Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

August 6, 2012 - Kommentare deaktiviert für Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Fragen eines Freundes

03.08.2012

Die Stille von der immer die Rede ist, habe ich noch nicht entdecken können. Wie aber kann ich diese Stille entdecken, wenn ich nicht weiß was oder wie sie ist? Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Die erste Frage die sich erhebt, ist Stille zusammengesetzt oder nicht. Ist diese Stille zusammengesetzt, ist es ein Objekt das zerfallen kann und wird.

Doch ist Stille nicht zusammengesetzt, also wenn Stille einfach IST, unkonstruiert und ungedacht, dann erscheinen Objekte wie Gedanken oder Geräusche in Stille selbst. Stille ist dann wie die Leinwand, auf der Bewegung, wie eben ein Gedanke, sichtbar wird.

Geht die Forschung tiefer, muss gesehen werden, dass nicht nur die Objekte in der Stille auftauchen. Sondern es wird klar, dass Objekte wie Gedanken, Geräusche, Gerüche usw. selbst Stille ist, die eben objekthaftig erscheinen.

Dann kann gesehen werden, dass Stille in sich als Bewegung erscheint und Bewegung sich in Stille wieder rückstandslos auflöst.

Eine Bewegung erhebt sich in Unbewegtheit. Plötzlich scheint da Zwei zu sein.
Bewegung kommt in Unbewegtheit zur Ruhe und es scheint nur Eins zu sein.
Das scheint unentwegt zu geschehen, anfangslos, endlos, ziellos und zwecklos.

Wie anfangslose, endlose, ziel-und zwecklose Unbewegtheit in Bewegung sein kann, wenn Unbewegtheit zeitlos unbewegt IST, ist absolut unbekannt.

Wenn diese Unbekanntheit gesehen wird, gibt es kein Bezugspunkt für Erklärungen. So ist das Unbekannte der Urgrund des ewig Klaren, ohne das Worte und Gedanken etwas Sinnvolles hinzu fügen könnten.

Sehen an sich benötigt keine Worte. Sehen ist selbstgenügend und frei von Erklärungen. Sehen ist somit objektlos.

Die Worte, wie diese hier, machen aus dem Sehen etwas Gesehenes.
So scheint das Beschreiben des Sehens selbst, einen Vorgang zu beschreiben der ein Subjekt und ein Objekt beinhaltet. Doch es ist nur eine Täuschung des Verstandes, der begreifen möchte.

Das Sehen ist nie das Gesehene, das Alte oder eine Erinnerung. Sehen selbst, das was Gesehen wird und Dies was sieht, ist immer Eins, ist das selbe.

Sehen ist unteilbar, objektlos, nichtdual.
Bewegung ist Unbewegtheit. Sehen ist Jetztheit, ohne die Bedeutung des Wortes.

Nur der Versuch der Beschreibung lässt das Eine in Teile zerfallen, natürlich nur scheinbar. Es scheint dann so, als wenn Bewegung selbst in weitere Bewegungen zerfällt. Und so wie Stille als Bewegung in sich selbst auftaucht, so scheint Bewegtheit in sich selbst als Bewegung zu erscheinen.

Doch all das ist Stille selbst, völlige Unbewegtheit.

Wir Menschen sind Bewegung in Unbewegtheit und damit können wir nichts anderes sein als Unbewegtheit selbst. Somit kann nur ursachlose Freiheit sein.

Das Gefangensein ist so lange Realität, wie sich Wahrnehmung auf Stille als Bewegtheit richten muss. Es scheint dann so, als ob es ein Draußen gibt in dem bewegte Objekte vor einem wahrnehmenden Subjekt auftauchen. Das ist die Täuschung, die durch die Vermittlung der Wahrnehmung durch konzeptuelles Denken in Formen, auftaucht. So taucht Leid auf.

Ursachlos kann sich Wahrnehmung von Bewegung ablösen und Stille wahrnehmen. Dann scheint es so, als ob Bewegung aus der Stille erscheint. Doch auch das, wie spektakulär es auch wirken mag, ist ebenso duale Wahrnehmung. Ebenso noch immer eine Täuschung. Der menschliche Geist ist immer noch in Bewegung.

Die Verschmelzung von Stille und Bewegung, das Kollabieren von dieser Subjekt-Objekt-behafteten Wahrnehmung erscheint wie ein hinein schmelzen des Subjektes in eine ewig unbekannte Dimension, die absolute Auflösung des Bekannten. Es scheint ein Verschmelzen von Objekt und Subjekt zu sein, doch tatsächlich verschwindet der Seher einfach, so als ob er nie existiert hat.

Natürlich hat er das auch nicht.

Der Seher war nur Bewegung des Unbewegten. Wenn diese Bewegung zur Ruhe kommt ist nur absoluter Stillstand. Doch Wahrnehmung an sich bricht nicht zusammen. Unbewegtheit sieht Unbewegtheit, die als Bewegtheit auftaucht, völlig unvermittelt.

Freiheit.

Wahrheit.

Liebe.

Warum erfolgt der Versuch dies in Worte zu fassen?
Das ist unbekannt und an sich unnötig. Doch da tauchen eben Fragen auf und dann tauchen eben Antworten auf. Die Antworten weisen auf ein Muster hin, dass von dem Fragenden erkannt werden kann. Da ist ein Muster, das immer da ist. Es ist immer gleich, unabhängig von der aufscheinen Komplexität der Formen.

Es geht also um Erkennen.

Es geht um das Erkennen wie das Begehren, zum Beispiel das Verstehen-wollen, in dem Geist auftaucht. Bewegung erscheint und formt sich als Gedanke aus. Das Verstehen-wollen erscheint als Greifen nach dem Inhalt des Gedanken und Denken manifestiert sich. Ohne Denken ist, im psychologischen Sinn, keine Person existent. Mit dem Denken erscheint der Denker.Der Denker und Denken ist ein und das selbe. Der Denker und das Denken ist Reaktion als Aktion an sich und schöpft somit Realität.

Das Greifen ist Abwesenheit von Intelligenz und hebt Bewegung an die spiegelnde Oberfläche der Wahrnehmung. Das Nichterkennen schöpft separierte Existenz und formt dein persönliches Leben aus. Ein Leben des du und der anderen, in denen du um Existenzberechtigung kämpfen musst. Leiden.

Kann dort beim Fragenden der Wahnsinn und die Verwirrung erkannt werden? Kann diese grundsätzliche Bewegung, kann das grundsätzliche Muster erkannt werden? Wenn ja, ist Freiheit sofort da. Freiheit kann nie abwesend sein, genauso wie Wahrheit immer da ist.

Gestern, während unseres Gespräches, erwähntest du, dass du Stille noch nicht erkannt hast.

Doch meine Liebe, das Erkennen des Nicht-Erkennens ist dies von dem die ganze Zeit die Rede ist. Die Erkenntnis, dass dort nicht erkannt wurde, ist absolutes Erkennen.

Dieses Erkennen ist befreite Wahrnehmung, ist unvermitteltes Sehen an sich, das ist Intelligenz.

Jetzt bist du überrascht, weil diese Erfahrung nicht mit deinen Vorstellungen und den Konzepten, die du dir über das Erkennen erdacht hast, übereinstimmen.

Wenn jetzt der Gedanke auftaucht, dass es das doch nicht sein kann, dann fasse diesen Gedanken einfach nicht an, gehe ihm nicht nach, gib ihm keine Lebenskraft.

Lass die Intelligenz, die du tatsächlich bist, die Bewegung des Gedankens erkennen, als Bewegung-ansich.

Bleibe jetzt unbewegt!

Also was bleibt?

Keine Fragen, keine Antworten.

Genau. Das ist die Wahrheit.

Du bist schon ewig frei!

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Wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Juli 23, 2012 - Kommentare deaktiviert für Wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Fragen eines Freundes

13.07.2012

Bei all dieser Suche, die aus meiner Verzweiflung zu kommen scheint, fühle ich mich ständig mehr verwirrt.
Da gibt es zwar Momente großer Klarheit und Erkenntnis, doch nur wenig später ist die Verwirrung umso größer. Gibt es Zeichen auf dem Weg und wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Zuerst einmal sollten wir klären was du eigentlich erhoffst mit deinen Fragen. Was ist die Motivation? Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist, dass die Antworten, die auf diese Fragen vielleicht erscheinen, dann mit Sicherheit nur weitere Fragen produzieren werden, wenn der erste Punkt nicht eindeutig geklärt ist.

Gehen wir also Schritt für Schritt vor.

Da taucht scheinbar eine Frage auf, mit der Bitte um eine Antwort. Die Antwort die erscheint, ist der Spiegel in dem du dich sehen kannst, wenn du bereit bist vorurteilsfrei hinzuschauen.

Es geht hier jedoch nicht um die Worte. Verwirrung, Klarheit, Erkenntnis – was bedeuten diese Worte denn tatsächlich? Sie bedeuten gar nichts! Das sind nur Laute die vom konzeptuellen Denken eingefangen worden sind und nun benutzt werden.  Als Werkzeuge für die Besicherung einer Beständigkeit. Es gibt tatsächlich Beständigkeit, es gibt tatsächlich Unbewegtheit, doch nicht auf der Ebene des Geistes.

Also was hoffst du in der Spiegelung deiner Fragen zu  sehen?

Du wirst Nichts sehen und das ist es was du anfangslos bist! Das ist eine Tatsache und du weist es schon längst. Doch der Glaubenssatz der eigenständigen Existenz zwingt dich zur Verleugnung dieser Tatsache. So stellst du weiter Fragen, um die Verleumdung zu verdecken und um die Panik, die diese Verleumdung erzeugt, zu bekämpfen.

Du weist doch schon alles! Somit ist das Fragen und das Hoffen auf eine verständliche Antwort nur ein Ausweichen vor dem Ausgelöscht-werden.

Schau jetzt genau hin was da in diesem Moment so panikhaft auf diese Worte reagiert!

Also ist der erste Punkt klar. Du erwartest keine Antworten auf deine Fragen. Du möchtest nur eine Basis haben um in Verwirrung zu bleiben, die dir so vertraut ist.

Das ist Missbrauch von Sprache. So gehen wir Menschen durch die Zeit der Existenz. Plappernd, schwatzend und schwafelnd schaffen und erhalten wir unsere Verstandeswelt. Wir verstellen uns somit selbst den Blick auf die wahre Natur, die wir wirklich sind.

Eins ist jedenfalls gewiss. Diese Verwirrung wird dir keiner nehmen. Sie wird dir von niemand streitig gemacht. Dort bist du völlig sicher. Zusammen mit all den anderen freiwillig Verwirrten kannst du über diese Dreckswelt jammern bis der Körper auseinander fällt und das wird er eines Tages zweifellos mit der gleichen Sicherheit.

Und deine Frage nach Zeichen: Ja es gibt Zeichen, die einschlägige Literatur ist ja voll von Beschreibungen der Zeichen und der Stufen des Fortschreitens und tatsächlich können solche Erfahrungen auftauchen. Du kannst sie als etwas Wunderbares betrachten und wieder eine Story daraus machen. Doch in Wirklichkeit sind es tatsächlich Zeichen des Sterbens deines persönlichen Begreifens. Wenn die Zeichen und Erfahrungen deine persönliche Story ärmer und dünner erscheinen lassen, ist es der richtige Pfad.

Also gib die Hoffnung auf ein Ergebnis auf, einfach so, dann werden keine Fragen, die deine Ketten nur noch fester zu machen scheinen, mehr auftauchen können. Dann kann nur Antwort sein. Doch da wird niemand sein, den das noch interessieren kann. Doch auch das kann nicht als Ziel des Weges benannt werden.

Denn das wäre Hoffnung auf ein Ergebnis, auf ein Happy-End der Suche, auf das Beenden der Verzweiflung von Jemand, die Hoffnung auf das Finden von Jemand der ein Niemand ist.

All das ist nur Story. Ein Mind-Fuck des rastlosen Verstandes, der eine temporäre Erscheinung im Geist ist und über seine Kompetenzen und Aufgaben hinaus eine imaginäre Welt des Ich und der Anderen erdacht hat.

Das ist die Denk-Story durch die du erscheinst.

Ohne Story bist du nicht.

Die Suche führt genau hier hin. Die Suche führt zu Nicht. Und somit führt die Suche zu absoluter Lebendigkeit.
Die Suche führt zum Ende deiner persönlichen Denk-Story.
Die Suche führt zu Sein, ohne dass du sein musst.

Es führt zu Dich ohne dir.

Die Suche führt zum Tod dessen was denkt und glaubt suchen zu müssen um Bestand haben zu können.
Somit kann nach dem Sterben des Suchenden dies leben was bestehen kann ohne denken und glauben zu müssen.

Es stirbt die Angst der Nichtexistenz.
Es lebt die Liebe in Form der Menschlichkeit.

Die Welt wird sich weiterdrehen und doch nun kann Wahrnehmung sich unvermittelt ausdehnen.

Zwinge dich nicht zu weiteren Fragen, denn jetzt ist nur Freiheit da.

Sieh dieses absichtslose unablässige Blühen ringsumher.

Sieh dieses Wunder.

Das ist Es!

Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Juni 13, 2012 - Kommentare deaktiviert für Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Fragen eines Freundes

08.06.2012

Gibt es Wege und Methoden diese klare Natur des Geistes zu erfahren? Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Das ist eine wirklich ernsthafte Frage, doch bist du auch bereit für eine wirklich ernsthafte Antwort?

Hinter dieser Frage steht ja ganz offensichtlich immer der gleiche wesenhafte Versuch. Ureigentlich wird gerade gefragt ob du einen Weg gehen oder eine Methode anwenden kannst, damit du die klare Natur des Geistes erfahren kannst, damit du diese Erfahrung deiner Bibliothek, zur Vervollkommnung deiner Allwissenheit, hinzufügen kannst. Dieses du ist die unhinterfragte selbstverständliche Annahme der unabhängigen Existenz als ich und somit ist die Frage der Versuch einer Bestätigung seiner eigenständigen Existenz durch jemanden anders.

Kannst du das Muster sehen?

Die Frage ist doch, was ist dieses du, welches immer wieder bestätigt werden möchte? Was ist das, was sich so tief verloren fühlt und so entsetzlich zweifelt, dass es ständig nach Bestätigung seiner Existenz bettelt?

Wir Menschen verirren uns alle und aus Unwissenheit heraus identifizieren wir uns ständig mit irgendetwas, nur um diese tiefe Sehnsucht, die unauslöschbar in unserem Herzen zu brennen scheint, irgendwie zu stillen.

Wir werden dann vielleicht Mütter oder Väter und erziehen Kinder. Wir bauen ein Haus oder träumen von einem neuen Auto. Wir suchen uns einen Meister und folgen einem spirituellen Pfad. Vielleicht lassen wir uns taufen und beten zu Gott oder wir werden Mitglied in einem Swingerclub und lassen die Sau raus.

Unsere Suche kann alle Formen annehmen, doch die Ursache ist immer das Gleiche, ob bewusst oder unbewusst. Diese alles verschlingende Leere, dieses schwarze Loch in uns, dieses Gefühl der bedingten, endlichen und verlorenen Existenz, lässt uns in Entsetzen erstarren.

Dieses Loch muss unbedingt mit irgendwas gefüllt werden.

All diese vergeblichen Manöver und fast instinkthaften Ausweichbewegungen können irgendwann klar wahrgenommen werden. Alles liegt dann vor dir, ausgebreitet und unverdeckt.

Das kann dann der Moment sein, an dem die Suche nach Freiheit in die Forschung nach Wahrheit mündet.

Alle ernsthaften Wege, spirituellen Pfade und Methoden führen hierher. Gleichzeitig enden sie hier auch, denn auf ihre jeweils spezifische Weise  führen sie immer zu der gleichen Erkenntnis, dass der Sucher das ist, was der Erkenntnis der letztendlichen Wahrheit selbst im Weg steht. Du bist die Unfreiheit.

Für den verzweifelten Menschen, der wirklich glaubt ernsthaft nach Erkenntnis, Freiheit und Wahrheit zu streben, ist diese aufscheinende absolute Wirklichkeit ein unparierbarer  Schlag. Die Verzweiflung und Ratlosigkeit kann ungeahnte Dimensionen annehmen. Nun ist der Weg frei, allerdings nur für niemanden.

Die Verzweiflung ist nun das Fahrzeug, Ratlosigkeit das Ticket, Hingabe der Preis und Gleichmut die Haltung. Am Ziel wartet nichts, nur absolute Freiheit und das ist den Allermeisten zu wenig.

Ein Jemand jedoch wird abprallen von dieser nichtvorhandenen unsichtbaren Grenze und eine neue Runde der Suche beginnt, die wieder und wieder zu dem gleichen Punkt, zu der gleichen Grenze führt, um immer erneut von vorne zu beginnen oder eben nicht mehr.

Dieses nicht mehr, ist dieses > Es ist genug, es reicht! <

Das ist die Hingabe inmitten dieser aussichtslosen Verzweiflung gleichmutig dem persönlichen Auslöschen entgegen zu blicken.

Das ist die größtmöglichste Haltung die ein Ego einnehmen kann. Hier enden alle Methoden und jeder Trost. Hier wirst du von der Kraft lebendig gefressen, damit sich Lebendigkeit in Form erheben kann.

Ja, das ist Furchterregend.
Die Alternative ist das Verrotten in diesem Körper, für den du dich normalerweise hältst. Denn eins ist klar, dein sogenanntes Leben wird sowieso enden, einfach so.

Nein, du wirst nie ein Blick über diese Grenze werfen können.
Doch durch diese Erscheinung, die sich als Mensch verloren hat, kann die anfangslose Liebe bedingungslos aufscheinen.
Das ist mehr als du jemals zu hoffen wagst.

Bist du also bereit zu sterben?

Genau jetzt?

In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung?

Mai 29, 2012 - Kommentare deaktiviert für In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung?

Fragen eines Freundes

21.05.2012

In welcher Beziehung stehen Gedanken und Denken zur Erleuchtung? Oder anders gefragt, ist Nicht-Denken gleichbedeutend mit Erleuchtet-sein?

Es ist sehr schwierig etwas wirklich Wahrhaftiges über Erleuchtung zu sagen, weil es sehr einfach ist darüber zu reden.

Denken, Gedanke, Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung, all das sind Begriffe und Konzepte die in unserem Geist auftauchen können.

Oft können wir der Versuchung nicht widerstehen und stellen zwischen diesen Konzepten eine Beziehung her, ohne die wahre Bedeutung dieser Begrifflichkeiten erfasst zu haben. Wir denken also darüber nach, wir bleiben an der Oberfläche der Worte.

So fügen wir, der ohnehin schon bestehenden Verwirrung, in einem großen Maße weitere Verwirrung hinzu. Am Ende stehen wir total desorientiert da und die Furcht wird größer, statt dass sie abnimmt und schließlich versiegt.

Wir kennen den Grund für diese Frage. Wir suchen das Glücklich-sein und sind es in diesem Moment scheinbar nicht. Oder wir sind gerade glücklich und es besteht die Furcht, dass das Glücklich-sein gleich wieder verschwindet.

Es ist unsere Erfahrung, dass das Glücklich-sein wieder verschwindet und Furcht und Zweifel erscheint. Es ist der oft erfahrene Ausdruck, dieser erscheinenden Welt, dass wirklich alles nicht-dauerhaft ist. Und das gilt in einem besonderen Maße für das Glücklich-sein, zumindest so wie wir Glück gewöhnlich benennen, kennen und erwarten.

Ohne die Erfahrung des Urgrundes, in dem all diese Erfahrungen auftauchen, ist dieses Leben eine orientierungslose Drift über das Meer der vergänglichen Reflektionen.

Deswegen kann es nicht anders sein, als dass hier darauf hingewiesen wird, diese wahre Natur aller Erscheinungen selbst zu erkennen. Alle Worte die dazu gesagt werden können, sind immer nur ein Windhauch in Richtung Wahrheit. Erkennen kann nur dort in dem individuellen Ausdruck des Geistes stattfinden, das hier als ein Fragender erschienen ist.

Was aber erkennt die absolute Wahrheit über die wirkliche Natur des Geistes tatsächlich? Der Geist selber. Da dies immer jenseits aller Begrifflichkeiten und des Begreifens geschieht, sind Worte eben nur Hilfsmittel.

Wenn wir versuchen die Natur des Geistes und somit die Natur der Wirklichkeit zu beschreiben, zerlegen wir natürlich das anfangslos Unteilbare und schreiben diesem dann bestimmte Eigenschaften zu. Wir sprechen dann von Leerheit, Klarheit und Licht. Wir reden von der unendlichen unmanifesten Potenzialität die die Leerheit in Essenz ist. Wir sprechen von der leuchtenden liebenden Natur des Bewusstseins. Hier kommt es aus unserer gewöhnlichen dualistischen Betrachtungsweise zu einem Missverständnis. Es ist nicht so, dass die wahre Natur des Geistes diese Eigenschaften besitzt, sondern die Natur ist einfach schon  Dies unzusammengesetzt und wenn eine Erfahrung erfolgt, wenn sich also Geist selbst erfährt, erfährt es sich als klar, leuchtend, leer, liebend. Unbedingte Liebe ist nicht eine Erscheinung des Geistes. Der Geist IST schon unbedingte Liebe, genau so wie er bedingungslos klar, leer und leuchtend ist.

Es bleibt uns nur zu sagen, dass Gedanke oder Nicht-Gedanke überhaupt nichts mit Erleuchtung oder Nicht-Erleuchtung zu tun haben kann.

Gedanke und Denken erscheint als Ausdruck (treffender ist eigentlich Eindruck) der Natur des Geistes und Nicht-Denken erscheint ebenfalls als ein Ausdruck, als permanent fließende energetischen Ausdruck der wahren Natur der Wirklichkeit.

Wenn wir schon Erleuchtung definieren müssen, so können wir nur sagen, dass der Geist selbst seine wahre Natur, die leer, klar, leuchtend, liebend aufscheint, erkannt hat und die Energie, die sich in jegliche Form und Nicht-Form manifestiert kann, als Ausdruck seiner unbegrenzten Potenzialität erkennt. Dieses Erkennen ist die wahre Natur des Lebendig-Sein und das verankerte permanente Erkennen ist unzerstörbares Glück-Sein.

Jetzt erscheinen Gedanken und Denken völlig spontan und lösen sich genauso spontan wieder auf. Gedanke und Denken berührt einfach nichts. Durch sie kann nur noch die gleiche Leerheit, Klarheit und leuchtende Liebe  erfahren werden, die der Geist selber anfangslos ist.

Es geht jetzt wirklich nicht um das Verstehen! Wenn überhaupt, geht es um Erkennen. Es geht um das pure Sein.

Wer braucht denn da noch Fragen über Erleuchtung?

Was ist absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Mai 16, 2012 - Kommentare deaktiviert für Was ist absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Fragen eines Freundes

12.05.2012

Was ist die absolute Wahrheit und wie steht sie in Beziehung zur Realität?

Wenn wir über absolute Wahrheit sprechen, sollte uns bewusst sein, dass die Person nicht an der absoluten Wahrheit interessiert ist, sondern daran was man damit anfangen kann.

So arbeitet eben der Verstand von uns Menschen. Wir stellen Fragen und erhoffen uns von den Antworten etwas Praktisches. Vielleicht wollen wir unsere Lebensumstände verbessern oder wir möchten das Leben verstehen und den Sinn des Lebens erfassen.

All das sind die normalen Vorstellungen und praktischen Überlegungen des Frage-und Antwortspiels. Dieses Spiel gehört in diese Dimension.

Wir kennen nichts anderes.
Wir halten sie für die Realität.

Wenn nach der Beziehung zur Realität gefragt wird, ist die absolute Wahrheit, dass es keine Beziehung gibt. Es kann keine Beziehung zu etwas geben, das so nicht existiert.

Realität, wie wir sie auf Grund von Bedingtheit, Prägung und Gewohnheit erfahren, ist in Essenz ein ineinander verwobenes Lichtermeer der Bewusstheit, das absolut  jede Form annehmen kann oder auch Nichts.

Die Kreation einer erkennbaren Vision aus dieser Kakophonie ist Schöpfung durch Intelligenz. Diese Intelligenz spricht sich der Verstand gewöhnlicherweise selber zu.

Tatsächlich ist aber der Verstand Schöpfung der Intelligenz, der unbegreiflicherweise nicht versteht, dass er Ausdruck und Inhalt der Schöpfung und das Geschöpfte selber ist.

Wir müssen also festhalten, dass das was glaubt zu fragen, der ignorante Part der einen unteilbaren anfangslosen sich selbst durchdringenden Intelligenz ist.

Für den Verstand kann es somit keine sinnvolle Antwort geben, da er schon selber Antwort ist. Er ist der nach außen gestülpte Urgrund in sich selbst erscheinend. Und somit könnte man sagen, dass er die Substanz ist, in dem Intelligenz als Inhalt erscheinen kann. Wir nennen das dann Realität.

Alle Bemühungen gehen nun dahin diese aufscheinende Realität festzuhalten, zu stabilisieren und somit die Sicherheit einer festen Wirklichkeit zu erzeugen.

Da Energie allerdings, als der Ausdruck des Urgrundes, immer fließt und nicht festzuhalten ist, muss irgendetwas nachgeben.

Wie wir ständig erfahren, ist es unser Verstand der seine Wahrnehmung und sein Verstehen anpasst und somit nachgibt. Manchmal geschieht das in großen Sprüngen und die Realität kommt uns dann für diesen Moment paradox vor. Wenn Urteil in diesem Moment ruhen kann, ist dies das Tor durch den Freiheit wahrgenommen wird. Intelligenz sieht sich in seiner reinsten Form selber und das ist höchstmöglichste umgeschaffene Realität die noch wahrnehmbar ist. Nur nebenbei, das sieht wirklich fast absurd bunt aus.

Doch es ist nichts Absurdes oder Paradoxes in der fließenden Energie selbst zu sehen. Sie fließt immer ununterbrochen in sich widerspruchslos. Einzig der Versuch des Festhaltens an der Realität, als feste Wirklichkeit, erscheint paradox.

Letztlich gibt der Verstand nach und letztlich zerbricht er an seiner eigenen Unbeweglichkeit. Die Wahrnehmung durch Mensch erlischt dann. Sterben.

Vielleicht geschieht es dort bei dem Fragenden, dass das was wir gewöhnlich glauben-müssen einfach sterben kann und die Potenzialität des unpersönlichen Wahrnehmens sich manifestiert. Dann kann Nicht-Realität erkannt werden, so wie sich Energie ununterbrochen ausdrückt und im scheinbaren Wechselspiel der Reflexionen im Spiegel als scheinbar feste Realität erscheint. Realität wird wahrgenommen als die individuelle Ausprägung des unbewegten Urgrundes in Bewegung, durch Intelligenz, die das inhärente Wesen dieser Bewegung selber ist.

Dann, irgendwann vielleicht, erlischt auch der Eindruck der individuellen Ausprägung, der schließlich die letzte subtile Bastion des subtilsten Selbst darstellt. Was bleibt ist Bewegung. Wahrnehmende Bewegung anfangslos, endlos und ursachlos. Unbedingte Lebendigkeit und absolute Wahrheit in Essenz.

Hier ist nicht die Absicht den Fragenden zu verwirren. Hier ist nicht der Versuch den Fragenden zu überzeugen.
Hier ist allerdings auch nicht der Versuch etwas zu erklären.

Wenn es also eine Beziehung zwischen Urgrund und Manifestation,
zwischen absoluter Wahrheit und Realität geben könnte, dann nur die, dass es so wie es ist perfekt ist.

Also lass uns einfach dieses perfekte Bier hier trinken, denn nun ist ein perfekter Durst erschienen.

Das ist das Wunder!

Was ist absolute Freiheit?

Mai 2, 2012 - 2 Antworten

Fragen eines Freundes

19.04.2012

Was ist absolute Freiheit?

Die absolute Freiheit ist so gewöhnlich,
dass sie normalerweise einfach übersehen wird.

Wird absolute Freiheit erfahren, ist es fast ein Schock
die Außergewöhnlichkeit der Normalität zu sehen.

Oft werden diese Schocks des Sehens vom konzeptuellen Denken
vereinnahmt und so zu einer spirituellen Erfahrung verarbeitet.

Das Erfahren von absoluter Freiheit ist Wirklichkeit.
Das Rekapitulieren darüber eine Kopie des Verstandes.

So kommt es zwangsläufig zu Aussagen über Leerheit.
So kommt es zwangsläufig zu einem konzeptuellen Verständnis über Leerheit.

Das ist nicht absolute Freiheit.
Das ist Wissen von oder über Etwas.

So geschieht es dann, dass Gefangenschaft
im Wissen über Freiheit ist.

Hier der Wissende, dort die Leerheit.
Hier der Sehende, dort das aufscheinende Licht der Unendlichkeit.
Hier der Fragende, dort die absolute Freiheit.

So sieht spirituelle Gefangenschaft aus.
So sieht absolute Freiheit in der Form des Dualismus aus.

Doch auch diese Manifestation an sich,
ist die Potenzialität als Ausdruck der Essenz in sich selbst.

Dies gerade sich ausdrückend, ist Leerheit,
die sich ausdrückt als Formhaftigkeit
des ewig ungeborenen Einen Unbewegten
in Bewegung.

Auf was wartest du?
Es wird kein Licht der Erleuchtung in dein Innerstes fallen,
um dir die absolute Freiheit aufzuzeigen!

Dein Blick nach außen gerichtet, wird von den phänomenalen Erscheinungen, die nur Ausdruck der unendlichen Potenzialität der Essenz sind, verwirrt.

Dein Blick nach innen gerichtet, wird von deinem Verlangen nach etwas, das schon anfangslos als Alles erscheint, verzerrt.

Das Ungeborene spielt sich selbst den Streich, in dem es sich in der Form dieses fragenden Menschen für suchend und unwissend hält.

Das Ungeborene spielt sich selbst den Streich, in dem es sich in der Form dieses fragenden Menschen für findend und wissend hält.

Jedes Wort, natürlich auch dies, ist somit nur Brennstoff für das gespielte Verlangen in der Unwissenheit des Fragens und in der gespielten Verwirrung des Verstehens der Antwort zu verweilen.

Das ist also das Spiel des Versteckens,
vor der absoluten Freiheit des Einfach-So-Seins.

Doch nun wird dir kein Brennstoff mehr angeboten.

Schau nirgendwo hin und lass den Blick einfach in sich ruhen.
Und unabgelenkt scheint das So-Sein selbstbefreit auf.

Sieh!

Nennst du das jetzt absolute Freiheit, müssen wir von vorne beginnen.
Selbst dein Schweigen ist hier so laut wie ein donnernder Wasserfall.

Sieh, diese blühende Kirsche.
Sieh, wie diese Pracht einfach in dem leeren blauen Himmel erscheinen kann.
Hörst du den Ruf des Pfau‘s dort unten aus dem Garten?

Das ist es!

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?

März 23, 2012 - 2 Antworten

Fragen eines Freundes

31.01.2012

Wie kann es sein, dass bestimme Verstrickungen überhaupt zustande kommen?
Warum verschwinden sie scheinbar und kommen dann doch wieder ans Licht, um erkannt und gelöst zu werden?

Wenn wir von Verstrickungen in unserem Leben sprechen, haben wir oft die Angelegenheiten und Abläufe unseres Lebens vor den Augen, die unserer Meinung nach nicht funktionieren, nicht gerecht oder irgendwie nicht richtig zu sein scheinen. Diese Ereignisse sind unerwünscht, werden abgelehnt, bereut und bekämpft. Das ist ein so automatisierter Ablauf des Kämpfens mit der aktuellen Situation, dass es die allermeisten Menschen nicht einmal bemerken. Ein Reflex der Ablehnung gegen den Ausdruck des Lebendigen, wie es sich gerade als dieser Moment manifestiert. Ein Reflex des Nicht-Erkennens der Wahrheit, ein Reflex der Ignoranz, der natürlich auch sehr subtil sein kann.

Da diese Frage gestellt wurde, bedeutet es, dass etwas zutiefst Intelligentes aufgewacht ist, sich die Dimension des Erkennens aufgetan hat. In dieser Dimension kann zwischen Menschen ein wahrhaftiges Begegnen stattfinden, zum Beispiel dieses Gespräch.

Das Öffnen dieser Dimension des Erkennens bedeutet nicht, dass dort jemand getroffen werden kann der auf alle Fragen eine Antwort hat oder eine übermenschliche Fähigkeit errungen hätte, nein überhaupt nicht. Es bedeutet eher das Gegenteil davon. Es ist gewissermaßen gewöhnlich und unspektakulär.

Die Dimension der Ignoranz jedoch ist das außerordentlich Besondere und es bedarf eine bedeutende Anstrengung in diesem Zustand zu verharren. Es scheint als ob wir Menschen unser Leben so lange mühselig auf Zehenspitzen tippelnd umherirrend verbringen, bis uns vielleicht mal auffällt, dass man auch einfach gehen kann. Entspannt. Entkontrahiert.

Die Dimension des Erkennens ist Ausdruck des Lebens in menschlicher Form, gekennzeichnet durch Hingabe, Harmonie und natürlicher Intelligenz. Sie ist ein Einfließen in Ausdrucksform der vibrierenden Lebendigkeit jenseits von Bedingtheit. Sie ist die formgewebte unpersönliche Lichtgestalt der einen anfangslosen ungeschaffenen Liebe.

Ein Zusammentreffen hier bedeutet also, dass sich einfach die gewöhnlichsten Menschen treffen. Frei von der Last jemand sein zu müssen, kann die schmale Brücke des bürdenlosen Lebens leichten Fußes überquert werden.

Nun da du hier bist, siehst du, dass deine Fragen nur Teil des Zehenspitzentanzes auf dem Parkett der Ignoranz gewesen sind. Ein Tanz der Formen, scheinbar fester Wesen, in der Aufführung eines Theaterstückes mit dem Titel:

„Ich, mein Leben und wie schwierig alles war, ist und sein wird.“

Leuchtende Potenzialität kann sich eben auch, im funkelnden Kleid der menschlichen Form, als Vergessen erheben.
Tanzend, klagend, fordernd und vergehend.

So kann vielleicht gesagt werden, dass Verstrickt-Sein an sich die Wahrnehmungsperspektive eines Tänzers ist, der vergessen hat, dass durch ihn nur eine Rolle gespielt wird, in einem Theaterstückes Namens Leben. Und so ist da immer die Sehnsucht nach dem ersten Preis, der Anerkennung, des Beifalls und die Kapelle des Begehrens spielt dazu die süße Melodie der Vergessenheit.

Sicher, es scheint so bedeutungsvoll die Herausforderungen dieser Welt zu bezwingen. Doch wenn die Zeit gekommen ist, wird selbst die Asche des erfolgreichsten Bezwingers, mit dem Staub der anderen ehemals sich bedeutungsvoll fühlenden Menschen, einfach den Fluss hinunter in den Ozean der Wesenslosigkeit gespült werden und sich auflösend in den Tiefen der Unendlichkeit versinken.

Spurlos, vergessen, ewig ungekannt.
Zu spät.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden, dass alle Verwicklungen, alles Ablehnen und Greifen, alle Hoffnungen und Wünsche, alle Ängste und Sehnsüchte nur der vibrierende Ausdruck der einen Lebendigkeit ist, die sich, durch diese Form die einen Namen bekommen hat, in die Welt ergießt.

Unablässig, leuchtend, betörend und in sich bedeutungslos.

Nun da du es selber siehst, kann erkannt werden was sich jenseits des Bekannten an Unbeschreiblichem manifestieren kann, wenn der Tänzer schon vor dem letzten Lied gehen kann.

Nun da du es selber siehst, erhebt sich jedoch die Frage, ob du von der Süße der Verstrickung lassen kannst.

Vielleicht ist das die einzige Frage, die in diesem scheinbaren Leben entscheidend ist.

Bedenke klug die Antwort.
Denn es kann tatsächlich geschehen, dass Verstrickungen nur noch als das erscheinen können, was sie schon immer sind, Ereignisse die einfach geschehen. Das Ende der Verstrickungen bedeutet dann also auch, dass der Verstricker hinein schmilzt in dieses ewig Unbekannte.

Bedenke klug!
Denn mein Freund, dann ist der Tanz von Bedeutung endgültig aus. Dann fallen alle Schleier der Hoffnung auf Etwas für immer und dann fällst auch du.

Deine Frage ist also die Frage nach
Freiheit vom Verstrickt-Sein-Müssen.

Tatsächlich ist es die Frage nach Freiheit vom Vergessen-Müssen.

Letztlich jedoch ist es die Frage nach
Freiheit vom Mensch-Sein-Müssen.

Wie also wird die Antwort sein?

Das Lächeln des Buddhas

März 21, 2012 - Kommentare deaktiviert für Das Lächeln des Buddhas

Das Lächeln des Buddhas

Die Aufgeregtheit aus dem Nichts
verschmolzen wieder mit dem Licht
löst sich jetzt auf im klaren Blick
und scheint nun durch Versunkenheit
als leuchtend Stille

Ungetrübt erscheint die Wahrheit
im Spiel der Phänomene
und die Beschreibung Dessen
leuchtet bunt
als freie Ornamente der protzigen Geschwätzigkeit

Im einfach Dies was ewig Ist
küsst Freude still das Herz
und bedingungslose Liebe fließt
als glitzernd Träne
aus dem Ozean vibrierender Lebendigkeit

Staunend Lippen küssen ehrfurchtsvoll
den leuchtend Sternenstaub im Schoß des ewig Einem
und im funkelnd Spiegel
reflektieren Regenbogenlichter wie ein Tanz
den zeitlos Schein

In stillem Lächeln erscheint nun diese kurze Existenz
als reine Unschuld dieser Liebe ungeboren
und in Ewigkeit zeigt Buddhas Lächeln
in Stille nur die anfangslose Quelle
einfach Wahrheit allen Seins

Muss ich das Ego loswerden um Stille zu finden?Teil 3

März 15, 2012 - Kommentare deaktiviert für Muss ich das Ego loswerden um Stille zu finden?Teil 3

Fragen eines Freundes

11.01.2012

Muss ich das Ego loswerden um die Stille zu finden? Teil 1

Ist das Ego schuld an dieser kranken Welt? Teil 2

Ich fühle mich innerlich so zerrissen. Was soll ich tun um endlich Ruhe zu haben?

Teil 3

Wenn du einem fühlendem Wesen, nehmen wir einfach mal einen Menschen, in die Augen schaust, was siehst du?

Kannst du in dieser Dimension der Tiefe die Unendlichkeit der Stille, die absichtslose Liebe, die Manifestation der bedingungslosen Hingabe sehen? Oder spiegelt sich an der Oberfläche nur dein Abbild wieder? Ein Abbild von Zerrissenheit und Angst, verzweifelter Suche nach Ruhe und Sicherheit.

Wieso nimmst du eigentlich an, dass diese Zerrissenheit in dir sein könnte? Vielleicht weil du es irgendwo gelesen hast, oder es jemand gesagt hat und du sprichst es nun einfach ungeprüft nach? Oder weil es bequem ist Vorstellungen, Konzepte, Glaubenssätze und Behauptungen zu übernehmen und zu wiederholen? Seltsam, sonst zweifelst du an allem. Doch dieses Konzept nun übernimmst du einfach ungeprüft und nur allzu bereitwillig. Es wird vielleicht noch so weit kommen, dass du behauptest die Zerrissenheit zu sein und wir müssen auch noch ein Gespräch darüber führen, dass du offensichtlich nur der Ausdruck der anfangslosen Ganzheit sein kannst, jenseits von Ursache und Wirkung.

Lass das doch einfach gehen und entspann dich. Es kann dir keine Ganzheit geschenkt, verliehen oder erweckt werden. Deine Zerrissenheit ist eine Illusion, möglicherweise eine schmerzhafte, aber eben eine Täuschung. Ganzheit ist Realität. Die Suche nach Ganzheit, das Weglaufen von dem Gefühl der Zerrissenheit wird das Leid nicht beenden. Es wird die Täuschung nicht beenden, da du, erst durch die Suche nach Ganzheit, der Täuschung der Zerrissenheit einen gewissen Wert gibst.

Wenn der innige verzweifelte Wunsch besteht Ganzheit zu erfahren, so schau doch deine Zerrissenheit genau an. Schau genau hin und forsche nach was sich da so zerrissen fühlt. Diese Forschung kann niemand für dich machen, es ist deine Aufgabe. Dafür brauchst du keinen anderen Menschen. Deine inhärente Qualität ist völlig ausreichend und du musst nur aufrichtig sein, das zu akzeptieren was bei deiner Forschung zu tage kommt. Hier kannst du deinen Verstand einsetzen, deine Klugheit, deinen Willen und deine Entschlossenheit dein Leiden zu beenden.

Wird wirklich aufrichtig mit einem Forschergeist geforscht, wird nicht auf vorgefertigte Antworten zurückgegriffen, wird nicht vor dem Schmerz zurückgewichen, wird nicht vor der Liebe geflüchtet, ja dann kann da etwas geschehen das bisher nicht vorstellbar war.

Vielleicht findest du dann keine Worte um es auszudrücken, doch das ist völlig in Ordnung.
Vielleicht kommen ungeahnte Erfahrungen, auch das ist völlig in Ordnung.
Bleib ganz ruhig und greif nach nichts, was da auch immer in deiner Wahrnehmung erscheinen mag.

Da ist vielleicht nur eine stille leuchtende offene klare geistige Verfassung, die in sich ruht.
Gut.
Jetzt ruht der Verstand, und das ist auch völlig in Ordnung.

Doch keine Angst, der Verstand geht nicht weg, genau so wenig wie das Hören verschwindet oder die Fähigkeit des Riechens, Fühlens und Sehens.
Doch die Sinne können, befreit für einen Augenblick, wirklich frei wahrnehmen und das Wahrgenommene muss nicht durch den Filter von Konzepten und Verstandesarbeit durchgezogen werden.
Welch eine Last fällt da von den Schultern des Verstandes, entledigt von einer Aufgabe die viel zu groß für ihn ist, kann er in sich ruhen, wenn er nicht gebraucht wird.

Hier fällt jedes Gefühl von der Illusion der Zerrissenheit formlos in sich zusammen und es kann gesehen werden, dass Illusion einfach nur ein Nicht-Erkennen ist.

Erkennen zerstört jede Illusion und das Erkennen der Ganzheit, die du schon immer bist, vertreibt jeden Nebel der Täuschung.

Was bleibt ist ein einfaches nacktes Leben, wirklich recht simpel. Entspannt, ruhig, wahrnehmend, unterscheidungsfähig, unaufgeregt und aus sich heraus wissend.

In gewisser Hinsicht erscheint so ein Leben einfacher als das gewohnte Leben durch ein Selbst, unspektakulärer eben.

Es ist nüchtern und klar, doch scheinbar kann so die volle Ladung der Liebe, die durch die Form aufscheint, erlebt werden, ohne das Form sofort verglüht.

Das Selbst ist tatsächlich die einzige Verteidigungslinie vor dem bedingungslosen Aufglühen dieser unfassbaren Wahrnehmung, doch der Preis ist verflucht hoch dafür.

So schau doch in dir nach, ob du bereit bist den Preis noch zu bezahlen.
Wenn ja, ist es völlig in Ordnung.

Doch wenn du fühlst, für dein sogenanntes Leben genug bezahlt zu haben, dann musst du dich darauf einstellen, dass Freiheit völlig kostenlos ist.

Das wird vielleicht ein Schock sein.

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Was ist mit dem Tod? Was bleibt, was geht?

März 6, 2012 - 4 Antworten

Fragen eines Freundes

02.03.2012

Was ist mit dem Tod? Was bleibt, was geht? Was ist denn nun Leben und was ist nun Tod?

Ich lag gestern im Bett und hatte so eine dieser Angstattacken die man (ich) so manchmal hat. Ich war gerade bei so einer Stelle in einem Buch in der stand:

“Es muss dunkler sein als dunkel, denn jemand, der diese Dunkelheit hätte wahrnehmen können, ist nicht da. Es ist das pure Nichts. Unvorstellbar.”

Dann hab ich Panik bekommen… es hat eine Stunde gedauert bis ich wieder normal denken konnte und die Angst nachließ.

 Also, was ist Tod?

 

Vielleicht fragen wir erst einmal warum diese Frage gestellt wird.
Was ist die Motivation?
Ist es die Suche nach ewiger Beständigkeit?
Ist es ein Greifen nach Dauerhaftigkeit, nach einem persönlichen Leben der Unzerstörbarkeit?

Wenn diese Motivation die Grundlage für deine Frage ist, besteht keine Hoffnung auf ein wahrhaftiges Gespräch. Dann besteht keine Chance, dass sich Wahrheit manifestiert. Denn dann fordern wir von der Wahrheit etwas. Wir bestehen also auf ein messbares Ergebnis und wir zerschlagen die Wahrheit in kleine Stücke und untersuchen sie mit unserem Verstand und unserem Denken. Dabei kommt nichts heraus, außer noch mehr Angst. Denn auch zerlegt macht die Wahrheit keinen Sinn für unseren Verstand.

Doch der Verstand kann nichts dafür. Er ist schuldlos, denn es ist seine Natur die Dinge auf diese Art und Weise zu untersuchen, Objekte zu zerlegen, zu analysieren, zu wiegen und zu messen. Es sollte klar sein, dass die Wahrheit dich so nicht erreichen kann. Der Verstand ist nicht das geeignete Instrument der Wahrheit zu begegnen. Wahrheit ist nicht die Summe ihrer Teile, sondern das unteilbare Eine offenbart sich anfangslos als Wahrheit. Es ist also nicht zu erfassen, zu messen, zu vergleichen, aber es kann gesehen werden in seiner Ganzheit. Die Intelligenz, die wir wirklich sind, ist das Sehen Dessen als Gesamtheit. Falls es möglich ist die Hoffnung auf das Verstehen nur für diesen Moment ruhen zu lassen, kann die Antwort ein Fingerzeig, ein Hinweis auf die Wahrheit sein. Möglicherweise bist du so für Wahrheit zu erreichen und durch dich sieht sich die Wahrheit plötzlich unvermittelt selbst.

Weniger ist nicht genug, doch mehr ist nicht nötig.

Die grundlose Forschung ohne Greifen nach Resultaten, das tiefe Eintauchen in Stille, das Stillstehen des Verstandes durch Abwesenheit des Denken-Müssens, ist das fraglose Sehen aller Antworten. So geschieht das mühelose Aufgedeckt-Sein aller Geheimnisse durch sich selbst. Und so wird auch gesehen, dass Verstehen an sich bedeutungslos bleibt, da es nicht über sich hinaus reichen kann.

Also tauchen wir tief nach Wahrheit. Wir tauchen ohne das Beatmungsgerät der fragenden Person, ohne das Denken-müssen. Wir zerlegen nichts, wir analysieren nichts, kein Ablehnen und kein Annehmen. Wir schauen fraglos auf das Unfassbare und in diesem fraglosen Geist erscheint Staunen. Doch auch dieses Staunen bleibt unberührt. So sinken wir still dem Grund von Allem entgegen und im Sehen Dessen erscheint unermessliche Tiefe, bewegungslos, zeitlos, ewig. So ist diese Forschung nach dem Tod nur ein winziger Wirbel, eine ursachlose Bewegung der unendlichen raumlosen Unbewegtheit. So erscheint Dies in Unbewegtheit, leuchtend, klar, intelligent, als Bewegung in sich selbst.

Leuchtende ungeschaffene Unbewegtheit weist keine Qualitäten auf, auch nicht die Qualität des Todes oder des Lebens. Ursachlos als Bewegung manifest, kann es in sich auch wieder ursachlos ruhen. Doch auch das ist kein Tod. Einfach Bewegung bewegt und Bewegung ruhend, absolute Intelligenz. Unendliche Quelle seiner selbst. Bewegung der Lebendigkeit, unsterblich jenseits von Form und ungeboren jenseits von Formlosigkeit.

Manifestationen des einen Klangs, der die Qualität der Lichtheit offenbart. Lichtheit strahlend, scheinend, verwebend zu formlosen Lichtuniversen, lebendig pulsierend, auflodernd, ineinander verschlungen und in sich verwindend erscheint der Dimensionssturz in Festigkeit. So also IST der Sturz in Form, in Verdichtung des Lichts zu Schatten der Erscheinungen. Du erscheinst in Form und damit erscheint das Vergessen der Unsterblichkeit. Unsterblich da DU nie geboren werden konntest.

Da DU schon immer ursachlos bist, kannst DU nur erscheinen.

Das Vergessen was Du wirklich bist, dieses Sich- Nicht-Erinnern, ist Angst. Und Angst,verdichtet zur persönlichen Existenz, klammert sich an einen Namen und einer persönlichen Geschichte.

Der Name wird vergehen, die persönliche Geschichte wird vergessen, sowieso sind es nur Buchstaben mit Rauch in den Nachthimmel geschrieben. Das alles wird sterben, vergehen und ausgelöscht. Andere Namen und Geschichten kommen und verlöschen wieder. Eine Sternschnuppe der Form am Himmel der Formenwelt kurz auflodernd und verglühen. Die verdichtete Lichtheit als scheinbar feste Form zerfällt unweigerlich zu dem was es schon immer IST, zu Elementen der Ewigkeit, um sich aufs Neue zu Form zu verdichten.

Um zu sehen was bleibt und was geht, muss gesehen werden was IST. Du bist Dies als Vergessenheit des So-Seins, in sich unsterblich, da ungeboren. Die Vergessenheit Deiner wahren Natur erzeugt den Glauben an die Sterblichkeit der Lebendigkeit.

Du hältst dich für den Körper in der Erscheinungswelt.
Du hältst dich für den Namen, den du von anderen Vergessenen bekommen hast.
Du hältst dich für die persönlichen Geschichten, die sich durch dich ereignet haben sollen.

So hältst du dich für real in diesem Traum aus dünner Energie, die sich durch deine Augen auf die Leinwand der Unendlichkeit als ein Leben projiziert.

Das alles wird verlöschen und in unserer Unwissenheit nennen wir das Tod, da wir gleichzeitig in unserer Ignoranz darauf bestehen, diese aufscheinende Existenzform als mein Leben zu bezeichnen.

So erscheinen deine Angstattacken auf der Grundlage von Vergessenheit deiner leuchtenden unsterblichen Natur und auf der Basis der unhinterfragten Annahme der endgültigen festen Realität dieser Welt.

So bindet sich die gesamte Wahrnehmung, dieser individuellen Erscheinungsform, an den Glauben der festen Existenz einer Person, mit ihrer Geschichte und ihrem Namen. Und so wird auch diese individuelle Wahrnehmung, mit dem Zerfallen der Form und dem Verglimmen ihrer scheinbar persönlichen Geschichte, erlöschen müssen.

Von allem Inhalt des Glauben-Müssens befreit sinkt Bewusstsein in das ewig ungeborene Unbewegbare zurück, um als Bewegung des inhaltsfreien Bewusstseins erneut als Gefäß für Inhalte zu erscheinen.

Das IST das ewige zeitlose, atemlose Gezeitenspiel des leuchtenden Ozeans der Liebe.

Der Tod in dieser Existenz ist somit nur das Nichterkennen, in einer scheinbaren persönlichen Form als eine Ausprägung der unsterblichen Bewusstheit, durch sich selbst.

Das Leben als eine Person ist somit auch nur das Nichterkennen seiner wahren Natur, in einer scheinbaren persönlichen Form als Ausprägung der unsterblichen Bewusstheit, durch sich selbst.

Doch scheinbar kann es geschehen, dass Wahrnehmung sich von der Fixierung auf die Inhalte lösen kann, bevor der Körper zerfallen muss.

Dann sieht sich leuchtende Bewusstheit selber als individuelles Gefäß, erscheinend in dem großem Leuchten der liebenden Lebendigkeit. Unzerstörbar, da die ewig ungeborene Grundlichtheit des Seins als Alles erscheint.

Somit auch als du, der scheinbar alles vergessen hat und nun um ein Leben zittert, obwohl du das Leben bist.
Doch auch das Erkennen kann erscheinen, da Dies als Alles erscheinen kann.
Unendliche Potenzialität.

Dieses Erkennen lässt das Leben, wie es nun auch erscheinen mag, völlig unberührt und so kann Leben einfach nur erblühen und der Duft der Liebe nimmt durch Dich Gestalt an.

Immer wieder.
Ewig Todlos, Angstlos.
Anfangslose Lebendigkeit.

Atme tief den Duft der Rose im frischen leuchtenden Morgenlicht.
Siehst DU wie sich die Strahlen der Liebe in dem Tautropfen der Nacht spiegeln?

Das bist DU, mein unsterblicher liebster Freund.