Gespräche zu „Die letzte Nacht“

September 2, 2018 - Kommentare deaktiviert für Gespräche zu „Die letzte Nacht“

Gespräche zu „Die letzte Nacht

02.09.2018

Einige kürzlich zurückliegende Fragen und Gespräche haben deutlich hervorgehoben dass die Kommunikation  zwischen uns Menschen in einem großen Umfang von Missverständnisse geprägt ist. Dieses „aneinander vorbeireden“  hat sicher eine Vielzahl von Ursachen aber eine davon ist besonders auffällig und durchdringt beinahe jedes Gespräch. Jeder Mensch existiert in seiner „eigenen“ Wahrnehmungssphäre und projiziert seinen spezifischen Ereignishorizont.

Um es nicht unnötig komplex zu machen lassen wir mal außer Betracht das hier die Sicht besteht dass dieser „jeder Mensch“ auch schon Projektion ist.

Die spezifischen Projektionen weisen allerdings eben auch Überlappungen mit anderen spezifischen Projektionen auf und da ist dann die Chance auf eine Verständigung bzw. auf ein gemeinsames Verständnis über ein jeweiliges Thema.

Bedingung ist allerdings dass sich die Kommunizierenden wenigstens auf eine minimale Übereinkunft der Bedeutung der Begrifflichkeiten, die hier verwendet werden, verständigen können. Ansonsten wird dieses Gespräch nur ein Austausch von bedeutungslosen Worthülsen.

Allerdings ist nicht auszuschließen dass das sowieso so ist.

Also für dieses Gespräch hier gilt hier zumindest die Übereinkunft dass derjenige Mensch welcher fragt und derjenige Mensch der hier die Antworten hervorbringt aus der Sicht heraus nicht verschieden ist.

Es ist das Selbe. DIES flüstert sich die Antworten selbst zu.

Kein Fragender, kein Antwortender.

Kein Blinder, kein Sehender.

Kein Unwissender, kein Wissender.

Kein Suchender, kein Finder.

Warum ist das so wichtig? Weil festgestellt wurde dass den Worten hier „geglaubt“ wird.

Das ist das Allerletzte was hier gewollt wird und trotzdem geschieht es. Diese Worte sollen einzig dazu dienen den Impuls der Suche nach Wahrheit zu übertragen, besser allerdings noch dass dort gesehen werden kann das Finden schon immer ist.

Wenn das nicht möglich ist, gilt zumindest die zweite Übereinkunft für dieses Gespräch, versuche mal das Nicht des Glauben-wollens anzuwenden. Stimme nicht zu, lehne nicht ab und ziehe keine Vergleiche.

Versuchen wir es also.

Die Zeilen „Die letzte Nacht“ sind im Juni 2011 spontan auf die Frage eines Freundes niedergeschrieben worden. Die begleitende Erfahrung der Spontanität ist hier immer in gewisser Weise ein Hinweis darauf dass das, was zum Vorschein kommen kann, ein Fingerzeig in Richtung „Wahrheit“ sein könnte. Als persönliche Leistung kann es sowieso nie gesehen werden. Also nun zum Text:

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

Diese Zeile leitet jede der 10 Strophen ein. Es beinhaltet somit mehrere Bedeutungen. Nacht steht in dieser Strophe nicht für die Zeit des jeweiligen Tages in der es dunkel ist. Es deutet auf deine Erfahrung des Zustandes der inneren Verdunklung hin. Deine Suche, deine Verzweiflung, dein Scheitern, hat diese Erfahrung der Dunkelheit, der Abgeschnittenheit, der Einsamkeit hervorgehoben. Es wird als ein „innere Zustand“ erlebt. Doch auch das ist nur eine Erfahrung, so wie vorher alles als „real und außen“ gesehen wird erscheint es nun als „real und innen“. An diesem Punkt hilft aber die Erklärung das es „nur“ eine Erfahrung ist überhaupt nicht. Auch wenn es die absolute Wahrheit ist. Die Erfahrung ist oft einfach noch zu überwältigend.

„…wenn Du einsam bis“

„einsam“ steht in dieser Strophe noch für Alleinsein oder Zurückgezogen-sein. Wie ein verwundetes Tier suchst du die Einsamkeit, dass Alleinsein und ziehst dich von den anderen Menschen zurück. Ein Impuls der sehr stark werden kann… Abwendung von der Masse, der Gesellschaft, dem Gewöhnlichen und Hinwendung zu dem Göttlichem, Erhabenen, dem Außergewöhnlichen. Das ist eine Basisbewegung des Egos. Denn wer oder was sucht wohl nach Erlösung  und nach mehr als das was IST?

„Spüre die Zweifel auf Deinen Lippen“

Der Zweifel der hier angesprochen wird ist eine wichtige Komponente der wahrhaftigen Suche. Hier ist nicht der übliche Zweifel gemeint, wo wir heute dies anzweifeln, morgen etwas anderes  und das gestrig Angezweifelte nicht mehr anzweifeln. Es ist einfach mangelnde Klarheit wenn wir ständig irgendwas bewerten und beurteilen. Dieses Verhaltensmuster ist eine gewichtige Komponente warum sich die Erfahrung von Dualität so stabil manifestiert kann.

Dieser „richtige“ Zweifel ist ein Bewusstheitszustand wo es beginnen kann dass die sogenannte Realität hinterfragt wird. Doch es fehlen oft die Worte die Fragen auszudrücken, deine Lippen können die Frage (noch) nicht formulieren. Doch dieses unbestimmte Gefühl gewinnt an Gewicht, die Fähigkeit sich zu äußern und zu hinterfragen wächst.

„Spüre die Angst in Deinen Augen“

Die Angst ist unser gewöhnlichster Begleiter. Forsche mal nach was da wirklich Angst hat und besonders vor was. Klar, wir Menschen haben Angst davor zu leiden. Allerdings haben wir genauso intensiv Angst vor dem Enden des Leidens. Es ist uns doch so vertraut. Eigentlich wollen wir doch dass alles so bleibt, nur eben irgendwie besser. Doch du hast dich auf dem Weg gemacht die Wahrheit zu suchen und nun spürst du dass das Finden kein Stein auf dem Anderen lassen wird.

An diesem Punkt der Erkenntnis kannst du zwar anhalten oder langsamer werden, aber ein Zurück gibt es nicht mehr. Du steckst fest. Jetzt bleibt dir nur übrig die Angst als Werkzeug zu nutzen, ihr Wesen zu erforschen und ihre Wirkung zu beobachten. Freiheit will also verdient werden…mhm… Das ist doch deine Überzeugung, oder? Dann diene der Freiheit eben bis sich deine Überzeugungen auflösen dürfen. Schließlich wird sich die Erfahrung der Furchtlosigkeit manifestieren. Diese Erfahrung ist nicht das Gegenteil von Furcht.

„Spüre den Zorn in Deinem Herzen“

An diesem Punkt deiner Reise fühlst du dich vom Leben völlig verarscht. Die Erfahrungen die sich mit der Methode des Zweifelns und der Erforschung der Furcht manifestieren konnten, stellen dein gesamtes Weltbild und Überzeugungen auf den Kopf. Klar bist du wütend. Irgendwas würde nicht mit dir stimmen  wenn diese Erfahrung nicht hochkommt. Wenn der Zorn der hochkommt dann abklingt erscheint die Erfahrung von Desillusionierung und Ratlosigkeit. Das ist ein gutes Zeichen. Besonders Ratlosigkeit ist Gold wert. Wenn die Erfahrung von Ratlosigkeit ganz tief akzeptiert werden kann und nicht angerührt werden muss ist der Raum für Sicht entstanden.

Das ist dann der erste ernsthafte Schlag gegen deine gewöhnliche konditionierte Annahme über die Natur der erscheinende Realität. Diesem folgen weitere, doch dieser Schlag drischt eine erste wichtige Schneise in das Dickicht der Verblendung. Alles was du davor geglaubt hast für die Freiheit unternommen zu haben war, aus rückblickender Perspektive, nur Firlefanz. Allerdings notwendig. Scheinbar.

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

In dieser Strophe wandelt sich die Bedeutung  „Nacht“. Es repräsentiert nicht mehr ausschließlich diese „verzweifelte inneren Verdunklung“. Wann kannst du Licht am besten sehen? Genau in der Dunkelheit. Die Dunkelheit dieser Nacht ist nun willkommen, denn dadurch besteht jetzt die Möglichkeit der unterscheidungsfähigen Wahrnehmung. Eine notwendige Erkenntnis, da du diese Unterscheidungsfähigkeit für deine weitere Reise dringend benötigen wirst, doch das wirst du selber noch herausbekommen. Letztlich wirst du die Fähigkeit der unterscheidungsfähigen Wahrnehmung benötigen um feststellen zu können dass alles das was IST das Selbe ist. Wenn diese Aussage jetzt als Paradox aufgefasst wird ist das an diesem Punkt völlig in Ordnung.

„…wenn Du einsam bist“

Auch hier wandelt sich die Bedeutung. Nun bist du nicht mehr in dem …verwundetes Tier-Modus und suchst die Einsamkeit nicht mehr als Abwendung von dem was IST sondern du nutzt die seltenen Gelegenheiten des Alleinseins um über das was du über das Göttliche, Erhabene, dem Außergewöhnlichen sammeln konntest zu kontemplieren um rauszubekommen was du alles sein kannst.

Da du genug gelitten hast, so glaubst du, keimt die Hoffnung auf Erleuchtung als das ultimative Enden des Leidens auf. Bist du auf deinem jeweiligen spirituellen Pfad gut trainiert worden erfährst du dich als altruistisch und dehnst diese Hoffnung auf alle fühlenden Wesen aus. Das IST ist also scheinbar immer noch nicht ausreichend. So, so … das ist allerdings immer noch eine Bewegung des Egos, da die Aussicht auf Resultate, auf ein Ergebnis die treibende Motivation darstellt.

„Spüre was Du wirklich bist“

Die größte Geste, zu der das Ego fähig ist, ist zu Erlauben darüber nachzudenken dass das Ego selbst und seine Mechanismen des Greifens, Ablehnens und des Ignorierens das Hindernis zur angestrebten Erleuchtung sein könnten. Das Ego macht dann eine Bewegung des Hingebens seiner selbst. Möglicherweise wird das sogar ganz tief geglaubt und als wahrhaftig erfahren. Wenn diese Erfahrung auftaucht kommt langsam etwas in Bewegung. Natürlich wird sich das Ego nicht hingeben, es kann nicht, es ist eine Illusion, ein Mind-Fuck. Was nicht existiert kann sich nicht hingeben… und doch kann die Geste des Hingebens in die Erfahrung des Annehmens münden.

Es könnte hier noch mehr darüber berichtet werden aber für diejenigen wo diese Erfahrung des Annehmens nicht geschehen ist würden diese Beschreibungen wohl nur Fantastereien beschwören. Für diejenigen wo es geschehen zu sein scheint würde das nur kalter Kaffee sein. Letztlich passiert nicht mehr als das Du Dich als das erfährst was Du schon bist. Wenn du glaubst das war es dann, nun…. hier geht’s eigentlich erst richtig los.

„In der Nacht wenn Du einsam bist“

Die Bedeutung von „Nacht“ und „einsam“ in dieser Strophe haben von nun an eine völlig andere Bedeutung. Nacht ist nun vielleicht besser mit der Erfahrung von Lichtlosigkeit  oder jenseits des Lichtes zu beschreiben, wenn wir bei einem weltlichen Termini bleiben wollen. Es bedeutet dass die Basis Allens erfahrbar erscheint. Das ist hinter allen Möglichkeiten des Beschreibens. Denn das Wort „Leerheit“ wird nur zu schnell und gerne benutzt um etwas völlig unbeschreibliches Auszudrücken. Vielleicht tut es das Wort Lichtlosigkeit auch nicht besser, aber tatsächlich kann nun das ewig Unbewegte als Bewegung „gesehen“ werden.

„Einsam“ hat nun überhaupt nicht mehr die Bedeutung von Alleinsein oder Zurückgezogenheit. Im Gegenteil ..Vereint was nie getrennt… und da spielt es keine Rolle ob du dich in der Menge auf dem Marktplatz oder alleine auf der Wanderung durch die Berge befindest. Du bist Dies und siehst dass Du Dies bist, das ist unabweisbar. Doch gib acht, das ist auch nur eine Erfahrung.

„Siehst Du
kein Zweifel, Angst und Zorn
ist jemals dort gewesen“

Man könnte als Ergebnis dieses „Sehens“ ausdrücken dass die Erfahrung erscheint dass niemand da ist und niemals jemand da war. Wenn nie jemand war, wie könnten da die Emotionen die uns scheinbar so gebeutelt haben eine inhärente Wirklichkeit haben? Wie könnte also, wenn sie keine inhärente Wirklichkeit haben, die Realität, die wir doch als so faktisch erfahren haben, eine eigenständige Existenz besitzen? Hat sie nicht, doch sieh selbst.

„Siehst Du
In der Dunkelheit die leuchtenden Sterne
Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe“

Diese Strophe deutet auf eine Erfahrung hin die mehrere Ebenen der Erkenntnis beinhaltet. Dunkelheit steht hier tatsächlich für Leerheit, NICHTS, Darmakaya, Basis, Quelle. Es ist NICHTS das unkonditionierte  Potenzialität ALLES IST. „leuchtenden Sterne“ stehen für die manifestierte Potenzialität. ALLES und NICHTS sind nicht zwei Zustände. Es ist Nondual und zeitlos gleichzeitig. Da hier schon kläglich regelmäßig daran gescheitert wurde es zu beschreiben lassen wir das besser. Doch es kann als Erfahrung „gesehen“ werden und darauf weist die die Zeile „….. Und der Mondschein lächelt sein Licht in die endlose Tiefe“ hin. Zum Beispiel kann sich in einem Darkretreat diesbezüglich eine eindeutige Erfahrung manifestieren und einen Hinweis liefern was wir wirklich sind.

Ist jedoch das Nicht-Greifen (nach auftauchenden Erfahrungen) noch nicht stabil genug und muss nach dieser oder ähnlichen Erfahrungen gegriffen werden, so sind die Reflexe und Subroutinen unseres gewohnheitsmäßigen Menschseins noch aktiv. Dann ist es besser es zu unterlassen Methoden anzuwenden die diese oder ähnliche Erfahrungen erzeugen. Die laufenden Subroutinen bilden automatisiert Konzepte über die entsprechende Erfahrung und macht daraus etwas Erfahrenes. Das kann dann wie ein Filter wirken und letztlich kann es zu einem Hindernis werden, das jegliches „Sehen“ blockieren kann. Das bezieht sich nicht nur auf die Methoden der Dunkelheit sondern auch auf die Methoden des Lichts.

„Siehst Du was DU immer warst“

Das ist einerseits eine Vertiefung der vorherigen Strophe, geht allerdings auch darüber hinaus. Das „Sehen“ kann ungeahnte Tiefe annehmen. Es kann sich in jede Richtung ausdehnen. Was da wahrgenommen wird kann selten wirklich verständlich beschrieben werden. Oft stellt sich hier auch die Frage warum es beschrieben werden sollte, denn letztlich führt es zu Missverständnissen und zu Gesprächen wie diesen und diese Gespräche wiederum zu weiteren Missverständnissen.  Da jedes menschliche Wesen die Fähigkeit hat zu „sehen“ so sieh doch selbst!

Vielleicht noch mal zu dem was in der Wahrnehmung beim „Sehen“ auftaucht und unseren menschlichen Reflex der dazu erscheint. Es ist offensichtlich notwendig es so oft wie möglich zu wiederholen: Das was auftaucht ist eine Erfahrung z.B. von Leerheit, von der Natur des Geistes, von natürlich klarem Licht usw.

Der übliche Reflex ist bei solch einer Erfahrung davon zu sprechen „Das bist Du“.  Das ist nicht korrekt und fahrlässiger Weise viel zu „früh“. Da gibt es nämlich immer noch etwas was erfährt und etwas was erfahren wird. Das ist Dualität, wenn auch subtil.

Dann ist es hoffnungslos, fragst Du? Doch, das was erfährt und das was erfahren wird kann „verschmelzen“… tatsächlich allerdings verschwindet das was erfährt, da es nie bestanden hat…..vereint was nie getrennt… Wir sind jetzt hier weit über die Grenze des sinnvoll beschreibbaren gegangen und es ist genug gesagt dazu.

„Sitz nun still in Deinem Haus“

Mit „Sitz nun still…“ist keine Achtsamkeitsmeditation oder tatsächlich stillsitzen gemeint. Hier bezieht sich diese Aufforderung auf die gesamten Ebenen deiner menschlichen Existenz. Also auf die Erscheinung als Körper, Energie und Geist. „….Deinem Haus“ Haus bedeutet hier Dimension und weist auf die Erfahrung hin dass sich deine Erscheinung (Existenz) als „Ausdehnung“ oder „so sein“ oder „ursachlos aus sich heraus erscheinend“ erfahren hat und diese Erfahrung vollständig in die Wahrnehmung integriert ist. Wie sprachen schon über diesen Punkt… das was wahrnimmt und das wahrgenommene „verschmilzt“ da es nie getrennt war…

„In dieser Stille lös Dich auf“

Das ist keine Aufforderung aktiv etwas zu unternehmen oder eine Methode anzuwenden. Stille löst sich in Stille. Gibt es hier noch ansatzweise einen Impuls etwas anzuwenden ist dein Weg bis hier hin reine Fantasterei gewesen.

„Kannst Du endlich gehen und niemand kommt zurück“

Die tiefsitzenden menschlichen Konditionierungen und verdeckt operierenden Subroutinen der menschlichen Erscheinung hören erst an diesem Punkt auf zu funktionieren. „…niemand…“referiert von nun an nicht mehr auf einen (scheinbar ehemals) vorhandenen jemand.

Das könnte man als den endgültigen Übergang von Befreiung zur Freiheit bezeichnen.

Freiheit hat überhaupt nichts damit zu tun was wir uns vorstellen können.

Wenn du die Chance findest zu wählen, überleg dir genau ob du Freiheit sein möchtest.

Ich necke dich nur ein bisschen… du hattest nie eine Chance irgendwas zu wählen.

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Was ist der Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit? Teil 3

Mai 5, 2018 - Kommentare deaktiviert für Was ist der Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit? Teil 3

Was ist der Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit? Teil 3

 05.05.2018

Hier ist ein ganz gewöhnliches menschliches Wesen.  Nichts Besonderes, eher mit durchschnittlich Fähigkeiten ausgestattet, so wie die meisten der sieben Milliarden  menschlichen Erscheinungen die inzwischen in dieser Dimension herumwandeln.

Der einzige Unterschied scheint zu sein dass es hier unabweisbar so  ist dass keine unabhängige, getrennte, auf  Objekt-Subjekt bezogene Existenz gelebt werden kann.

In aller Nüchternheit wird dies so gesehen und die Lebendigkeit verprobt diese Sicht und Seinsweise bei jeder sich bietender Gelegenheit.

Alles verändert sich, alles fällt auseinander, alles setzt sich aufs Neue zusammen,  alles wird zerstört und entsteht wieder, alles erscheint und alles verschwindet, ein endloser Strom der sich verändernden  Erscheinungen.

Doch die Sicht IST.

Natürlicherweise tauchen in der Sicht die unterschiedlichsten Phänomene auf, die unterschiedliche Erfahrungen projizieren, jedoch ist das vergleichbar  mit Wassertropfen im Sonnenlicht. Das Sonnenlicht wird nicht ein einzigen Moment von den Wassertropfen berührt.

Die Eigenschaft der Wassertropfen und die Eigenschaften des Sonnenlichtes führen zu den Ereignissen die wir als Reflexionen, Beugung des Lichts, Spiegelungen etc. erfahren.

Unsere Wahrnehmung wird gewöhnlicher Weise von diesem Lichtspiel eingefangen und fixiert. Aus der allumfassenden Sicht, die unsere natürliche Veranlagung ist, wird ein schmales Band der Wahrnehmung. Das bezeichnen wir dann als meine Welt.

Das alles ist jedem bewussten  und fühlenden Wesen grundsätzlich bekannt und kann durch eigene Forschung verifiziert werden. Der Unterschied ist nur ob Interesse besteht diese Forschung durchzuführen oder nicht.

Forschung bedeutet hier seinen Blick auf die erscheinenden Ereignisse zu richten und sich nicht von der äußeren Form der Phänomene  ablenken zu lassen.

Mit Ereignissen sind hier sowohl  die Gedanken, Emotionen und Empfindungen gemeint die „innen“ zu sein scheinen, als auch das Zwitschern eines Vogels, das Nörgeln deines Partners oder  die Schönheit des Sonnenaufganges das üblicherweise als „außen“  erscheinend wahrgenommen wird.

Was bedeutet „sich nicht ablenken“ zu lassen?

Unser normales Verhalten ist durchdrungen von Beurteilen, Ablehnen, Annehmen, Beschreiben, Greifen usw.

Selbst eine winzige Unterbrechung unserer üblichen Verhaltensmuster genügt und diese Ereignisse offenbaren ihre wahre Natur, damit offenbart sich auch die Wahre Natur selbst und es offenbart sich das Du diese wahre Natur ebenfalls bist, als Erscheinung  die in dieser Dimension >Mensch< genannt wird.

Stabilisiert sich diese Sicht öffnet sich Wahrnehmung auf die Struktur der Existenz an sich und wird die Bestätigung der Reinheit des Sehens.

Blinzele mal aus dieser reinen Sicht in eine Lichtquelle, zum Beispiel in das Licht einer brennenden Kerze oder in das Licht eines  Sonnenaufganges bzw. Sonnenunterganges. Die verschieden Erscheinungen wie Kreise mit einem kleinem Punkt in der Mitte(wie Fischaugen), über regenbogenfarbige Sphären die in unterschiedlichsten Strukturen ineinander verwoben sein können, sind keine Augenfehler oder werden gar durch das Licht erzeugt. Nein, es sind Abbilder der energetischen Struktur der Existenz. Musst Du sie als ein externes oder internes Phänomen beurteilen und fängst an danach zu greifen, so laufen möglicherweise  die Subroutinen des Verstandes  zu heftig. Ist die Erfahrung des Greifens noch zu mächtig so übe nicht weiter. Statt Freiheit wird dann nur ein Muster des Begehrens nach Freiheit  oder Faszination aufgebaut  und kann zu einem mächtigen Hindernis werden.

Die Übungen, um diese Subroutinen zu beruhigen, sind die gleichen wie die zuvor als Du die groben Muster des Verstandes ausgerichtet hast. Du hast dann vielleicht nur aus der Faszination des Sehens etwas zu früh damit aufgehört.

Um in dieser Erfahrung „des Sehens der energetischen Struktur der erscheinenden Existenz“ zu bestehen, ist die absolute Abwesenheit von Greifen oder Ablehnung die ultimative  Bedingung. Selbst „Niemand“,  mit seiner subtilen Referenz  zu dem „verschwundenen Jemand“,  kann hier noch eine schwere Last sein.

Doch ist die Sicht frei von all dem, offenbart sich im Wechselspiel mit dem Licht so die Strukturen dessen wie Du tatsächlich zu sein scheinst. Ist Stabilität der Sicht erlangt, so offenbart sich das genauso auch im Zusammenspiel mit dem „schwarzen Licht“. Da gibt es keinen Unterschied.

Erscheint dabei die Annahme dass Du das Licht und/oder diese Strukturen bist, ist das eine Falle.

Du BIST die Potenzialität die sich als „Licht“ und „Strukturen“ entfalten kann. Das „Licht“ und die „Strukturen“ sind der erfahrbare Ausdruck als fühlende Existenz bzw. als wahrnehmende  Erscheinung.

Die Reise der Wahrnehmung ist damit noch nicht vollendet. Doch ist diese Sicht vollumfänglich, unverrückbar manifest so kennzeichnet sie den Übergang von Befreiung zur Freiheit.

Dieter Vollmuth – Spirituelle Entwicklung muss man sich verdienen

April 9, 2018 - Kommentare deaktiviert für Dieter Vollmuth – Spirituelle Entwicklung muss man sich verdienen

Normalerweise werden hier keine Links zu anderen Beiträgen veröffentlicht. Doch diese beiden untenstehende Beiträge sind einfach perfekt und Regeln sind dafür da gebrochen zu werden.

Kurz und knapp zeigt Dieter Vollmuth um was es wirklich geht. Es ist zu sehen dass diese Texte aus Erfahrung gespeist sind.

Wunderbar!

Link: Dieter Vollmuth – spirituelle Entwicklung muss man sich verdienen

Link: Dieter Vollmuth – Worum geht es wirklich

Wunderbare Beiträge. Jedes Wort sitzt. Perfekt!

Was ist der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung? Teil 2

April 5, 2018 - Kommentare deaktiviert für Was ist der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung? Teil 2

Was ist der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung?

Teil 2

05.04.2018

Wir haben über Erfahrungen gesprochen und darüber das DIES, die Singularität, nicht direkt wahrgenommen werden kann.

DIES, die Singularität, was wir wirklich sind, kann offensichtlich nur über Aspekte, die die Singularität repräsentieren, erfahren werden. Genauer gesagt durch Erfahrungen die wir diesen Aspekten zuordnen.

All das ist in dem Lauf von Jahrhunderte oder vielleicht auch Jahrtausenden der spirituellen Forschung systematisch kategorisiert wurden und kann in vielfältiger Form in vielen Abhandlungen in unterschiedlichen Religionsformen gefunden werden.

Nochmal, das ist ein wichtiger Punkt, die Singularität, wird in Aspekten beschrieben um sie mitteilbar zu machen. Wir benutzen unseren Verstand und zeigen mit unserem geistigen Finger in eine „Richtung“ um zu sagen … das ist es … so ist es… oder …. das ist es nicht.  Wir zerlegen das Unzerlegbare in Teile. So funktionieren wir Menschen scheinbar.

Doch das Zerlegen bringt uns der Ganzheit nicht näher. Wir befriedigen damit nur den analytischen Trieb unseres Verstandes.

Während des Befriedigungsvorganges des Verstandes kann die Intelligenz, die wir tatsächlich sind, frei wirken und die Unzerlegbarkeit der Ganzheit „sehen“.

Das könnte man als ein Akt der Befreiung beschreiben, wenn man mag.

Das „Sehen“ bleibt allerdings bei den schon erwähnten Aspekten hängen. Darüber haben wir schon gesprochen.

Unmanifestierte Potenzialität, NICHTS, manifestierte Potenzialität, ALLES, Nicht-Zeit, Nicht-Raum, Raum und Zeit usw. versuchen diese Aspekte mit Wörtern, also mit Bedeutung, zu belegen.

Wer versucht diese Aspekte mit Wörtern und Bedeutung zu belegen? Unser analytischer Verstand versucht das Unbeschreibare mit einem Wert, der mit etwas verglichen werden kann, zu belegen.

Gut – Böse

Raum – Nicht-Raum

Groß – Klein

Manifest – Unmanifest

Unendlich – Begrenzt

Schön – Widerlich

Falsch – Richtig

Dem Verstand kann hier kein Vorwurf gemacht werden. Er macht einfach seinen Job. Er legt unermüdlich Bibliotheken an und das auf jeder nur vorstellbaren Ebene und zu jedem möglichen Objekt.

Das ist bis dahin allerdings völlig unproblematisch und kann darüber hinaus sowieso nicht dauerhaft in einem lebendigen funktionierenden Wesen unterbunden werden.

Übrigens die Methoden, die versuchen diesen automatischen Vorgang des Verstandes dauerhaft zu unterbinden, sind zum Scheitern verurteilt. Statt zur Freiheit führt der dauerhafte Versuch der Unterbindung dieses Prozesses nur zu weiteren heftigen Problemen unserer Existenz.

Aus der Sicht der Freiheit sind die Meditationmethoden, die die Zielsetzung beinhalten die Gedanken anzuhalten, nicht erfolgsversprechend. Natürlich erzeugen diese Methoden Erfahrungen, wie temporäre Gedankenlosigkeit oder die Erfahrung der one-pointedness usw. Doch verändern sich die Umstände so verändern sich auch die Erfahrungen und es ist geschehen um die Gedankenlosigkeit.

Was ist also der Wert der Methoden?

Methoden erzeugen Erfahrungen, die ihrerseits die Aspekte der Singularität vermitteln können. Das Ziel ist Nondualität. Also das was wir schon ursachlos und anfangslos sind.

Erinnerst du dich. Die Basis, der Pfad und die Frucht ist das Selbe. Nur unsere Unwissenheit macht es zu Objekten.

Die fundamentale Erfahrung des Geistes ist Leerheit. Die des Körpers ist Empfindung und auf der Energieebene ist es Klarheit. Das sind die drei Tore die uns Menschen auf der Suche nach Freiheit zur Verfügung stehen. Diese müssen wir beschreiten, wenn uns die Sehnsucht nach Freiheit zwingt unsere Bequemlichkeit und Faulheit aufzugeben.

Doch eine Garantie auf Erfüllung gibt es nicht.

Verspricht Dir jemand, bei der Anwendung einer Methode, eines Pfades usw., die Garantie auf Freiheit ist die Wahrscheinlichkeit extrem groß das er/sie ein Schwindler und Scharlatan ist.

Was verstärkt zu beobachten ist die Zunahme der Entwicklung von Erleuchtungs-Businessmodellen.

„Lehrer“, „Erleuchtete“, „Erwachte“, „Wisssende“, „Gurus“ schießen wie Pilze, nach einem schönen warmen Sommerregen, aus dem Boden.

Sie bieten Methoden zur Erleuchtung an.

Was bestenfalls tatsächlich passiert ist das Methoden angeboten werden die Erfahrungen erzeugen, wie zum Beispiel die Erfahrung von Leerheit. Diese Erfahrung der Leerheit wird dann als das zu erreichende Ziel postuliert und im schlimmsten Fall als erleuchteter Zustand bezeichnet. Das Ego bläst sich zum Super-Ego auf und heftet sich den säkularen Orden der Erleuchtung an die stolzgeschwellten Brust.

Das ist nicht korrekt.

Jeder Pfad der nicht die Zerstörung des Egos beinhaltet, also die Demontage und Demaskierung des persönlichen Glaubens und unhinterfragten Verständnisses ein unabhängiges Leben zu besitzen, vorantreibt, ist letztlich nur eine Shoppingtour durch das esoterische Disneyland dieses Zeitalters.

Mit Finden von absoluter Freiheit hat das alles nichts zu tun.

Die Erfahrung von Traurigkeit erscheint hier während das mitgeteilt wird.

Wird, während die Erfahrung der Traurigkeit erscheint, gesehen das Traurigkeit erscheint? Ja.

Wird, während die Erfahrung der Traurigkeit erscheint, gesehen, dass das was die Traurigkeit erfährt und die Traurigkeit die erscheint, das Selbe ist? Ja.

Wird, während die Erfahrung der Traurigkeit erscheint, gesehen das dieses Erscheinen ursachlos ist und letztlich keine entstehende Basis hat. Ja.

Ist das Erleuchtung? Nein.

Was ist es dann? Unabgelenkte Präsenz eines Wesens das Befreiung erfährt.

Was ist dann Freiheit?

Die absolute Abwesenheit der Kenntnis darüber das Konzepte von solchen Fragen überhaupt existieren können.

Um was geht’s.

März 30, 2018 - Kommentare deaktiviert für Um was geht’s.

03.09.2011

Um was geht’s.

Teil 1

Dies ist ein Bericht über das Ende einer spirituellen Suche nach Erleuchtung.
Somit ist es ein Bericht über das Finden.

Die vielleicht überraschende Erkenntnis war das Finden schon immer da ist und die Suche selbst das Hindernis.
Doch das ist keine persönliche Erkenntnis, denn die psychologische Person ist dabei abhanden gekommen.
Diese Person ist bis heute nicht zurück gekehrt.

Somit lebt sich das Leben jetzt selbst.

Das ist sicher nicht zu erklären und noch weniger zu verstehen. Trotzdem wurden Worte auf das Papier geschrieben und haben diesen scheinbaren Übergang beschrieben.

Rückblickend kann gesagt werden, dass dabei aus einer völlig unbekannten Perspektive die Themen beleuchtet wurden, die bei der Suche eine Rolle zu spielen schienen.

Es ist wie ein Blick zurück von einer ewig unbekannten Dimension auf das Land der sehnsuchtsvollen Suche.
Es ist ein Blick zurück, über die scheinbar unüberwindliche Grenze von der der Sucher immer wieder abprallte.

Es wurde aufgeschrieben, bevor die Erinnerungen an die spirituelle Reise verblasste angesichts der unbeschreiblichen Wahrnehmung der Wunder die uns Menschen ständig umgeben.

Über die Bedeutung der Worte hinaus haben die Verse die Kraft durch ihren eigenen Rhythmus die gewohnten Mechanismen des Verstandes zu unterbrechen und sich der Perspektive der Stille zu ergeben.

Die Worte offenbarten sich mit einer unabweisbaren Dringlichkeit und der Körper als Werkzeug schrieb es einfach auf.
Doch vielleicht zur Klärung. Es fand kein Dialog oder Diktat statt, sondern es kann eher beschrieben werden, als ob sich Stille in Worte formte.

Persönlich gesehen ist die Suche beendet, da die Person endete. Doch die Reise der Wahrnehmung geht erst jetzt los. Vielleicht helfen diese Verse und die Tagebuchnotizen den Menschen, die noch auf der Suche sein müssen, als Orientierungspunkte.

Viel Glück!

Was ist der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung?

Februar 27, 2018 - Kommentare deaktiviert für Was ist der Unterschied zwischen Freiheit und Befreiung?

Im Zusammenhang mit meiner Suche nach Freiheit  lese ich immer wieder von den Begriffen >Leerheit< oder auch >Das Nichts<. Was hat das mit Freiheit oder Befreiung zu tun?

25.02.2018

Worte führen sehr schnell in die Irre. Wir hören sie und verstehen oder verstehen nicht.

An diesem Punkt ist der Irrtum schon geschehen.

Denn wenn wir >verstehen< oder >nicht verstehen<  benutzen wir unseren Verstand und dieser kann nur innerhalb der ihm bekannten faktischen Bibliothek agieren. Der Verstand verarbeitet, vergleicht, misst, wiegt, beurteilt usw. Die gesammelten und gespeicherten Informationen in dieser Verstandes-Bibliothek nennen wir unser Wissen. Die daraus konstruierten Zusammenhänge bilden die Basis unserer Überzeugungen und diese stützen das Fundament des Selbstverständnisses  >eine Person zu sein und ein Leben zu haben<.

Befinden sich in unserer Verstandes- Bibliothek eventuell Informationsfragmente zum Thema >Leerheit< in Verbindung mit den Begriffen  >Freiheit< und >Suche<  sagen wir „ich verstehen“ oder „ich weiß“. Werden keine abgespeicherten Informationen gefunden, sagen wir „ich verstehe nicht“ oder „ich weiß nicht“.

Haben wir vielleicht noch ein paar oder auch viele buddhistische Bücher, in denen der Begriff >Leerheit< vorkommt, gelesen oder waren auf einem Seminar/Retreat wo ein Mensch darüber referiert hat, so haben wir möglicherweise mehr Informationen gesammelt als der Durchschnitt. Dann glauben wir dass wir klüger sind als andere. Sind wir gut erzogen sprechen wir das natürlich nicht laut aus, aber selbstverständlich sind wir davon fest überzeugt und denken: „der/die ist dümmer als ich…ich bin wirklich klug“

Haben wir wesentlich mehr Informationen als der Durchschnitt gesammelt, so halten wir uns für Experten.

Glauben wir das wirklich von uns, sind wir weiter entfernt von Freiheit als es der größte Idiot jemals sein könnte.

Wenn du nur für dieses eine Gespräch mal aufhören würdest Informationen zu sammeln, könnte dein Verstand mal ein bisschen verweilen und das Ruhen der Funktionen  >sammeln, bewerten, speichern oder verwerfen, etc.<   gibt dir vielleicht die Energie über das Verstehen hinaus selbst zu Sehen. Du könntest ein Eindruck von dem erhalten was wirklich IST.

Nur „dein“  Sehen kann dir Wahrheit direkt vermitteln. Das Gespräch hier kann bestenfalls ein Impuls dazu sein. Was hier als „Sehen“ bezeichnet wird ist schon etliche Male beschrieben worden.

Also Sehen wir einfach mal zusammen. Kein Sprechender und kein Zuhörender, nur DIES, die Quelle welche sich selbst ins Ohr flüstert.

Wenn wir die Existenzbasis von Objekte, die in unserer Wahrnehmung erscheinen,  wie diese Vase dort oder wie der Gedanke der dazu erscheint „ die Vase ist sehr schön“  gründlich untersuchen, müssen wir feststellen dass wir nicht herausbekommen können woher sie eigentlich kommen. Oder anders ausgedrückt wir finden keinen existenziellen Quelle dem die Vase und der Gedanke dazu ursächlich entsprungen sein könnte.

Bei dem Objekt Gedanke ist es recht einfach, forsche einfach der Energiespur des gerade noch bestehenden Gedankens entlang und versuche den Ursprungsort zu lokalisieren.

Bei der Vase gehe einfach den ganzen Fabrikationsprozess zurück, dann weiter zu der Entstehung der entsprechenden Roh-und Hilfsstoffe bis hin zur atomaren und subatomaren Ebene und dann darüber hinaus.

Forsche selber nach! Es ist nichts zu finden. Es gibt letztlich keine zu lokalisierenden ursächliche Quelle der Entstehung. ALLES erscheint offensichtlich ursachlos.

Die nicht-auffindbare Basis der Entstehung von ALLEM kann Leerheit genannt werden oder auch NICHTS.

Doch sieh jetzt aufmerksam hin. Wenn das Wort Leerheit benutzt wird, entsteht gewöhnlicher Weise in unserem Verstand sofort ein Konstrukt das sich etwa so wie ein „Unendlicher leerer  schwarzer Raum der Nichts enthält“ erklärt. In diesem  „Unendlicher leerer  schwarzer Raum der Nichts enthält entstehen  aus dem Nichts zwar auf unerklärlicher Weise aber eben irgendwie Irgendetwas“. Zum Beispiel eine Vase oder der Gedanke dazu.

Hast Du es bemerkt? Es passiert etwas ziemlich absurdes.

Der Verstand hat jetzt einfach das „ ich weiß oder weiß nicht“ durch „ich glaube oder ich glaube nicht“ ersetzt. Als Nebeneffekt unseres gemeinsamen „Sehens“ hast du gerade bemerken können dass du dem Verstand nicht trauen kannst. Der Verstand ändert einfach die Regeln und präsentiert das als ganz selbstverständlich.

Einem Menschen, der sich so verhält, würden wir mindestens als fragwürdig  bezeichnen, aber unter keinen Umständen würden wir ihm besonders großes Vertrauen entgegenbringen.

Dem Verstand folgen wir gewöhnlich absolut blind. Was für ein absurdes widersprüchliches Verhalten von uns Menschen.

Der „Unendlicher leerer schwarzer Raum der Nichts enthält und in dem auf unerklärlicher Weise irgendwie Irgendetwas entstehen soll“ ist also offensichtlich ein Glaubensakt des Verstandes. Es ist der gleiche Glaubensakt der dich glaubend machen möchte eine separate Person zu sein. Also dort der unendliche (leere) Raum und hier die separate (einsame) Person. Das wird Dualismus genannt.

Zu Glauben fängt der Verstand gewöhnlich dann an wenn er nicht mehr weiter weiß. Er kann ja nicht „Sehen“ er kann nur vergleichen, messen…etc.

Doch du kannst Sehen, denn du bist nicht der Verstand.  Obwohl du dir genau das aus Gewohnheit und Bequemlichkeit oft vordenken lässt.

Lass uns also „weiter“ Sehen.

Wenn wir aus der „Perspektive“ der Leerheit Sehen ist dort tatsächlich Nichts. Aus dieser Sicht gibt es keine unerleuchteten Wesen, keine erleuchteten Wesen, überhaupt keine Wesen, keine Suche, kein Finden, nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen, keine Vase und kein Gedanke, kein du, kein ich, kein hier oder dort, kein Anfang, keine Ende, einfach gar nichts.

Doch die Leerheit ist nicht einfach die vollständige ewige Abwesenheit von Etwas. Das wäre wieder ein Gedanke über Leerheit und Ewigkeit und nur eine weitere Variante des schon erwähnten Glaubensaktes des Verstandes.

Die Leerheit ist absolute Nichtexistenz  von ALLEM. Sie ist kein grenzenloser leerer Raum. Es ist der Aspekt der Singularität als Nicht- Raum, Nicht- Zeit und unmanifestierter Potenzialität  jenseits von Ursache und Wirkung repräsentiert.

Ein anderer Aspekt ist die manifestierte Potenzialität der Singularität als ALLES. Doch über diesen Aspekt reden wir gerade nicht. Es gibt noch einen dritten Aspekt und jeder von diesen vermittelt DIES durch bestimmte Erfahrungen. Nur der vollständigkeitshalber, wir demontieren gerade das unteilbare Eine in verschiedene Aspekten um darüber sprechen zu können. Damit haben wir uns schon sehr weit vom Sehen entfernt.

Dieses DIES, die „Singularität“ IST die Existenz und Nicht-Existenz von ALLEM. Da sie immer existent und nicht-existent zur gleichen „Zeit“ IST, kann sie nur Nondual sein.

Es sind nicht zwei Zustände die gleichzeitig existieren. Es ist weder UND noch ODER. Es IST einfach.

Die Singularität ist prinzipiell undenkbar, ultimativ unbeschreibbar und unsehbar. Doch ist DIES in seinen Aspekten, jenseits des üblichen elektro-mechanischen Denkprozesses, erfahrbar,  da wir selbst diese Singularität als sein manifestiertes Potenzial sind und somit die Potenzialität der unkonditionierten Reflektionsfähigkeit verkörpern.

Wenn wir versuchen die Singularität direkt wahrzunehmen, erscheint die Erfahrung dass es nicht geht.

Sehen bleibt bei den erwähnten Aspekten hängen.

Bei dem Sehen von Leerheit nehmen wir oft „Die Schwarze Absolute Stille“ oder auch „schwarzes Licht“ wahr. Es ist eine Erfahrung von Leerheit.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Die Erfahrung ist nicht das Erfahrene und schon gar nicht das Gesehene. Wir lassen uns allerdings schnell dazu verleiten etwas nachlässig zu sein und eine Erfahrung als das Gesehene zuzulassen. Das sind Subfunktionen des Verstandesmechanismus. Diese Subroutinen laufen auch noch lange weiter nachdem der ganze Wirkmechanismus  der Person auseinander geflogen ist. Bei Unachtsamkeit können diese Subroutinen von der Energie der Faszination des Sehens weiter gespeist werden. Wir dürfen uns hier nicht selber in die Falle gehen. Sehen (wie es hier beschrieben wurde) ist auch nach Verlöschen des persönlichen Gefühls einer separaten Existenz noch immer dual, wenn auch sehr subtil.

Verweilen in der Wahren Natur IST Nondualität.

Nondualität IST jenseits des Sehens.

Nondualität IST jenseits von Erfahrung.

Nondualität IST absolut unkonstruiert.

Nondualität IST unsere Wahre Natur.

Hier sind einige bekannt die mühelos ständig in Präsenz und Klarheit verweilen.

Hier ist allerdings niemand bekannt der unabgelenkt dauerhaft vierundzwanzig Stunden am Tag in der Wahren Natur verweilt.

Gleichwohl geschieht es ständig.

Es fühlt sich hier an wie ein Hineingleiten und Herausfallen aus der Wahren Natur. Das passiert ständig jedem Menschen. Der einzige Unterschied zwischen „erwachten“  Menschen und „nicht-erwachten“ Menschen ist dass die einen das Hineingleiten und Herausfallen durch Präsenz und Klarheit bemerken können und die anderen nicht. Wenn man zu denen gehört die es bemerken und nicht danach (als Erfahrung) greifen, verlängert sich das unabgelenkte Verweilen in der Wahren Natur. Zumindest wird es hier so erfahren.

Auch das Gefühl des Hineingleitens und Herausfallens ist eine Erfahrung. Tatsächlich ist unsere Existenz die Wahre Natur. Wir sind diese Wahre Natur. Die Wahre Natur kann nicht aus sich selbst herausfallen oder hineingleiten.  Was tatsächlich passiert ist Abgelenktheit. Wahrnehmung hängt sich an eine erscheinende Erfahrung und Abgelenktheit erscheint als Erfahrung des Herausfallens.

Was ist der Unterschied zwischen Präsenz und dem Verweilen in der Wahren Natur?

Wenn das Gefühl der persönlichen eigenständigen Existenz erloschen ist, ist Präsenz möglich weil das Nicht-Befolgen-Müssen von konditionierten Wahrnehmungskonzepten erscheint und eine Menge Energie, die bis dahin in der Aufrechterhaltung der „Person“ gebunden war, freigesetzt  wird. Klarheit scheint auf.

Das Verweilen in der Wahren Natur IST die absolute Abwesenheit von jeglichen Konzepten.

Das Erstere ist Befreiung.

Das Zweite ist die Freiheit selbst.

Es ist hier völlig klar dass dies mangelhafte und dürftige Erklärungen sind. Aber es ist nun eben so dass das Leben hier so erscheint und sich so ausdrückt.

Wie sollen Übungen und Methoden dabei helfen Erleuchtung zu erlangen?

Dezember 30, 2017 - Kommentare deaktiviert für Wie sollen Übungen und Methoden dabei helfen Erleuchtung zu erlangen?

Wie sollen die Übungen, Praktiken und Methoden dabei  helfen Erleuchtung zu erlangen? Woher soll ich wissen dass es die richtigen Übungen sind? Ich möchte einfach frei und glücklich sein. Es heißt doch wenn man Erleuchtung erlangt  ist man frei und glücklich. Doch andererseits heißt es >du bist schon frei<, also was bringt es?

30.12.2017

Es bringt dir gar nichts und doch hat es seinen Wert. Es kann geschehen dass etwas sehr Vertrautes doch höchst Überflüssiges wegfällt.

Führt dich deine Suche zu einem wahrhaftigen Weg mit seinen Übungen, Praktiken und Methoden, und wendest du diese gewissenhaft und intelligent an, kann irgendwann erkannt werden dass alle Übungen nicht dazu dienen deine Erleuchtung, Buddhaschaft, oder wie auch immer wir das nennen wollen, zu erzeugen. Das ist unmöglich.

Sie dienen hauptsächlich dazu dich auf deine Hindernisse hinzuweisen.

Es sind die Hindernisse die es gewöhnlich verhindern dass wir eine einfache Wahrheit erkennen.

Es geht jedoch in dieser Existenz nur darum diese einzige wichtige Entdeckung zu machen.

Du bist schon komplett und vollständig. Es gibt nichts hinzuzufügen oder zu korrigieren. Es geht nur darum deine wahre Natur zu erkennen und voller Gewissheit und unabgelenkt zu sein, so wie du schon anfangslos bist.

Das kannst du nennen wie du willst, Erleuchtung, Buddhaschaft, Realisierung… völlig egal…. und völlig unwichtig. Wenn du willst kannst du mal in dir nachforschen was da so gerne dem Un-Beschreibbaren allerdings Erlebbaren unbedingt ein  Label aufdrücken muss.

Wenn dir das jetzt zu einfach war, ist die schlechte Nachricht… komplizierter wird es hier nicht. Wenn es dir zu kompliziert war, Entschuldigung, einfacher geht es eben auch nicht.

Die Hindernisse von denen die Rede ist sind ausschließlich Wahrnehmungsstörungen unseres gewöhnlichen Geistes.

Da sind die großen Erwartungen die uns unser Verstand suggeriert und denen wir hoffnungsvoll hinterherhecheln.

Da ist die Ignoranz die uns blind macht oder unseren Blick nach außen zwingt während wir unseren Forschergeist doch eigentlich nach innen richten sollten.

Da ist die Angst die uns stoppt wenn wir gehen sollten und gehen lässt wenn Innehalten die förderlichere Handlung wäre.

Da ist die Bequemlichkeit die uns verführt leeren Worten zu folgen statt in uns selber nach der Wahrheit zu forschen.

Da ist diese immense  Zerstörungswut die sich gegen die eigene Existenz richtet, da wir zu feige sind uns der Verlogenheit, dem Dominanzstreben und der Dummheit unseres Verstandes gewahr zu werden.

In manchen Traditionen werden diese Wahrnehmungsstörungen oder Hindernisse auch Verblendungen genannt. Doch es geht nicht darum diese Hindernisse zu bekämpfen. Du kannst sie sowieso nicht besiegen, da sie Ergebnisse sind und nicht die eigentliche Ursache.

Die Ursache ist schlicht und ergreifend Unwissenheit über unsere wahre Natur.

Unsere wahre Natur wahrzunehmen ist das Gewöhnlichste was uns Menschen geschehen kann.

Sie nicht wahrzunehmen ist extrem anstrengend und erfordert komplexe Rituale. Wir werden lebenslang in diesen Ritualen ausgebildet und bilden uns mit großer Eigeninitiative selber weiter. Unsere Eltern, unsere Freunde und die ganze Gesellschaft helfen uns die Rituale des Nicht-Sehens zu erlernen und ständig auszuüben.

Wenn wir schließlich darin Meisterschaft erlangt haben nennen wir das dann üblicherweise  >Mein Leben<  und sind unglücklich.

Wenn wir dann selber zu nicht-sehende  Experten geworden sind bilden wir wiederum unsere Kinder aus ein Leben in Blindheit zu führen und helfen ihnen somit auch unglücklich zu werden.

Doch sobald wir nicht mehr genügend Energie aufbringen die aufwändigen ständigen Rituale des Nicht-Sehens durchzuführen, ordnet sich unsere Wahrnehmung von selbst und es schimmert das klare Licht unserer wahren Natur durch die Wolken der Verblendung.

Das ist kein Metapher, wir können tatsächlich das klare Licht >Dies was wir wirklich sind< wahrnehmen.

Wir haben doch alle als Kinder, wenn der Dreck der Konditionierung uns noch nicht vollständig bedeckt hatte, diese Erfahrung machen können. Es ist möglich dass du dich daran erinnerst, denn du hast es vielleicht nur vergessen. Aber auch als Erwachsene machen wir diese Erfahrung ab und zu, besonders beim Einschlafen bevor wir in die Tiefschlafphase sinken.

Alle wahrhaftigen Pfade, Übungen, Methoden, Praxen und Menschen unterstützen dich den angesammelten Müll zu erkennen. Die Intelligenz, die du tatsächlich bist, ist die Müllabfuhr und übergibt den Dreck den klaren Flammen der Verbrennungsstätte der Erkenntnis, die übrigens mit deiner freigewordenen Energie gespeist wird.

Falls du irgendwann erkennst dass die unabdingbare Wahrhaftigkeit des Pfades, oder der Menschen denen du vielleicht folgst, nicht bestehen sollte, so verschwende keine Zeit, winsele nicht herum und geh einfach weiter. Sammle nicht noch zusätzlichen Müll auf.

Das ist alles was hier dazu gesagt werden kann. Alles Gute.

Basis, Weg & Frucht

Oktober 1, 2017 - Kommentare deaktiviert für Basis, Weg & Frucht

Basis, Weg & Frucht

1.Oktober 2017

Der Weg der scheinbar gegangen werden muss, ist der schmale Pfad zur Quelle die Du schon bist.

Auch wenn gerne berichtet wird dass dies der Weg zu dir zurück ist, so brennt doch oft aus diesen Worten zu viel Hoffnung auf das Fortbestehen deiner Existenz, als das was du jetzt glauben-musst-zu-sein.

Mit der Geburt des Mensch-sein erscheinen die Erfahrungen der Formenwelten und diese bergen auch die Möglichkeit des Erkennens der großen Illusion inhärent in sich.

Die Basis für das Erkennen ist die leuchtende Natur, gleichwohl geht es um nicht anderes als genau diese leuchtende Natur zu entdecken. Es ist die Grundlage der Existenz aller fühlende Wesen. Die leuchtende Natur ist unzerstörbar, ursachlos und anfangslos aus sich heraus existent. Der Weg ist diese Wahrheit zu erkennen. Die Frucht ist dass sich diese Wahrheit durch dich manifestiert und Du als Dies erscheinst was schon immer ist.

Falls die Potenzialität der sofortigen Realisierung dieser Wahrheit gegeben ist bleibt vom Mensch-sein nur noch die Form bestehen und dient anderen fühlenden Wesen, die sich verloren haben, als Orientierung.

Kann die inhärente Wahrheit nicht sofort erkannt werden, stehen die Pforten zu den Pfaden der Erkentnis zur Verfügung.

Das Mensch-sein bietet drei Pforten zur Erkenntnis, die wir in unserer gewöhnlichen Verblendung auch gerne als drei Eingänge in unsere ganz persönliche Hölle benutzen. Doch da dieser Aspekt uns sehr vertraut ist, ist es nicht nötig dass dieser hier weiter beschrieben werden muss.

Die drei Pforten sind der Körper, der Geist und die Energie.

Der Blick richtet sich nach innen und durch das Klopfen, an einer dieser Pforten, beginnt die Suche nach Befreiung. Die Information dass du schon ewig und anfangslos frei bist, hat hier für dich noch keinen Wert.

So wirst du zum Sucher werden müssen und die Mühsal beginnt.

Und es ist wahr, all die wahren Wege sind furchtbar steinig, einsam und Lohn winkt nicht, nur Freiheit. Doch da Freiheit den meisten viel zu wenig ist, wendet sich der Blick aus Furcht oft erneut nach außen und Mensch verliert sich wieder sehr leicht im Glauben an die scheinbare Festigkeit der Welt.

Gleichwohl ist klar, das Beschreiten-müssen der Pfade der Befreiung unterliegt nicht dem Menschenwillen, jedoch das Scheitern-wollen schon. Sehr süß schmeckt uns die gewöhnliche Erfahrung der scheinbar menschlichen Unvollkommenheit.

Satt und träge jammern wir ständig und aus Bequemlichkeit hängen wir uns an alle möglichen Dinge und Menschen in der Hoffnung dass diese uns das ersehnte Glück und die Freiheit schenken mögen. Diese Hoffnung ist völlig absurd.

Furcht und Trägheit sind die Fesseln die dich an diese Hölle ketten.

Kann dieser Falle entronnen werden, warten viele weitere Schlingen auf den Suchenden. Doch dein fester Entschluss den Weg zu beginnen, vertreibt langsam den Nebel der Unwissenheit und es legt sich Klarheit in deinen Blick. Zudem wird die Stille dein Stock, der dich stützt falls du über deine Füße stolpern solltest.

Die Person, dass ist dies was Du gelernt hast und gewöhnlich glauben musst zu sein, verschwindet. Vielleicht auf einen Schlag oder vielleicht verschlissen wie ein alter Schuh, fällt sie dir vom Fuß während deiner Reise.

Doch sei achtsam, die Erfahrung der Klarheit ist nur ein Ergebnis und nicht das Ende dieses Pfades!

Bleibst Du nicht an der Klarheit hängen und gelingt es dieser Falle zu entrinnen, so ist die Sicht nun unverhüllt, die Hinweise des Weges sind sich selbst genug, der Geist ist still und der Atem ruhig ohne Furcht. Das sind die Zeichen der Bestätigung  die du vorfinden musst. Alles andere wäre eine Konstruktion deines Verstandes und führt nur wieder in die Irre.

Doch wenn es Wahrheit ist und wie auch immer es geschieht, die Energie die als Illusion der Person gebunden war gibt dir jetzt die Kraft die Schwelle der Erfahrung des Mensch-Sein-Müssens, kriechend auf deinen Knien, nun zu überqueren.

Das ist die Grenze von der du als Person immer wieder abprallst, da dich dein Hochmut aufrecht stolzierend hinüberbringen soll.

Doch über diese Grenze geht es nur in absoluter Hingabe und auf deinen Knien, mein liebes Menschenkind.

Kriechst du über diese Grenze, gibt es für Dich kein Zurück von hier, doch Scheitern ist immer noch die Möglichkeit.

Nun bist Du hier und da stehst Du nun wie eine flackernde Kerze in diesem Sturm des Sehens. Die Gefahr des Verlöschens ist größer als je zuvor, denn es gibt nicht mehr den Schutz durch das Schild der scheinbar festen Formenillusionen.

Nun folgt die Prüfung der Zerstörung Deiner Existenz ansich. Um hier zu bestehen ist die absolute Nacktheit Deines Geistes unerlässlich.

Wird diese Prüfung überstanden, löst sich der Blick von innen und ist völlig frei. Doch bleib achtsam, nun wird die Energie der Potenzialität vor Dir unvermittelt sichtbar und prüft Dein Gleichmut bis in die tiefsten Winkel Deines Herzens.

Wird nun dieser Test bestanden, offenbart sich die ganze Macht der Existenz und stellt die schwerste Prüfung dar.

Kannst Du der Versuchung widerstehen die Macht – auch im guten Glauben – zu gebrauchen, so bist du diese Falle gerade noch entkommen.

Ist das wirklich so geschehen integriert sich die Illusion des Körpers in die Wahrnehmung die Du nun bist.

Falls die Gnade erscheint dass dies vollständig geschehen kann, verschmelzen alle Pforten zu dem was sie schon immer sind und die Quelle berührt sich selbst als DU.

Für die Welt der Menschen bist DU nun nicht mehr als eine winzig kleine Öffnung in der Mauer zum Unbekannten,  die einfach zur Verfügung steht, falls jemand einen Blick auf die wahre Herrlichkeit werfen möchte.

Da jedoch sehr wenige Menschen einen Blick riskieren wollen, ist der letzte Test den DU zu bestehen hast, es zu ertragen dass DU die Erkenntnis nicht weitergeben kannst. Diese Prüfung wird nun ewig dauern.

Das Transzendieren der Erfahrung des Alterns und des Todes wird DICH das menschliche Leben kosten. Diese Falle ist die letzte und subtilste, um hier zu bestehen muss dein Geist so rein wie ein Spiegel sein.

Ist das so, So Sei!

Wahrnehmung Dessen, freier Blick ohne zu begehren, breiten sich die Schwingen der Freude und  gleiten auf der Liebe Glut im Sehen grenzenloser Dimensionen der Unendlichkeit.

Ungeboren strahlt das Licht in erhabenem Gemälde, unfassbar die Reise in die Ewigkeit.

Was bleibt?

Januar 13, 2016 - Kommentare deaktiviert für Was bleibt?

Das Gefühl der Einsamkeit, das dich in der großen Illusion bedrängt das Mengen der Massen aufzusuchen, ist das gewöhnliche Verlangen die Gewissheit des Endens zu vermeiden

Doch nun, wenn das Wahre gesehen wurde, ist dieses Verlangen, das uns die Ketten des Mensch-sein-müssens sehr fest bindet,

nichts

gegen die unbarmherzige Erkenntnis, dass es unmöglich ist, es dir, mein Liebstes Menschenkind, zu zeigen

das Licht was wir schon sind

        So ist es wie ewig

Nur die Stille ist der Raum der verbleibt zu leben und das Licht bescheint die nächsten Schritte einfach

Und keine Hoffnung indem dass dies irgendjemand helfen würde

So sieht die Freiheit aus, die niemand dient

So ist es also und Dieses lebt sich endlos als du durch die Suche nach sich selbst

Das ist die absolute Wahrheit die die große Illusion beendet

Und in dieser unabweisbaren Gewissheit wird gesehen wie aus der zarte Knospe dieses Sehens die lodernde Blüte der Unvergänglichkeit erglüht

und

der zarte Kuss der Wahrheit dich sterben lassen wird

nur Freiheit bleibt zurück

 

Doch nun, was möchtest du.

Was ist deine Antwort?

Warum ist das so?

Juli 9, 2015 - Kommentare deaktiviert für Warum ist das so?

Warum ist das so?

Die Frage nach WARUM weist immer darauf hin dass der Mind die Führung hat.

Da ist dieses Verstehen wollen.
Das ist völlig üblich. Es ist die übliche Krücke mit der wir durch das Leben humpeln. Du brauchst sie nicht. Doch das kannst Du selber herausfinden.
Hier erscheint nur die Antwort auf deine Frage.

Leerheit und Potenzialität sind nur zwei Wörter. Sie weisen auf etwas Unausdrückbares hin. Diese beiden Wörter sind ein Hinweis auf das anfangslos Unteilbare.

Wenn wir reden wollen, müssen wir es benennen. Sonst ist ein Gespräch nicht möglich. Wenn du noch glauben musst, dass dieses Benennen die Wirklichkeit beschreibt, bist du im Mind.

Bist du im Mind hörst du nicht zu.

Du bewertest.
Bitte lass das.

Also benennen wir.
Nennen wir doch dieses Unbeschreibbare einfach mal Quelle oder als Wirken der Quelle, die als alles erscheint.

Quelle drückt sich ständig aus. Völlig frei fließt die Quelle als Energie und ohne Hindernisse manifestiert sich so die Potenzialität der Leerheit.

Als Alles. Auch als du.

Die Energie fließt ohne Unterbrechung und somit drückt sich auch Leben ohne Unterbrechung aus.

Die menschliche Manifestation ist ebenso Ausdruck, wie dieses was in der Wahrnehmung derselben erscheint. Es ist hier noch nicht getrennt. Es ist nondual.

Die Inbesitznahme dessen was in der Wahrnehmung erscheint
führt zu dem Gefühl von Hier und Dort.
führt zu dem Gefühl von einem Außen und Innen.
führt zu dem Gefühl eines Wahrnehmenden und zu etwas Wahrgenommenem.

Der Mind spielt sein Spiel. Er analysiert und interpretiert.

Dualität.

Aus dem Gefühl wird ein Gedanke.
Aus dem Gedanke wird ein Fakt.
Aus dem Fakt wird die Welt.

Es entsteht Ich und Du.
Das Gefühl des Verlangens und des Ablehnens hält es am leben.

Es erscheint
ein separiertes Leben.
ein separiertes Sterben.

Scheinbar.

Der Mind spielt nur.
Es ist ein Kind.
Lächle und geh einfach weiter.

Deine Frage war: Warum ist das so?
Die Antwort ist einfach.
Weil es möglich ist.