauer gesagt, nach dem Inhalt des Objektes. Denn der Inhalt ist das Objekt und das Objekt ist Inhalt. Hier gibt es keine Dualität, weil es noch keinen Greifenden geben kann. Greifen geschieht aus sich heraus und das Greifen und das nach dem gegriffen wird, ist nicht getrennt voneinander.

Auch das bedingte Muster ist nur eine energetische Bewegung, die nicht durch das Vergleichen mit etwas anderes definiert ist. Hier ist nur das Eine. Das Muster ist nur und somit nondual. Exakter gesagt, erscheint das Muster zusammen mit der potenziellen Energie in Bewegung, die wiederum die Basis für Inhalt zu sein scheint. Sie sind nicht getrennt voneinander, sie sind eins. Ergänzend muss gesagt werden, dass diese  Bewegung an sich Unbewegtheit ist, die als Bewegung in sich erscheint.

Es ist völlig klar, dass das unter dem Gesichtspunkt des Verstehen-wollens keinen Sinn macht. Doch eine bessere Beschreibung taucht nicht auf.

Hier existiert weder Raum noch Zeit. Übrigens ist generell in der Sicht Raum und Zeit das Gleiche. Nur durch den Versuch des Beschreibens zerfallen sie in zwei Phänomene.

Doch das ist eine Täuschung, die durch das Denken entstehen muss, da Denken immer nur in Bezug oder im Vergleich mit Etwas Erkenntnis zu schöpfen versucht.

Doch unvermitteltes Beobachten kann kein Bezug zu Etwas beinhalten oder kann den Vergleich mit einem Bezugsobjekt ermöglichen. Es steht völlig alleine.

Erst durch Beschreiben selbst zerfällt unvermittelte Beobachten in etwas und wird zum Beobachteten, wird zu einem Objekt.

Jetzt sind wir genau direkt bei der Frage nach der Natur der Zeit. Wir sind im Zentrum angelangt.

Das Greifen des Musters nach Inhalt kann als eine Bewegung innerhalb der Bewegung wahrgenommen werden. Diese Bewegung hin zum Inhalt, ergibt eine enorme Fokussierung, ein Binden von Aufmerksamkeit an diesen Inhalt, der in seiner Essenz nur die Spiegelung der Bedingtheit des Musters selbst ist.

Das Hineingleiten von Wahrnehmung hat hier noch den Charakter von unvermitteltem Erstaunen, doch gerinnt normalerweise sofort zu einer Fixierung von Wahrnehmung auf den Inhalt. Die Potenzialität selbst ist die ursachlose Basis für die Endlosigkeit der Spiegelung von Bedingtheit und aufscheinendem Inhalt. Es scheint ein anfangsloser Tanz der Energie zu sein, der in einem endlos in sich selber widerspiegelnden unbegrenzbaren Nichts erscheint und sich in erstarrte Wahrnehmung verfangen zu haben scheint.

Das endlose Pendeln der Wahrnehmung von Reflexion zu Reflexion könnte man als den Vorgang des Denkens benennen. Dann taucht Benennen der Reflexionen auf. Damit erst taucht der Denker auf und mit dem Denker taucht das Phänomen der Zeit auf. Der Denker als Phänomen ist das Phänomen Zeit an sich. Hier sind die Quelle von Zeit und die Ursache von Bindung der Zeit an Erscheinung zu finden. Hier taucht das >ich< auf, dass als Teil der Selbsttäuschung glauben muss, die Ursache dieser Bewegung zu sein.

Doch es ist genau umgekehrt. Der Denker, das ich, ist das Gefühl was bei Bewegung entsteht.

>ich< ist Ergebnis. Genauer gesagt, ein mögliches Ergebnis, denn das Gefühl kann völlig verschwinden.

Erst in Ergebnis der Bewegung, die hier als Denken bezeichnet wird und der Benennung von Erscheinungen, erscheint Zeit. Innerhalb der Bewegung des Denkens ist Zeit mathematisch beschreibbar, messbar und relativ. Man kann Zeit hier beugen, sammeln und aufteilen. Doch es ist nicht die Zeit selbst, die hier bearbeitet und gemessen wird. Es ist die Bewegung an sich, in der Zeit als Ergebnis auftaucht, die beeinflusst wird.

Kommt Bewegung absolut zur Ruhe verschwindet Zeit.

Diese aufscheinende Wirklichkeit, in der wir zu existieren scheinen, entsteht durch in sich zerfallende Bewegungen und diese Bewegung kann als Zeit, also auch als Raum wahrgenommen werden.

Die Ursache der Bewegung an sich ist völlig unbekannt.

Richtet sich Wahrnehmung auf diese Unbekanntheit, so ist alles eindeutig.

Richtet sich eine Absicht von Beschreibung auf diese Unbekanntheit, so zerfällt alles zu Objekten in Zeit und Raum und die Beschreibung wird sinnleer.

Richtet sich die Intelligenz, die die inhärente  Qualität der Bewegung ist, auf diese Unbekanntheit, so kann dies ebenfalls gesehen werden. Es ist keine Errungenschaft von dem der hier gerade zufällig spricht, sondern es ist die Qualität, die sich eben auch in individueller Erscheinung, ständig ausdrückt.

Diese Frage nach der Natur der Zeit ist somit keine andere Frage, als die Frage nach der Natur aller Erscheinungen. Somit ist es die Frage nach dir selbst. Somit ist es auch die Frage, ob dort die Bereitschaft aufgetaucht ist, die Faszination der Fixierung der Wahrnehmung auf die gespiegelten Inhalte zu lassen.

Ist es genug?

Das ist eine völlig unpersönliche Frage.

Denn wenn das so ist, verschwindet die Person sofort.

Was bleibt ist völlige Ungebundenheit der Wahrnehmung. Das kostet allerdings das Leben als Mensch, so wie wir gewöhnlich Menschsein definieren.

Ist dort die Bereitschaft, diese Einsamkeit zu ertragen, nur der Freiheit wegen?

Nun?

Eine Frage nach der Natürlichkeit des Geistes.

August 14, 2012 - Kommentare deaktiviert für Eine Frage nach der Natürlichkeit des Geistes.

Fragen eines Freundes

11.08.2012

Eine Frage nach der Natürlichkeit des Geistes.

Die wahre Natur des Geistes

unberührt steigt Licht empor
fließt durchs Auge und erschafft die Welt

spiegelgleich leuchtet Reflexion
und ewig staunend tasten sich die Sinne
nach dem Sinn der Buntheit selbst
vergebens

unergriffen ruht der Geist
bei diesem Lichterspiel
ist einfach still
bewegungslos
doch wach und ohne Worte

Gedanken kommen
doch bewegt sich nichts
schwebend wie Geisterschatten durch ein leeres Haus
und sinken still und unberührt zu Boden
um schließlich unerkannt zu gehen

Still und klar erkennt sich Geist als Unbewegtheit
in Bewegung
und Wissen steht ungefordert
zeitlos zur Verfügung

Sicht sinkt tief doch wach
und sieht dass Geist der Reflektor dieser Welt
Erscheinung ist
durch den die Welt erscheinen kann

Alles gleich erhebt sich immer und doch nur jetzt
und schafft den Raum für alles was erscheinen mag
und die Erscheinung als Gedanke erschafft den Denker
der durch Greifen nach Bewegung Zeit erschafft

Raum und Zeit ist Unbewegtheit in Bewegung
und in der Sicht das Gleiche selbst
nur in Form gegossen scheint es anders auf

Berührungslos und unbewegt verbleibt die Sicht
Bewegung fließt wellengleich
durch Geist und nur ein Greifen nach Bedeutung
schafft Konstrukte die objekthaft feste
Wirklichkeit versprechen

Tiefer sinkt die Sicht
unhörbar Klang webt unentdeckbar Licht
kein Widerspruch nur fern der Herrschaft aller Worte
wird liebend unbewegt fern jedes Wollens
DIES gesehen

Leerheit beschreibt es nicht! Das Wort ist hier ein Witz!
DIES IST ist der Worte wahre Grenze an Bedeutung
sinnvoll unbeschreibbar
doch DIES zu Sehen
das ist uns Menschen inhärentes Potenzial

Klarheit und Vollkommenheit
ungeschaffen ohne Last
vollendet ohne Anfang
bleibt Sicht unberührt von allem
was erscheint
in sich selbst vollendet und sinnfrei schön

Sicht ist Unbewegtheit
sich als zeitlos Unbewegtes in Bewegung selbst erkennend

Dies IST unvermittelt ohne Denken
nur Sehen erzählt die Worte dieser Reise
in die endlos Tiefe
die wir wirklich sind

Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

August 6, 2012 - Kommentare deaktiviert für Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Fragen eines Freundes

03.08.2012

Die Stille von der immer die Rede ist, habe ich noch nicht entdecken können. Wie aber kann ich diese Stille entdecken, wenn ich nicht weiß was oder wie sie ist? Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Die erste Frage die sich erhebt, ist Stille zusammengesetzt oder nicht. Ist diese Stille zusammengesetzt, ist es ein Objekt das zerfallen kann und wird.

Doch ist Stille nicht zusammengesetzt, also wenn Stille einfach IST, unkonstruiert und ungedacht, dann erscheinen Objekte wie Gedanken oder Geräusche in Stille selbst. Stille ist dann wie die Leinwand, auf der Bewegung, wie eben ein Gedanke, sichtbar wird.

Geht die Forschung tiefer, muss gesehen werden, dass nicht nur die Objekte in der Stille auftauchen. Sondern es wird klar, dass Objekte wie Gedanken, Geräusche, Gerüche usw. selbst Stille ist, die eben objekthaftig erscheinen.

Dann kann gesehen werden, dass Stille in sich als Bewegung erscheint und Bewegung sich in Stille wieder rückstandslos auflöst.

Eine Bewegung erhebt sich in Unbewegtheit. Plötzlich scheint da Zwei zu sein.
Bewegung kommt in Unbewegtheit zur Ruhe und es scheint nur Eins zu sein.
Das scheint unentwegt zu geschehen, anfangslos, endlos, ziellos und zwecklos.

Wie anfangslose, endlose, ziel-und zwecklose Unbewegtheit in Bewegung sein kann, wenn Unbewegtheit zeitlos unbewegt IST, ist absolut unbekannt.

Wenn diese Unbekanntheit gesehen wird, gibt es kein Bezugspunkt für Erklärungen. So ist das Unbekannte der Urgrund des ewig Klaren, ohne das Worte und Gedanken etwas Sinnvolles hinzu fügen könnten.

Sehen an sich benötigt keine Worte. Sehen ist selbstgenügend und frei von Erklärungen. Sehen ist somit objektlos.

Die Worte, wie diese hier, machen aus dem Sehen etwas Gesehenes.
So scheint das Beschreiben des Sehens selbst, einen Vorgang zu beschreiben der ein Subjekt und ein Objekt beinhaltet. Doch es ist nur eine Täuschung des Verstandes, der begreifen möchte.

Das Sehen ist nie das Gesehene, das Alte oder eine Erinnerung. Sehen selbst, das was Gesehen wird und Dies was sieht, ist immer Eins, ist das selbe.

Sehen ist unteilbar, objektlos, nichtdual.
Bewegung ist Unbewegtheit. Sehen ist Jetztheit, ohne die Bedeutung des Wortes.

Nur der Versuch der Beschreibung lässt das Eine in Teile zerfallen, natürlich nur scheinbar. Es scheint dann so, als wenn Bewegung selbst in weitere Bewegungen zerfällt. Und so wie Stille als Bewegung in sich selbst auftaucht, so scheint Bewegtheit in sich selbst als Bewegung zu erscheinen.

Doch all das ist Stille selbst, völlige Unbewegtheit.

Wir Menschen sind Bewegung in Unbewegtheit und damit können wir nichts anderes sein als Unbewegtheit selbst. Somit kann nur ursachlose Freiheit sein.

Das Gefangensein ist so lange Realität, wie sich Wahrnehmung auf Stille als Bewegtheit richten muss. Es scheint dann so, als ob es ein Draußen gibt in dem bewegte Objekte vor einem wahrnehmenden Subjekt auftauchen. Das ist die Täuschung, die durch die Vermittlung der Wahrnehmung durch konzeptuelles Denken in Formen, auftaucht. So taucht Leid auf.

Ursachlos kann sich Wahrnehmung von Bewegung ablösen und Stille wahrnehmen. Dann scheint es so, als ob Bewegung aus der Stille erscheint. Doch auch das, wie spektakulär es auch wirken mag, ist ebenso duale Wahrnehmung. Ebenso noch immer eine Täuschung. Der menschliche Geist ist immer noch in Bewegung.

Die Verschmelzung von Stille und Bewegung, das Kollabieren von dieser Subjekt-Objekt-behafteten Wahrnehmung erscheint wie ein hinein schmelzen des Subjektes in eine ewig unbekannte Dimension, die absolute Auflösung des Bekannten. Es scheint ein Verschmelzen von Objekt und Subjekt zu sein, doch tatsächlich verschwindet der Seher einfach, so als ob er nie existiert hat.

Natürlich hat er das auch nicht.

Der Seher war nur Bewegung des Unbewegten. Wenn diese Bewegung zur Ruhe kommt ist nur absoluter Stillstand. Doch Wahrnehmung an sich bricht nicht zusammen. Unbewegtheit sieht Unbewegtheit, die als Bewegtheit auftaucht, völlig unvermittelt.

Freiheit.

Wahrheit.

Liebe.

Warum erfolgt der Versuch dies in Worte zu fassen?
Das ist unbekannt und an sich unnötig. Doch da tauchen eben Fragen auf und dann tauchen eben Antworten auf. Die Antworten weisen auf ein Muster hin, dass von dem Fragenden erkannt werden kann. Da ist ein Muster, das immer da ist. Es ist immer gleich, unabhängig von der aufscheinen Komplexität der Formen.

Es geht also um Erkennen.

Es geht um das Erkennen wie das Begehren, zum Beispiel das Verstehen-wollen, in dem Geist auftaucht. Bewegung erscheint und formt sich als Gedanke aus. Das Verstehen-wollen erscheint als Greifen nach dem Inhalt des Gedanken und Denken manifestiert sich. Ohne Denken ist, im psychologischen Sinn, keine Person existent. Mit dem Denken erscheint der Denker.Der Denker und Denken ist ein und das selbe. Der Denker und das Denken ist Reaktion als Aktion an sich und schöpft somit Realität.

Das Greifen ist Abwesenheit von Intelligenz und hebt Bewegung an die spiegelnde Oberfläche der Wahrnehmung. Das Nichterkennen schöpft separierte Existenz und formt dein persönliches Leben aus. Ein Leben des du und der anderen, in denen du um Existenzberechtigung kämpfen musst. Leiden.

Kann dort beim Fragenden der Wahnsinn und die Verwirrung erkannt werden? Kann diese grundsätzliche Bewegung, kann das grundsätzliche Muster erkannt werden? Wenn ja, ist Freiheit sofort da. Freiheit kann nie abwesend sein, genauso wie Wahrheit immer da ist.

Gestern, während unseres Gespräches, erwähntest du, dass du Stille noch nicht erkannt hast.

Doch meine Liebe, das Erkennen des Nicht-Erkennens ist dies von dem die ganze Zeit die Rede ist. Die Erkenntnis, dass dort nicht erkannt wurde, ist absolutes Erkennen.

Dieses Erkennen ist befreite Wahrnehmung, ist unvermitteltes Sehen an sich, das ist Intelligenz.

Jetzt bist du überrascht, weil diese Erfahrung nicht mit deinen Vorstellungen und den Konzepten, die du dir über das Erkennen erdacht hast, übereinstimmen.

Wenn jetzt der Gedanke auftaucht, dass es das doch nicht sein kann, dann fasse diesen Gedanken einfach nicht an, gehe ihm nicht nach, gib ihm keine Lebenskraft.

Lass die Intelligenz, die du tatsächlich bist, die Bewegung des Gedankens erkennen, als Bewegung-ansich.

Bleibe jetzt unbewegt!

Also was bleibt?

Keine Fragen, keine Antworten.

Genau. Das ist die Wahrheit.

Du bist schon ewig frei!

Wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Juli 23, 2012 - Kommentare deaktiviert für Wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Fragen eines Freundes

13.07.2012

Bei all dieser Suche, die aus meiner Verzweiflung zu kommen scheint, fühle ich mich ständig mehr verwirrt.
Da gibt es zwar Momente großer Klarheit und Erkenntnis, doch nur wenig später ist die Verwirrung umso größer. Gibt es Zeichen auf dem Weg und wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Zuerst einmal sollten wir klären was du eigentlich erhoffst mit deinen Fragen. Was ist die Motivation? Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist, dass die Antworten, die auf diese Fragen vielleicht erscheinen, dann mit Sicherheit nur weitere Fragen produzieren werden, wenn der erste Punkt nicht eindeutig geklärt ist.

Gehen wir also Schritt für Schritt vor.

Da taucht scheinbar eine Frage auf, mit der Bitte um eine Antwort. Die Antwort die erscheint, ist der Spiegel in dem du dich sehen kannst, wenn du bereit bist vorurteilsfrei hinzuschauen.

Es geht hier jedoch nicht um die Worte. Verwirrung, Klarheit, Erkenntnis – was bedeuten diese Worte denn tatsächlich? Sie bedeuten gar nichts! Das sind nur Laute die vom konzeptuellen Denken eingefangen worden sind und nun benutzt werden.  Als Werkzeuge für die Besicherung einer Beständigkeit. Es gibt tatsächlich Beständigkeit, es gibt tatsächlich Unbewegtheit, doch nicht auf der Ebene des Geistes.

Also was hoffst du in der Spiegelung deiner Fragen zu  sehen?

Du wirst Nichts sehen und das ist es was du anfangslos bist! Das ist eine Tatsache und du weist es schon längst. Doch der Glaubenssatz der eigenständigen Existenz zwingt dich zur Verleugnung dieser Tatsache. So stellst du weiter Fragen, um die Verleumdung zu verdecken und um die Panik, die diese Verleumdung erzeugt, zu bekämpfen.

Du weist doch schon alles! Somit ist das Fragen und das Hoffen auf eine verständliche Antwort nur ein Ausweichen vor dem Ausgelöscht-werden.

Schau jetzt genau hin was da in diesem Moment so panikhaft auf diese Worte reagiert!

Also ist der erste Punkt klar. Du erwartest keine Antworten auf deine Fragen. Du möchtest nur eine Basis haben um in Verwirrung zu bleiben, die dir so vertraut ist.

Das ist Missbrauch von Sprache. So gehen wir Menschen durch die Zeit der Existenz. Plappernd, schwatzend und schwafelnd schaffen und erhalten wir unsere Verstandeswelt. Wir verstellen uns somit selbst den Blick auf die wahre Natur, die wir wirklich sind.

Eins ist jedenfalls gewiss. Diese Verwirrung wird dir keiner nehmen. Sie wird dir von niemand streitig gemacht. Dort bist du völlig sicher. Zusammen mit all den anderen freiwillig Verwirrten kannst du über diese Dreckswelt jammern bis der Körper auseinander fällt und das wird er eines Tages zweifellos mit der gleichen Sicherheit.

Und deine Frage nach Zeichen: Ja es gibt Zeichen, die einschlägige Literatur ist ja voll von Beschreibungen der Zeichen und der Stufen des Fortschreitens und tatsächlich können solche Erfahrungen auftauchen. Du kannst sie als etwas Wunderbares betrachten und wieder eine Story daraus machen. Doch in Wirklichkeit sind es tatsächlich Zeichen des Sterbens deines persönlichen Begreifens. Wenn die Zeichen und Erfahrungen deine persönliche Story ärmer und dünner erscheinen lassen, ist es der richtige Pfad.

Also gib die Hoffnung auf ein Ergebnis auf, einfach so, dann werden keine Fragen, die deine Ketten nur noch fester zu machen scheinen, mehr auftauchen können. Dann kann nur Antwort sein. Doch da wird niemand sein, den das noch interessieren kann. Doch auch das kann nicht als Ziel des Weges benannt werden.

Denn das wäre Hoffnung auf ein Ergebnis, auf ein Happy-End der Suche, auf das Beenden der Verzweiflung von Jemand, die Hoffnung auf das Finden von Jemand der ein Niemand ist.

All das ist nur Story. Ein Mind-Fuck des rastlosen Verstandes, der eine temporäre Erscheinung im Geist ist und über seine Kompetenzen und Aufgaben hinaus eine imaginäre Welt des Ich und der Anderen erdacht hat.

Das ist die Denk-Story durch die du erscheinst.

Ohne Story bist du nicht.

Die Suche führt genau hier hin. Die Suche führt zu Nicht. Und somit führt die Suche zu absoluter Lebendigkeit.
Die Suche führt zum Ende deiner persönlichen Denk-Story.
Die Suche führt zu Sein, ohne dass du sein musst.

Es führt zu Dich ohne dir.

Die Suche führt zum Tod dessen was denkt und glaubt suchen zu müssen um Bestand haben zu können.
Somit kann nach dem Sterben des Suchenden dies leben was bestehen kann ohne denken und glauben zu müssen.

Es stirbt die Angst der Nichtexistenz.
Es lebt die Liebe in Form der Menschlichkeit.

Die Welt wird sich weiterdrehen und doch nun kann Wahrnehmung sich unvermittelt ausdehnen.

Zwinge dich nicht zu weiteren Fragen, denn jetzt ist nur Freiheit da.

Sieh dieses absichtslose unablässige Blühen ringsumher.

Sieh dieses Wunder.

Das ist Es!

Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Juni 13, 2012 - Kommentare deaktiviert für Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Fragen eines Freundes

08.06.2012

Gibt es Wege und Methoden diese klare Natur des Geistes zu erfahren? Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Das ist eine wirklich ernsthafte Frage, doch bist du auch bereit für eine wirklich ernsthafte Antwort?

Hinter dieser Frage steht ja ganz offensichtlich immer der gleiche wesenhafte Versuch. Ureigentlich wird gerade gefragt ob du einen Weg gehen oder eine Methode anwenden kannst, damit du die klare Natur des Geistes erfahren kannst, damit du diese Erfahrung deiner Bibliothek, zur Vervollkommnung deiner Allwissenheit, hinzufügen kannst. Dieses du ist die unhinterfragte selbstverständliche Annahme der unabhängigen Existenz als ich und somit ist die Frage der Versuch einer Bestätigung seiner eigenständigen Existenz durch jemanden anders.

Kannst du das Muster sehen?

Die Frage ist doch, was ist dieses du, welches immer wieder bestätigt werden möchte? Was ist das, was sich so tief verloren fühlt und so entsetzlich zweifelt, dass es ständig nach Bestätigung seiner Existenz bettelt?

Wir Menschen verirren uns alle und aus Unwissenheit heraus identifizieren wir uns ständig mit irgendetwas, nur um diese tiefe Sehnsucht, die unauslöschbar in unserem Herzen zu brennen scheint, irgendwie zu stillen.

Wir werden dann vielleicht Mütter oder Väter und erziehen Kinder. Wir bauen ein Haus oder träumen von einem neuen Auto. Wir suchen uns einen Meister und folgen einem spirituellen Pfad. Vielleicht lassen wir uns taufen und beten zu Gott oder wir werden Mitglied in einem Swingerclub und lassen die Sau raus.

Unsere Suche kann alle Formen annehmen, doch die Ursache ist immer das Gleiche, ob bewusst oder unbewusst. Diese alles verschlingende Leere, dieses schwarze Loch in uns, dieses Gefühl der bedingten, endlichen und verlorenen Existenz, lässt uns in Entsetzen erstarren.

Dieses Loch muss unbedingt mit irgendwas gefüllt werden.

All diese vergeblichen Manöver und fast instinkthaften Ausweichbewegungen können irgendwann klar wahrgenommen werden. Alles liegt dann vor dir, ausgebreitet und unverdeckt.

Das kann dann der Moment sein, an dem die Suche nach Freiheit in die Forschung nach Wahrheit mündet.

Alle ernsthaften Wege, spirituellen Pfade und Methoden führen hierher. Gleichzeitig enden sie hier auch, denn auf ihre jeweils spezifische Weise  führen sie immer zu der gleichen Erkenntnis, dass der Sucher das ist, was der Erkenntnis der letztendlichen Wahrheit selbst im Weg steht. Du bist die Unfreiheit.

Für den verzweifelten Menschen, der wirklich glaubt ernsthaft nach Erkenntnis, Freiheit und Wahrheit zu streben, ist diese aufscheinende absolute Wirklichkeit ein unparierbarer  Schlag. Die Verzweiflung und Ratlosigkeit kann ungeahnte Dimensionen annehmen. Nun ist der Weg frei, allerdings nur für niemanden.

Die Verzweiflung ist nun das Fahrzeug, Ratlosigkeit das Ticket, Hingabe der Preis und Gleichmut die Haltung. Am Ziel wartet nichts, nur absolute Freiheit und das ist den Allermeisten zu wenig.

Ein Jemand jedoch wird abprallen von dieser nichtvorhandenen unsichtbaren Grenze und eine neue Runde der Suche beginnt, die wieder und wieder zu dem gleichen Punkt, zu der gleichen Grenze führt, um immer erneut von vorne zu beginnen oder eben nicht mehr.

Dieses nicht mehr, ist dieses > Es ist genug, es reicht! <

Das ist die Hingabe inmitten dieser aussichtslosen Verzweiflung gleichmutig dem persönlichen Auslöschen entgegen zu blicken.

Das ist die größtmöglichste Haltung die ein Ego einnehmen kann. Hier enden alle Methoden und jeder Trost. Hier wirst du von der Kraft lebendig gefressen, damit sich Lebendigkeit in Form erheben kann.

Ja, das ist Furchterregend.
Die Alternative ist das Verrotten in diesem Körper, für den du dich normalerweise hältst. Denn eins ist klar, dein sogenanntes Leben wird sowieso enden, einfach so.

Nein, du wirst nie ein Blick über diese Grenze werfen können.
Doch durch diese Erscheinung, die sich als Mensch verloren hat, kann die anfangslose Liebe bedingungslos aufscheinen.
Das ist mehr als du jemals zu hoffen wagst.

Bist du also bereit zu sterben?

Genau jetzt?

In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung?

Mai 29, 2012 - Kommentare deaktiviert für In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung?

Fragen eines Freundes

21.05.2012

In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung? Oder anders gefragt, ist Nicht-Denken gleichbedeutend mit Erleuchtet-sein?

Es ist sehr schwierig etwas wirklich Wahrhaftiges über Erleuchtung zu sagen, weil es sehr einfach ist darüber zu reden.

Denken, Gedanke, Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung, all das sind Begriffe und Konzepte die in unserem Geist auftauchen können.

Oft können wir der Versuchung nicht widerstehen und stellen zwischen diesen Konzepten eine Beziehung her, ohne die wahre Bedeutung dieser Begrifflichkeiten erfasst zu haben. Wir denken also darüber nach, wir bleiben an der Oberfläche der Worte.

So fügen wir, der ohnehin schon bestehenden Verwirrung, in einem großen Maße weitere Verwirrung hinzu. Am Ende stehen wir total desorientiert da und die Furcht wird größer, statt dass sie abnimmt und schließlich versiegt.

Wir kennen den Grund für diese Frage. Wir suchen das Glücklich-sein und sind es in diesem Moment scheinbar nicht. Oder wir sind gerade glücklich und es besteht die Furcht, dass das Glücklich-sein gleich wieder verschwindet.

Es ist unsere Erfahrung, dass das Glücklich-sein wieder verschwindet und Furcht und Zweifel erscheint. Es ist der oft erfahrene Ausdruck, dieser erscheinenden Welt, dass wirklich alles nicht-dauerhaft ist. Und das gilt in einem besonderen Maße für das Glücklich-sein, zumindest so wie wir Glück gewöhnlich benennen, kennen und erwarten.

Ohne die Erfahrung des Urgrundes, in dem all diese Erfahrungen auftauchen, ist dieses Leben eine orientierungslose Drift über das Meer der vergänglichen Reflektionen.

Deswegen kann es nicht anders sein, als dass hier darauf hingewiesen wird, diese wahre Natur aller Erscheinungen selbst zu erkennen. Alle Worte die dazu gesagt werden können, sind immer nur ein Windhauch in Richtung Wahrheit. Erkennen kann nur dort in dem individuellen Ausdruck des Geistes stattfinden, das hier als ein Fragender erschienen ist.

Was aber erkennt die absolute Wahrheit über die wirkliche Natur des Geistes tatsächlich? Der Geist selber. Da dies immer jenseits aller Begrifflichkeiten und des Begreifens geschieht, sind Worte eben nur Hilfsmittel.

Wenn wir versuchen die Natur des Geistes und somit die Natur der Wirklichkeit zu beschreiben, zerlegen wir natürlich das anfangslos Unteilbare und schreiben diesem dann bestimmte Eigenschaften zu. Wir sprechen dann von Leerheit, Klarheit und Licht. Wir reden von der unendlichen unmanifesten Potenzialität die die Leerheit in Essenz ist. Wir sprechen von der leuchtenden liebenden Natur des Bewusstseins. Hier kommt es aus unserer gewöhnlichen dualistischen Betrachtungsweise zu einem Missverständnis. Es ist nicht so, dass die wahre Natur des Geistes diese Eigenschaften besitzt, sondern die Natur ist einfach schon  Dies unzusammengesetzt und wenn eine Erfahrung erfolgt, wenn sich also Geist selbst erfährt, erfährt es sich als klar, leuchtend, leer, liebend. Unbedingte Liebe ist nicht eine Erscheinung des Geistes. Der Geist IST schon unbedingte Liebe, genau so wie er bedingungslos klar, leer und leuchtend ist.

Es bleibt uns nur zu sagen, dass Gedanke oder Nicht-Gedanke überhaupt nichts mit Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung zu tun haben kann.

Gedanke und Denken erscheint als Ausdruck (treffender ist eigentlich Eindruck) der Natur des Geistes und Nicht-Denken erscheint ebenfalls als ein Ausdruck, als permanent fließende energetischen Ausdruck der wahren Natur der Wirklichkeit.

Wenn wir schon Erleuchtung definieren müssen, so können wir nur sagen, dass der Geist selbst seine wahre Natur, die leer, klar, leuchtend, liebend aufscheint, erkannt hat und die Energie, die sich in jegliche Form und Nicht-Form manifestiert kann, als Ausdruck seiner unbegrenzten Potenzialität erkennt. Dieses Erkennen ist die wahre Natur des Lebendig-Sein und das verankerte permanente Erkennen ist unzerstörbares Glück-Sein.

Jetzt erscheinen Gedanken und Denken völlig spontan und lösen sich genauso spontan wieder auf. Gedanke und Denken berührt einfach nichts. Durch sie kann nur noch die gleiche Leerheit, Klarheit und leuchtende Liebe  erfahren werden, die der Geist selber anfangslos ist.

Es geht jetzt wirklich nicht um das Verstehen! Wenn überhaupt, geht es um Erkennen. Es geht um das pure Sein.

Wer braucht denn da noch Fragen über Erleuchtung?

Was ist absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Mai 16, 2012 - Kommentare deaktiviert für Was ist absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Fragen eines Freundes

12.05.2012

Was ist die absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Wenn wir über absolute Wahrheit sprechen, sollte uns bewusst sein, dass die Person nicht an der absoluten Wahrheit interessiert ist, sondern daran was man damit anfangen kann.

So arbeitet eben der Verstand von uns Menschen. Wir stellen Fragen und erhoffen uns von den Antworten etwas Praktisches. Vielleicht wollen wir unsere Lebensumstände verbessern oder wir möchten das Leben verstehen und den Sinn des Lebens erfassen.

All das sind die normalen Vorstellungen und praktischen Überlegungen des Frage-und Antwortspiels. Dieses Spiel gehört in diese Dimension.

Wir kennen nichts anderes.
Wir halten sie für die Realität.

Wenn nach der Beziehung zur Realität gefragt wird, ist die absolute Wahrheit, dass es keine Beziehung gibt. Es kann keine Beziehung zu etwas geben, das so nicht existiert.

Realität, wie wir sie auf Grund von Bedingtheit, Prägung und Gewohnheit erfahren, ist in Essenz ein ineinander verwobenes Lichtermeer der Bewusstheit, das absolut  jede Form annehmen kann oder auch Nichts.

Die Kreation einer erkennbaren Vision aus dieser Kakophonie ist Schöpfung durch Intelligenz. Diese Intelligenz spricht sich der Verstand gewöhnlicherweise selber zu.

Tatsächlich ist aber der Verstand Schöpfung der Intelligenz, der unbegreiflicherweise nicht versteht, dass er Ausdruck und Inhalt der Schöpfung und das Geschöpfte selber ist.

Wir müssen also festhalten, dass das was glaubt zu fragen, der ignorante Part der einen unteilbaren anfangslosen sich selbst durchdringenden Intelligenz ist.

Für den Verstand kann es somit keine sinnvolle Antwort geben, da er schon selber Antwort ist. Er ist der nach außen gestülpte Urgrund in sich selbst erscheinend. Und somit könnte man sagen, dass er die Substanz ist, in dem Intelligenz als Inhalt erscheinen kann. Wir nennen das dann Realität.

Alle Bemühungen gehen nun dahin diese aufscheinende Realität festzuhalten, zu stabilisieren und somit die Sicherheit einer festen Wirklichkeit zu erzeugen.

Da Energie allerdings, als der Ausdruck des Urgrundes, immer fließt und nicht festzuhalten ist, muss irgendetwas nachgeben.

Wie wir ständig erfahren, ist es unser Verstand der seine Wahrnehmung und sein Verstehen anpasst und somit nachgibt. Manchmal geschieht das in großen Sprüngen und die Realität kommt uns dann für diesen Moment paradox vor. Wenn Urteil in diesem Moment ruhen kann, ist dies das Tor durch den Freiheit wahrgenommen wird. Intelligenz sieht sich in seiner reinsten Form selber und das ist höchstmöglichste umgeschaffene Realität die noch wahrnehmbar ist. Nur nebenbei, das sieht wirklich fast absurd bunt aus.

Doch es ist nichts Absurdes oder Paradoxes in der fließenden Energie selbst zu sehen. Sie fließt immer ununterbrochen in sich widerspruchslos. Einzig der Versuch des Festhaltens an der Realität, als feste Wirklichkeit, erscheint paradox.

Letztlich gibt der Verstand nach und letztlich zerbricht er an seiner eigenen Unbeweglichkeit. Die Wahrnehmung durch Mensch erlischt dann. Sterben.

Vielleicht geschieht es dort bei dem Fragenden, dass das was wir gewöhnlich glauben-müssen einfach sterben kann und die Potenzialität des unpersönlichen Wahrnehmens sich manifestiert. Dann kann Nicht-Realität erkannt werden, so wie sich Energie ununterbrochen ausdrückt und im scheinbaren Wechselspiel der Reflexionen im Spiegel als scheinbar feste Realität erscheint. Realität wird wahrgenommen als die individuelle Ausprägung des unbewegten Urgrundes in Bewegung, durch Intelligenz, die das inhärente Wesen dieser Bewegung selber ist.

Dann, irgendwann vielleicht, erlischt auch der Eindruck der individuellen Ausprägung, der schließlich die letzte subtile Bastion des subtilsten Selbst darstellt. Was bleibt ist Bewegung. Wahrnehmende Bewegung anfangslos, endlos und ursachlos. Unbedingte Lebendigkeit und absolute Wahrheit in Essenz.

Hier ist nicht die Absicht den Fragenden zu verwirren. Hier ist nicht der Versuch den Fragenden zu überzeugen.
Hier ist allerdings auch nicht der Versuch etwas zu erklären.

Wenn es also eine Beziehung zwischen Urgrund und Manifestation,
zwischen absoluter Wahrheit und Realität geben könnte, dann nur die, dass es so wie es ist perfekt ist.

Also lass uns einfach dieses perfekte Bier hier trinken, denn nun ist ein perfekter Durst erschienen.

Das ist das Wunder!

Was ist absolute Freiheit?

Mai 2, 2012 - 2 Antworten

Fragen eines Freundes

19.04.2012

Was ist absolute Freiheit?

Die absolute Freiheit ist so gewöhnlich,
dass sie normalerweise einfach übersehen wird.

Wird absolute Freiheit erfahren, ist es fast ein Schock
die Außergewöhnlichkeit der Normalität zu sehen.

Oft werden diese Schocks des Sehens vom konzeptuellen Denken
vereinnahmt und so zu einer spirituellen Erfahrung verarbeitet.

Das Erfahren von absoluter Freiheit ist Wirklichkeit.
Das Rekapitulieren darüber eine Kopie des Verstandes.

So kommt es zwangsläufig zu Aussagen über Leerheit.
So kommt es zwangsläufig zu einem konzeptuellen Verständnis über Leerheit.

Das ist nicht absolute Freiheit.
Das ist Wissen von oder über Etwas.

So geschieht es dann, dass Gefangenschaft
im Wissen über Freiheit ist.

Hier der Wissende, dort die Leerheit.
Hier der Sehende, dort das aufscheinende Licht der Unendlichkeit.
Hier der Fragende, dort die absolute Freiheit.

So sieht spirituelle Gefangenschaft aus.
So sieht absolute Freiheit in der Form des Dualismus aus.

Doch auch diese Manifestation an sich,
ist die Potenzialität als Ausdruck der Essenz in sich selbst.

Dies gerade sich ausdrückend, ist Leerheit,
die sich ausdrückt als Formhaftigkeit
des ewig ungeborenen Einen Unbewegten
in Bewegung.

Auf was wartest du?
Es wird kein Licht der Erleuchtung in dein Innerstes fallen,
um dir die absolute Freiheit aufzuzeigen!

Dein Blick nach außen gerichtet, wird von den phänomenalen Erscheinungen, die nur Ausdruck der unendlichen Potenzialität der Essenz sind, verwirrt.

Dein Blick nach innen gerichtet, wird von deinem Verlangen nach etwas, das schon anfangslos als Alles erscheint, verzerrt.

Das Ungeborene spielt sich selbst den Streich, in dem es sich in der Form dieses fragenden Menschen für suchend und unwissend hält.

Das Ungeborene spielt sich selbst den Streich, in dem es sich in der Form dieses fragenden Menschen für findend und wissend hält.

Jedes Wort, natürlich auch dies, ist somit nur Brennstoff für das gespielte Verlangen in der Unwissenheit des Fragens und in der gespielten Verwirrung des Verstehens der Antwort zu verweilen.

Das ist also das Spiel des Versteckens,
vor der absoluten Freiheit des Einfach-So-Seins.

Doch nun wird dir kein Brennstoff mehr angeboten.

Schau nirgendwo hin und lass den Blick einfach in sich ruhen.
Und unabgelenkt scheint das So-Sein selbstbefreit auf.

Sieh!

Nennst du das jetzt absolute Freiheit, müssen wir von vorne beginnen.
Selbst dein Schweigen ist hier so laut wie ein donnernder Wasserfall.

Sieh, diese blühende Kirsche.
Sieh, wie diese Pracht einfach in dem leeren blauen Himmel erscheinen kann.
Hörst du den Ruf des Pfau‘s dort unten aus dem Garten?

Das ist es!

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?

März 23, 2012 - 2 Antworten

Fragen eines Freundes

31.01.2012

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
Warum verschwinden sie scheinbar und kommen dann doch wieder ans Licht, um erkannt und gelöst zu werden?

Wenn wir von Verstrickungen in unserem Leben sprechen, haben wir oft die Angelegenheiten und Abläufe unseres Lebens vor den Augen, die unserer Meinung nach nicht funktionieren, nicht gerecht oder irgendwie nicht richtig zu sein scheinen. Diese Ereignisse sind unerwünscht, werden abgelehnt, bereut und bekämpft. Das ist ein so automatisierter Ablauf des Kämpfens mit der aktuellen Situation, dass es die allermeisten Menschen nicht einmal bemerken. Ein Reflex der Ablehnung gegen den Ausdruck des Lebendigen, wie es sich gerade als dieser Moment manifestiert. Ein Reflex des Nicht-Erkennens der Wahrheit, ein Reflex der Ignoranz, der natürlich auch sehr subtil sein kann.

Da diese Frage gestellt wurde, bedeutet es, dass etwas zutiefst Intelligentes aufgewacht ist, sich die Dimension des Erkennens aufgetan hat. In dieser Dimension kann zwischen Menschen ein wahrhaftiges Begegnen stattfinden, zum Beispiel dieses Gespräch.

Das Öffnen dieser Dimension des Erkennens bedeutet nicht, dass dort jemand getroffen werden kann der auf alle Fragen eine Antwort hat oder eine übermenschliche Fähigkeit errungen hätte, nein überhaupt nicht. Es bedeutet eher das Gegenteil davon. Es ist gewissermaßen gewöhnlich und unspektakulär.

Die Dimension der Ignoranz jedoch ist das außerordentlich Besondere und es bedarf eine bedeutende Anstrengung in diesem Zustand zu verharren. Es scheint als ob wir Menschen unser Leben so lange mühselig auf Zehenspitzen tippelnd umherirrend verbringen, bis uns vielleicht mal auffällt, dass man auch einfach gehen kann. Entspannt. Entkontrahiert.

Die Dimension des Erkennens ist Ausdruck des Lebens in menschlicher Form, gekennzeichnet durch Hingabe, Harmonie und natürlicher Intelligenz. Sie ist ein Einfließen in Ausdrucksform der vibrierenden Lebendigkeit jenseits von Bedingtheit. Sie ist die formgewebte unpersönliche Lichtgestalt der einen anfangslosen ungeschaffenen Liebe.

Ein Zusammentreffen hier bedeutet also, dass sich einfach die gewöhnlichsten Menschen treffen. Frei von der Last jemand sein zu müssen, kann die schmale Brücke des bürdenlosen Lebens leichten Fußes überquert werden.

Nun da du hier bist, siehst du, dass deine Fragen nur Teil des Zehenspitzentanzes auf dem Parkett der Ignoranz gewesen sind. Ein Tanz der Formen, scheinbar fester Wesen, in der Aufführung eines Theaterstückes mit dem Titel:

„Ich, mein Leben und wie schwierig alles war, ist und sein wird.“

Leuchtende Potenzialität kann sich eben auch, im funkelnden Kleid der menschlichen Form, als Vergessen erheben.
Tanzend, klagend, fordernd und vergehend.

So kann vielleicht gesagt werden, dass Verstrickt-Sein an sich die Wahrnehmungsperspektive eines Tänzers ist, der vergessen hat, dass durch ihn nur eine Rolle gespielt wird, in einem Theaterstückes Namens Leben. Und so ist da immer die Sehnsucht nach dem ersten Preis, der Anerkennung, des Beifalls und die Kapelle des Begehrens spielt dazu die süße Melodie der Vergessenheit.

Sicher, es scheint so bedeutungsvoll die Herausforderungen dieser Welt zu bezwingen. Doch wenn die Zeit gekommen ist, wird selbst die Asche des erfolgreichsten Bezwingers, mit dem Staub der anderen ehemals sich bedeutungsvoll fühlenden Menschen, einfach den Fluss hinunter in den Ozean der Wesenslosigkeit gespült werden und sich auflösend in den Tiefen der Unendlichkeit versinken.

Spurlos, vergessen, ewig ungekannt.
Zu spät.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden, dass alle Verwicklungen, alles Ablehnen und Greifen, alle Hoffnungen und Wünsche, alle Ängste und Sehnsüchte nur der vibrierende Ausdruck der einen Lebendigkeit ist, die sich, durch diese Form die einen Namen bekommen hat, in die Welt ergießt.

Unablässig, leuchtend, betörend und in sich bedeutungslos.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden was sich jenseits des Bekannten an Unbeschreiblichem manifestieren kann, wenn der Tänzer schon vor dem letzten Lied gehen kann.

Nun da du es selber siehst, erhebt sich jedoch die Frage, ob du von der Süße der Verstrickung lassen kannst.

Vielleicht ist das die einzige Frage, die in diesem scheinbaren Leben entscheidend ist.

Bedenke klug die Antwort.
Denn es kann tatsächlich geschehen, dass Verstrickungen nur noch als das erscheinen können, was sie schon immer sind, Ereignisse die einfach geschehen. Das Ende der Verstrickungen bedeutet dann also auch, dass der Verstricker hinein schmilzt in dieses ewig Unbekannte.

Bedenke klug!
Denn mein Freund, dann ist der Tanz von Bedeutung endgültig aus. Dann fallen alle Schleier der Hoffnung auf Etwas für immer und dann fällst auch du.

Deine Frage ist also die Frage nach
Freiheit vom Verstrickt-Sein-Müssen.

Tatsächlich ist es die Frage nach Freiheit vom Vergessen-Müssen.

Letztlich jedoch ist es die Frage nach
Freiheit vom Mensch-Sein-Müssen.

Wie also wird die Antwort sein?

Das Lächeln des Buddhas

März 21, 2012 - Kommentare deaktiviert für Das Lächeln des Buddhas

Das Lächeln des Buddhas

Die Aufgeregtheit aus dem Nichts
verschmolzen wieder mit dem Licht
löst sich jetzt auf im klaren Blick
und scheint nun durch Versunkenheit
als leuchtend Stille

Ungetrübt erscheint die Wahrheit
im Spiel der Phänomene
und die Beschreibung Dessen
leuchtet bunt
als freie Ornamente der protzigen Geschwätzigkeit

Im einfach Dies was ewig Ist
küsst Freude still das Herz
und bedingungslose Liebe fließt
als glitzernd Träne
aus dem Ozean vibrierender Lebendigkeit

Staunend Lippen küssen ehrfurchtsvoll
den leuchtend Sternenstaub im Schoß des ewig Einem
und im funkelnd Spiegel
reflektieren Regenbogenlichter wie ein Tanz
den zeitlos Schein

In stillem Lächeln erscheint nun diese kurze Existenz
als reine Unschuld dieser Liebe ungeboren
und in Ewigkeit zeigt Buddhas Lächeln
in Stille nur die anfangslose Quelle
einfach Wahrheit allen Seins