Wie sehe ich oder jeder einzelne das man auf dem richtigen Weg ist?

22.07.2011

Fragen eines Freundes

Wie sehe ich oder jeder einzelne das man auf dem richtigen Weg ist?

Gibt es Zeichen?

Gibt es so etwas wie ein wirkliches Ziel für jeden Menschen?

Wenn ja wie kann es jeder erfahren oder in seiner Tiefe herausfinden?

Kann die Euphorie für manche Menschen zu viel sein?

Und da meine ich mit zu viel Kraft vorgetragen?

Ob es bewusst gewusst wird oder nur tief im Unbewussten verborgen wirkt, das wirkliche Ziel für jeden Menschen ist die Vereinigung mit dem, von dem er sich getrennt fühlt.

Alle Bewegungen, auch die scheinbar entgegengesetzten Bewegung, im Leben des Menschen sind diese Sehnsucht.

Natürlich betrifft diese Sehnsucht nicht nur die Menschen, sondern ist die Sehnsucht aller fühlenden Wesen.

Doch da hier nur nach Menschen gefragt wurde, so ist auch jetzt nur von diesen die Rede.

Vor dieser Vereinigung, mit dem von dem sich der Mensch getrennt fühlt, fürchtet er sich und gleichzeitig sehnt er nichts mehr herbei.

Aus diesem scheinbaren Widerspruch entsteht die Taumelbewegung, die im Allgemeinen das menschliche Leben genannt wird.

Die Angst und die Sehnsucht, die Ablehnung und das Begehren, der Hass und die Leidenschaft, die oft mit Liebe verwechselt wird, diesen Emotionen und Gefühlen ist der Mensch ausgeliefert, wie ein Fels der Naturgewalten ausgeliefert ist, spalten ihn die Hitze des Tages und die Kälte der Nacht bis nur noch Staub übrig ist.

Das Lebensgefühl jedes Menschen, der glaubt ein Selbst zu haben und dieses Selbst zu sein, ist mehr oder weniger von diesen Umständen geprägt.

Die Ausweichstrategien mögen verschieden sein, das Resultat ist ewig das Gleiche, endlose Suche nach Glück um Unglück zu vermeiden.

Das ist verzweifeltes Menschsein.

Von gelegentlichen glücklichen Momenten abgesehen, die in sich schon den Keim des Unglücks tragen, ist es wie das Leben gewöhnlich abzulaufen scheint.

Auf dieser Ebene, aus dieser Perspektive gibt es kein Entrinnen.

Hier gibt es kein Glück das nicht wieder zerfällt.

Hier gibt es keine Sicherheit das nicht potentielle Unsicherheit in sich trägt.

Hier gibt es keine Liebe, sondern nur Begegnungen zwischen verstörten Menschen, die nicht sehen und sich somit gegenseitig verletzen.

Dies ist der Weg des Egos, des Selbst und seine Zeichen sind die Zerstörung von allem was es berührt.

Jeden Weg das das Selbst wählt führt von der Lösung weg, da es Auflösung bedeutet.

Jedes Ziel das es anstrebt lenkt vom Ziel der brennenden Sehnsucht ab.

Jedes Zeichen das hoffnungsvoll als Zeichen des richtigen Weges betrachtet wird, ist der Wegweiser in den Sumpf der Gedankenwelt, aus der die Angst niemand mehr entkommen lässt.

So scheint es.

Und auch die Ablehnung von alldem, die Rebellion dagegen, ist nur die Strategie des Selbst zu bleiben und zwar unter allen Umständen.

In dieser Dimension unterstützt jede Bewegung die Existenz des Selbst und macht die Welt scheinbar realer und fester.

Damit wächst die Ablehnung und damit das Anhaftenden, das in sich die gleiche Bewegung ist, und verdichtet die Welt zu einem noch bedrohlicheren Ort in dem der Mensch auf Leben und Tod ausgeliefert ist.

Eine Kreisbewegung, die durch den Ausbruchsversuch den Kreis nur noch größer werden lässt.

Das perfekte Gefängnis das seine Mauern bei Bedarf selbst versetzt, mit der Zustimmung des Insassen.

Ein Entkommen scheint nicht möglich. Tatsächlich ist ein Einkommen nicht möglich, da bei Entkommen das Ende droht, das Auslöschen zu bedeuten scheint.

Dies alles wäre sehr furchtbar bedrückend, wenn es wahr wäre.

Doch es ist gelogen.

Es ist die Lebenslüge des Selbst.

Es ist das Beatmungsgerät des Egos.

Es ist die Droge das Gefühl ein selbstständiges unabhängiges menschliches Wesen zu sein.

Es ist die Sucht größer als Gott zu sein.

Doch schau.

Der Mensch ist die Bewegung des Lebens selbst, weder sein Ausgangspunkt noch sein Endpunkt.

Einfach eine Bewegung sich aus Bewegung erhebend und darin wieder versinkend.

Die Welle die aus dem Ozean erhoben wird, umschaut und wieder im Ozean versinkt um erneut erhoben zu werden.

Geschaffen einzig um den Jubel der Herrlichkeit zu sehen und diesen zu bezeugen.

Dieses aus dem Alles Ist.

Jede Bewegung die von sich selbst glaubt Dieses nicht zu sein, ist Dies das das nicht glaubt.

Das Selbst das glaubt unabhängig und losgelöst von Diesem zu sein, ist Dies das als Selbst das glaubt.

Es gibt keine Trennung, da es nichts zu trennen gibt.

So ist der wahre Weg die Bewegung selbst und seine Zeichen ist die nächste Bewegung, die sich erhebt wenn die Vorherige ausläuft, fließend, endlos und anfangslos.

Das wahre Ziel ist staunend mit dieser Bewegung zu fließen, sehend das Element der Bewegung sein, dass alles Dies ist.

Herausfinden aus der Tiefe kann das ein Jemand nie, vielleicht eine Ahnung davon haben, wie den Duft einer Blume riechen aber die Blume niemals sehen.

Doch Dies geschieht niemanden, da niemand Nichts ist das Alles IST.

Die Kraft die Dies offenbart und offen zur Schau stellt, erschreckt alle Selbst-Bewussten Menschen und lässt ihren Blick in Angst abwenden.

Das Leben ist Euphorie und tote Menschen sterben in diesem Licht.

Das Selbst stirbt in diesem Licht. Erst stirbt das Selbst das von sich denkt das es Ist. Das ist einfach. Das kann kommen und gehen.

So wie Stille kommen kann und gehen kann.

Doch dann stirbt das Selbst das sich lebendig fühlt.

Dies zerschmettert alles bis zum Grund des menschlichen Lebens.

Hier wird die Sicht befreit und Sehen breitet sich aus.

Mit dem Sehen kommt das Staunen über Alles.

Die Welle der Bewegung entfaltet sich ungebremst und niemand wird je wissen wohin sie geht.

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