Archive for the ‘Fragen eines Freundes’ Category

Warum ist das so?
Juli 9, 2015

Warum ist das so?

Die Frage nach WARUM weist immer darauf hin dass der Mind die Führung hat.

Da ist dieses Verstehen wollen.
Das ist völlig üblich. Es ist die übliche Krücke mit der wir durch das Leben humpeln. Du brauchst sie nicht. Doch das kannst Du selber herausfinden.
Hier erscheint nur die Antwort auf deine Frage.

Leerheit und Potenzialität sind nur zwei Wörter. Sie weisen auf etwas Unausdrückbares hin. Diese beiden Wörter sind ein Hinweis auf das anfangslos Unteilbare.

Wenn wir reden wollen, müssen wir es benennen. Sonst ist ein Gespräch nicht möglich. Wenn du noch glauben musst, dass dieses Benennen die Wirklichkeit beschreibt, bist du im Mind.

Bist du im Mind hörst du nicht zu.

Du bewertest.
Bitte lass das.

Also benennen wir.
Nennen wir doch dieses Unbeschreibbare einfach mal Quelle oder als Wirken der Quelle, die als alles erscheint.

Quelle drückt sich ständig aus. Völlig frei fließt die Quelle als Energie und ohne Hindernisse manifestiert sich so die Potenzialität der Leerheit.

Als Alles. Auch als du.

Die Energie fließt ohne Unterbrechung und somit drückt sich auch Leben ohne Unterbrechung aus.

Die menschliche Manifestation ist ebenso Ausdruck, wie dieses was in der Wahrnehmung derselben erscheint. Es ist hier noch nicht getrennt. Es ist nondual.

Die Inbesitznahme dessen was in der Wahrnehmung erscheint
führt zu dem Gefühl von Hier und Dort.
führt zu dem Gefühl von einem Außen und Innen.
führt zu dem Gefühl eines Wahrnehmenden und zu etwas Wahrgenommenem.

Der Mind spielt sein Spiel. Er analysiert und interpretiert.

Dualität.

Aus dem Gefühl wird ein Gedanke.
Aus dem Gedanke wird ein Fakt.
Aus dem Fakt wird die Welt.

Es entsteht Ich und Du.
Das Gefühl des Verlangens und des Ablehnens hält es am leben.

Es erscheint
ein separiertes Leben.
ein separiertes Sterben.

Scheinbar.

Der Mind spielt nur.
Es ist ein Kind.
Lächle und geh einfach weiter.

Deine Frage war: Warum ist das so?
Die Antwort ist einfach.
Weil es möglich ist.

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Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?
November 10, 2012

Fragen eines Freundes

28.10.2012

Was bedeutet es das Ego zu verlieren? Und wenn dieses Verlieren tatsächlich geschieht, was ist dann?

Ein ganz normales menschliches Verhaltensmuster scheint es zu sein sich abzusichern. Immer wird gefragt, was wird dann sein, statt zu schauen was jetzt ist. Das Später scheint eine ungleich größere Attraktivität auszulösen als das Jetzt.

Vielleicht ist es leichter über eine ungewisse Zukunft zu spekulieren, als in dem was jetzt ist, dem zu begegnen was wir wirklich sind. Es ist aber genau so offensichtlich, dass wir dem, was tatsächlich ist, nicht entgehen können, denn es ist die einzige Dimension in dem diese Existenz möglich ist.

Es ist quasi die Erscheinung der Existenz selbst, durch den diese Dimension erst erscheinen kann. Es ist die Reflektion selbst, durch die die unbedingte Potenzialität der Reflektionfähigkeit des Spiegels sichtbar wird. Mit der Reflektion manifestiert sich die unbedingte Reflektionsfähigkeit, sonst ist dort nur unmanifeste Potentialität zur Reflexion, also absolute Leerheit.

Das Konzept von Leerheit ist sicher einer der größten Missverständnisse, sobald sich mit den Begrifflichkeiten, die die spirituelle Suche mit sich bringt, auseinander gesetzt werden muss.

Auf was dieses Konzept von Leerheit hinweist ist sofort sonnenklar, wenn Verstehen wegfallen darf und nur Sehen bleibt. Allerdings bleibt dann nur Sehen durch niemand, andernfalls bleibt es nur ein intellektuelles Spekulieren durch Jemand, der ein Niemand sein möchte.

Was bedeutet hier >wenn Verstehen wegfallen darf<?

Hier bedeutet es jenseits von Hoffnung, Spekulation oder Fantastereien dem zu begegnen, in dem Dies, was wir gewöhnlich für Realität halten müssen, erscheinen kann.

Es ist hier schon sehr oft darauf hingewiesen worden, dass Dies was erscheint und Dies in dem es erscheint, sowie Dies, dass das Erscheinen wahrnimmt, das Selbe ist.

Es ist Eins.

Es konnte nie Zwei sein, also ist es tatsächlich sogar jenseits von Einheit.

Wenn darüber gesprochen werden soll, was es bedeuten könnte Ego zu verlieren, muss erst darüber gesprochen werden, was es bedeuten könnte Ego zu besitzen.

Wenn wir irgendeinen Menschen, zum Beispiel diesen dort drüben auf dem Stuhl, der gerade aus der Kaffeetasse trinkt, wenn wir diesen Menschen bitten würden uns sein Ego zu zeigen, bekämen wir letztlich zu erfahren, dass er es uns nicht zeigen könnte. Das ist so offensichtlich, dass uns das ständig entgeht.

Es ist genauso offensichtlich und wahrscheinlich, dass wir den kürzesten Weg in die Psychiatrie erfahren würden.

Es kann uns also geschehen in dieser Gesellschaft, die ja so offensichtlich außerordentlich auf materielle Objekte und die feste Realität, die aus Objekte gebildet zu sein scheint, fixiert ist, dass wir erfahren müssen, dass die Basis für das scheinbare persönliche Erleben dieser scheinbaren festen Wirklichkeit eine unhinterfragte Annahme ist. Ein scheinbar unantastbares Glaubensedikt über eine scheinbar feste Wirklichkeit und ein unabhängiges Zentrum aus dem die Wahrnehmung derselben zu geschehen scheint.

Das Leben so zu erfahren scheint ungemein sicher und praktisch, aber es ist letztlich auf der gleichen Ebene angesiedelt wie der Glaube an Nikolaus, an Gott, an eine dauerhafte romantische Ehe, an ein besseres Leben durch vegane Ernährung oder an Erleuchtung durch Zölibat.

Die gesamte Basis ist letztlich die Annahme oder das Glaube-müssen an die Existenz einer unabhängigen getrennten Person. Dort die Realität, hier die Person, die diese Realität erlebt. Hier der Mensch, dort das Leid, dem es aus dem Weg zu gehen gilt. Hier die Person, dort das Glück, das es zu fangen gilt.

Es sieht also so aus, als ob die gesamte Erfahrung der scheinbar separierten Existenz, nur auf das Glauben-müssen an ein Zentrum des eigenständigen unabhängigen Selbst, als die Grundlage für den Ausdruck des uns bekannten menschlichen Lebens basiert.

Ist das nicht seltsam, die Glaubensreligion des Egos als die entscheidende Basis zu feiern, damit darauf die Tatsache eines separierten, von allem getrennten Lebens begründet werden kann? Ein Leben welches wiederum voller Leid und Verzweiflung zu sein scheint, weil es unter dieser Prämisse tatsächlich als separiert empfunden werden muss?

In dieser Frage, die hier gestellt wurde, ist dieser Wahnsinn genauso offensichtlich zu sehen.

Denn es wird ja gefragt, was es bedeutet das Ego zu verlieren, ohne zu hinterfragen ob so etwas wie ein Ego überhaupt existieren kann.

Meinst du also mit Ego-verlieren, wie man einen Schlüsselanhänger verlieren kann, oder eine Socke, die man nach dem Waschen einfach nicht mehr wiederfinden kann?

Nur mal angenommen, da wäre so etwas wie ein Ego, dann wärest doch du etwas das ein Ego besitzen kann. Also wenn du dieses etwas sein willst, das dieses dort besitzt, was bist du dann? Denn das Ego kannst du, nach deiner eigenen Definition, dann nicht sein.

Also nur mal angenommen, das Ego könnte wegfallen und denn du bist ja somit nicht das Ego, was würde dann bleiben?

Was bist du?

Kannst du das beschreiben?

Du kannst es nicht. Übrigens niemand kann es. Nun kann gesehen werden wie dort bei dem Fragesteller der Gedanke an Flucht erscheint.

Diese Flucht ist das gewöhnlichste Verhaltensmuster auf diesem Planeten. Es kommt unmittelbar hinter der unhinterfragten Annahme ein separates Leben zu besitzen.

Du kannst kein Leben haben, da du schon Ausdruck der Lebendigkeit bist.

Da erscheint Lebendigkeit als ein perfektes menschliches Muster in sich selbst und betrachtet die Perfektion durch dieses Muster, denn etwas anders als Perfektion ist einfach nicht möglich.

Da erscheint die perfekte Flucht vor der Wahrheit, in jeder beliebigen Form. Bis die perfekte Flucht schließlich endet und dann muss gesehen werden, das Wahrheit immer ist.

Jedem menschlichen Wesen ist es einfach nicht möglich die Wahrheit nicht-zu-wissen. Wir sind wie Betrunkene, die immer wieder nach dem Weg nach Hause fragen, weil es so scheint als ob wir uns verirrt haben. So muss immer wieder nach Wahrheit gefragt werden.

Doch Wahrheit kann nicht abwesend sein, dass ist nicht möglich. Wahrheit kann immer nur übersehen werden und das ist die perfekte Tragödie, die auf diesen Planeten zu geschehen scheint.

Diese Flucht wird von uns Menschen in einer Perfektion zelebriert, die sicher seinesgleichen sucht. Flucht kann letztlich sogar die Form der spirituellen Suche annehmen, die die Suche nach Wahrheit zu sein scheint.

Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter ein cleveres System der Vermeidung, dem nie Verlorengegangenen zu begegnen. Es ist die ultimative Chance dem flüchtigen Gefühl von unabhängiger Existenz eine spirituelle Basis zu verschaffen.

Hier wird nicht gesagt das spirituelle Suche nichts wert ist, dass ist überhaupt nicht gemeint. Es ist eine willkommene und aufregende Unterhaltung in der Tristesse des alltäglichen Lebens.

Die Jagd nach Befreiung und spirituellen Erfahrungen gehören zu den höchsten Kicks, die in dieser Dimension erlebt werden können. Gleich danach kommen Völlerei, der Wunsch nach ausschweifender Promiskuität, der Mitgliedschaft in einem elitären Klub oder das Greifen nach einem Job in der Chefetage eines Weltkonzerns.

Wenn die Suche endet, kann gesehen werden, dass das alles nur Stories sind. All das hat mit Freiheit nichts zu tun.

Allerdings kann in Freiheit auch all das auftauchen, außer der spirituellen Suche.

Wird Freiheit tatsächlich erfahren, ist die spirituelle Suche nach Befreiung sofort beendet. Das ist ein Indikator für unzusammengesetze Wahrheit, Klarheit und wirklichem Wissen, Wissen jenseits von dem was gewusst-wird.

Das Enden von Suche hat nichts damit zu tun, dass Suche vermieden wird. Das wäre nur ein mentales Konzept, die auf Angst vor dem Finden beruht.

Das wirkliche Enden von Suche ist bedingungslos und kommt so gnadenlos unvermittelt wie der Tod. Tatsächlich ist es der Tod, während der Körper noch bleibt und durch ihn wahrgenommen wird. Es wird die bedingungslose Wahrheit wahrgenommen, es wird wahrgenommen was IST.

IST kann nicht beschrieben werden, es IST einfach ALLES.

Es kann nicht beschrieben werden, es kann allerdings erfahren werden.

Bis auch das geht.

Da Du noch zuhörst oder zumindest immer noch anwesend bist, ist deine Verzweiflung, dich scheinbar mit einer persönlichen Existenz abplagen zu müssen, offensichtlich größer als die Furcht vor der Wahrheit.

Denn eins sollte klar sein, die Wahrheit wird das, was du jetzt glauben-musst-zu-sein, tatsächlich auslöschen. Entweder jetzt beim lebendigen Leib oder wenn die Zeit des Körpers vorbei ist und er in seine Elemente zerfällt.

Da Du immer noch da bist, obwohl du am ganzen Körper zitterst und du auf eine Antwort bestehst, wird also eine Antwort erscheinen.

Höre!

Das was unhinterfragt als Ego, ich oder manchmal auch als Selbst angenommen wird, ist nicht mehr als die Wirkung einer gefühlten energetischen Kontraktion.

Dieses kontrahierende Gefühl kann in der Mitte des Körpers gespürt werden. Oft übersehen wir es, da wir Kontraktion für einen natürlichen Zustand halten.

Diese energetische Kontraktion fällt entweder weg oder nicht weg. Da die scheinbare Person in Ergebnis der Kontraktion erscheint, kann die Person auch nichts dazu beitragen die Kontraktion zu überwinden.

Spätestens wenn sich Bewusstsein auch als Körper auflöst, verschwindet Kontraktion. Dieser Moment wird gewöhnlicherweise als Zeitpunkt des Todes bezeichnet.

Es besteht die Potenzialität in der menschlichen Dimension, dass Kontraktion verschwindet, während das Muster des menschlichen Körpers noch aktiv ist.

Damit verschwindet auch das persönliche Erleben der sogenannten Realität und durch das Muster, das wir Mensch nennen, formt sich ein unpersönliches Erleben dessen aus was IST.

Das endgültige Verschwinden der Kontraktion ist ein absoluter unabweisbarer Schock. Es ist der ultimative Aufprall. Es ist die Entformung einer vermeintlichen Persönlichkeit.

Kommt Kontraktion nicht zurück, entfaltet sich endgültige Befreiung und Lebendigkeit manifestiert sich als ein unpersönliches Leben.

Was bleibt ist nichts und somit erzeugt die Freisetzung der überschüssigen Energie die Ekstase des Erfahrens von Einheit.

Es wird mit einer absoluten Durchdringung und Unabweisbarkeit erfahren, dass Einheit immer ist. Es ist niemand mehr da. Das ist die absolute Wahrheit.

Wenn die Ekstase abklingt und der Falle des Greifens, sogar von niemand, nach dem Wohlgeschmack der Wirkung durch die Erfahrung von Einheit, entgangen werden konnte, dann wird die Erfahrung dieser Existenz als die gewöhnliche Grundlage des unbeschreibaren Mysteriums gelebt.

Wenn dann, durch niemand erkannt wird, dass in der Stille die Erfahrung der Ewigen Wahrheit noch immer erfahren wird, ist unabweisbar und jenseits von intellektuellen Spekulationen klar, dass die Erfahrung der Stille nicht die Stille selbst sein kann, da Stille jenseits von Erfahrungslosigkeit ist.

Wenn jetzt die Falle des Zurückschreckens, vor der Unerfahrbarkeit von IST, nicht zuschnappt, löst sich Dies, was noch erfährt, in dem was noch erfahren wird, auf.

Der Urgrund ist an sich unerfahrbar, doch Urgrund erfährt sich durch Erfahrung. Schließlich fällt auch Erfahrung mit dem was noch erfährt weg und es bleibt der nackte sich erfahrene Urgrund.

Dies geschieht jenseits von allen Ebenen der Möglichkeiten des Verstehens. Das kleinste Konzept des Nicht-Zurückschreckens, das leiseste Konzept über Erfahrungslosigkeit, gleicht hier einem Megabeben.

Hier hat nur Stille bestand, die sich in Stille löst.

Einheit kann nicht mehr erfahren werden, da Einheit jenseits davon anfangslos IST.

Wenn was bleiben würde, müsste es Nicht-Erfahrung benannt werden, denn selbst niemand ist verschwunden. Doch es ist unbenennbar und so bleibt hier nur das Schweigen des Sinns der Worte.

Wenn jetzt das Zurückschrecken vor die Erfahrung des Verschwindens der Erfahrung der absoluten Liebe ausbleibt, steht unbedingte Liebe völlig So-da und Liebe kann nicht mehr erfahren werden, da unbedingte Liebe jenseits davon schon ALLES  IST.

Als letzte potenzielle Bewegung bleibt die Reintegration der Form des Körpers mit seinen Sinnen als IST in IST

Somit ist Unbewegtheit in Form, bis Form sich auflöst.

Zeitlos Unbewegtheit in Bewegung, kommt einfach zur Ruhe und hat sich somit nie bewegt.

Was ist das Mirakel des Erwachens?
September 11, 2012

Fragen eines Freundes

 10.09.2012

Was ist das Mirakel am Erkennen des Formlosen und das Erwachen im Körper?
Wie weiß die Formlosigkeit/Bewusstsein in welchem Körper es erwacht?

Das ist eine ziemlich ungewöhnliche Frage. Es ist doch schon erstaunlich, was wir Menschen alles wissen möchten. Wir suchen immer jenseits, um das Wunder der Existenz zu begreifen, dabei liegt die Antwort genau hier in dieser Welt, quasi vor unserer Nase.

Da die Frage nun mal gestellt wurde, wird auch eine Antwort erscheinen. Ob diese Antwort wirklich die Frage beantworten kann, liegt ausschließlich an der Motivation des Fragestellers. Somit ist jede Frage immer nur der Spiegel für den Fragenden und verweist ausschließlich auf die verborgensten  Grenzen im eigenen Geist. Die Antwort ist nur der Putzlappen, der den Spiegel poliert.

Mehr nicht.

Die reinste Motivation ist, wenn keine Motivation mehr erscheinen muss. Dann kann Wahrheit unvermittelt aufscheinen und es kann gesehen werden, dass die Frage schon immer die Antwort war.

Die Fragen beinhalten einige Formulierungen, die geklärt werden sollten. Da wird das Wort Mirakel verwendet. Oft werden Worte verwendet, die unbewusst etwas ausdrücken, so dass die Quelle des Leidens aufdeckt wird und sichtbar werden kann. Leiden hat immer etwas mit Greifen oder Ablehnung zu tun.

Greifen und Ablehnung liegt der gleiche Impuls zugrunde. Wir fühlen uns nicht vollständig oder unvollkommen. Wir wollen etwas haben, wollen uns also etwas hinzufügen oder wir weisen etwas zurück, das uns, in unserer Vorstellung von uns selbst, als unpassend und störend erscheint.

Beide Bewegungsformen implizieren, dass wir Menschen unvollständig sind und dann wünschen wir uns dieses oder jenes um Vollständigkeit zu erlangen. Oder wir weisen etwas zurück um Vollständigkeit zu behalten. Beides sind Gedankenkonzepte unseres Verstandes und haben nichts mit Wahrheit zu tun.

Kannst du das Muster sehen?

Das ist die Gefangenschaft. Das sind die Gitterstäbe unseres Käfigs.

Das Wort Mirakel bedeutet in der deutschen Sprache Wunder und in einer sehr ursprünglichen Bedeutung des Wortstammes ist der Begriff Wunsch oder wünschen verborgen.

Das Wort Formlosigkeit verweist auf einen Zustand jenseits der Form, jenseits der bekannten und vertrauten Festigkeit des Körpers und damit dieser Welt.

Hier kann darauf hingewiesen werden, dass die Festigkeit dieser Formenwelt nur erfahren wird und somit nicht IST. Erfahrungen können sich ändern. Erfahrungen kommen und gehen, doch sie sind immer ein Hinweis darauf, dass Erfahrung in etwas auftaucht. Dieser Hinweis wird gewöhnlich übersehen, da sich Wahrnehmung an die auftauchende Erfahrung fixiert und den Urgrund, der das Auftauchen ermöglicht, ausblendet.

Wir sind da gewöhnlicher weise nicht besser dran als eine Katze, die mit dem Blick der Schwalbe folgt und dabei den endlos leeren Himmel übersieht.

Es können Erfahrungen auftauchen, die uns völlig andere Visionen, von der uns gewöhnlich vertrauten Beschaffenheit der Welt und den Eigenschaften der Materie vermitteln.

Na und.

Das mag vielleicht spektakulär erscheinen, doch geschieht ein Greifen danach, so wird nur die nächste Runde des Gefangensein eingeläutet. Unser Verstand ist darauf abgerichtet Kopien von Erfahrungen anzulegen und aus diesen Kopien Konzepte abzuleiten. So leben wir gewöhnlicherweise immer aus der Vergangenheit heraus. So stinkt unser gewöhnliches Leben immer nach Verwesung und wir überdecken den Gestank des Todes mit dem Parfüm der sinnentleerten Aktivität.

So simulieren wir also Leben. Wir bauen das Leben nach und bleiben auf der Größe einer Landschaft in Modelleisenbahnabmessungen beschränkt, da uns die Unermesslichkeit und Weite Furcht einjagt.

Die Frage ist doch, kann das alles enden?

Kann sich der Mensch, obwohl er vor Angst vor dem Unbekannten zittern mag, aufrichten und seiner grotesken Kleinmütigkeit und seiner absurden hysterischen Geschäftigkeit, die zur Zerstörung seiner natürlichen Lebensgrundlage führt, direkt ins Auge blicken? Ohne Ausweichen oder Entschuldigungen über seine angebliche Unzulänglichkeit?

Find es heraus, wenn du magst.

Desweiteren wird das Wort Bewusstsein im Zusammenhang mit dem Wort Formlosigkeit verwendet. Vielleicht sollten wir uns erst einmal der Frage nachgehen was Bewusstsein bedeuten könnte.

Also was ist Bewusstsein? Lassen wir all diese bekannten Definitionen beiseite, sie sind jetzt nicht hilfreich, sie sind jetzt totes Wissen.

Schauen wir nur darauf was nun unvermittelt auftaucht, auf was das Wort versucht hinzuweisen.

Wir könnten sagen, dass alles was erscheint Bewusstsein ist. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit, es ist auch Bewusstsein in dem das Alles erscheinen kann. Doch es ist immer noch nicht vollständig geklärt. Es ist auch Bewusstsein das sieht, dass das Alles auftaucht und dass alles in diesem auftaucht.

Also wenn Bewusstsein das Alles ist, ist somit Bewusstsein und Inhalt das Selbe, es ist Eins.

Das könnte bedeuten, dass das menschliche Bewusstsein der Inhalt seiner selbst ist.

Wenn Inhalt und Bewusstsein dasselbe ist, dann ist der Mensch als Inhalt, nichts anders als Bewusstsein selbst. Inhalt ist alles was hier aufscheint und drückt somit Menschsein aus.

Somit kann Bewusstsein nicht in einem Körper erwachen, wie es die Frage vermuten lässt, sondern Bewusstsein erscheint als Körper. Die Frage, die dazu erschienen ist, ist ebenfalls Inhalt und somit Bewusstsein.

Das Gefühl, das erscheinen kann, wenn Morgens der Körper erwacht und die Frage darüber wie das überhaupt möglich ist, ist das Nicht-Bemerken das Bewusstsein als Körper erscheint.

Wenn der Geist ganz ruhig ist und wach, kann es geschehen, dass gesehen wird, dass Körper morgens erscheint und mit diesem Erscheinen die gesamte Vision der Welt. Dann kann auch ein Gedanke erscheinen, wie es möglich ist, dass Bewusstsein in diesen speziellen Körper erwacht. Doch das ist alles immer Bewusstsein als beliebiger Inhalt und somit als beliege Form und somit auch als beliebige Formlosigkeit.

Wenn schon einige Erfahrungen mit der Natur des Geistes aufgetaucht sind, wenn Wahrheit schon gesehen wurde, dann taucht manchmal ein Konzept auf, das als die Flucht in die Formlosigkeit genannt werden kann.

Es ist tatsächliche eine mühselige Angelegenheit als Körper mit seinen Limitationen, Krankheiten und Schwächen zu existieren. Der Schwung der Wahrnehmungsfixierung geht sehr tief, Gefangenschaft in Materie kann sehr schmerzhaft sein. Auch das Sehen des Traumes beendet nicht unbedingt die Bindung, die Fixierung. Doch die Flucht in Formlosigkeit ist immer noch Gefangenschaft, da sie als Pendant zur Form an sich existieren muss.

Die wahre Frage lautet doch, kann Bewusstsein völlig inhaltsfrei sein und das obwohl diese Frage im Widerspruch zu der Aussage zu stehen scheint, dass menschliches Bewusstsein gleichbedeutend mit dem erscheinenden Inhalt ist?

Kann also Bewusstsein bestehen obwohl sich kein Inhalt ausdrückt?

Verstehst du die Dimension dieser Frage?

Kann Bewusstsein frei von menschlichen Inhalten oder frei von jeglichen Inhalten, völlig unberührt von jeglicher Bewegung bestehen, ohne dass Wahrnehmung zusammen bricht?

Hier wird gesagt, dass das möglich ist.

Doch was bedeutet das für den Fragesteller?

TEIL 2 Was hat es mit den Praktiken, Übungen und Methoden der traditionellen Religionen auf sich? Was hat es zum Beispiel mit „The Secret“ auf sich und was kann ich damit erreichen?
September 9, 2012

Fragen eines Freundes

25.08.2012 Teil 2          mit Teil 1 beginnen

 Was hat es mit diesen New Age Bewegungen wie zum Beispiel „The Secret“ oder „Bestellungen beim Universum“ auf sich? Funktioniert das überhaupt?

Und in dem Zusammenhang ist die Frage ebenfalls, was hat es mit den Praktiken und Übungen der traditionellen Religionen auf sich? Was soll mit diesen Übungen überhaupt erreicht werden und was kann ich damit wirklich erreichen?

Und wenn du alle diese Fragen beantwortest, woher soll ich wissen, dass du nicht lauter Unsinn erzählst? Woher willst du selber wissen, dass das die Wahrheit ist und du nicht einfach verrückt bist?

Furcht ist die grundlegendste Erfahrung von uns Menschen. Furcht ist über alle Kulturen und Gesellschaftformen dieser Welt die beherrschende Basis, es ist die Quelle jeglicher persönlichen Reaktion. Furcht taucht sofort mit Ignoranz und Unwissenheit auf. Furcht ist nicht Produkt oder Ergebnis, sondern Furcht ist der erlebbare, fühlbare Ausdruck von Unwissenheit und Ignoranz.

Furcht ist somit die Basis auf die der Denker erscheinen kann, der dann, als Ergebniss des Vorganges des Denkens, zu erfahren hat, dass er die Ursache all dieser Entsetzlichkeiten, die auf dieser Welt geschehen, sein soll.

Das alles uninhinterfragt akzeptieren zu müssen, ist Unwissenheit. Die durchscheinende Wahrheit nicht zu sehen, dass der Denker, die scheinbare Person, nur ein mögliches Ergebniss ist und sich eher als ein wages Gefühl einer persönlichen Identität etabliert hat, ist Ignoranz.

Muss der Denker endlich nicht mehr erscheinen, verschwindet die Furcht vor der Nichtexistenz. Tatsächlich erscheint dann die Wahrheit, dass nur Existenz ist und zwar manifest oder unmanifest.

Doch muss Denker erscheinen, muss das Gefühl einer persönlichen, unabhängigen Existenz weiter erscheinen, so erscheint auch Furcht und der Mensch fürchtet sich in einer erbarmungslosen Vision der Welt, die durch das Augenlicht zu fließen scheint.

Es ist sicher nicht nötig tiefer auf die Grausamkeiten, die mit uns Menschen auftauchen können, einzugehen. Diese Grausamkeit und die dumpfe Empfindungslosigkeit, die sich durch die menschlichen Wesen gegen alle lebendigen und unbelebten Strukturen richten kann, kann ein entsetzliches Ausmaß annehmen. Besonders gegen die eigene Spezies wird oft mit einer perfiden Raffinesse vorgegangen.

Doch das Höchstmaß der Zerstörungskraft richtet die Person gegen sich selbst. Es sieht aus wie eine Hassliebe, die einerseits möchte dass das alles endet und andererseits alles dafür zu tun scheint, dass alles so endlos weiter gehen kann. Diese Zerrissenheit, dieser Wahnsinn, diese Gespaltenheit kann sofort enden, da das alles eine Lüge ist. Eine Lüge der Ignoranz und eine Lüge da nur die Unwissenheit, wie eine Nebeldecke, die Wahrheit zu überdecken scheint.

Die Angst ist, dass wenn Wahrheit gesehen wird, dass dann das persönliche Leben wie eine Kerze im Wind erlöschen würde. Und es ist auch die Wahrheit, das persönliche Leben erlischt tatsächlich, aber nur weil es nie als eigenständige Existenzform bestanden hat.

Doch, das Erlöschen-dürfen der Empfindung ein persönliches Leben zu haben, ersetzt die Lüge des >ich<, durch die Wahrheit des Lebens selbst und die Schwingen der Freiheit fangen sich an, in diesem individuellen Ausdruck als Mensch, auseinanderzufalten. So stirbst >du< endlich und Leben ist nun möglich.

Das alles ist für die Person höchst befremdlich und die Angst in Wahrheit nicht-zu-sein, verstärkt die vorhandene Furcht zu einer geradezu paranoiden Obsession.

All diese Ungewissheit darüber, ob der nächste Morgen noch erlebt wird, führt zu Ideen und diese wiederrum führen zu Konzepten, die das Leben erst sicherer, anschließend besser und wenn das erreicht ist, schließlich interessanter machen sollen.

Denn das wirklich Verrückte ist doch, wenn irgendwann tatsächlich das Gefühl von Sicherheit eintritt, aus welchem Grund auch immer, kommt sofort das Gefühl von Langeweile und Eintönigkeit auf und irgendetwas interessantes muss her, das dann in der Konsequenz wiederum das Gefühl der Sicherheit in Frage stellen wird. Somit geht die Runde wieder von vorne los.

Kannst du den Wahnsinn darin sehen?

Also, all diese Konzepte führen zu Handlungen, die wiederum Erfahrungen produzieren. Das Greifen nach den Erfahrungen führt zu der Wiederholung der jeweiligen Handlung und somit entstehen Rituale. All das führt zu einer Wahrnehmung, in der das Gefühl entsteht, dass jemand etwas erreicht hat oder erreichen kann.

Dieses Gefühl des Erreichen-können von etwas, unterscheidet sich sehr von dem vertrauten Gefühl der Unsicherheit und des Verloren-seins.

Somit erlangt das Gefühl des Erreichen-könnens eine höhere Priorität und wird weiter und intensiver praktiziert. So errichtet dieses Gefühl Kirchen und Tempel. Gründet religiöse Gemeinschaften oder esoterische Bewegungen. Predigt die Methoden des rechten Weges, räumt mögliche Gegner aus dem Weg und preist die Resultate.

Die Ablehnung dieser entsetzlichen Realität, deren Quelle unser Menschsein zu sein scheint und das Greifen nach dem Paradies oder Nirwana, wo alles besser sein soll, ist nur zu verständlich und doch ist es letztlich die Ursache für die Aufrechterhaltung der Entsetzlichkeit.

Hier wird jetzt nicht auf diesen Mechanismus eingegangen, darüber haben wir schon bei anderen Gelegenheiten öfter gesprochen.

Jetzt geht es darum wieso all diese Praktiken und Methoden funktionieren können und was hier funktionieren überhaupt bedeutet soll.

Funktionieren bedeutet, dass Ergebnisse erscheinen können.

Ja, jetzt bist du sehr erstaunt. Rituale können tatsächlich Ergebnisse produzieren.

Allerdings liegt hier ein riesiges Missverständnis vor, falls der Praktizierende  glaubt, dass >er< durch das Wiederholen von Ritualen etwas erreicht.

Schauen wir doch mal genauer hin was hier wirklich vorgeht.

Kann der Aussage gefolgt werden, dass innerhalb des energetischen Musters, Bewegung erfolgen kann?

Kann der Aussage gefolgt werden, dass Bewegungen Inhalte widerspiegeln können, die als Gedankenform identifiziert werden können?

Kann gesehen werden, dass ein Greifen nach diesen Inhalten Denken erzeugt?

Kann dann der Aussage gefolgt werden, dass mit dem Denken als Bewegung an sich, der Denker, also das Gefühl einer eigenständigen Existenz eintritt?

Kann der Aussage gefolgt werden, dass dieses Gefühl schließlich in einen konzeptuellen Ausdruck mündet, der im Allgemeinen mit>ich< benannt wird?

Und schließlich kann dem gefolgt werden, dass dieses >ich< als Resultat des Denkens selber, den Imperativ in sich fühlen muss, die Ursache aller aufscheinenden Prozesse zu sein?

Kann der Aussage gefolgt werden, dass >ich< als Resultat oder Ergebnis unschuldig ist, aber als Nebenprodukt der energetischen Bewegung höchst überflüssig ist?

Und schließlich, kann der Aussage gefolgt werden, dass die Wahrheit, die aufscheint, zeigt, dass die Bewegung des Lebens, wie es beobachtet werden kann und Dies was beobachtet und Dies in dem das alles auftaucht, das Selbe ist?

Das es Eins ist?

Hier geht es nicht um Zustimmung oder darum jemanden zu überzeugen. Es geht nur um das Folgen dieser Aussagen aus der Stille eines ruhigen Geistes, ohne Zustimmung oder Ablehnung. Es geht darum, dass es gesehen wird.

Alles andere ist absolut wertlos.

Wenn also den Aussagen so gefolgt werden konnte, was ist dort zu sehen?

Ist dort das Muster zu sehen, weit bevor Mensch als Objekt erscheint, obwohl alles zeitlos jetzt ist?

Ein Muster, das offensichtlich das unbegrenzte Potenzial in sich trägt alles zu reflektieren, jeglichen Inhalt zu spiegeln.

Wenn das dort wahrgenommen wird, muss klar gesehen werden, dass die Ergebnisse, die durch Rituale erscheinen können, durch niemanden erzeugt wurden.

Wenn jetzt gesehen werden kann, dass >ich< nach den Ergebnissen als eine Erfahrung greifen muss, dann ist ursachlose Freiheit da.

Wenn nicht, dann musst dort weiter geglaubt werden, dass du dir ein neues Haus oder Partner oder sonst etwas wünscht.

Dort muss solange daran geglaubt werden, bis das endlich enden darf.

Wenn du schon praktizieren musst, warum wünscht du dir nicht dass das endlich endet?

Also, was erscheint jetzt?

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TEIL 1 Was hat es mit den Praktiken, Übungen und Methoden der traditionellen Religionen auf sich? Was hat es zum Beispiel mit „The Secret“ auf sich und was kann ich damit erreichen?
August 26, 2012

Fragen eines Freundes

25.08.2012 Teil 1

Was hat es mit diesen New Age Bewegungen wie zum Beispiel „The Secret“ oder „Bestellungen beim Universum“ auf sich? Funktioniert das überhaupt?

Und in dem Zusammenhang ist die Frage ebenfalls, was hat es mit den Praktiken und Übungen der traditionellen Religionen auf sich? Was soll mit diesen Übungen überhaupt erreicht werden und was kann ich damit wirklich erreichen?

Und wenn du alle diese Fragen beantwortest, woher soll ich wissen, dass du nicht lauter Unsinn erzählst? Woher willst du selber wissen, dass das die Wahrheit ist und du nicht einfach verrückt bist?

 

Das ist insgesamt eine komplexe Fragestellung. Allerdings hat diese Komplexität der Fragestellung einen gemeinsamen Kern oder anders ausgedrückt eine Basis, die man auch Haltung nennen könnte, mit der diese Fragen gestellt werden.

Diese Basis, diese Haltung, von der aus diese Fragen gestellt werden, ist Zweifel. Zweifel an allem was auftaucht.

Diese grundsätzliche Haltung bildet eine sehr gute Basis für ein gemeinsames Gespräch und strahlt eine unvermittelte Schönheit aus.

Diese Art der Suche nach Antworten, hat das Potenzial die Suche zu beenden.

Wenn erkannt wird, dass alle Fragen tatsächlich an die inhärente Weisheit direkt gestellt werden und nicht an irgendeinen Beantworter, dann kann die Wahrheit erscheinen, dass der Fragesteller selber nur Ausdruck dieser Weisheit sein kann.

Der Beantworter ist tatsächlich überflüssig.

Ist dieses Erkennen eingetreten, hat Intelligenz die Zügel schon übernommen. Dann wird gesehen, dass Fragen und Antworten dasselbe ist.

Jetzt sieht es so aus, dass der Beantworter, durch den eine Antwort ausgesprochen wird, vom Fragesteller getrennt ist. Tatsächlich sind zwei Körper zu sehen, von dem ein Körper spricht und der andere zuhört. Das ist unsere normale menschliche Wahrnehmung, die gewöhnlich an den äußeren Formen hängen bleibt.

Doch es kann auch geschehen, dass erkannt wird, dass diese Wahrnehmung nur eine antrainierte, bedingte und unhinterfragte Gewohnheit ist.

Da Gewohnheit die Ursache des Bedingten in sich trägt, kann diese Gewohnheit sterben, da Bedingtheiten sich verändern können. Es ist dann Wahrheit, dass auf diese gewohnte bedingte Wahrnehmung eine andere, vielleicht umfassendere, Wahrnehmung folgen kann. Das auch diese eine Bedingtheit ist und wo die Grenzen dieser Wahrnehmung sind, kannst du selber herausfinden.

Warum sollte hier das Einzige, was verbleiben könnte, genommen werden, nämlich die Grenze der Wahrnehmungsmöglichkeit im menschlichen Muster zu erforschen?

Wir Menschen wollen immer alles vorgekaut haben. Sei einfach unvermittelte Wahrnehmung, sei glühende Forschung. Du bist schon alles, also sei auch dies.

Gehen wir also gemeinsam Schritt für Schritt durch die Fragen und fangen mit dem letzten Abschnitt an.

Dort wurde gefragt, woher ich wissen will, dass die Antwort, die gegeben wird, tatsächlich die Wahrheit ist. Darüber hinaus wurde gefragt, ob es nicht möglich ist, dass das was gesagt wird lauter Unsinn ist und außerdem ob der Beantworter nicht einfach verrückt ist.

Zuerst einmal ist es die Wahrheit, dass ich es nicht weiß und nicht wissen kann.

Die absolute Wahrheit ist, egal wie raffiniert die Sätze gestaltet werden um Wahrheit auszudrücken, sobald es ausgedrückt wird nicht mehr Wahrheit sein kann.

Verstehst du das?

Es ist unmöglich, dass >ich< wirklich weiß. Muss >ich< nicht anwesend sein, kann es nicht gewusst werden. Nur >ich< ist sich immer sicher, solange es nicht zweifeln muss.

Wenn >ich< abwesend sein darf, hat das Ausgesprochene für niemanden eine Bedeutung. Ohne Bedeutung erscheint Schönheit und Harmonie. Das könnte als Emanationen von ursprünglicher Weisheit benannt werden.

Das scheint alles jenseits unseres menschlichen Verständnisses und Verstandes zu liegen und doch ist Verstand auch ein Ausdruck dieser ursprünglichen Weisheit und bildet damit die Basis für dieses Gespräch.

Verstand ist nicht Feind. Verstand ist nur eine bekannte Ausdrucksform in Mitten der unbegrenzten Möglichkeiten der sich ausdrückenden Unbekanntheit.

Also es gibt keine Sicherheit über die Wahrheit. Das Festhalten an Sicherheit und absolute Wahrheit schließen sich gegenseitig aus.

Was du wirklich möchtest ist doch ein Wunder als ultimativen Beweis, dass hier die Wahrheit ausgesprochen wird. Wenn der Körper also levitiert, während hier gesprochen wird, wäre das der ultimative Beweis der Wahrheit für dich?

Kannst du die Absurdität sehen?

Levitieren ist genau so ein Bewegungsform wie laufen, nur eben nicht so gewöhnlich in dieser Dimension.

Was sollte das beweisen?

Es ist doch mehr als einfältig einen Ausdruck von Bewegung, die innerhalb der bedingten Erscheinungswelt auftauchen kann, als Beweis für absolute Wahrheit zu akzeptieren.

Die Beschreibung, die nur als Fingerzeig taugen kann, um darauf hinzuweisen in was diese Erscheinungswelt überhaupt auftaucht, kann nicht die Wahrheit selber sein.

Wenn ein Gespräch zwischen einem Menschen und einem intelligenten Wasserbewohner stattfindet, wer ist näher an der Wahrheit, der der besser schwimmen kann oder der der besser laufen kann?

All das berührt den Kern von Wahrheit überhaupt nicht. All das sind Gedankenkonstrukte darüber wie man die Wahrheit verstehen könnte. All das ist gewaltige Anstrengung, um zu vermeiden die Wahrheit unvermittelt zu erfahren.

All das führt nur zum Übersehen, dass schon Wahrheit ist.

All das ist einfach Angst nicht zu sein.

So gesehen ist klar, dass es eine gewisse Verrücktheit benötigt um überhaupt darüber sprechen zu können.  Somit ist allerdings auch klar, dass der Fragesteller ebenfalls Ausdruck dieser Verrücktheit sein muss, sonst wäre das Gespräch so nicht möglich.

Diese Verrücktheit von der wir hier sprechen, ist die Heilung von dem Wahnsinn auf diesem Planeten. Der Wahnsinn, der sich durch Glauben-müssen des Egos eine separierte Person zu sein, die im Mittelpunkt aller Erscheinungen zu stehen scheint, erhoben hat. Dieser Wahnsinn kann enden und wenn man das in diesem Kontext verrückt nennt, ist das akzeptabel.

Also die einzige Möglichkeit die Wirklichkeit der Wahrheit zu erfahren, ist es zu sehen statt nur zu fragen. Da die absolute Potenzialität in dieser Dimension hier eben als Mensch erscheint, ist es auch möglich. Dann ist die Suche nach Sicherheit beendet. Falls dann über das was gesehen wird gesprochen werden muss, wird sich zeigen welches Potenzial, Wahrheit auszusprechen, sich manifestiert.

Eins kann sicher gesagt werden, darüber zu schweigen ist einfacher.
Doch noch tauchen Fragen auf und es tauchen Antworten auf.
Doch es ist sicher, dass dies ebenfalls enden wird.

Doch scheinbar endet es noch nicht jetzt, denn nun wird weitergefragt, was hat es mit all den Praktiken, Übungen und Methoden der religiösen Bewegungen auf sich. Und was hat es mit den New Ages Bewegungen zum Beispiel wie „The Secret“ und „Bestellungen beim Universum“ auf sich. Funktioniert das und was kannst du damit erreichen.

Diese Fragen können zusammen beantwortet werden, da sie von der Fragestellung her auf das gleiche Motiv verweisen.

Das Leichteste vielleicht vorweg, es funktioniert und du kannst damit überhaupt nichts erreichen.

Jetzt machst du wirklich ein erstauntes Gesicht.
Bleib am besten so erstaunt.
Beim unvermittelten Erstaunen kommt nicht ständig das Denken-müssen in die Quere und die Essenz, auf die die Worte nur hinweisen können, kann vielleicht direkt wahrgenommen werden.

Mit diesen Themen bewegen wir uns in einem potenziellen Minenfeld aller möglichen Missverständnisse.
Umso mehr bedarf es eine besondere Sorgfältigkeit.
Also forschen wir sorgfältig nach der Antwort und finden vielleicht heraus was es damit auf sich hat.

Weiter mit Teil 2

Was ist Zeit?
August 18, 2012

Fragen eines Freundes

15.08.2012

Was ist Zeit?

Manche Fragen scheinen so ein inhärentes Potenzial zu beherbergen, dass die Antwort die erscheinen mag, für den der diese Frage hier stellt, als Grenze des Ertragbaren erscheinen lässt.  Hinter dieser Grenze gibt es keine vertrauten Regeln mehr. Dort ist die Sicherheit der vertrauten Regeln, die das Chaos des gewöhnlichen Daseins in Grenzen halten sollen, nicht mehr zu garantieren. Allerdings gibt es jenseits dieser Grenze auch kein Chaos, sondern eine Ordnung die unbedingt regelfrei und bedingungslos offen die Basis für absolute Potenzialität ist. Hier ist buchstäblich alles möglich.

Da dort die Frage erschienen ist, ist vielleicht auch die Verzweiflung über die Unwürdigkeit des regulierten Lebens größer, als die Angst beim Überschreiten dieser Grenze ausgelöscht zu werden. Die Wahrheit ist natürlich auch, dass diese Grenze nur ein Gedanke ist, durch den du erst erschaffen wurdest. Also ist das, was ausgelöscht werden könnte, gar nicht so großartig, wie du womöglich glauben möchtest.

Übrigens, wenn dort nur zugehört wird, ohne wirkliches Hingeben des Verstehen-wollens, wird das Ganze für dich bestenfalls nur eine absonderliche Abfolge von Worten. Lass also die Intelligenz lauschen, die du wirklich bist, und greife einfach nicht nach den Erklärungen.

Was ist also Zeit?

Über diese Frage ist schon viel gesprochen und geschrieben worden. All dieses Wissen ist hier unbekannt. Somit kann sich vielleicht eine Möglichkeit einstellen, dass eine frische Antwort erscheinen kann.

Unbelastet von altem Denken.

Unbelastet von altem Wissen.

Unverdorben, da es nicht durch einen Denkvorgang herausgepresst und widergekäut herausgewürgt werden muss.

Wenn sich also unvermittelte Beobachtung auf diese Frage richtet, ist sofort ein Paradox festzustellen. Dieses Paradox ergibt sich aus dem gewohnheitsmäßigen konditionierten Erleben von zeitlichen Vorgängen im Alltag von uns Menschen und aus dem was aufscheint, wenn unvermittelte Wahrnehmung führend ist.

Was ist hier gemeint mit unvermittelter Wahrnehmung. Wahrnehmung, die durch gedankliche Abläufe konditioniert ist, erschafft ein Abbild dessen was wahrgenommenen wurde. Das Abbild kann nicht mehr die Wahrheit sein, das ist unmöglich. Ist Wahrnehmung also möglich, ohne diese Vermittlung durch den Ablauf des Denkens? Ist Wahrnehmung ohne den Denker möglich?

Hier wird gesagt, dass es möglich ist. Doch das darf nicht geglaubt werden. Der Impuls zur Forschung muss, dort wo gefragt wird, selber glühendes Verlangen sein, sonst bleibt es nur bei Behauptungen die angenommen oder abgelehnt werden müssen. Es bleibt dann bei der Unwürdigkeit des regulierten Lebens und darum geht es hier ganz sicher nicht.

Es sieht so aus, als wenn erst einmal der Vorgang des Denkens und Rolle des Denkers, im Zusammenhang mit der Frage nach der Natur der Zeit, geklärt werden sollte.

Was ist also ein Gedanke?

Wenn unvermittelte Beobachtung geschieht, wie z.B. wenn Gedanke zu entstehen scheint, so ist die Beschreibung dessen nur ein Hinweis auf ein Ereignis, dass ein Objekt der Gedanke genannt wird und ein Vorgang das Denken genannt wird, zu  beinhalten scheint. Es ist nicht die Beobachtung selbst, es ist nur eine Beschreibung, die durch den Versuch der Kommunikation selbst bedingt ist.

Vielleicht scheint das klar zu sein, doch wir Menschen folgen gewöhnlich extrem oberflächlich den Beschreibungen, die uns umgeben und nehmen alles als gegeben und wahr hin. Oder wir zweifeln es genau so oberflächlich an.

Offensichtlich sind wir Menschen sehr oft faul und dauernd abgelenkt. Somit bildet Bequemlichkeit und Dumpfheit die Basis für das Gefangensein in einer scheinbar festen Existenz. Sklavenschaft ist das Ergebnis von unhinterfragten Glaubenssätzen. Wird diesen Worten unhinterfragt geglaubt, so ist das ebenfalls Sklavenschaft. Wahrhaftiges Hinterfragen ist unvermitteltes Beobachten.

Das unvermittelte Beobachten dessen was auftaucht, ist Befreiung.

Mehr ist nicht notwendig. Jedes Mehr, ist nur ein Tun, das die Fesseln wieder anlegt und strafft.

Es ist also notwendig, dass sich dort, wo gefragt wird, Aufmerksamkeit und Klarheit erhebt, sonst sind das hier alles nur belanglose Worte mit einem kuriosen Inhalt.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das sowieso so ist.

Also wenn sich Wahrnehmung auf die Entstehung von einem Gedanken richtet, so muss gesehen werden, dass da nur eine Bewegung wahrgenommen werden kann, die noch keinen Inhalt aufzuweisen hat. Da ist nur eine Bewegung, die das Potenzial birgt Inhalt abzubilden, widerzugeben, widerzuspiegeln. Es ist einfach formlose Energie als Bewegung mit der Potenzialität alles zu sein.

Diese Bewegung erscheint innerhalb eines aufscheinenden energetischen Musters.

Im Ergebnis der Konditionierung als Mensch, bezeichnen wir dieses Muster gewöhnlich als Person. Diese Muster könnte man auch als Bedingtheiten bezeichnen. Die letztliche Ursache dieser aufscheinenden Bedingtheit kann nicht sinnvoll beschrieben werden. Die größte mögliche Näherung als Beschreibung, ist zu sagen, dass keine Ursache existiert. Hier endet die Wahrheit als solche.

Diese aufscheinende Bedingtheit, dieses Muster, spiegelt sich in der formlosen Energie in Bewegung wieder. Die Potenzialität dieser formlosen energetischen Bewegung formt im Zusammenspiel mit der Bedingtheit des Musters, ein Energiemuster mit einem scheinbaren Inhalt heraus.

Wenn Aufmerksamkeit wirklich fokussiert ist, kann jetzt diese ausgeformte Energie als ein auftauchendes Objekt wahrgenommen werden.

Nun geschieht etwas ganz Vertrautes. Es erfolgt eine Bewegung des Greifens des Musters nach dem Objekt. Genauer gesagt, nach dem Inhalt des Objektes. Denn der Inhalt ist das Objekt und das Objekt ist Inhalt. Hier gibt es keine Dualität, weil es noch keinen Greifenden geben kann. Greifen geschieht aus sich heraus und das Greifen und das nach dem gegriffen wird, ist nicht getrennt voneinander.

Auch das bedingte Muster ist nur eine energetische Bewegung, die nicht durch das Vergleichen mit etwas anderes definiert ist. Hier ist nur das Eine. Das Muster ist nur und somit nondual. Exakter gesagt, erscheint das Muster zusammen mit der potenziellen Energie in Bewegung, die wiederum die Basis für Inhalt zu sein scheint. Sie sind nicht getrennt voneinander, sie sind eins. Ergänzend muss gesagt werden, dass diese  Bewegung an sich Unbewegtheit ist, die als Bewegung in sich erscheint.

Es ist völlig klar, dass das unter dem Gesichtspunkt des Verstehen-wollens keinen Sinn macht. Doch eine bessere Beschreibung taucht nicht auf.

Hier existiert weder Raum noch Zeit. Übrigens ist generell in der Sicht Raum und Zeit das Gleiche. Nur durch den Versuch des Beschreibens zerfallen sie in zwei Phänomene.

Doch das ist eine Täuschung, die durch das Denken entstehen muss, da Denken immer nur in Bezug oder im Vergleich mit Etwas Erkenntnis zu schöpfen versucht.

Doch unvermitteltes Beobachten kann kein Bezug zu Etwas beinhalten oder kann den Vergleich mit einem Bezugsobjekt ermöglichen. Es steht völlig alleine.

Erst durch Beschreiben selbst zerfällt unvermittelte Beobachten in etwas und wird zum Beobachteten, wird zu einem Objekt.

Jetzt sind wir genau direkt bei der Frage nach der Natur der Zeit. Wir sind im Zentrum angelangt.

Das Greifen des Musters nach Inhalt kann als eine Bewegung innerhalb der Bewegung wahrgenommen werden. Diese Bewegung hin zum Inhalt, ergibt eine enorme Fokussierung, ein Binden von Aufmerksamkeit an diesen Inhalt, der in seiner Essenz nur die Spiegelung der Bedingtheit des Musters selbst ist.

Das Hineingleiten von Wahrnehmung hat hier noch den Charakter von unvermitteltem Erstaunen, doch gerinnt normalerweise sofort zu einer Fixierung von Wahrnehmung auf den Inhalt. Die Potenzialität selbst ist die ursachlose Basis für die Endlosigkeit der Spiegelung von Bedingtheit und aufscheinendem Inhalt. Es scheint ein anfangsloser Tanz der Energie zu sein, der in einem endlos in sich selber widerspiegelnden unbegrenzbaren Nichts erscheint und sich in erstarrte Wahrnehmung verfangen zu haben scheint.

Das endlose Pendeln der Wahrnehmung von Reflexion zu Reflexion könnte man als den Vorgang des Denkens benennen. Dann taucht Benennen der Reflexionen auf. Damit erst taucht der Denker auf und mit dem Denker taucht das Phänomen der Zeit auf. Der Denker als Phänomen ist das Phänomen Zeit an sich. Hier sind die Quelle von Zeit und die Ursache von Bindung der Zeit an Erscheinung zu finden. Hier taucht das >ich< auf, dass als Teil der Selbsttäuschung glauben muss, die Ursache dieser Bewegung zu sein.

Doch es ist genau umgekehrt. Der Denker, das ich, ist das Gefühl was bei Bewegung entsteht.

>ich< ist Ergebnis. Genauer gesagt, ein mögliches Ergebnis, denn das Gefühl kann völlig verschwinden.

Erst in Ergebnis der Bewegung, die hier als Denken bezeichnet wird und der Benennung von Erscheinungen, erscheint Zeit. Innerhalb der Bewegung des Denkens ist Zeit mathematisch beschreibbar, messbar und relativ. Man kann Zeit hier beugen, sammeln und aufteilen. Doch es ist nicht die Zeit selbst, die hier bearbeitet und gemessen wird. Es ist die Bewegung an sich, in der Zeit als Ergebnis auftaucht, die beeinflusst wird.

Kommt Bewegung absolut zur Ruhe verschwindet Zeit.

Diese aufscheinende Wirklichkeit, in der wir zu existieren scheinen, entsteht durch in sich zerfallende Bewegungen und diese Bewegung kann als Zeit, also auch als Raum wahrgenommen werden.

Die Ursache der Bewegung an sich ist völlig unbekannt.

Richtet sich Wahrnehmung auf diese Unbekanntheit, so ist alles eindeutig.

Richtet sich eine Absicht von Beschreibung auf diese Unbekanntheit, so zerfällt alles zu Objekten in Zeit und Raum und die Beschreibung wird sinnleer.

Richtet sich die Intelligenz, die die inhärente  Qualität der Bewegung ist, auf diese Unbekanntheit, so kann dies ebenfalls gesehen werden. Es ist keine Errungenschaft von dem der hier gerade zufällig spricht, sondern es ist die Qualität, die sich eben auch in individueller Erscheinung, ständig ausdrückt.

Diese Frage nach der Natur der Zeit ist somit keine andere Frage, als die Frage nach der Natur aller Erscheinungen. Somit ist es die Frage nach dir selbst. Somit ist es auch die Frage, ob dort die Bereitschaft aufgetaucht ist, die Faszination der Fixierung der Wahrnehmung auf die gespiegelten Inhalte zu lassen.

Ist es genug?

Das ist eine völlig unpersönliche Frage.

Denn wenn das so ist, verschwindet die Person sofort.

Was bleibt ist völlige Ungebundenheit der Wahrnehmung. Das kostet allerdings das Leben als Mensch, so wie wir gewöhnlich Menschsein definieren.

Ist dort die Bereitschaft, diese Einsamkeit zu ertragen, nur der Freiheit wegen?

Nun?

Eine Frage nach der Natürlichkeit des Geistes.
August 14, 2012

Fragen eines Freundes

11.08.2012

Eine Frage nach der Natürlichkeit des Geistes.

Die wahre Natur des Geistes

unberührt steigt Licht empor
fließt durchs Auge und erschafft die Welt

spiegelgleich leuchtet Reflexion
und ewig staunend tasten sich die Sinne
nach dem Sinn der Buntheit selbst
vergebens

unergriffen ruht der Geist
bei diesem Lichterspiel
ist einfach still
bewegungslos
doch wach und ohne Worte

Gedanken kommen
doch bewegt sich nichts
schwebend wie Geisterschatten durch ein leeres Haus
und sinken still und unberührt zu Boden
um schließlich unerkannt zu gehen

Still und klar erkennt sich Geist als Unbewegtheit
in Bewegung
und Wissen steht ungefordert
zeitlos zur Verfügung

Sicht sinkt tief doch wach
und sieht dass Geist der Reflektor dieser Welt
Erscheinung ist
durch den die Welt erscheinen kann

Alles gleich erhebt sich immer und doch nur jetzt
und schafft den Raum für alles was erscheinen mag
und die Erscheinung als Gedanke erschafft den Denker
der durch Greifen nach Bewegung Zeit erschafft

Raum und Zeit ist Unbewegtheit in Bewegung
und in der Sicht das Gleiche selbst
nur in Form gegossen scheint es anders auf

Berührungslos und unbewegt verbleibt die Sicht
Bewegung fließt wellengleich
durch Geist und nur ein Greifen nach Bedeutung
schafft Konstrukte die objekthaft feste
Wirklichkeit versprechen

Tiefer sinkt die Sicht
unhörbar Klang webt unentdeckbar Licht
kein Widerspruch nur fern der Herrschaft aller Worte
wird liebend unbewegt fern jedes Wollens
DIES gesehen

Leerheit beschreibt es nicht! Das Wort ist hier ein Witz!
DIES IST ist der Worte wahre Grenze an Bedeutung
sinnvoll unbeschreibbar
doch DIES zu Sehen
das ist uns Menschen inhärentes Potenzial

Klarheit und Vollkommenheit
ungeschaffen ohne Last
vollendet ohne Anfang
bleibt Sicht unberührt von allem
was erscheint
in sich selbst vollendet und sinnfrei schön

Sicht ist Unbewegtheit
sich als zeitlos Unbewegtes in Bewegung selbst erkennend

Dies IST unvermittelt ohne Denken
nur Sehen erzählt die Worte dieser Reise
in die endlos Tiefe
die wir wirklich sind

Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?
August 6, 2012

Fragen eines Freundes

03.08.2012

Die Stille von der immer die Rede ist, habe ich noch nicht entdecken können. Wie aber kann ich diese Stille entdecken, wenn ich nicht weiß was oder wie sie ist? Wie soll ich die Stille entdecken können, wenn sie mir unbekannt ist?

Die erste Frage die sich erhebt, ist Stille zusammengesetzt oder nicht. Ist diese Stille zusammengesetzt, ist es ein Objekt das zerfallen kann und wird.

Doch ist Stille nicht zusammengesetzt, also wenn Stille einfach IST, unkonstruiert und ungedacht, dann erscheinen Objekte wie Gedanken oder Geräusche in Stille selbst. Stille ist dann wie die Leinwand, auf der Bewegung, wie eben ein Gedanke, sichtbar wird.

Geht die Forschung tiefer, muss gesehen werden, dass nicht nur die Objekte in der Stille auftauchen. Sondern es wird klar, dass Objekte wie Gedanken, Geräusche, Gerüche usw. selbst Stille ist, die eben objekthaftig erscheinen.

Dann kann gesehen werden, dass Stille in sich als Bewegung erscheint und Bewegung sich in Stille wieder rückstandslos auflöst.

Eine Bewegung erhebt sich in Unbewegtheit. Plötzlich scheint da Zwei zu sein.
Bewegung kommt in Unbewegtheit zur Ruhe und es scheint nur Eins zu sein.
Das scheint unentwegt zu geschehen, anfangslos, endlos, ziellos und zwecklos.

Wie anfangslose, endlose, ziel-und zwecklose Unbewegtheit in Bewegung sein kann, wenn Unbewegtheit zeitlos unbewegt IST, ist absolut unbekannt.

Wenn diese Unbekanntheit gesehen wird, gibt es kein Bezugspunkt für Erklärungen. So ist das Unbekannte der Urgrund des ewig Klaren, ohne das Worte und Gedanken etwas Sinnvolles hinzu fügen könnten.

Sehen an sich benötigt keine Worte. Sehen ist selbstgenügend und frei von Erklärungen. Sehen ist somit objektlos.

Die Worte, wie diese hier, machen aus dem Sehen etwas Gesehenes.
So scheint das Beschreiben des Sehens selbst, einen Vorgang zu beschreiben der ein Subjekt und ein Objekt beinhaltet. Doch es ist nur eine Täuschung des Verstandes, der begreifen möchte.

Das Sehen ist nie das Gesehene, das Alte oder eine Erinnerung. Sehen selbst, das was Gesehen wird und Dies was sieht, ist immer Eins, ist das selbe.

Sehen ist unteilbar, objektlos, nichtdual.
Bewegung ist Unbewegtheit. Sehen ist Jetztheit, ohne die Bedeutung des Wortes.

Nur der Versuch der Beschreibung lässt das Eine in Teile zerfallen, natürlich nur scheinbar. Es scheint dann so, als wenn Bewegung selbst in weitere Bewegungen zerfällt. Und so wie Stille als Bewegung in sich selbst auftaucht, so scheint Bewegtheit in sich selbst als Bewegung zu erscheinen.

Doch all das ist Stille selbst, völlige Unbewegtheit.

Wir Menschen sind Bewegung in Unbewegtheit und damit können wir nichts anderes sein als Unbewegtheit selbst. Somit kann nur ursachlose Freiheit sein.

Das Gefangensein ist so lange Realität, wie sich Wahrnehmung auf Stille als Bewegtheit richten muss. Es scheint dann so, als ob es ein Draußen gibt in dem bewegte Objekte vor einem wahrnehmenden Subjekt auftauchen. Das ist die Täuschung, die durch die Vermittlung der Wahrnehmung durch konzeptuelles Denken in Formen, auftaucht. So taucht Leid auf.

Ursachlos kann sich Wahrnehmung von Bewegung ablösen und Stille wahrnehmen. Dann scheint es so, als ob Bewegung aus der Stille erscheint. Doch auch das, wie spektakulär es auch wirken mag, ist ebenso duale Wahrnehmung. Ebenso noch immer eine Täuschung. Der menschliche Geist ist immer noch in Bewegung.

Die Verschmelzung von Stille und Bewegung, das Kollabieren von dieser Subjekt-Objekt-behafteten Wahrnehmung erscheint wie ein hinein schmelzen des Subjektes in eine ewig unbekannte Dimension, die absolute Auflösung des Bekannten. Es scheint ein Verschmelzen von Objekt und Subjekt zu sein, doch tatsächlich verschwindet der Seher einfach, so als ob er nie existiert hat.

Natürlich hat er das auch nicht.

Der Seher war nur Bewegung des Unbewegten. Wenn diese Bewegung zur Ruhe kommt ist nur absoluter Stillstand. Doch Wahrnehmung an sich bricht nicht zusammen. Unbewegtheit sieht Unbewegtheit, die als Bewegtheit auftaucht, völlig unvermittelt.

Freiheit.

Wahrheit.

Liebe.

Warum erfolgt der Versuch dies in Worte zu fassen?
Das ist unbekannt und an sich unnötig. Doch da tauchen eben Fragen auf und dann tauchen eben Antworten auf. Die Antworten weisen auf ein Muster hin, dass von dem Fragenden erkannt werden kann. Da ist ein Muster, das immer da ist. Es ist immer gleich, unabhängig von der aufscheinen Komplexität der Formen.

Es geht also um Erkennen.

Es geht um das Erkennen wie das Begehren, zum Beispiel das Verstehen-wollen, in dem Geist auftaucht. Bewegung erscheint und formt sich als Gedanke aus. Das Verstehen-wollen erscheint als Greifen nach dem Inhalt des Gedanken und Denken manifestiert sich. Ohne Denken ist, im psychologischen Sinn, keine Person existent. Mit dem Denken erscheint der Denker.Der Denker und Denken ist ein und das selbe. Der Denker und das Denken ist Reaktion als Aktion an sich und schöpft somit Realität.

Das Greifen ist Abwesenheit von Intelligenz und hebt Bewegung an die spiegelnde Oberfläche der Wahrnehmung. Das Nichterkennen schöpft separierte Existenz und formt dein persönliches Leben aus. Ein Leben des du und der anderen, in denen du um Existenzberechtigung kämpfen musst. Leiden.

Kann dort beim Fragenden der Wahnsinn und die Verwirrung erkannt werden? Kann diese grundsätzliche Bewegung, kann das grundsätzliche Muster erkannt werden? Wenn ja, ist Freiheit sofort da. Freiheit kann nie abwesend sein, genauso wie Wahrheit immer da ist.

Gestern, während unseres Gespräches, erwähntest du, dass du Stille noch nicht erkannt hast.

Doch meine Liebe, das Erkennen des Nicht-Erkennens ist dies von dem die ganze Zeit die Rede ist. Die Erkenntnis, dass dort nicht erkannt wurde, ist absolutes Erkennen.

Dieses Erkennen ist befreite Wahrnehmung, ist unvermitteltes Sehen an sich, das ist Intelligenz.

Jetzt bist du überrascht, weil diese Erfahrung nicht mit deinen Vorstellungen und den Konzepten, die du dir über das Erkennen erdacht hast, übereinstimmen.

Wenn jetzt der Gedanke auftaucht, dass es das doch nicht sein kann, dann fasse diesen Gedanken einfach nicht an, gehe ihm nicht nach, gib ihm keine Lebenskraft.

Lass die Intelligenz, die du tatsächlich bist, die Bewegung des Gedankens erkennen, als Bewegung-ansich.

Bleibe jetzt unbewegt!

Also was bleibt?

Keine Fragen, keine Antworten.

Genau. Das ist die Wahrheit.

Du bist schon ewig frei!

Wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?
Juli 23, 2012

Fragen eines Freundes

13.07.2012

Bei all dieser Suche, die aus meiner Verzweiflung zu kommen scheint, fühle ich mich ständig mehr verwirrt.
Da gibt es zwar Momente großer Klarheit und Erkenntnis, doch nur wenig später ist die Verwirrung umso größer. Gibt es Zeichen auf dem Weg und wo führt der Weg und die Suche eigentlich wirklich hin?

Zuerst einmal sollten wir klären was du eigentlich erhoffst mit deinen Fragen. Was ist die Motivation? Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist, dass die Antworten, die auf diese Fragen vielleicht erscheinen, dann mit Sicherheit nur weitere Fragen produzieren werden, wenn der erste Punkt nicht eindeutig geklärt ist.

Gehen wir also Schritt für Schritt vor.

Da taucht scheinbar eine Frage auf, mit der Bitte um eine Antwort. Die Antwort die erscheint, ist der Spiegel in dem du dich sehen kannst, wenn du bereit bist vorurteilsfrei hinzuschauen.

Es geht hier jedoch nicht um die Worte. Verwirrung, Klarheit, Erkenntnis – was bedeuten diese Worte denn tatsächlich? Sie bedeuten gar nichts! Das sind nur Laute die vom konzeptuellen Denken eingefangen worden sind und nun benutzt werden.  Als Werkzeuge für die Besicherung einer Beständigkeit. Es gibt tatsächlich Beständigkeit, es gibt tatsächlich Unbewegtheit, doch nicht auf der Ebene des Geistes.

Also was hoffst du in der Spiegelung deiner Fragen zu  sehen?

Du wirst Nichts sehen und das ist es was du anfangslos bist! Das ist eine Tatsache und du weist es schon längst. Doch der Glaubenssatz der eigenständigen Existenz zwingt dich zur Verleugnung dieser Tatsache. So stellst du weiter Fragen, um die Verleumdung zu verdecken und um die Panik, die diese Verleumdung erzeugt, zu bekämpfen.

Du weist doch schon alles! Somit ist das Fragen und das Hoffen auf eine verständliche Antwort nur ein Ausweichen vor dem Ausgelöscht-werden.

Schau jetzt genau hin was da in diesem Moment so panikhaft auf diese Worte reagiert!

Also ist der erste Punkt klar. Du erwartest keine Antworten auf deine Fragen. Du möchtest nur eine Basis haben um in Verwirrung zu bleiben, die dir so vertraut ist.

Das ist Missbrauch von Sprache. So gehen wir Menschen durch die Zeit der Existenz. Plappernd, schwatzend und schwafelnd schaffen und erhalten wir unsere Verstandeswelt. Wir verstellen uns somit selbst den Blick auf die wahre Natur, die wir wirklich sind.

Eins ist jedenfalls gewiss. Diese Verwirrung wird dir keiner nehmen. Sie wird dir von niemand streitig gemacht. Dort bist du völlig sicher. Zusammen mit all den anderen freiwillig Verwirrten kannst du über diese Dreckswelt jammern bis der Körper auseinander fällt und das wird er eines Tages zweifellos mit der gleichen Sicherheit.

Und deine Frage nach Zeichen: Ja es gibt Zeichen, die einschlägige Literatur ist ja voll von Beschreibungen der Zeichen und der Stufen des Fortschreitens und tatsächlich können solche Erfahrungen auftauchen. Du kannst sie als etwas Wunderbares betrachten und wieder eine Story daraus machen. Doch in Wirklichkeit sind es tatsächlich Zeichen des Sterbens deines persönlichen Begreifens. Wenn die Zeichen und Erfahrungen deine persönliche Story ärmer und dünner erscheinen lassen, ist es der richtige Pfad.

Also gib die Hoffnung auf ein Ergebnis auf, einfach so, dann werden keine Fragen, die deine Ketten nur noch fester zu machen scheinen, mehr auftauchen können. Dann kann nur Antwort sein. Doch da wird niemand sein, den das noch interessieren kann. Doch auch das kann nicht als Ziel des Weges benannt werden.

Denn das wäre Hoffnung auf ein Ergebnis, auf ein Happy-End der Suche, auf das Beenden der Verzweiflung von Jemand, die Hoffnung auf das Finden von Jemand der ein Niemand ist.

All das ist nur Story. Ein Mind-Fuck des rastlosen Verstandes, der eine temporäre Erscheinung im Geist ist und über seine Kompetenzen und Aufgaben hinaus eine imaginäre Welt des Ich und der Anderen erdacht hat.

Das ist die Denk-Story durch die du erscheinst.

Ohne Story bist du nicht.

Die Suche führt genau hier hin. Die Suche führt zu Nicht. Und somit führt die Suche zu absoluter Lebendigkeit.
Die Suche führt zum Ende deiner persönlichen Denk-Story.
Die Suche führt zu Sein, ohne dass du sein musst.

Es führt zu Dich ohne dir.

Die Suche führt zum Tod dessen was denkt und glaubt suchen zu müssen um Bestand haben zu können.
Somit kann nach dem Sterben des Suchenden dies leben was bestehen kann ohne denken und glauben zu müssen.

Es stirbt die Angst der Nichtexistenz.
Es lebt die Liebe in Form der Menschlichkeit.

Die Welt wird sich weiterdrehen und doch nun kann Wahrnehmung sich unvermittelt ausdehnen.

Zwinge dich nicht zu weiteren Fragen, denn jetzt ist nur Freiheit da.

Sieh dieses absichtslose unablässige Blühen ringsumher.

Sieh dieses Wunder.

Das ist Es!

Gibt es einen Pfad in die Freiheit?
Juni 13, 2012

Fragen eines Freundes

08.06.2012

Gibt es Wege und Methoden diese klare Natur des Geistes zu erfahren? Gibt es einen Pfad in die Freiheit?

Das ist eine wirklich ernsthafte Frage, doch bist du auch bereit für eine wirklich ernsthafte Antwort?

Hinter dieser Frage steht ja ganz offensichtlich immer der gleiche wesenhafte Versuch. Ureigentlich wird gerade gefragt ob du einen Weg gehen oder eine Methode anwenden kannst, damit du die klare Natur des Geistes erfahren kannst, damit du diese Erfahrung deiner Bibliothek, zur Vervollkommnung deiner Allwissenheit, hinzufügen kannst. Dieses du ist die unhinterfragte selbstverständliche Annahme der unabhängigen Existenz als ich und somit ist die Frage der Versuch einer Bestätigung seiner eigenständigen Existenz durch jemanden anders.

Kannst du das Muster sehen?

Die Frage ist doch, was ist dieses du, welches immer wieder bestätigt werden möchte? Was ist das, was sich so tief verloren fühlt und so entsetzlich zweifelt, dass es ständig nach Bestätigung seiner Existenz bettelt?

Wir Menschen verirren uns alle und aus Unwissenheit heraus identifizieren wir uns ständig mit irgendetwas, nur um diese tiefe Sehnsucht, die unauslöschbar in unserem Herzen zu brennen scheint, irgendwie zu stillen.

Wir werden dann vielleicht Mütter oder Väter und erziehen Kinder. Wir bauen ein Haus oder träumen von einem neuen Auto. Wir suchen uns einen Meister und folgen einem spirituellen Pfad. Vielleicht lassen wir uns taufen und beten zu Gott oder wir werden Mitglied in einem Swingerclub und lassen die Sau raus.

Unsere Suche kann alle Formen annehmen, doch die Ursache ist immer das Gleiche, ob bewusst oder unbewusst. Diese alles verschlingende Leere, dieses schwarze Loch in uns, dieses Gefühl der bedingten, endlichen und verlorenen Existenz, lässt uns in Entsetzen erstarren.

Dieses Loch muss unbedingt mit irgendwas gefüllt werden.

All diese vergeblichen Manöver und fast instinkthaften Ausweichbewegungen können irgendwann klar wahrgenommen werden. Alles liegt dann vor dir, ausgebreitet und unverdeckt.

Das kann dann der Moment sein, an dem die Suche nach Freiheit in die Forschung nach Wahrheit mündet.

Alle ernsthaften Wege, spirituellen Pfade und Methoden führen hierher. Gleichzeitig enden sie hier auch, denn auf ihre jeweils spezifische Weise  führen sie immer zu der gleichen Erkenntnis, dass der Sucher das ist, was der Erkenntnis der letztendlichen Wahrheit selbst im Weg steht. Du bist die Unfreiheit.

Für den verzweifelten Menschen, der wirklich glaubt ernsthaft nach Erkenntnis, Freiheit und Wahrheit zu streben, ist diese aufscheinende absolute Wirklichkeit ein unparierbarer  Schlag. Die Verzweiflung und Ratlosigkeit kann ungeahnte Dimensionen annehmen. Nun ist der Weg frei, allerdings nur für niemanden.

Die Verzweiflung ist nun das Fahrzeug, Ratlosigkeit das Ticket, Hingabe der Preis und Gleichmut die Haltung. Am Ziel wartet nichts, nur absolute Freiheit und das ist den Allermeisten zu wenig.

Ein Jemand jedoch wird abprallen von dieser nichtvorhandenen unsichtbaren Grenze und eine neue Runde der Suche beginnt, die wieder und wieder zu dem gleichen Punkt, zu der gleichen Grenze führt, um immer erneut von vorne zu beginnen oder eben nicht mehr.

Dieses nicht mehr, ist dieses > Es ist genug, es reicht! <

Das ist die Hingabe inmitten dieser aussichtslosen Verzweiflung gleichmutig dem persönlichen Auslöschen entgegen zu blicken.

Das ist die größtmöglichste Haltung die ein Ego einnehmen kann. Hier enden alle Methoden und jeder Trost. Hier wirst du von der Kraft lebendig gefressen, damit sich Lebendigkeit in Form erheben kann.

Ja, das ist Furchterregend.
Die Alternative ist das Verrotten in diesem Körper, für den du dich normalerweise hältst. Denn eins ist klar, dein sogenanntes Leben wird sowieso enden, einfach so.

Nein, du wirst nie ein Blick über diese Grenze werfen können.
Doch durch diese Erscheinung, die sich als Mensch verloren hat, kann die anfangslose Liebe bedingungslos aufscheinen.
Das ist mehr als du jemals zu hoffen wagst.

Bist du also bereit zu sterben?

Genau jetzt?

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