Fragen, Antworten, Gespräche … Teil 2

Fragen, Antworten, Gespräche … Teil 2

27.01.2010

Einige Gespräche der letzten Monate drehten sich um die Frage wie es sich so lebt, ohne das Empfinden einer persönlichen Geschichte, oder oft auch anders gefragt, ohne das Gefühl persönlich involviert zu sein versus die scheinbar übliche ich-zentrierte Wahrnehmung.

Gleichermaßen wird danach gefragt ob sich besondere Fähigkeiten manifestieren oder außergewöhnliche Erfahrungen/Wahrnehmungen auftreten.

Fragen zu erstem Punkt sind schnell beantwortet… es ist einfach unbekannt.

Hier kann einfach keine Antwort darauf gegeben werden. Dazu müsste ein Vergleich zwischen zwei scheinbar unterschiedlichen Erlebens-Erfahrungen möglich sein. Persönlich versus Unpersönlich. Das ist hier aber nicht möglich.

Zum einem ist es nur eine Beschreibung, wenn hier davon berichtet wird, dass die Erfahrung eines persönlichen Lebens geendet hat und auch nicht wiedergekehrt ist. Davon abgesehen, dass es eine unbeholfene Beschreibung ist, geschieht das Beschreiben ausschließlich zu Kommunikationszwecken, z. B. um eine Frage zu beantworten.

Niemals kommt eine Beschreibung über die Erfahrung des Lebendig-Seins aus sich selbst heraus zustande. Es gibt keinen Impuls dazu. So wie auch keine Fragen aus sich selbst heraus entstehen.

Es ist einfach nur still. Manchmal formt sich Stille zu Antworten, kommuniziert sich und ruht wieder.

Es lebt einfach, sieht, atmet, isst, schläft, träumt, schreibt, antwortet, geht und sitzt.

Einmal kam die Frage was dann der Unterschied zu einer Erfahrung des Lebens eines Hundes wäre.

Keine Ahnung, außer dass die Fähigkeit zum Bellen offensichtlich hier nicht so gut entwickelt ist.

All diese Fragen kommen aus der Sucht des Denken-müssen. Hier wird oft beobachtet, dass es dem Fragenden nicht wirklich um die Antwort geht, es geht in erster Linie um Befriedigung.

Was wird da befriedigt bzw. sucht nach Befriedigung?

Forsche einfach nach. Wenn Du die Frage formulieren kannst, liegt es im Bereich der Möglichkeiten ebenfalls die Antwort zu sehen. Es ist letztlich nur Bequemlichkeit Antworten „außerhalb“ zu suchen.

Die Erfahrung von Klarheit ist der Ausdruck der energetischen Natur aller Menschen.

Die Erfahrung von Ursachlosigkeit ist der Ausdruck der geistigen Natur aller Menschen.

Die Erfahrung von Empfindung ist der Ausdruck der körperlichen Natur aller Menschen.

Damit ist die Basis für alle Antworten in jedem menschlichen Wesen vollständig, uranfänglich und unzerstörbar existent.

Tatsächlich ist das menschliche Muster, also so wie wir uns als Lebewesen erfahren, die Summe dieser Erfahrungen.

Die Erfahrung der Ursachlosigkeit als Ausdruck der geistigen Natur, man könnte auch Leerheit dazu sagen, ist der dominierende Aspekt. Kommt es zu Ablenkung der Wahrnehmung und daraus folgend zum Nicht-Erkennen, wird der Aspekt der Klarheit oft als Verwirrung erfahren. Doch die Basis der energetischen Natur ist immer Klarheit, sie ist unveränderbar. Klarheit kann und muss demzufolge nicht hergestellt werden, sie IST einfach.

Endet Ablenkung, verschwindet Verwirrung und in Klarheit gibt es keine Fragen, da alles schon Antwort ist.

Zum zweiten Teil der üblichen Fragen… nun was nutzt es, wenn hier von Erfahrungen der Klarsichtigkeit, spontaner Heilung und der Erfahrung von Sehen berichtet wird. Es folgen letztlich nur zwei Reaktionen … Unglaube, das letztlich Unwissenheit repräsentiert oder Greifen…will ich auch haben… also das Nichterkennen unserer anfangslosen perfekten unzerstörbaren Basis als Ausdruck des menschlicheren Wesens.

Das ist das Wirken eines Verstandes, nach außen gerichtetes Verlangen kombiniert mit innerer Blindheit.

Beobachte dieses Wirken des Verstandes einfach so wie Du das Spielen Deines lieben Kindes beobachtest. Manchmal ist das Spiel chaotisch und zerstörerisch. Manchmal überraschend kreativ und aufbauend. Beobachte es einfach als ein Nebeneffekt des Lebendig-Seins.

Dann manifestiert sich Freiheit über das Beurteilen-müssen.

Das ist die Befreiung von der Konditionierung, zu glauben die Welt ist das was dir beigebracht wurde, und die Wahrnehmung hebt frei den Blick und sieht das was IST.

Bleibt diese Erfahrung stabil IST Freiheit.

Dafür wirst Du dann vielleicht Fragen beantworten müssen.

Aber das ist dann nur ein kleiner Preis für die Unermesslichkeit dessen was wahrgenommen wird.

Zumindest wird es hier so gesehen.